Allen Frauen (und Männern) zum Internationalen Frauentag unsere besten Wünsche!

Int Frauentag 2014_1Moment, wieso denn den Männern? Wir behaupten: Der Internationale Frauentag am 8. März ist nicht nur für die Frauen ein besonderer Tag. Vieles wofür Frauen seit Jahren gestritten haben und noch weiterhin streiten, kommt auch den Männern zugute: Gleichbehandlung, das Auflösen klassischer Rollenklischees, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und und und… erlauben es Frauen und Männern heute mehr denn je, ihr Leben nach ihren persönlichen Vorstellungen und individuellen Bedürfnissen zu leben. Doch wir alle wissen: Hier ist noch viel zu tun! Gerade wenn wir die Situation an unseren Arbeitsplätzen in der Bundespolizei, im Zoll und im BAG betrachten.

Deshalb lautet das Motto der Aktion unserer Frauengruppe zum Internationalen Frauentag auch „Wir lassen nicht locker!“ – weil wir wissen, dass wir für unsere Forderungen in allen Bereichen einen langen Atem brauchen.
1.) Wir setzen uns dafür ein, dass mehr Möglichkeiten der Aus- und Fortbildung in Teilzeit geschaffen werden.
2.) Wir fordern geschlechtergerechte Beurteilungen, ein Ende der Benachteiligung von Frauen gegenüber Männern und ein Ende der Benachteiligung von Teilzeit- gegenüber Vollzeitkräften.
3.) Wir setzen uns auf politischer Ebene für eine Gelichbehandlung von Pflegezeit und Elternzeit ein.
4.) Wir fordern die gezielte Karriereförderung von Frauen in allen Berufsgruppen.

Viele Beschäftigte stehen dauerhaft unter starkem psychischem Druck, da es ihnen ständig an Zeit fehlt, sich in gewünschtem Maße ihrer Elternrolle oder der Betreuung von Ange-hörigen zu widmen. Mit der Klartext-Studie wurden die enormen Belastungen durch die fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf transparent:
– Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Bundespolizei beurteilen 38,9% der Befragten als mittelmäßig, 29,3% als schlecht und 17,7% als sehr schlecht.
– Von den beruflichen Situationen, die es erschweren, familiäre und berufliche Verpflich-tungen in Einklang zu bringen, wird v. a. auf kurzfristige Sonderdienste (68,3%) verwie-sen. Dahinter rangieren die Anfahrt zum Dienstort (47,8%), Überstunden (45,8%) und die reguläre Arbeitszeitregelung (32,1%; Möglichkeit zur Mehrfachnennung).
– Die Belastung für die Familien von Beschäftigten der Bundespolizei durch mehrmalige Wohnortswechsel aufgrund von Versetzungen im Allgemeinen bewerten 26,2% als groß und 53,4% als sehr groß. 82,5% sind schon einmal an einen anderen Dienstort versetzt worden.
– Die Möglichkeiten, vor dem Hintergrund der beruflichen Tätigkeit privaten Verpflich-tungen (z. B. Kinderbetreuung) nachzukommen, bewerten 36,6% als mittelmäßig, 26,1% als schlecht und 13,8% als sehr schlecht.
– Die Vereinbarkeit von familiären Verpflichtungen mit der Teilnahme am beruflichen Auf-stieg bzw. der beruflichen Qualifizierung bewerten 34,5% als mittelmäßig, 25,8% als schlecht und 12,2% als sehr schlecht.

Auch der Weg in die Teilzeitbeschäftigung bietet für Viele keine Lösung, da hier mit deut-lichen Karriereeinschnitten gerechnet werden muss. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung zur Beurteilung von Frauen und Männern im Polizeivollzugsdienst werden Teilzeitbe-schäftigte schlechter als Vollzeitbeschäftigte beurteilt. Dies trifft ebenfalls auf Frauen im Ver-gleich zu Männern zu.
So war beispielsweise in der Beurteilungsrunde 2010 bei den Beschäftigten im mittleren Poli-zeivollzugsdienst der Bundespolizei der Anteil bei den männlichen Beschäftigten mit Best-note (15,6%) doppelt so hoch, wie der bei den weiblichen Beschäftigten (7,9%). Männliche Vollzeitbeschäftigte haben daher bessere Beförderungs- und Einkommenschancen als weib-liche Vollzeitbeschäftigte sowie teilzeitbeschäftigte Frauen und Männer. Beschäftigte, die sich Verantwortung im Privatleben (sei es Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen) stellen, müssen daher mit deutlichen Benachteiligungen im Beruf rechnen.

Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in den Ergebnissen der Gleichstellungsstatistik der Bundespolizei wider, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jährlich erhebt:
– So waren im Juni 2013 von den insgesamt 39.550 Beschäftigten der Bundespolizei 19,5% Frauen. Bei den Führungspositionen liegt der Frauenanteil nur noch bei 7,6%.
– Insgesamt waren in der Bundespolizei zum Berichtszeitpunkt insgesamt 8,1% der Be-schäftigten in Teilzeit oder familienbedingt beurlaubt. In Führungspositionen schrumpft dieser Anteil auf gerade einmal 3%.
– Deutlich sind auch die Benachteiligung bei Beförderungen: Von den zwischen dem 01. Juli 2012 und dem 30. Juni 2013 ausgesprochenen Beförderungen ergingen 16,2% an Frauen (Frauenanteil in der Bundespolizei: 19,5%) und nur 5,2% an Teilzeitbeschäftigte, bzw. Beschäftigte, die in dieser Zeit familienbedingt beurlaubt waren (Gesamtanteil in der Bundespolizei 8,1%).

Die Gründe dafür sind vielfältig:
– Wer Kinder oder Pflegefälle betreut, ist weniger flexibel, seltener dazu in der Lage, Überstunden zu leisten, und weniger an der Dienststelle „präsent“.
– Fortbildungen und Aufstiegsmaßnahmen sind vielfach „familienfeindlich“, werden zentra-lisiert und ortsfremd angeboten. Alternativen wie eLearning, die Anerkennung von Modu-len bei anderen, regionalen Bildungsträgern oder In-House Schulungen werden kaum angeboten. Schulferienzeiten werden bei der Terminplanung kaum berücksichtigt.
– Mangelnde Kinderbetreuung bzw. Unterstützung bei der Pflege während der Aus- und Fortbildung.
– Frauen sind in vielen Bereichen nach wie vor unterrepräsentiert.

Damit muss endlich Schluss sein! Wer sich verantwortungsvoll den Herausforderungen des Privatlebens stellt, sich Zeit für Kinder oder Pflege von Angehörigen nimmt, darf dafür keinen Benachteiligungen im Beruf ausgesetzt sein.
Wir fordern eine diskriminierungsfreie Behördenkultur, die Beschäftigte nicht nur in ihrer Funktion, sondern als Menschen sieht, und dafür bundesweit verbindliche Regelungen schafft. Am 8. März unterstreichen wir unsere Forderungen in zahlreichen Aktionen bundesweit. Wir lassen nicht locker!

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Themenbereich: Frauengruppe | Drucken

5 Kommentare
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  1. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Thema, welches sich die Bundespolizei momentan ganz groß auf die Fahne geschrieben hat! Leider sieht die Realität nach wie vor anders aus. Man bekommt das Gefühl, dass der Dienstherr der Meinung ist, sein Schuldigkeit mit Einführung von Teilzeit und flexiblen Dienstplan erfüllt zu haben. Oder wie kann man es sonst verstehen, dass Familienväter (ich nenne jetzt bewusst nur Väter, denn für Mütter kann ich nicht sprechen) die im Schicht- und Wechselschichtdienst tätig sind, nach wie vor abgeordnet werden? Es gibt Väter deren Frauen ebenfalls in Schichten arbeiten gehen, bzw. zu Zeiten, in denen eine Fremdbetreuung nicht möglich ist. Familien, in denen beide Elternteile im Schichtdiensttätig sind, haben einen immensen organisatorischen Aufwand zu betreiben, um Familie und Beruf in Einklang zu bekommen. Das ganze Familienleben ist ausgerichtet auf den Schichtplan des Anderen. Hier ist jeder vom Anderen abhängig! Letztendlich heißt es immer; Zum Wohle der Kinder! Familienkonstellation dieser Art sind sicher nicht die Regel, aber sie sind auch nicht die Ausnahme!
    Doch wenn jetzt der Chef um die Ecke kommt und einem zu verstehen gibt, dass er Dich für die nächste Abordnungsrate vorgesehen hat, wird’s kompliziert! Wenn man seine familiäre Situation schildert bekommt man das Gefühl vermittelt, man sei ein Exot! PolizeibeamtER oder besser Mann sein und Kinder betreuen, das gibt es nicht! Das sind zwei Dinge, die nicht zusammen passen.
    Man bekommt als Begründung von seinem Vorgesetzten gesagt, dass 1 Stunde und 23 Minuten Fahrzeit mit der Bahn, bei täglicher Heimkehr zumutbar sind! Dazu versucht man es einem noch Schmackhaft zu machen in dem man erwähnt, dass man ja in Uniform kostenfrei fährt. Auf das Argument, dass zu der reinen Fahrtzeit mit der Bahn noch Fahrzeiten von Zuhause zum Bahnhof und vom Zielbahnhof zur Dienststelle kommen und man somit für die Anfahrt zur Dienststelle in Wirklichkeit 2:25 h benötigt, bekommt man doch glattweg gesagt, man könne ja die Arbeitszeit für den Zeitraum der Abordnung verkürzen lassen. Auf die finanziellen Einbußen angesprochen bekommt man zu hören, dass man doch schließlich Trennungsgeld bekomme…

    Was die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau angeht ist sicherlich noch sehr viel zu tun, aber es sollte dabei auch nicht die Gleichstellung zwischen Vätern und Müttern vergessen werden.

  2. Beim Zoll ist es nicht besser. An einer Dienststelle um und nach der Jahrtausendwende (1999 auf 2000 Wohlgemerkt) herrschte ein Provinzfürst, der schon speziell war. Eine Frau auf Teilzeit hatte bei ihm verspielt, weil sie diese in Anspruch nahm. Der Ehegatte auf Vollzeit. Beide wurde auch gleichzeitig zum Dienst eingeteilt. In Teilzeit geht eine Frau nun gewiss nicht, weil sie ihre Rasensaat ausbringt, sondern weil sie ihre Kinder erziehen will. Immer wieder hört man von altvorderen Zöllner „Frauen haben beim Zoll nichts verloren“. Gerade die Generation 50 plus und 60 plus. Tief verwurzelt im Zollsystem.
    Auch ein Beitrag zur Familienfreundlichkeit, der ja nicht bei der Frau aufhört (wo ja auch Männer in Teilzeit gehen können) war der fromme Wunsch eines Kollegen halbwegs heimatnah eingesetzt zu werden. Ihm legte man Steine in den Weg und verzögerte die Versetzung um über ein Jahr. Auf der gleichen Dienststelle schickte der Provinzfürst Wegpflichtige zum Dienst, trotz der UK Stellungsmöglichkeit seitens der Hauptamtes. Sollten es Kollegen der Bundespolizei noch nicht wissen, Zöllner waren grundsätzlich wehrpflichtige Menschen.
    Diese Dienststelle schicke ihre Mannen die Hälfte aller Wochenenden und Feiertage in den Dienst. In der Umkehr einer Vorschrift „…der Beamte hat an mindestens zwei Wochenende frei zu haben“. Vorschriften kann hier ja jeder lesen. Es handelte sich nicht um eine Dienststelle in Frankfurt am Main. Wo man ja noch aufgrund des Dienstaufkommens so etwas verstehen könnte. Auch nicht Pomellen.
    Auch eine Sache zur Familienfreundlichkeit. Denn um erst einmal eine Familie gründen zu können, muss man soziale Kontakte knüpfen. Und das geht vorwiegend nur am Wochenende. Die Verhinderung einer Familengründung darf man ruhig sagen.
    Nun schreiben wir das Jahr 2014. Geht es nach gewissen US Spielfilmen, fliegen wir nächstes Jahr alle mit dem Auto. Film und Realität. Wie eben Vorschriften und Realität auch in der eigenen Truppe.
    Es gibt tatsächlich Dienststellen, an denen Vorgesetzte Kollegen entgegengesetzt der Fahrgemeinschaft auf verschiedene Böcke (Bullys, Passats) setzen. Das SG C bei Zolls ist eine grosse Familie wo morgens der ganze Clan auftaucht und der Oberboss bestimmt, was heute gespielt wird. Bei uns ist die Auswahl ja gross. Am Gerüst schütteln, auf der Autobahn, im Zug, im Seehafen, auf dem Flughafen usw.. Da sind schon Kollegen durch Zusammenlegungen zum Pendeln gezwungen und werden auch noch bei Fahrgemeinschaft bestraft. Es geht nicht darum, dass dienstliche Interessen entgegenstehen, sondern um die leider vorhandene Boshaftigkeit nicht weniger Vorgesetzter. Für die Menschenführung ein Fremdwort ist. Zumindest menschliche angemessene Menschenführung. Das hat auch etwas mit Familienfreundlichkeit zu schaffen. Denn irgendwann wenn die Kollegen alle verschieden wieder auf ihrer Dienststelle antreffen, fahren die getrennt. Also muss für die Frau der Zweitwagen her oder es wird Verzicht geübt. Denn im Gegensatz zur allgemeinen Mähr wohnen wir nicht alle in Essen und können dort die Bahnen nutzen. Es geht vielerorts nicht ohne Auto. Weder privat noch dienstlich.
    Wenn dann noch der Vorgesetzte sagte: Dann ziehen Sie doch um und der selber vor Ort aller erreicht hat…… könnte ich zumindest aus der Haut fahren.
    Ach ja die erwähnte Zumutbarkeit. Der Zoll darf ja eh nicht frei fahren, weil der Dienstherr es nicht will. Doch auch für gute Worte gibt es zumeist keine anständigen Verbindungen. Also muss vielerorts das Auto her.
    Einen hab ich noch. Da wurde einem Kollegen mit Problemen (die dem Vorgesetzten bekannt waren) doch die annähernd 100 Kilometer entfernte Dienststelle empfohlen. Wäre ja auch zu schwer gewesen eine ortsnahe Dienststelle mit kommendem Abgang dank Alter zu benennen und den Kollegen schon mal da einzuarbeiten.
    Einarbeitung ist ja das Fremdwort. Es ist ja nicht abzusehen, dass der Kollege X urplötzlich die Altersgrenze zur Pensionierung erreicht hat. Oder dass tatsächlich mal einer Karriere macht, sich wegbegibt und freiwillig fährt.
    Manchmal erzählen ja Kollegen Märchen von der bösen Truppe Bundesgrenzschutz. Alles militärisch und alles Scheibenkleister. Besonders, die, die dort ihren Wehrdienst anno Tobak verrichtet haben.
    Nur beim Zoll komme ich mir manchmal vor wie 1847.
    Es muss sich in beiden Läden noch viel ändern, um Familienfreundlichkeit zu bekommen. Bei der Bundeswehr versucht es jetzt eine Frau. Wie freundlich der Laden ist nach den Reformen der letzten über 20 Jahre hat schon ein Wehrdienstpinsel wie ich erkannt.
    Nur haben Bundespolizei und Bundeswehr einen Vorteil. Sie bieten in der Regel überall Unterkünfte. Ich will nicht in der Kaserne schlafen, sagen die Altzöllner. Als Wehrdienstpinsel hatte ich eine zwei-Mann Stube nach der Grundausbildung und alle ab Unteroffizier Einzelkammern. Und den e.D. haben wir kaum noch in unseren Reihen.
    Doch hat der Zoll auch in Cuxhaven erfolgreich die Einrichtung von Schlafplätzen an Land für die dortigen Bordfahrer verhindert. Kasernen gibt es beim Zoll nicht. Ganz grosses Kino.
    Es gibt noch so viel zu tun in unseren Läden. Packen wir es an. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Einfach mal die Fresse aufreizen und nicht den Duckmäuser spielen.

  3. ja, darin haben sich die Behörden Bundespolizei und Zoll bereits hervorragend angeglichen: Dass der Schein zählt, und weniger das Sein!

    Boshafte Menschen als Vorgesetzte gibt es sicherlich auch bei beiden Institutionen, sie stellen aber aus meiner Sicht nicht die Regel dar. (Wenngleich sie mit ihren Aktivitäten mühelos das mit dem Arsch umreissen könne, was ein vielfaches an vernünftigen und rechtschaffenen Menschen mühevoll aufgebaut haben.)

    Das Problem ist, dass wir alle Gefangene des Zeitgeistes sind und es insofern auch weniger darum geht, Verhältnisse wirklich zu verbessern , als vielmehr darum, wie man seine Aktivitäten am besten präsentiert.

    Familie und Beruf (oder , nota bene: Beruf und Familie…) geht es da genauso wie dem BGM oder auch der Frauenförderung:
    Es geht in erster Linie darum, das „Plansoll“ im Rahmen irgendwelcher Strategien, regionalen Ableitungen derselben oder obskuren Massnahmenpläne zu erfüllen. Danach kann man sich getrost wieder dem nächsten Strohfeuer zuwenden und es auf dem Altar der „Ergebnisorientierten Steuerung“ abbrennen.

    Das dabei unter dem Strich nichts gescheites, schon garnicht aber irgendetwas nachhaltiges entstehen kann, liegt auf der Hand!
    Es fällt letzendlich immer wieder (fast) alles auf den Einsatz der „neuen Steuerungsinstrumente“ (die freilich soo neu garnicht mehr sind) zurück.
    Hatten diese in der ursprünglich betroffenen Automobilindustrie vielleicht noch ihren Sinn, so ist dieser spätestens mit dem Einsatz in der öffentlichen Verwaltung völlig pervertiert worden!

    Selbst im Rahmen der Ausgabenkontrolle, bei der man eine gewisse Einsatzmöglichkeit noch voraussetzen könnte, bieten sich vielfältige Möglichkeiten zum Beschiss, was den Nutzen dann natürlich wieder gegen Null streben lässt!

    Kleines Beispiel gefällig: In einer nicht näher genannten Direktion frohlockte man am Ende des vergangenen Jahres, mit der sog. „virtuellen Budgetierung“ der komsumtiven Ausgaben eine „Punktlandung“ hingelegt zu haben.
    Will sagen: man habe die Gelder genauso wie vorgesehen in der dafür veranschlagten Zeit ausgegeben . – Hurra Deutschland!

    Des Rätsels Lösung: Man hatte im November/Dezember fällig werdende Rechnungen schlicht nicht mehr bezahlt und sie auf das folgende Jahr gebucht…. – Mit der Folge der nunmehr sich ergebenden scheinheiligen Frage, warum nach zwei Monaten bereits nahezu die Hälfte des für 2014 veranschlagten Budgets verbraucht sei….?

    Noch Fragen?

    Auch danach, warum es zunehmend schwerer fällt, hinter jedem auf den Schild gehobenen neuen Schwerpunkt
    k e i n e neuen Taschenspielertricks zu wittern…?

  4. Meine Frau und ich sind in der Direktion Bundesbereitschaftspolizei. Über das Thema Familie und Beruf und deren Vereinbarkeit wurde und wird viel geredet. Genauso über Beförderungen von Frauen bzw. Müttern. Ich gebe hier nun mal meine Erfahrungen unkommentiert weiter.
    Meine Frau hat mir 4 Kinder geschenkt. Sie wurde 1993 eingestellt und bis zu unserem ersten Kind die Ausbildung zur PM’in abgeschlossen und im Anschluss Dienst in der Einsatzhundertschaft versehen. 1999 haben wir geheiratet und unser erstes Kind bekommen. Nun haben wir 2014, alle 4 Kinder sind da (der jüngste ist 5), ich bin in dieser Zeit vom PM zum POK (Ausbildungsaufstieg), war vier mal im Ausland. Und nun dürft Ihr mal raten, was meine Frau für einen Dienstgrad hat. Richtig, PM’in !!! Aber dafür wenigstens mit 6 Beurteilt. Begründung:“Wie sollen wir den jüngeren Kollegen denn Erklären, warum Du befördert werden sollst, obwohl Du nicht so viele Einsätze fahren kannst?“. Aber für eine 6-Wochen-Abordnung mit anderen Teilzeit-Müttern nach Frankfurt hats noch gereicht. Oder doch lieber eine Abordnung für 3 Monate? Achtung….der Hundertschaftsführer hat Kenntnis davon, der Abteilungsführer hat Kenntnis davon, der ÖPR weiß das, auch die Gleichstellungsbeauftragte. ICH hab keine Fragen mehr……..

  5. KOMPLIMENT !

    Es gab zwar nur ein Presseartikel – zumindest habe ich nicht mehr gelesen ;-) aber der Presseartikels der FAZ vom 10.03.14 hat es „in-sich“ !
    Er beschreibt klar und deutlich die Situation: „Beruf und Familie unvereinbar“

    Großes Kompliment an die Kollegin, die ihre Situation beschrieb – sie steht für viele in der Bundespolizei.

    und … diese Berichterstattung hat in Facebook nach meiner Meinung nach ein ziemlich großes Interesse hervorgerufen.

    BerndK