Start der Tarifrunde: Wir erwarten eine deutliche Einkommensverbesserung!

Tarifrunde 2014 PlakatBerlin. Vor dem Start in die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Polizei bei Bund und Kommunen am Donnerstag in Potsdam sind die Erwartungshaltungen der in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierten Mitglieder hoch. Erste Reaktionen der Arbeitgeber deuten unterdessen auf harte Gesprächsrunden hin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte unlängst die Vorgaben der Gewerkschaften als „maßlos überzogen“ kritisiert. Die Forderungen der Arbeitnehmerseite stehen jedoch fest: Eine deutliche Einkommenssteigerung um einen Grundbetrag von 100 Euro und eine lineare Erhöhung von 3.5 Prozent.

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Die Beschäftigten bei der Polizei verdienen es, dass sich die solide wirtschaftliche Situation Deutschlands auch auf ihre Gehälter niederschlägt. Ihr täglicher Einsatz für die innere Sicherheit muss sich auch in der Geldbörse bemerkbar machen.“

Die GdP, so kündigte Malchow an, werde sich in den Verhandlungen nachdrücklich für eine zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten bei Bund und Kommunen sowie die Versorgungsempfänger einsetzen. Malchow: „Der öffentliche Dienst insgesamt leistet gute Arbeit. Wir lassen uns nicht spalten. Erst vor wenigen Tagen hat uns das Bundesverwaltungsgericht in unserer Haltung bestätigt, dass es keine Abkoppelung der Beamten von den Tarifabschlüssen geben darf.“

Die öffentlichen Arbeitgeber dürfen laut Malchow nicht die Augen davor verschließen, dass die Beschäftigung im öffentlichen Dienst immer weniger attraktiv wird. Schon jetzt zeigten die rückläufigen Zahlen geeigneter Bewerbungen bei der Polizei, dass der Nachwuchs sich hin zu besseren Perspektiven in der freien Wirtschaft orientiere.

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Themenbereich: tarif2014 | Drucken

6 Kommentare
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  1. So,so “maßlos überzogen”. Sich selber aber mal 10 % genehmigen. Ich finde, da hat der Herr BM d.M. mit seiner Äußerung “maßlos überzogen”.

  2. @stuttgart21
    Das Eine sind die Bundestagsabgeordneten, die für sich selber entscheiden und das Andere sind die kleinen Helfer der Regierung, die kein Streikrecht o.ä.besitzen. Wer nicht auf sich aufmerksam macht geht unter.
    Bitte den Artikel und den Inhalt in Fülle lesen und verstehen.

  3. @stuttgart21
    Ich bitte um Entschuldigung. Ich habe deinen Text nicht in Fülle gelesen und verstanden. Meine Meinung zum Thema bleibt davon unberührt.

  4. Nicht zu vergessen die Einbindung des vollen Weihnachtsgeldes in die monatlichen Abgeordneten Bezüge.
    Plus 14400 Euro im Monat für Personalkosten. Plus die steuerfreie Kostenpauschale von derzeit über 4200 Euro. Damit ist das „Gehalt“ faktisch steuerfrei. Plus die „Nebentätigkeiten“, die schon manchen Polizeirat erblassen lassen. Weiter die s.g. ehrenamtlichen Tätigkeiten, deren Entschädigung so manches Polizeigehalt um 100 Prozent übersteigt.
    Uns Esel erlegt man strenge Auflagen bei notwendigen Nebentätigkeiten, damit wir privat einigermassen bürgerlich wohnen. Wir Esel arbeiten wirklich ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung. Für einen „popeligen“ Wasserverband erhält man schon 25.000 Euro im Jahr. Ehrenamtlich WOHLGEMERKT !

  5. Na, vielleicht wird ja die Entscheidung des BMI leichter, bei den Millionen des Hoeneß.

  6. Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister,

    definieren Sie „maßlos überzogen!“, gemäß dem Prüfungsschema!

    Als Ergebnis müssten erscheinen, dass Ihre Äußerung nicht haltbar ist, somit nicht bestanden!

    Danke für nichts!