Dieser Haushalt ist kein Ansatz zur „Attraktivität für Alle“

Der Bundesminister Dr. Thomas de Maizière hat anlässlich der Einbringung des Bundeshaushalts am 08. April 2014 im Deutschen Bundestag Wortes des Dankes und der Anerkennung gefunden. Nach der verbalen Wertschätzung folgte der Satz: „Umso wichtiger ist es mir, dass wir uns darum kümmern, dass die Polizistinnen und Polizisten gute Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen haben. Ich bin froh, dass wir mit diesem Haushalt dazu einen Beitrag leisten.“
Im Haushaltsansatz sind 34 Hebungen für die Umsetzung der Entgeltordnung für den Tarifbereich von E3 nach E5 vorgesehen. In der Summe bedeutet dies 127.908 Euro. Für einen ersten Schritt einer Hebung von 157 Stellen würden 560.000 Euro benötigt.
Es sind Hebungen von A 8 nach A 9 vorgesehen im Umfang von 1,4 Millionen Euro. Wir benötigen für als ersten Schritt zum Abbau des „POM- Bauches“ ca. 5,6 Millionen Euro.
Diese Summen müssen in das Verhältnis zum gesamten Haushalt der Bundespolizei oder gar des Bundeshaltes von ca. 2,6 Milliarden Euro bzw. 298 Milliarden Euro bewertet werden. Der Ehrgeiz eines ausgeglichen Haushaltes vorzulegen, wurde die Situation der Überlastung und das Personalfehl in der Bundespolizei nachgeordnet. Doch es ist bisher ein Kabinettsbeschluss.
Einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren ist kein politisches Ziel. Unser Ziel ein finanzpolitisches Konsolidierungsprogramm zur Entlastung des Personals und als Einstieg in einer Regelaufstiegspolizei. Wir wissen, dass kein Haushaltsgesetz das Parlament so verlässt, wie es eingebracht wurde. Für unsere Vorstellungen von einem Anfang der „Attraktivität für alle“ führen wir weiter unsere Gespräche mit den Schwerpunkten:

• 1000 Hebungen von A 8 nach A9 im Polizeivollzugsdienst als ersten Schritt
• Bereitstellung neuer Stellen für die Flughäfen
• Strukturverbesserungen im Verwaltungs-und Tarifbereich, insbesondere die Mittelzuweisung für die Umsetzung der Entgeltordnung
• Beschaffung einer neuen Generation von Körperschutzausstattung
• Zeitgemäße IT -Ausstattung für die digitale Wirklichkeit.
• Verbesserung der Liegenschaftssituation

Beispielsweise in Heimerzheim, in St. Augustin oder in Bad Bentheim.
Das Personalfehl durch die „Dienstpostenschere“ und die Zusatzaufgaben belastet den Personalkörper mit mindestens 1,6 Millionen nicht abgedeckten Einsatzstunden. Diese Überlastung müssen wir abbauen.

Wir wollen, dass der Koalitionsvertrag mit einer Demografie vorsorgenden Personalpolitik für die Bundespolizei mit Leben erfüllt wird. Das wäre Attraktivität für alle!

Jörg Radek

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

22 Kommentare
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  1. Tja, hauptsache die „schwarze Null“ steht im kommenden Jahr, da kann man nicht soviel für die innere Sicherheit ausgeben! Die Belastung wird größer und die Moral sinkt, auch wenn es nicht mehr viel tiefer geht!

    Ab wann könnten wir den mit den Beförderungen für dieses Jahr rechnen?

  2. Vielen DANK an Jörg Radek und der GdP für euren Einsatz für die Kolleginnen und Kollegen im unteren Einkommensbereich, sowohl in den Verwaltungen als auch im Vollzugsbereich.

    Ich habe mir auch die Debatte im deutschen Bundestag angesehen. Ja, es wurden viele Worte des DANKES und der ANERKENNUNG der Leistung der Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei verloren.

    Aber was bleibt übrig? Was bleibt den Kolleginnen und Kollegen in E3 im Verwaltungsbereich oder den über 7000 Polizeiobermeisterinnen und -obermeister?

    Welche Perspektiven werden für die Kolleginnen und Kollegen am unteren Einkommensende geschaffen?

    Hebungen von A8 auf A9 im Volumen von 1,4 Millionen Euro, soll das der „große Wurf“ sein?

    Ist das der DANK für die geleistete Arbeit?

    Der Lebensunterhalt wird gerade in Ballungsräumen für die vielen Kolleginnen und Kollegen im unteren Einkommensbereich immer teurer. Sie halten 365 Tage im Jahr, Wochenende für Wochenende und Nacht um Nacht den Kopf für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland hin.

    Der Polizeiberuf ist heutzutage sicher kein „Zuckerschlecken“ mehr. Es wird auch von dem „normalo“ Beamten im Einsatzzug oder als KSB alles abverlangt. Umfangreiches rechtliches Wissen, interkulturelle Kompetenz, Fertigkeiten im Polizeitraining, IT-Fachwissen, Vernehmungstaktiken, Urkundenwissen usw.!

    Die Liste ist endlos!

    Es ist deshalb umso verheerender, dass die Kolleginnen und Kollegen, die eh schon UNTEN stehen, keine entsprechenden Beförderungsmöglichkeiten erhalten.

    Liebe Bundestagsabgeordnete, soll dies das Ergebnis der jahrelangen Verhandlungen über mehr Beförderungsmöglichkeiten für die Kolleginnen und Kollegen im mittleren Polizeivollzugsdienst der Bundespolizei sein?

    Jahrelanges „Tauziehen“ wegen 1,4 Millionen Euro?

    Es geht hier um „lächerliche“ ca. 150 Euro netto für die Kolleginnen und Kollegen!

    Nochmals DANKE an die GdP! 1000 Hebungen von A8 auf A9 wären ein wichtiger Schritt und auch ein gutes Signal für die über 7000 POMs, welche sich aktuell in einer „Sackgasse“ befinden.

    Mit 100 oder 150 zusätzlichen Hebungen werden wir NICHTS verändern können. Es wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

  3. Das ist die Politik von heute.
    Wir sind alle toll und ohne euch wäre alles ganz schlecht.
    Ein tolles Beispiel aus Niedersachsen da hat das innenministerium doch wirklich vor die schulischen Vorraussetzungen runterzuschrauben weil sie nicht mehr genügend Berwerber findet. Deutsch wird da nicht mehr von nöten sein es reicht dann ein 4!!!! Mathe ist bei denen total wurscht.
    was geht hier bloss ab.
    Mittlerweile haben die Ihren schwachsinn schnell aus dem internet wieder rausgenommen.
    Prost Deutschland was haben wir nur für tüchtige Politiker!

  4. Und dafür riskiere ich meinen A…. bei jedem Einsatz.. Und hab am Wochenende immer Dienst!! Außer ich hab Urlaub oder planbar frei?? Gehts noch?? Wer erklärt das meiner Familie? Die ist eh schon schwer begeistert das ich nie da bin.. Und nur noch Montag oder Dienstag frei habe… Ich geh bald wieder das Arbeiten was ich mal gelernt habe.. Das ist entspannter und ich hab n Wochenende!!

  5. Hallo Jörg!
    Danke für diese treffenden Worte! Bei den Beratungen zum Einzelplan unseres Ressorts betonte jeder, der etwas zur Bundespolizei sagte, was für tolle Arbeit alle leisten! Dafür kann sich jedoch keiner etwas kaufen…..die derzeitige Situation wird auch nicht verbessert! Nachdem man bereits die demographische Entwicklung verschlafen hat, versucht man jetzt viel zu spät gegenzusteuern und möchte die Einstellungszahlen erhöhen. Eigentlich ein guter richtiger Schritt! Viele Kündigungen und Wechselwünsche unserer Kolleginnen und Kollegen lassen jedoch bereits erahnen, dass wir als Arbeitsgeber Bundespolizei erheblich an Lukrativität verloren haben. Besonders im Tarifbereich ist kaum ein berufliches Fortkommen möglich. Im Vollzug gehören Frustration und Perspektivlosigkeit leider zum Alltag! Es müssen elementare Veränderungen her, um diese „Karre“ gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen!!!! Bitte nicht wieder Stückwerk! Wenn Stellenhebungen dann bitte als schlüssiges Gesamtwerk! Da die Hoffnung bekanntermaßen zum Schluss stirbt, hege ich noch Hoffnung, dass wir die Kurve bekommen und alle in ein paar Jahren auf eine positive Entwicklung zurückschauen können!

  6. Hallo.
    Auch auf den Verdacht hin, das mein Beitrag gelöscht wird, möchte ich mich zu o.g. äussern. Was wollt Ihr mit 1000 Stellen. Wir haben ca. 7000 Polizeibeamte in A8. Das ist beschämend, während bei der Landespolizei meist schon mit A9 eingestellt wird. Ich habe jetzt 26 Dienstjahre hinter mir und bin A8. Zeitgleich wurde damals ein Freund von mir bei der Landespolizei Bayern eingestellt. Der ist mittlerweile seit ca. 10 Jahren Hauptmeister mit Zulage, bei gleichzeitiger Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage und einer Art Regelbeförderung.Was haben wir, kein Urlaubsgeld, ein lächerliches Weihnachtsgeld, 41 Stunden Woche, bis zur Pensionierung ( wann auch immer ) keine Beförderung, ein Wechselschicht und Duz Vergütung, für die andere Leute noch nicht mal aufstehen würden, alterdiskriminierende Alterstufen. Noch was gefällig.

  7. seit vielen jahren demotiviert der dienstherr tausende von erfahrenen beschäftigten in der bundespolizei. schon seit längerer zeit versucht er diese miserable personalsituation mit slogans’s wie „eine der best bezahltesten polizeien in deutschland“ oder durch einen kleinen geldsegen, in form der unsäglichen leistungsprämie, zu kaschieren. alles laue worte, bestenfalls kleine trostpflaster. in vielen dienststellen ist ein fortkommen (beförderung) vom obermeister bis hoch zum ephk nur noch mit top-bewertung (9) möglich. und zwar im wiederholungsfall! alles andere bleibt auf der strecke (ausgenommen das eingangsamt meister zum obermeister, da reicht eine „durchschnittliche“ beurteilung). höherer dienst weiß ich nicht. wird wahrscheinlich ähnlich sein. beförderungsämter bleiben über viele, viele jahre, wenn nicht zahrzehnte, unerreichbar! abermillionen wurden und werden durch den „reise-bgs“/-bundespolizei unnötig verballert. bravo, liebe politiker/politische beamte! in polizeikreisen gibt’s so ein gesamtpaket nur bei uns.
    ich denke der berühmte karren im dreck ist schon länger keiner mehr. höchstens einzelne bretter. lohnt nicht zum rausziehen. ein neuer karren muß her. aber den gibt’s nicht für lau.
    hoffentlich bekommt der dringend benötigte schulabgänger künftig bessere konditionen in dieser behörde -oder der dienstherr nicht mehr ausreichend bewerber, denn auf dieses „gesamtpaket“ legt kein berufsanfänger wert.

  8. Hallo GdP,
    zur Frage von „POM mit Dienstjubiläum“ (Kommentar 1). Aus welchen Topf werden Beförderungen, abgesehen von
    den Ruhestandsdaten, ermöglicht?

    Da das Attraktivitätsprogramm zwischenzeitlich ausgelaufen ist, kann es im Jahr 2014 nicht sehr viele Beförderungen
    geben!?

    Oder liege ich da falsch?

  9. Kann mir jemand mal bitte genau erklären, was die „Dienstpostenschere“ ist?

    Antwort

    So wird (behörden-)umgangssprachlich die Differenz zwischen der Anzahl der eingerichteten und im ODP ausgeworfenen Dienstposten einerseits und den nach dem Bundeshaushaltsgesetz (nur) zur Verfügung stehenden Plastllen andererseits bezeichnet. Um Personal einzustellen, braucht man eine Planstelle. Ist die Zahl der Dienstposten größer als die Zahl der verfügbaren Planstellen, so gibt es nicht genug Personal für den festgestellten Arbeitsbedarf, es entsteht eine (Deckungs-)“Schere“. Diese kann sich sogar noch vergrößern, wenn – wie gegenwärtig – auf der einen Seite aufgrund mangelnder Einstellung noch weniger Personal vorhanden ist, als nach dm Bundeshaushaltsgesetz Planstellen verfügbar sind, und auf der anderen Seite durch im ODP gar nicht ausgewiesene Verwendungen/Funktionen (wie z.B. manche im Ausland), wodurch noch mehr Dienstposten unbesetzt oder unausgeübt bleiben. Bei der „Schere“ geht es also darum, für wie viele Funktionen kein Personal vorhanden ist, weil es nicht vorhanden sein kann.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  10. Hallo GdP

    um nochmals die Frage von POM mit Dienstjubiläum in Kommentar 1 aufzugreifen. Ab wann ist denn mit den Beförderungen in 2014 zu rechnen?

  11. @ GdP

    Sehr geehrter Herr Radek,
    sehr geehrter Herr Hüber,

    ich habe eine Nachfrage zum „neuen“ Reisekostenrecht 2014. Zur Zeit werden den Kollegen im Streifendienst pauschal 30 Euro Verpflegungsmehraufwand gezahlt. Dieser Ausgleich ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäss, da ich bei einer Abwesendheit von mehr als 8 Stunden von der Dienststelle 12 Euro pro Schicht geltend machen könnte. Da ich 7 bis 9 Schichten im Monat länger als 8 Stunden sind, käme ich bei einer „spitzen“ Abrechnung auf 84 bis 108 Euro im Monat. Dies wird aber durch die Zahlung der Pauschale seitens des Dienstherrn geblockt.

    Frage: Gibt es in dieser Sache schon Bemühungen seitens der GdP ?

    MfG

    Sindbad

    Antwort

    Grundsätzlich wird ein Tagegeld bei Dienstreisen als Ersatz für „Mehraufwendungen für Verpflegung“ gezahlt (§ 6 BRKG). Die Höhe bemisst sich nach den Sätzen des EStG, bei Abwesenheit zwischen 8 und 24 Stunden beträgt sie 12 Euro täglich. Dieser Betrag kann auch von jedem Kollegen steuermindernd geltend gemacht werden, wenn er die Voraussetzungen erfüllt. Abzuziehen wäre steuerfreier Ersatz durch den Dienstherrn, wie er eben gewährt wird.
    Der Gesetzgeber hat die oberste Dienstbehörde in Fällen, in denen „erfahrungsgemäß geringerer Aufwand für Verpflegung oder Unterkunft als allgemein üblich entsteht“, ermächtigt, geringere Sätze festlegen (§ 6 BRKG). Das BMI nimmt einen solchen geringeren Aufwand gegenüber normalen Dienstreisen beim typischen Streifendienst an, weil es sich regelmäßig um eine Streifenfahrt von der regelmäßigen Arbeitsstätte handelt und man davon ausgeht, dass auch bei den Beamten, die nicht am Inspektions-/Reviersitz verweilen, typischer Weise die Verflegung für einen Arbeitstag (Pausenbrote etc.) von zu Hause mitgeführt und wenigstens teilweise für die Verpflegung auch Sozialräume in Anspruch genommen werden, man also nicht auf Restaurantbesuch etc. angewiesen ist. Die Mehr(!)aufwendungen für die Verpflegung wären daher geringer als bei einer typischen Dienstreise von A nach B, bei der vielleicht noch Gepäck mitgeführt wird etc. Deshalb ersetzt der Dienstherr nur einen geringeren Teil der Verpflegungsmehraufwendungen steuerfrei. Die Differenz zu den steuerlichen Sätzen kann nur im Rahmen der Einkommensteuererklärung (Anlage N) geltend gemacht werden. Eine Gesetzesänderung findet hier nach unserer Einschätzung keine Mehrheit. Im Gegenteil; der Erhalt des jetzigen „Streifengeldes“ macht schon einige Mühe…

    Mit kollegialen Grüßen
    Sven Hüber

  12. Allen Kritikern ist zueigen, dass sie den Pleitestaat, verwaltet durch den „Bund“, verantwortlich machen. Seit Jahren, besser Jahrzehnten immer die selbe Leier. Und täglich grüßt das Murmeltier…Irgendwann muß doch auch der Letzte gemerkt haben, dass wir, die KSB-Deppen in Wechselschicht hier wiederkehrend verarscht werden. Jahr für Jahr.
    Konsequenzen? Keine! Immer die gleichen Kommentare der immer gleichen Kommentarschreiber.
    Und? Hat sich was geändert an der Grundausrichtung? POM-Bauch: Interessiert mich nicht mehr-als POM! Ich versuche, meine Prioritäten woanders zu setzen!
    Grundansatz: Wie bringe ich mich und meine Familie GESUND und FINANZIELL UNABHÄNGIG durch den anrollenden Finanzcrash. Nicht mal ein Blinder übersieht, was mit Banken-und Staatsschuldenkrise auf uns zurollt! Glaubt wirklich jemand, zusätzlich zu den über 2 Bio. Staatsschulden (mit Pensionsverpflichtungen-Geld das heute noch gar nicht existiert!-rund 5Bio.) und mittlerweile fast 2 Bio. Haftungssummen für Banken und Euro-Pleitestaaten/ESM wäre noch Geld da für uns kleine Bundespollis? Schäublino braucht auf dem Papier eine „Schwarze Null“ für dieses Jahr-sonst stiegen an den Kapitalmärkten auch für die BRD so langsam wieder die Zinsen. Der Supergau für JEDEN Staatshaushalt! Die künstlichen Niedrigzinsen sind das Einzige, was den Bund und den EURO und all die Währungen überhaupt finanziell noch am Röcheln hält! Endgame!
    Zerreibt Euch nicht an solchen Nebenkriegsschauplätzen-niemand muß vom POM-Gehalt verhungern. Urlaub geht auch in einer preisgünstigen FeWo hinter der bay-öst. Grenze statt für 5000 € in Übersee.
    In 10 Jahren werden die Allermeisten über all die Themen und Diskussionen der letzten Monate und Jahre hier in diesem Forum nur verschämt hinwegzulächeln versuchen! WETTEN!

  13. Bezugnehmend auf die Antwort von „dyndre53“ muss sich die Bundespolizei als auch die Bundesfinanzpolizei die Frage stellen: Sind wir Systemrelevant?

    Die Frage, denke ich, beantwortet sich von alleine……

    Die Frage nach dem Geld – bzw. woher es kommen soll, könnte sich auch von alleine beantorten, wenn denn der Bundesfinanzminister dafür sorgen würde, dass (Finanz-)Kriinalität polizieilich bekämpft wird. Dem deutschen Staat gehen jährlich mehrere hundert Milliarden Euro, verloren, weil man sich nicht in der Lage sieht (besser nicht sehen will), das Geld, sprichwörtlich „von der Straße aufzuheben“.

    Was die „Bäuche“ im mittleren Dienst (sowohl bei der Bundes- als auch Bundesfinanzpolizei) betrifft, wäre es ein „politischer“ Federstrich, die zweigeteilte Laufbahn einzurichten, und alle mD-Beamten (zumindest) in das Eingangsamt „A9 gD“ anzuheben.

    Die Kosten (es sind keine Mehrkosten…) dafür würden – im Vergleich zu den Einnahmen die kriminelle Schleuser in Europa, nach den Worten von Michael Jürgs (Buch Sklaverei in Europa) „erwirtschaften ,- ca. 15 Milliarden Euro – nicht einmal 1% dieser illegalen Einnahmen ausmachen – es wäre sogar ein Mehrwert wenn diese Form des Laufbahnmodells zum Tragen käme.

    Nein verhungern muss niemand – die Höhe der durchschnittlichen Pension im mittleren Dienst beträgt nach dem Armutsbericht der Bundesregierung ca. 1885 Euro – ziehe ich davon die persönlichen Fixkosten manches Beamten/-in wie Miete, priv. Krankenkasse, PKW usw. ab, dann bewege wir uns im Bereich „Hartz IV“, eher weniger.

    und eine Ferienwohnung im geographischen Bereich der bayerisch/österreichischen Grenze ist auch nicht gerade billig – mit A9/+mZ oder A9gD/A10 lässt sich auch manches leichter und besser „bezahlen“.

  14. Sobald sich die Länder (speziell im Süden der Republik) aufraffen eine ausreichende Anzahl an Betriebsprüfern (1 Betriebsprüfer bringt dem Fiskus ca. 1 Million €) einzustellen, der Bund als Gesetzgeber die offiziellen Lücken der Steuersparmodelle für mittlere und Großunternehmen schließt, den Internationalen Unternehmen wie Apple, Google und Consorten die Modelle Steuern auf 0 zu drücken, um sie auch am Steueraufkommen in den Ländern, in denen die exorbitanten Gewinne (bis jetzt fast Steuerfrei) generiert werden, zu beteilligen und die Klientelpolitik der GroKo
    auf ein erträgliches Maß heruntergefahren wird und auch der Bereich der Subventionen muß dringlichst modifiziert werden , dann hat unser Finanzminister die Möglichkeit ausser einer schwarzen Null einige Begehrlichkeiten zu erfüllen.
    Eine adäquate Bezahlung des öffentlichen Dienstes – im besonderen der unteren Lohn und Gehaltsgruppen, ausreichenden Personalbestend für die Polizeien mit entsprechender zeitgemäßer Sachausstattung, sowie eine marode Infrastruktur in diesem unserem Land wieder auf einen Stand zu bringen, die einem der reichsten Länder der Erde gerecht wird.

  15. Wieso wird eigentlich immer behauptet, dass wir zuwenig verdienen?
    Als POM (Stufe 5, 2 Kinder, verh.) bekomme ich ca. 2750,- € (Netto) + 370,-€ KDGeld.
    Damit bin ich in meinem Bekanntenkreis ein „Gutverdiener“.

    ABER:
    Natürlich wird die Tätigkeit unseres Berufes nicht richtig anerkannt!
    Ich muss mein Leben riskieren, meine Kumpels nicht.
    Ich rechne jeden Tag damit angegriffen zu werden, meine Kumpels nicht.
    Ich mache kurzfristig Überstunden, meine Kumpels nicht.
    Ich habe Schichtdienst, meine Kumpels nicht.
    Ich arbeite auch am Wochenende, meine Kumpels nicht.
    Ich arbeite 40 Std., meine Kumpels nicht.

    Die Tätigkeit des Polizeisten muss mehr Anerkennung finden. Das heißt nicht, dass wir alle mehr Geld brauchen, es würde schon reichen:
    – Urlaubsgeld, wie bei meinen Kumpels
    – Überstundenauszahlung zu 125%, wie bei meinen Kumpels
    – mehr freie Wochenenden, wie bei meinen Kumpels
    – Weihnachtsgeld/Prämie, wie bei meinen Kumpels
    – Nachtzuschläge 150% wie bei meinen Kumpels.
    usw. usw. usw…

    Kommt immer gut Heim!

  16. Zitat:
    „Für den Einzelplan des Bundesministeriums des Innern sieht der Eckwertebeschluss
    Ausgaben in Höhe von 5,6 Mrd. Euro vor. Schwerpunkte sind die Innere
    Sicherheit (insbesondere Bundespolizei), die Bekämpfung des Rechtsextremismus
    sowie Maßnahmen im IT-Bereich.“
    (Quelle: Bundesministerium der Finanzen; März 2014 „Eckwertebeschluss der Bundesregierung
    zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2015 und zum Finanzplan 2014 bis 2018 sowie zum Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“)

    Mal sehen was die expliziete Nennung der BPOL bringt.

    Zitat:
    „Auch für die Haushaltsaufstellung 2015 beabsichtigt BMF, auf die pauschale gesetzliche Stellenkürzung zu verzichten. Ebenso wie in den Vorjahren gilt, dass die bereits erreichten Erfolge beim Stellenabbau nicht gefährdet werden dürfen. Neue Planstellen und Stellen werden daher nur unter Anlegung eines äußerst strengen und restriktiven Maßstabs bewilligt. Sie müssen grundsätzlich im jeweiligen Einzelplan kompensiert werden.

    Im Haushalt 2015 ist darüber hinaus die Streichung von Haushaltsvermerken an solchen Planstellen und Stellen, die für Überhangpersonal von Bundesbehörden ausgebracht wurden, und auf denen infolge Versetzung Überhangpersonal geführt wird, vorgesehen.
    Durch die Streichung wird den betroffenen Ressorts die Personalbewirtschaftung erleichtert und zudem ein zusätzlicher Anreiz zur Übernahme von Überhangpersonal geschaffen.“(Quelle s.o.)

    Also erstmal keine neuen Planstellen!?!?!

  17. @FRage
    Das Einkommen hast du aber nicht als Alleinverdiener. Dann geht davon naemlich noch Krankenversicherung für Frau und Kinder weg. 300-400 eur sind das gleich mal netto weniger. Und die anderen negativen Faktoren hast Du ja schon genannt…

  18. @FRage
    Mit Deinem Einkommen können Du und Deine Familie mit Sicherheit gut leben – Wenn Ihr im tiefsten Bayerischen Wald oder im Osten zu Hause seid.
    Ganz anders sieht die Sache in Ballungsräumen aus.
    Da lachen sich BMW Mitarbeiter aus München oder AUDIaner aus Ingolstadt über diese Zahlen einfach nur kaputt.
    Und über die Lebenshaltungskosten in Ballungsräumen brauchen wir uns, glaube ich, nicht groß zu unterhalten.
    Du würdest bei uns (Ingolstadt) alleine für eine vernünftige Wohnung für Dich und Deine Familie warm etwa 1300€ bezahlen. Was bleibt dann noch?

  19. Gibt in Ingolstadt aber auch schon 80 qm – Wohnungen ab 340 Euro Kaltmiete und muss ja auch nicht Zentrum sein.

  20. Auch im nicht tiefsten Bayerwald lebt man mit A8 nicht schlecht. Es herrscht eine große Ungerechtigkeit innerhalb der Laufbahn des md, keine Frage. Aber unterm Strich sind wir bestimmt nicht schlecht bezahlt. So seh ich das. Möchte nicht bei Audi am Band stehen. Bin in meinem Freundeskreis bestimmt nicht der schlecht Bezahlteste und ich habe keine Assis als Freunde. Grins .

    Also bei aller Ungerechtigkeit was da mit uns POM’s geschieht, müssen wir uns nicht schlechter machen als wir sind.

    @norbert
    Grüße an die „Weltstadt“ Ingolstadt.

    Übrigens als PHM kannst du dir bestimmt auch kein schöneres Haus/Wohnung leisten. Wir reden hier ja nicht von 1000 von Euros mehr durch eine Beförderungen . Ich wurde im md eingestellt und wusste da ja schon ungefähr was ich später mal so ca. verdienen werde . München Zentrum usw. ist halt nix für POM ’s . Auch nicht für phm z usw.

  21. @Bayerwald – POM

    Muss ich dir Recht geben!

    Es kommt einfach auf den Lebensort an und was ganz wichtig ist auch die Lebensumstände!

    Wenn ich in A8 oder A9 bin, glücklich verheiratet und ein sogenannter „Doppelverdiener“ bin lebe ich doch ganz gut!

    Bei manchen reicht aber das Geld …. – nehmen wir mal einen PHK in A 12 (PHK) – ….. nicht aus, wenn man seine Lebensumstände so gestaltet, dass ….. (vielleicht zum 2. Mal verheirate und evtl. 3 Kinder ….. und ….. und (1. Frau) ….. und ….. Kind(?) ….. weitere Frau (?) ….. Kind(?) …. usw.! Diesem A 12-er geht es bestimmt schlimmer als uns A 8-er!

    Also – wir bekommen keine Almosen und können sicherlich für unser Gehalt noch essen und trinken!

    Nicht nur jammern!

  22. Vor allem, wenn man mal sehen kann, mit was für 8-Zylinder bzw. 6-Zylinder-Schlitten manche POM bei uns auf den Parkplatz fahren und wir befinden uns mit der Dienststelle und Wohnumfeld nicht gerade in einer Low-Cost-Region.