Gewerkschaft der Polizei (GdP) Mecklenburg-Vorpommern: 30 Polizeibeamte beim Spiel F.C. Hansa Rostock – RB Leipzig verletzt

pic_331699Schwerin/ Rostock: „Wir sind es leid, nahezu jede Woche wieder von massiven Angriffen und Verletzungen unserer Kolleginnen und Kollegen am Rande von Fußballspielen zu hören“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher.

Während des 2. Halbzeit des Fußballspiels F.C. Hansa Rostock – RB Leipzig am 26.04.2014 verlies eine große Anzahl gewaltbereiter Chaoten die Südtribüne und attackierte gezielt Polizistinnen und Polizisten mit Pyrotechnik, Farbbeutel sowie Teilen von zuvor zerstörter Stadion- und Sanitäreinrichtungen. Durch diese Angriffe wurden mehrere Polizeibeamte verletzt.

„Diese Form ungezügelter und blindwütiger Gewalt gegen meine Kolleginnen und Kollegen macht mich fassungslos. Das hat nichts mit Fankultur zu tun, das sind Verbrecher die u.a. auch IHREM Verein schaden“, so Schumacher weiter.
Die GdP fordert den F.C. Hansa auf, die Identifizierung der Straftäter intensiv mit allen Mitteln zu unterstützen und sich somit aktiv von solchen Tätern zu distanzieren. „Es handelt sich um Gewalttäter und nicht um Fans. Es ist bekannt, wo sie stehen und ihre Privilegien ausnutze.“ Gleichzeitig fordern wir Innenminister Caffier auf, sich für die bundesweite Datei „Intensivstraftäter Fußball“ einzusetzen.

Die GdP dankt allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz den sie Woche für Woche zum Schutz der friedlichen Fans leisten.

Gleichzeitig denken wir an alle verletzten Kolleginnen und Kollegen und wünschen Euch gute Besserung und eine baldige Genesung!

Diese Ausschreitungen zeigen erneut, dass die Debatte um die Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten dringend weitergeführt werden muss.

Aus der Presse:

Ostseezeitung: Fan-Krawalle: Caffier droht Hansa

Berliner Morgenpost: Rostocker Fans attackieren Polizei mit WC-Schüssel

Zeit-Online: Schwere Krawalle beim Duell Rostock-Leipzig

Rostock Heute: Ausschreitungen beim Spiel Rostock-RB Leipzig

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken

4 Kommentare
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  1. Mein Opa sagt dazu:
    „Alle in einen Sack und Knüppel drauf!“

    Nun, ist sicher nicht die richtige Methode, aber ansatzweise vielleicht mal zu überdenken.

    Wir brauchen keine höheren Strafen, sondern Richter die vernünftige Urteile sprechen.

  2. Hier hilft nur entschlossenes Vorgehen!

    D. h. gewaltbereite Fußballanhänger konsequent von den Veranstaltungen ausschließen! Des Weiteren sollten empfindliche Geldstrafen eingeführt werden, bei diesen sowohl die vermeintlichen „Schläger“ als auch die Vereine mit hohen Geldstrafen belangt werden.

    Gewalt gegen Polizeibeamte dürfen wir in keinem Fall akzeptieren und die Politik ist endlich aufgefordert dagegen etwas zu unternehmen!

    Des Weiteren wäre es schon lange notwendig, die Kosten für solche Polizeieinsätze entsprechend auf die Vereine umzulegen. Dann wäre gleich SCHLUSS mit Gewaltexzessen in der 2. Bundesliga und weiter unten! Die Vereine wäre dann gezwungen sich von den „Chaoten“ zu trennen um die Kosten und Folgekosten zu umgehen.

    Letztendlich ist nun endlich handeln gefragt und keine weiteren Lippenbekenntnisse!

    Es ist wiedermal bezeichnend, dass die GdP dieses Thema immer wieder aufgreift und an der Seite der Kolleginnen und Kollegen steht!

    Alles Gute an die verletzten Kolleginnen und Kollegen!

  3. @Maunit

    Das sagen komischerweise alle Leute die ich kenne. Vor allem die Älteren Semester. Die verstehen diesen Staat eh nicht mehr.
    Geh mal nach Tschechien zu einem Fußballspiel… Dort siehst Du kaum mal Polizei und wenn dann nur bei bekannten Rivalitäten. Die Tschechische Polizei kommt dann aber nicht wie bei uns mit tausenden Beamten sondern da kommen die schwarzen „Landsknechte“ aus Prag mit den schönen schwarzen Sturmhauben (vergleichbar USK Bayern) und dann ist aber auch Ruhe. Und wenn sich dann doch mal so ein Gurkenhals traut, die Hand zu erheben, gibt es aber ordentlich auf die Finger.

    Die tschechischen Kollegen lachen nicht über uns. Eher darüber, wie wir uns behandeln lassen (müssen).

  4. Bezeichnend ist doch, dass erst dann ein medienwirksamer Aufschrei aus der Politik (die besonders) kommt wenn mal wieder was größeres passiert ist und Beamte verletzt wurden. Vorher wird gekuscht und gehofft das alles so weiterläuft und nichts passiert. Ich weiß garnicht mehr wie oft die IM von MV eine bestimmte Grenze als überschritten propagiert hat und Konsequenzen androhte. Und……..? Ist was passiert, hat sich was geändert, haben sich die Politiker geändert oder unsere Taktik und Strategie? Nein garnichts hat sich geändert und es wird in Kürze alles wieder so weiter laufen wie bisher.
    Mal sehen was für ein Katzenjammer nach dem 1. Mai wieder losbricht.
    Ich war, bin und bleibe immer ganz vorn dabei…….trotzallem! Passt auf Euch auf, denn andere tuen dies nicht für Euch