Beamtenversorgung: Pension mit 63 muss möglich sein

Ab dem 1. Juli 2014 wird eine abschlagsfreie Rente mit 63 möglich sein. So sieht es das jüngst verabschiedete neue Rentenpaket vor. Voraussetzung dafür sind 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung. Aber: ein Berufsleben mit 45 Beitragsjahren haben nicht nur Beschäftigte wie AltenpflegerInnen oder Maurer, auch Beamtinnen und Beamte kommen auf ein so langes Arbeitsleben.

Deshalb muss eine Erleichterung beim Übergang vom Beruf in den Ruhestand für alle Beschäftigten mit 45 Berufsjahren gelten. Von einer Pension mit 63 würden vor allem Beamtinnen und Beamte im einfachen und mittleren Dienst profitieren. Gerade im Polizeiberuf mit seinen zahlreichen Belastungen wäre diese Regelung ein fairer Ausgleich.

Bei der Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre ist auch nicht zwischen Beamten und Angestellten unterschieden worden. Einschnitte bei der Rente sind in den vergangenen 20 Jahren immer auf die Beamtenversorgung übertragen worden. Bei Verbesserungen muss das dann auch möglich sein.
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Themenbereich: Rente | Drucken

9 Kommentare
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  1. Logische Folgerung für PVB: 40 Dj = Pension mit 60 !

    Schaun mer mal …

  2. Da hat der Verfasser nicht ganz unrecht.
    Aber der Polizeivollzugsbeamte im Wechselschichtdienst geht dann mit 62 Jahren abschlagsfrei. Also ein Jahr eher als der PvB, die PVB innen die nie im Wechselschichtdienst waren.
    Das ist wiedrum auch nicht ganz gerecht.
    Sicherlich kann jeder PVB versuchen aus dem Wechseldienst heraus zu kommen, das klappt aber nicht immer, so das manche mehr als 30 Jahre Wechseldienst gemacht haben und dann in Pension gehen.

    Ich bin schon immer Befürworter für folgendes Modell der Gerechtigkeit gewesen:

    Pro 10 Jahre Wechserlschichtdienst ein Jahr eher in den Ruhestand / die Pension und das abschlagsfrei.
    Wenn hier jetzt gefordert wird, dann sollte der Aspekt der Wechsedienstbeamten/innen ebenfalls mit einbezogen werden.

  3. Der Vorschlag von Peter Winthuis gefällt mir auch sehr gut. Differenzierung des Pensionsalters nach Belastung im zurückliegenden Berufsleben und nicht danach, in welche Beamtenlaufbahn man mal in jungen Jahren eingetreten ist.

    Manche Leute sind im Berufsleben hohen Belastungen ausgesetzt, z.B. durch Wechselschichtdienst / flexible Arbeitszeiten / Einsatz im Krisen-Ausland – andere verbringen ihr ganzes Berufsleben Mo – Fr am Schreibtisch. Das sollten dann auch die Kriterien für die Altersgrenze sein und nicht die Tatsache, daß man 40 Jahre zuvor mal eine Urkunde mit einer polizeilichen Amtsbezeichnung erhalten hat.

    Auch der Vorschlag von stuttgart21 ist nicht schlecht: der hPVD wird 40 Dienstjahre in der Regel nicht erreichen. Sie gehen als junge Spunde vor Gesundheit strotzend in Pension. Warum sollte man ihnen die volle Pension nicht erst nach 40 Dienstjahren zugestehen?

  4. Und was ist mit den Beamten, welche eine Rente und eine Pension beziehen?
    Ist der Anteil der Rente zu hoch, können Sie nicht mal mit 65 in Rente gehen. Die Rente kann man nicht einmal mit Abschlägen (nur Verwaltungsbeamte) vor dem gesetzlichen Renteneintritt beziehen. Also 67 Jahre oder die Staffelung davor, obwohl man zusammen bereits 45 Arbeits-/Dienstjahre voll hat.
    Mehrere mir bekannte Kollegen wollen deshalb länger bleiben und mit jedem Jahrgang verlängert sich dieser Zeitraum.
    Wo ist da die Gerechtigkeit?????????????

  5. @Peter Winthuis 5. Juni 2014
    Ich bin schon immer Befürworter für folgendes Modell der Gerechtigkeit gewesen:

    Pro 10 Jahre Wechserlschichtdienst ein Jahr eher in den Ruhestand / die Pension und das abschlagsfrei.
    Wenn hier jetzt gefordert wird, dann sollte der Aspekt der Wechsedienstbeamten/innen ebenfalls mit einbezogen werden.

    Das ist genau das, was ich seit Jahren fordere. Leider wurde das bei der letzten Reformierung der “Zulage für Dienst zu wechselnden Zeiten” nicht mit einbezogen. So werden die Schichtdienstleistenden weiterhin gesundheitlich stark gegenüber den Tagesdienstlern benachteiligt.
    Es wäre wünschenswert, wenn sich unsere Gewerkschaft bei diesem Thema für die Schichtdienstleistenden stärker einsetzen würde.

  6. Ich glaube nicht, dass der Schichtdienstleistende früher in Pension gehen darf / wird. ( Pro 10 Jahre Wechelschichtdient -1 Jar früher in Pension ). Ein Vorteil hat eine evtl. Dienstzeitverlängerung. Die Alt-Obermeister könnten im hohen Alter noch Hauptmeister ( ruhegehaltsfähig ) werden. Das ein 62 jähriger PVB ( mit Bluthochdruck ) sich bei einem 12 er Nachtdienst morgens um 4 Uhr noch mit betrunkenen im Bahnhof auseinandersetzen wird, glaube ich auch nicht. Die wenigsten werden dies gesundheitlich durchhalten. Alle in den Innendienst wird auch nicht gehen. Es wird wohl so ausehen, dass viele mit einer hohen Pensionskürzung aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden werden, da die zu hoch angesetzte Pensionsaltersgrenze von den wenigsten erreicht werden wird. Altersarmut ist nach jetzigem Stand vorprogrammiert. Das Thema wird noch für viel Sprengstoff sorgen. Da bin ich mir sicher.

  7. Die Lösung ist einfach:

    So lange ein für eine abschlagsfreie Rente/Pension hohe Stehzeiten erreicht werden müssen, kann der Staat sparen. Getreu dem Motto: „Natürlich kann jeder eher gehen, aber dann mit Abschlag!“
    Somit halte ich die Anzahl der „VollPensionäre“ relativ gering, weil eben gesundheitsbedingt viele vorher mit Abschlag gehen. So spart man als Staat.

  8. @Streik
    @Peter
    @GDP

    Eine Regelung xy Jahre voller Schichtdienst/Ausgleich dafür früher in Pension macht die Landespolizei doch schon vor, zumindest NRW.
    Wenn ich meinen Kollegen vom Land NRW richtig verstanden habe, können dort die Kollegen/innen abschlagfrei mit 61 in Pension gehen, sofern sie 25 Jahre Schichtdienst hinter sich haben. Gehe hierbei mal von Wechselschichtdienst aus, also rund um die Uhr geleisteten Dienst.
    Korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte. Zumindest wäre dies auch für uns ein kleiner gerechter Ausgleich für den jahrelangen Schichtdienst.

  9. @ Rene‘:

    Warum soll ich erst mit 61 abschlagsfrei in Pension gehen? Gehe jetzt ja schon mit 60 3/4 Jahren ohne Abschlag und das dann mit 44 Dienstjahren und davon 36 im Wechselschichtdienst, Bei einem Jahr Gutschrift pro 10 Jahre WSD wäre ich schon längst zu Hause und hätte meine 11 er Stelle für einen dynamischen jungen POK frei gemacht.