DGB: Wochenarbeitszeit der Beamten muss auf Tarifniveau gesenkt werden!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Spitzenorganisation der Beamtinnen und Beamten, fordert die Bundesregierung abermals auf, die Wochenarbeitszeit der Beamtinnen und Beamten auf das Maß der Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes abzusenken.  Es gibt keinen Grund für geltwerte Sonderopfer der Beamten.

Am 27. Mai wurde im Berliner Bundeshaus der „Demographiedialog“ der Bundesregierung in der Arbeitsgruppe für den öffentlichen Dienst fortgesetzt. Die VertreterInnen der Bundesministerien, zweier Länder, kommunaler und gewerkschaftlicher Spitzenverbände diskutierten den Stand von zwölf Projekten. Diese reichen von der Personalbedarfsanalyse in allen Ressorts über mobiles Arbeiten bis zu Langzeitarbeitszeitkonten. Für den DGB stellte Abteilungsleiter Dr. Karsten Schneider auch in diesem Zusammenhang klar, eine Flexibilisierung mittels Arbeitszeitkonten setze voraus, dass überhaupt ein Raum für Ansparungen bestehe. „Wir halten die Verringerung der Wochenarbeitszeit weiter auf der Tagesordnung“, so Schneider.

Die DGB-Gewerkschaft GdP fordert eine grundsätzliche Gleichbehandlung von Arbeitnehmern und Beamten bei der Arbeitszeitgestaltung. Der DGB hatte zuletzt bereits im Rahmen der Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten die Kürzung der Wochenarbeitszeit gefordert.

Share

Themenbereich: Arbeitszeit, DGB | Drucken

7 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Moin Moin,
    mit der Erhöhung der Wochenarbeitszeit war auch ein großer Vertrauensverlust verbunden. Die Beamten haben seinerzeit auf eine Tariferhöhung zugunsten der 38,5 Stunden Woche verzichtet. Es ist nur Recht wenn diese wieder kommt, ist schließlich von den Beamten auf Dauer erkauft worden. Für mich ist das die oberste Priorität überhaupt.
    Wie soll man dem Nachwuchs vermitteln, dass die Beamten bis 67 arbeiten und als Ausgleich noch 41 Stunden arbeiten dürfen? Wenn man vergleiche mit der Wirtschaft anstellt, bitte an VW denken. Die haben verschiedene Modelle zur Arbeitszeit, die meisten davon haben nicht mehr als 35 Stunden. Dafür kann man auch heute noch teilweise mit 58 Jahre in den Vorruhestand. Bitte ein Beispiel an den großen Arbeitgebern nehmen, die wie VW auch, sogar noch im Landeseigentum sind.

  2. Wolfgang hat darauf hingewiesen. Die 38,5 Std Woche war damals hart erkauft, nämlich durch Verzicht auf eine Lohnerhöhung. Durch Antsig auf die 41 Std Woche wirde somit unser Gerhalt gekürzt.

  3. Ja ja VW… Wird immer als gutes Argument genommen! Arbeite mal bei deiner Fleischerei nebenan 1 Woche und du rennst zurück zu deiner ungeliebten Bundespolizei.

  4. Budi!

    Ich vergleiche mich nicht mit einem Mitarbeiter meiner Fleischerei um die Ecke. Ich arbeite in einem Großunternehmen mit mehr als 40.000 Nitarbeitern. Dieses Unternehmen ist in der gesamten Bundesrepublik vertreten sowie in Teilen in Europa und der Welt. Deshalb vergleichen wir uns mit großen Unternehmen wie VW, Siemens oder BMW.

  5. Und vor allen Dingen dürften die Anforderungen an einen Polizisten etwas höher liegen als an einen Mitarbeiter einer Fleischerei.

  6. Wer seit 1994 jedes Jahr 3,4% Stelleneinsparungen
    durchführt, muss natürlich die Wochenarbeitszeit hochsetzen…..!

    Mfg.

  7. Die Absenkung der Arbeitszeit wie bei den Trifkräften oder auch in der Industrie ist mehr als erforderlich. Ich habe schon im Freundeskreis meines jungen gehört:“ Ich zur Bundesolizei? Ist ja nicht schlecht, aber für das gleiche geld wie woanders möchte ich nicht länger arbeiten“.
    Also runter mit den Stunden auf einen Wert der heute überall gängig ist, nämlich 38,5 Stunden.