Neue Heilfürsorgevorschriften veröffentlicht

Die Bundesregierung hat die zum 1. Juli 2014 in Kraft tretende neue Verordnung über die Gewährung von Heilfürsorge für Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte in der Bundespolizei (BPolHfV) nunmehr im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Die GdP hatte sich in die Erarbeitung der neuen Vorschrift umfangreich eingebracht, der DGB hatte als Spitzenorganisation der Beamtinnen und Beamten dazu offiziell gegenüber der Bundesregierung Stellung bezogen.

Wir begrüßen ausdrücklich die Modernisierung und Beibehaltung der – auch für den Steuerzahler – kostengünstigsten und leistungsstarken „Gesundheitskasse“ der Bundespolizistinnen und -polizisten.
Die neue Verordnung trägt dem Gebot der Rechtssicherheit über den Leistungsumfang der gesundheitlichen Betreuung nunmehr Rechnung. Zugleich wurden im Interesse der Beamtinnen und Beamten einige positive Anpassungen vorgenommen, die bisherige Benachteiligungen (z.B. bei Zahnbehandlungen oder die früheren Leistungsunterschiede nach Besoldungsgruppen) aufheben.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

17 Kommentare
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  1. Jetzt habe ich mir die neue Vorschrift durchgelesen und kann den großen Wurf nicht so ganz entdecken.
    Schön ist zwar, dass jetzt die GOZ 1040 einmal im Jahr übernommen wird. Vergleiche ich die Leistungen allerdings mit denen die die Gesetzliche KV bietet, bleibt nicht viel über. Mir fehlt die Wahlfreiheit für eine Krankenversicherung. Warum kann ich nicht wählen wo ich mich krankenversichere? Die einfache Möglichkeit wäre Beihilfe gewesen, die andere natürlich eine Gesetzliche KV oder ganz Privat. Der Gesetzgeber hat Low Budget hübsch verpackt, danke. Bei der Zielgruppe Polizei bei der Heilfürsorge, wäre zwingend die präventive Kurmaßnahme für Schichtdienst richtig gewesen.

  2. Ich kann Wolfgang da nur beipflichten. Die Heilfürsorge hat sich seit meiner Einstellung 94 zur „Hartz 4 Krankenversicherung“ entwickelt. Nur das gesetzl. Vorgeschriebene wird bezahlt – Zusatzleistungen entfallen komplett. Private Zusatzversicherungen, um diese Lücken zu schliessen sind leistungsschwach und überteuert. Bei gesetzl. Versicherten gibt es Gesundheitsmassnahmen auch über Berufsgenossenschaften, unser einer bekommt sie nicht. Wer richtig krank ist, merkt erst wie schlecht er versichert ist. Ein Wechsel ist nicht möglich. Würde mich sofort anders krankenversichern. Dann hätte ich zumindest auch die Wahl, wenn die Versicherungsleistungen zu schlecht sind, zu wechseln. Habe erhebliche monatliche Behandlungskosten privat zu tragen, bin dadurch dauerhaft arbeitsfähig und erspare der Heilfürsorge erhebliche Kosten – zahlen tun die nichts davon, andere Kassen schon. Eine Verbesserung kann ich nicht erkennen – und was nützt mir ein Zweibettzimmer, wenn wichtige Behandlungen dann nicht gezahlt werden. Da würde ich dann sogar freiwillig drauf verzichten, schliesslich will ich gesund werden.

  3. @ Wolfgang Kuhr
    Wie kurzsichtig. Die Beihilfe wäre gerade keine Alternative. Sie ist für den Steuerzahler deutlich teurer (genauso wie ein Andocken an die gesetzliche KV) und für uns selbst allemal. Ich hab keinen Bock darauf, auch noch für eine private Krankenversicherung abdrücken zu müssen. Und der allergrößte Teil der Anderen auch nicht. Schon vergessen, dass es 10.000 Leute gibt, die mit A 8 nach Hause gehen? Die haben für solche Wohlfühl- und Statusfragen einzelner kein Geld übrig. Da pfeife ich auf Kassenwahl und erkläre der Annahmeschwester und der Apothekentante auch gern noch 100 mal, was die Heilfürsorge ist. Bisher wurde ich immer problemlos behandelt. Eine gute Zusatzversicherung reicht für Brille und Zahnersatz und Zusatzschnickschnack im Krankenhaus allemal. Ich fühle mich beim Polizeiarzt gut aufgehoben, werde problemlos zu Fachärzten überwiesen, geimpft, medikamentiert, zur Vorsorgeuntersuchung geschickt. Und muss nicht 3 Stunden im Wartezimmer abhocken. Als ich ins Krankenhaus musste, hatte ich top Bedingungen. Wir fallen nicht unter die Budgetierung der niedergelassenen Ärzte, ich bekomme auch einen Termin und meine Medikamente von niedergelassenen oder Fachärzten, wenn deren Kassenbudget schon ausgeschöpft ist. Jetzt wurde auch die Sache mit den Implantaten endlich geregelt und die doofe Klassenunterscheidung bei den Krankenhausleistungen abgeschafft. Was gibts da zu meckern? Ich kann da nix schlechtes erkennen. Und was die präventiven Kuren angeht: die sind absolut notwendig, aber nicht Teil der Heilfürsorge, sondern aus dem Gesundheitsmanagement zu finanzieren.

  4. @Monika Reker
    Was soll da seit 1994 an Positivem weggefallen sein? Ich erinnere mich daran, dass damals noch vorgeschrieben wurde, dass man an den backenzähnen nur eine Metallkrone bekommt – oder eben gar keine. Künstliche Befruchtungen etc. gingen damals gar nicht. Und es gab noch ein paar Sachen, die völlig daneben waren. Dass das weggefallen ist, kann ja wohl nicht falsch sein. Deine Negativbeispiele sind sehr kryptisch. Welche „Gesundheitsmaßnahmen“ sollten alle gesetzlich Versicherten bekommen, die dir vorenthalten werden? Welche „erhebliche monatliche Behandlungskosten“ musst du „privat tragen“, wenn du doch „dauerhaft arbeitsfähig“ bist? Es gibt doch bei der Heilfürsorge Zuzahlungsgrenzen wie bei allen Kassen. Und welche „wichtigen Behandlungen“ soll die Heilfürsorge nicht übernehmen? Wenn sie wichtig sind, werden sie übernommen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Übrigens: selbst eine überteuerte private Zusatzversicherung ist immer noch billiger als ein privater KV-Beitrag, der jedes Lebensjahr klettert.

  5. @ Steve: Du wirst es merken, wenn Du etwas hast, das kompliziert verläuft und chronisch ist. Da orientiert sich die Heilfürsorge manchmal an der min. gestzl. Vorschrift was sie zahlen zu müssen, dann wieder an der Technikerkrankenkasse oder plötzlich individuell. Immer so, dass sie am wenigsten tragen muss, mit der Folge, dass der Patient der Dumme ist. Sinnvolle Nachbehandlungsprogramme bei orthopädischen Verletzungen, wie das IRENA Programm für Kassenpatienten werden nicht übernommen. Kassenpatienten erhalten es durch die Berufsgenossenschaften. Folge der PVB bleib länger mit gelbem Schein daheim, weil er dem operativen Dienst so nicht gewachsen ist. Mit 2 x 20 Min Physio und unqualifiziertem Funktionstraining im Behindertensportverein ist es leider nicht getan. Keine Fahrtkosten zur Reha, aber Hauptsache Rehaeinrichtung in 800 km Entfernung zuweisen. Keine Heimatnahe Verwendung im Krankheitsfall fern ab der Familie, keine Haushaltshilfe. Weder Osteopathie noch andere alternative Verfahren werden übernommen, selbst dann nicht, wenn sie tausende Euro sparen. 30 Euro monatlich sind schon für Zusatzversicherungen (Brille/ Zahn/ Ausland) zu zahlen, hinzu kommt noch die Anwartschaft. Sofern man eine chronische Krankheit hat, kann man sich nur horrend zusatzversichern, weil die Leistungen bei Heilfürsorge sowieso schon niedriger gesetzt werden – manche versichern einen garnicht. Bei Arztfehlern gibt es keine Möglichkeit sich bei der Kasse zu beschweren. Die Schäden trägt dann die Heilfürsorge selbst und der dumme Patient. Beim normalen Hausarzt komme ich übrigens auch sofort dran und beim Facharzt müssen wir alle warten. Und Du glaubst doch nicht im Ernst, dass das Gesundheitsmanagement Kuren bezahlen wird! Das ist doch generell nur Makulatur auf dem Papier. Fängt doch schon an bei der Auswertung von Fehlzeiten. Ursache des hohen Krankheitsstandes ist doch jahrelange Personalmisswirtschaft – ein PVB arbeitet für 3. Anstatt Gesundheitsmanagement wäre Personalauf- statt -abbau nötig. Aber lieber presst man mit so einem Programm noch den letzten Rest aus der Zitrone raus. Ich war 7 Monate krank geschrieben, weil ich nicht das IRENA Programm bekam und ich bin da sicher nicht die einzige, die mangels Therapie länger im krank sass als sie wollte. Meine Gesundheit ist mir wichtig und ich hätte gerne die freie Wahl. Mit welchem Recht schränkt man mich in dieser Freiheit dauerhaft ein?

  6. Einfach in die Beihilfe wechseln und eine private Zusatzversicherung abschließen. Kostet aber ca 300 € / monatlich!

  7. @ Monika Reker
    Bei aller Rosinenpickerei solltest du nicht vergessen, dass du als Beamtin in Heilfürsorge einige Vorteile hast, die ein Rentenversicherter nicht hat – und bei dem der Rententräger als Reha-Träger im Nacken sitzt, um den Versicherten aus dem Kostenbudget raus zu bekommen. Du kannst zum Beispiel nicht „ausgesteuert“ sein, du wirst nicht nach sechs Wochen Entgeltfortzahlung auf 70 Prozent deines Bruttogehalts gesetzt (von dem du auch noch Sozialabgaben zahlen musst) und du bist beim Krankengeld auch nicht auf 72 Wochen innerhalb von drei Jahren limitiert. Na, immer noch Wechselsehnsucht? Und wo willst du bei der Heilfürsorge konkret „der Dumme“ gewesen sein? IRENA ist übrigens ein Programm der Rentenversicherung, und es „kann“ (!) im Anschluss an eine stationäre oder ganztägig ambulante Leistung zur medizinischen Rehabilitation den Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Bund vom Ärzteteam (!) zum Ende des Aufenthaltes in der Rehabilitationseinrichtung empfohlen werden. Wenn das Ärteteam einem Heilfürsorgeberechtigten nach einer Reha in gleicher Weise empfiehlt, wie bei IRENA maximal weitere 24 Temine bei Krankheiten des Bewegungsapparates (Physiotherapie maximal in den ersten sechs Monaten) wahrzunehmen und dies medizinisch indiziert ist, fiele mir kein Grund ein, warum ein Polizeiarzt dies verweigern würde. Denn die Heilfürsorgevorschrifen (§ 4 Abs. 1 Nr. 11) sehen solche ergänzenden Leistungen zur Reha wie bei IRENA ausdrücklich vor. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass du 7 Monate zusätzlich krank warst, weil man dir nach einer Reha noch für maximal ein Jahr maximal 24 weitere Behandlungen ärztlich empfohlen und die Heilfürsorge solches dann verweigert hätte. Fahrkosten werden entgegen deiner Behauptung getragen (§ 4 Abs. 1 Nr. 11) und selbst für die Familienangehörigen bei Reha erstattet. „Alternative Verfahren“ werden auch bei den gesetzlichen nicht übernommen und auch nicht in allen Tarifen der Privatversicherungen. Nicht alles, was medizinisch oder pseudomedizinisch möglich ist, ist auch nötig , erst recht nicht, wenn es aus Beiträgen der Versichertengemeinschaft (wie bei den gesetzlichen KV) oder aus Steuermitteln (wie bei der Heilfürsorge) zu tragen ist. Wie du darauf kommst, dass die Heilfürsorge bei chronisch Kranken ungenügende Leistungen bringen würde, erschließt sich nicht. Bei Arztfehlern tritt die Staatshaftung ein. Du hast auf dein Recht auf freie Arztwahl verzichtet, als du die Beamtenurkunde angenommen hast. Du kannst das freilich ändern. Ob du damit tatsächlich besser fährst, ist mehr als zweifelhaft.
    Manchmal neigen Menschen dazu, ihren Unmut über ihre persönliche gesundheitliche Situation ihrem Arzt, ihrer Kasse oder dem Gesetzgeber, der nicht jeden Humbug bezahlt, zuzuschieben. Das ist menschlich verständlich, sachgerecht ist es meistens nicht.

  8. Hi,
    Na Steve, denn mal viel Spass wenn du in Pension gehst und feststellst, dass du in der Beihilfe landest….
    Es gäbe eine Möglichkeit sich in die Beihilfe einzuklagen: Gleicheitsgrundsatz i.V.m. Art. 33 GG. Demnach dürfen Beamte nicht
    Unterschiedlich behandelt werden.
    Wird man aber. Siehe Leistungsdifferenz Beihilfe-Heilfürsorge.
    Zusätzlich wird man mit der Heilfürsorge bei der Steuer schlechter gestellt, das bemerkt bloss keiner.
    Hab meinen Antrag schon seit langer Zeit fertig, diesen aber nicht abgegeben…

  9. Eine steuerliche Schlechterstellung ist nicht erfolgt.
    Es wurde nur eine jahrelange Besserstellung korrigiert.
    Bis zu 3.000 € Freibetrag bei fast null Eigenleistung war gegenüber den normal Versicherten
    einfach ungerecht. So siehts nämlich aus.

  10. @Monika

    Ich kann Steve nur Recht geben. Ich war selbst schwer erkrankt, mit Krankenhausaufenthalt und anschließender Reha. Während der Reha wurde das IRENA-Programm angeboten. Allerdings nur für Rentenversicherte. Als Beamter zahle ich in keine Rentenversicherung ein, da hätte mir auch die Beihilfe oder eine private Krankenvesicherung nicht in IRENA helfen können. Also Anruf bei der Heilfürsorgestelle und nach wirklich kompetenter Beratung habe ich einen Antrag auf ergänzende Leistungen ausgefüllt und dieser wurde umgehend ohne weitere Rückfrage genehmigt.
    Ich kann mit der Heilfürsorge gut leben und freue mich jeden Monat, dass ich nicht mehrere hundert Euro für eine private Krankenversicherung ausgeben muss. Das Gegenteil sehe ich nämlich bei meiner Lebensgefährtin, die sich privat versichern muss. Trotz horrender Beiträge die nahezu jedes Jahr steigen, muss man insbesondere bei teuren Behandlungen lange kämpfen, bis diese genehmigt bzw. gezahlt werden (Klageweg nicht ausgeschlossen). Denn auch diese Versicherungen sind Unternehmen, müssen wirtschaftlich arbeiten und sind auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Die zahlen nicht einfach alles mit einem Lächeln auf den Lippen.

    @ Los Diabollos
    Ich würde nach der Pensionierung gerne in der Heilfürsorge bleiben, dann hätte dieser Käse mit der Anwartschaft auch ein Ende.

  11. Schön Steve. Viel Spass dabei in die Frühpension aus gesundheitlichen Gründen geschickt zu werden. Da gibt es selbst nach 20 Dienstjahren nur den Mindestsatz. Die kürzen sie Dir noch um die Pflegeleistungen. Dann zahlst Du Steuern darauf. Weiter die private Krankenversicherung. Ohne Anwartschaft wird es teuer und es ist ohnehin nicht preiswert. Die Zuzahlungen (denn dann bist Du Beihilfe berechtigt) sind wie bei der gesetzlichen Versicherung. Auch die Leistungseinschränkungen. Nur dass die AOKen u.Co. Medikamente bezahlen, die die Beihilfe nicht zahlt. Grundsätzlich zahlt die Beihilfe keine nicht verschreibungspflichtigen Medikamente. GEZ wird weiter als Haushaltsabgabe gezahlt. So rückt man schon gefährlich in den Hartz IV Bereich. Da gelten nur die 391 Euro als Einkommen und die Zuzahlung im Jahr ist auf 94 Euro begrenzt. Bei Beamten ist die Belastungsgrenze westlich höher, da das Bruttoeinkommen zählt. Nein, das ist nichts gegen Hartz IV Empfänger. Die Mehrheit hat es schwer genug. Viele sind gar dank Ablehnungen der Rente oder BG dort hineingeraten.
    Nur muss nicht jeder so tun, als wenn wir Beamte es Gold haben. Die Mähr der Durchschnittspension von 2800 Euro. Weil die Staatssekretäre auf Bundesebene, die Richter auf Bundesebene und auch die Lehrkörper an Hochschulen dazuzählen. Die treiben den Schnitt nach oben.
    Und wer früher nach Hause muss, macht es nicht freiwillig. Also ist er auch krank und darf zum Arzt rennen.
    Ja, wir erhalten kein Krankengeld. Wir erhalten die Grundbezüge weiter. Doch schicken gewisse Landesbehörden Beamte schneller in Pension als sie „Wie bitte“ sagen können. Hier ist die Versorgung gar noch etwas geringer. Zudem der PKV Beitrag höher, da das Beihilferecht Land schlechter ist.

    Ach ja und noch mal Schluss mit einem Märchen ! Die Wahl Beihilfe / PKV für aktive Beamte ist auch nicht Gold. Denn Du erwähntest die Reha Massnahmen. Die privaten Krankenversicherungen haben eine sehr starke Tendenz zur Ablehnung von Reha Massnahmen. Die Beihilfe sagt hier nach Recht und Gesetz in der Regel ja. Dann, wenn der Beamte sich eine teure Reha nicht leisten kann, springt er Arbeitgeber ein. Das dauert und dann hat der Arbeitgeber Einsicht in Deine medizinischen Unterlagen. Das läuft auch bei nicht Polizeibeamten über die Amtsärzte in Gutachtenfrom. Also weiss Deine Personalstelle, was mit Dir los ist. Natürlich greift hier die Verschwiegenheit. Da halten die sich auch dran. Nur entscheidet dann die Chefetage, ob man Dich noch gebrauchen kann oder nicht.
    Dann heisst es EDEKA.
    Das ist eben auch das besondere am Beamtenrecht, dass entweder über die Polizeiärzte oder die Amtsärzte der Dienstherr Bescheid weiss, was man so an den Hacken hat.
    Weiter ist die Flexibilität in der freien Wirtschaft oftmals besser. Dort kann man andere Arbeitsplätze finden. Bei uns ist man mit dem Staat verheiratet. Und befindet der einen für untauglich des Dienstes war es das.
    Dies bedeutet dann auch oftmals Verlust des Hauses, der Eigentumswohnung, der guten Mietwohnung, des Autos und des Jahresurlaubes.

  12. @ Los Diabollos
    @ Hermann
    Sorry, aber es geht hier weder um Frühpensionierungen noch um die Beihilfe. Und auch nicht um Beihilfefragen bei den Ländern. Es geht hier ausschließlich um die Heilfürsorge der Bundespolizei für aktive Polizeibeamte. Ich finde Leistungsumfang, verwaltungstechnische Abwicklung und die Betreuung durch den polizeiärztlichen Dienst nun mal völlig in Ordnung und kann zusammen mit sinnvoller Zusatzversicherung und großer Anwartschaftsversicherung hervorragend damit leben. Alle anderen Optionen würden zu keiner besseren Gesundheitsbetreuung/Krankheitsbehandlung führen, aber zu wesentlich höheren Kosten für meine Familie. Und darauf habe ich keine Lust. Wer sich noch zusätzlichen Gesundheitsschnickschnack leisten möchte, kann das ja aus seinen ersparten Versicherungsbeiträgen gern tun.

  13. Also, ich muß mich schon wundern, daß manche von der freien Heilfürsorge in die PKV oder GKV wechseln wollen. Beide Systeme haben einen feinen, aber entscheidenden Unterschied: sie müssen von dem Versicherten selber bezahlt werden, und sie sind beide nicht billig.
    Einem Heilfürsorgeberechtigten ist es nicht verboten, sich darüber hinaus noch privat zu versichern.
    Die ganze Meckerei erinnert mich an das Sprichwort „Geht’s dem Esel zu gut, geht er aufs Eis.“

    Übrigens: beihilfeberechtigt wird man durch einen Antrag auf Laufbahnwechsel.

  14. Grundsätzlich ist für mich eine Krankenversicherung nicht nur eine Zahlkasse, sondern insbesondere dann wenn ich krank ein Partner um mir den besten Weg zur Gesundheit zu weisen. Wenn ich daran denke, wieviel Kompetenz es bei großen Kassen zu speziellen Krankheiten und deren Heilung gibt…. Ich hoffe nur, dass ich nicht krank werde. Gut gemeinte Ratschläge werde ich von der Heilfürsorge wohl erhalten und vielleicht eine Low Budget Kostenübernahme, mehr auch nicht. Ich habe keinen Vorort Service, Kein Bonus Programm, Keine Fachkliniken, keine reservierten Betten und Fachärzte. Ich bin im übrigen POM und seit 26 Jahren bei der Firma. Trotzdem würde ich mir die Wahl FREIHEIT etwas kosten lassen. Und vergesst bitte nicht, jeder der weiter denkt wird erkennen, dass es die Heilfürsorge und die anschließende Beihilfe nicht kostenlos gibt. Mit spätestens 40 sollte jeder Heilfürsorge (oder besser Sorge) Berechtigter in die große Anwartschaft einzahlen bzw. abschließen. Diese Beiträge sind nicht kostenlos und mitunter bei vernünftigen Versicherern auch nicht ganz günstig. Bei Finanztest gab es grade eine großen Vergleichstest zu dem Thema.
    Solange man gesund ist, braucht man sich wirklich keine Gedanken um Beitrag und Leistung der Heilfürsorge machen. Im Leistungsfall habe ich einen nicht besonders leistungsstarken Partner an meiner Seite. Seitens der Gewerkschaft und der Anhörung stand das Thema kostenlos und billig zu sehr im Vordergrund, sorry.

  15. @ Steve

    Eine große Anwartschaft wird heute eigentlich gar nicht mehr empfohlen, zumindest wenn man Familie hat.
    Lieber eine kleine Anwartschaft abschließen und das eingesparte Geld in eine private Rentenversicherung mit mind. 10 Jahren Rentengarantie stecken. Verzinsung und Überschüsse sind identisch mit dem angesparten Teil der großen Anwartschaft.

    Vorteil dieses Models gegenüber der großen Anwartschaft:
    Wenn die Bürgerversicherung doch irgendwann kommt oder man früh verstirbt ist das in die große Anwartschaft eingezahlte Geld futsch. Dad Geld der Versicherung steht mir oder meiner Familie zur Verfügung. Damit kann man dann die höheren Beiträge im Alter abfedern (kleine Anwartschaft führt dann zu höheren Beiträgen im Alter, bei mir aktuell 40 €) oder aber die Nachkommen freuen sich und nicht die Krankenversicherung im Todesfall

  16. Hallo Steve,
    zu dem Thema große Anwartschaft und Deinem Einwand, wird nicht mehr empfohlen.
    Glücklicherweise stehe ich hier ziemlich in der Materie, sowohl hinsichtlich Beihilferecht als auch dem privaten Teil.
    Ich kann Dir nicht beipflichten. Du wirst bestenfalls einen Preisvorteil/Nachteil von 40€ zum Beginn des auflebens der privaten Versicherung haben. Das Aufleben findet mit der zur Ruhesetzung statt, dass kann auch mit 30,40,50,65 sein.
    Da die Beiträge in der privaten KV aber jährlich neu kalkuliert werden und Du keine Altersrückstellungen bei der kleinen AW gebildet hast werden die Beiträge je nach Gesellschaft im Galopp jährlich ganz erheblich steigen.
    Es gilt hierbei das Subsidaritätsprinzip in der privaten KV. Jeder kommt für sein eigenes Risiko auf. Bei dem Modell mit der Rentenversicherung besteht zudem wegen der anhaltenden Nidrigzinsphase ein ziemliches Ausfallrisiko.
    Ist aber schön zu sehen, dass eine Beratung, selbst wenn es eine schlechte war, zum Erfolg geführt hat. Die verschiedenen Krankenversicherer kalkulieren alle anders. So kann eine günstige große Anwartschaft im Alter richtig teuer werden, weil die Rückstellungen nicht reichen und die KV weiß, dass Du ohnehin nicht mehr wechseln kannst. Die kleine Anwartschaft bindet Dich im Grunde nur an eine Gesellschaft, die Dich dann mit jeweiligen Eintrittsalter versichert. Ich kann nur dazu raten, sich grade im aktuellen Finanztest kundig zu machen was eine gute Krankenversicherung ist. Grade das Thema Beitragsstabilität halte ich für sehr wichtig. Wenn dann noch Aktionäre die Hand aufhalten, kann es eigentlich keine günstigen Beiträge mehr geben. Übrigens kostet eine Beihilfeversicherung nicht automatisch 300€ im Monat. Auch hier gilt das jeweilige Eintrittsalter und bei wem ich versichert bin. Außerdem gibt es je nach Modell auch schonmal 4 Monatsbeiträge Beitragsrückerstattung. Der KV Partner der GdP taucht im Finanztest nicht im Spitzenfeld auf.

  17. Hallo Leute,

    ich habe hier mal den Beitrag gelesen, weil dieser mich interessiert hat und ich kann euch eins dazu sagen. Ich bin POK, 31 Jahre alt und beim Land Hessen beschäftigt. Hier muss man sich privat versichern lassen. Die Kosten bekommt man durch die Beihilfe zu 50 % vom Land wieder. Mein Privatkrankenkasse kostet 170,-/Monat. Letztes Jahr wurde sie um 10 Euro/Monat erhöht. Da könnt ihr ja euch ausrechnen, wieviel ich im Alter bezahlen muss. Also ich beneide die Kollegen, die die Heilfürsorge bekommen. Schließlich bleibt mehr Geld übrig. Und noch was…glaubt mir, nur weil man privatversichert ist…heißt das heut zu Tage nicht meh,r das man schneller und besser behandelt wird!