Temporäre Auslagerung des 2. Dienstjahres mPVD zur BPOLD BP ist entschieden

Nun ist es entschieden: die “Große Lösung” kommt. Damit werden Teile des zweiten Dienstjahres mittlerer Polizeivollzugsdienst vollständig in die Direktion Bundesbereitschaftspolizei ausgelagert.

Die Auffassung der GdP zu dieser Angelegenheit haben wir bereits im Artikel „GdP votiert für temporäre Auslagerung des zweiten Dienstjahres“ dargestellt.

Das zweite Dienstjahr ist modular gestaltet und gliedert sich in Grenzpolizeiliche Aufgaben an einer Land-/Seegrenze, Grenzpolizeiliche Aufgaben an einem Flughafen/Luftsicherheitsaufgaben, Bahnpolizeiliche Aufgaben, Verbandspolizeiliche Aufgaben und Sonstige Aufgaben und Verwendungen.

Für die auszulagernden PolizeimeisteranwärterInnen (83 % der Lehrgangsstärke) werden die Module aus der BPOLD BP heraus durchgeführt, für die verbleibenden PMA aus den BPOLAFZ heraus. 22 Wochen befinden sich die PMA im Praktikum und 22 Wochen verbleiben zur Vor- und Nachbereitung der Praktika.

Dafür werden nach derzeitigen Planungen ca. 15 Fachlehrer/Lehrkräfte für die Abteilungen,
bis zu 20 Polizeitrainingsqualifikationen für die Sicherstellung des Polizeitrainings im modularisierten Studiengang in Lübeck, Honorarkräfte für die Unterrichtsfächer Deutsch/Englisch und zusätzliche Einstellungen im Tarifbereich der Entgeltgruppen E 3 und E 5 benötigt.

Das bedeutet eine Stärkung der zentralen Fortbildung durch Bereitstellung von bis zu 2.000 zusätzlichen Teilnehmerplätzen. Weiterhin wird zusätzlicher Handlungsspielraum (je nach Entwicklung des Planstellenhaushalts) gewonnen. Darüber hinaus können ab 2015 die temporär von den BPOLAFZ zur BPOLAK verlagerten Ausbildungsanteile für den gPVD wieder in die BPOLAFZ zurück verlagert werden. Dies stärkt die Fortbildung für Spezialisten in Lübeck.

Die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, begrüßt die Entscheidung des BPOLP. Die jetzige Verfahrensweise darf u.E. aber nur temporärer Natur sein. Die Aus- und Fortbildungsorganisation ist nunmehr kurz- und mittelfristig den erhöhten Einstellungszahlen der kommenden Jahre und dem notwendigen Fortbildungsbedarf der Bundespolizei personell und materiell anzupassen.
pdf Artikel zum Ausdrucken

Share

Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

3 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Schade, dass die Betroffenen (besonders die PMAInnen) solche Entscheidungen durch das Internet erfahren müssen!?
    Besonders während sie Ihre wichtigen laufbahnrechtlichen Zwischenprüfungen im 1. Dienstjahr schreiben.
    Man lässt den Ausbildern und Verantwortlichen nicht mal die Chance, die Botschaft den PMAInnen persönlich zu überbringen!
    Vielen Dank liebe GdP für die Wahl dieses super Zeitpunktes und die teilweise Frustration im Bereich der Auszubildenden.
    Man spricht hier von einem Gewinn, aber es gibt dabei auch Verlierer. Dies sollte man immer beachten, bevor man Informationen als erster unbedingt steuern muss! Ich persönlich bin nicht gegen die Auslagerung, aber die Art und Weise der Kommunikation der Entscheidung entspricht die unserer Behörde. Eine gute und überlegte Kommunikation nimmt immer mehr ab!
    Darüber sollte man auch im Bereich der Personalvertretung und der Gewerkschaften nachdenken.

  2. Es ist gut, dass diese Entscheidung schnellstmöglich bekannt gegeben worden ist. Das Thema Auslagerung des zweiten Dienstjahres mPVD ist auch nichts Neues, sondern wird spätestens seit September des letzten Jahres thematisiert. Es haben Bereisungen von zwei Abteilungen durch unseren Ausbildungsleiter stattgefunden und wir Anwärter waren informiert. Man konnte dazu im Übrigen darüber auch auf allen Gewerkschaftsinternetauftritten etwas lesen.

    Wie uns unser Fachlehrer mitteilte, ist der Zeitpunkt für diese Entscheidung längst überfällig, da die Planungen für die Ausbildung ab dem 01. September 2014 und auch für die Fortbildung schon auf Hochtouren laufen und nun schnell klar wird, wer von unserem Ausbildungspersonal in der Ausbildung im ersten oder zweiten Dienstjahr oder im Laufbahnlehrgang oder in der Fortbildung eingesetzt wird.

    Eine Verzögerung der Bekanntgabe und ein Abwarten bis nach den schriftlichen und mündlichen Zwischenprüfungen des mittleren Polizeivollzugsdienstes Ende Juli 2014 wäre völlig unsinnig gewesen.

    Ich bin froh, dass die GdP darüber so transparent berichtet.

  3. Es ist nun wichtig, dass ALLE Abteilungen bedacht werden. Ein gute Möglichkeit für den einen oder anderen sich in einer anderen, weiteren Verwendung (heimatnah) zu zeigen.