Antrittsbesuch: GdP-Bezirksvorsitzender Jörg Radek trifft Minister De Maizière

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Jörg Radek mit Bundesinnenminister De Maizière

Jörg Radek, Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei, traf sich heute in Berlin zu einem Gespräch mit Bundesinnenminister Thomas De Maizière. Mit dabei waren auch der neue Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium für die Bundespolizei, Dr. Teichmann, sowie der Leiter des Ministerbüros, Herr Engelke.

Jörg Radek ging es in erster Linie darum, dem Minister die Belastungen in der Bundespolizei darzustellen.Als Beispiele für die Überlastungssituation der Menschen in der Bundespolizei nannte Radek unter anderem die Situation in München und Rosenheim. Auch bundesweit gehörten Ausfallzeiten von 13 bis 34 Arbeitstagen mittlerweile zum traurigen Alltag.

Neben den gestiegenen Belastungen durch zusätzliche Aufgaben, Abordnungen und Auslandsverwendung, sei die Ursache dafür auch in der grundsätzlichen personellen Unterdeckung und der Altersstruktur der Bundespolizei zu finden. Ein vorausschauendes Personalmanagement und eine Einstellungsoffensive seien die Mittel, um dem Entgegenzuwirken. Mit der Einführung eines „Demografie-Gipfels“ habe die Bundesregierung diese gesellschaftlichen Entwicklungen bereits erkannt. Nun geht es darum, diese Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen.

Für die GdP waren diese Tatsachen der Grund dafür, ein Programm für die Zukunftsfähigkeit der Bundespolizei zu entwerfen. Jörg Radek überreichte dem Bundesinnenminister daher ein Exemplar unseres Vorschlags für ein drittes Attraktivitätsprogramm „Attraktivität für alle“ – Zukunftsperspektiven für alle Laufbahngruppen: Verwaltung, Vollzug und Tarif. Vor allem sei nun eine Konsolidierung der Personalsituation dringend erforderlich. Dem stimmte auch Thomas De Maizière zu. Aus seiner Sicht brauche die Bundespolizei jetzt „organisatorische Ruhe“.

Auch die unzumutbaren Wartezeiten bei der Beihilfebearbeitung waren Thema des Gesprächs. Hier sicherte De Maizière zu, dass er sich dem Thema annehmen wolle.

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

10 Kommentare
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  1. Servus Jörg,

    danke für deinen Einsatz!

    Ich denke der Punkt des unbedingten Handelns ist jetzt endgültig erreicht.
    Ich hoffe, unser Minister hat die Dringlichkeit deiner/unserer Anliegen erkannt
    und steht nun auch beim Finanzminister für „seine“ Bundespolizei ein und
    gibt endlich auch die politische Richtung vor, in die seine Bundespolizei marschieren soll.
    Der Unmut, bedingt durch immer wiederkehrende Trietzereien (siehe Up-Date Eplan!),
    fehlende Entwicklungsmöglichkeiten in allen Bereichen, beschäftigen immer und immer wieder
    unsere Kolleginnen und Kollegen und binden eine Menge an Energie und Lust unsere eigentliche
    Arbeit zu erledigen. Auch die Diskussionen/Streitereien unter den Direktionen, wer wo angeblich noch zuviel Kolleginnen und Kollegen ´“nichtbeschäftigt“ ist nicht wirklich zielführend. Viele von uns versuchen ihre Motivation aus ihrer Arbeit
    zu ziehen. Dies allein geht jedoch auf Dauer in die Hose. Auch die Rahmenbedingungen müssen
    einigermaßen passen um motiviert zu arbeiten und gesund zu bleiben.
    Ich bin gespannt wie die „organisatorische Ruhe“ in Zeiten des absoluten Personalmangels, Migrationsdruck, gewalttätige Fußballeinsätze, Ausbauten an den Flughäfen und kommende Großlagen wie Oktoberfest und G-8 Gipfel, erreicht werden soll!?
    Wir fühlen uns von Seiten unserer oberen Führung nicht mehr „ernst“ und mitgenommen. Sitzen wir alle noch in einem Boot oder wird mit uns nach dem Grundsatz, „Teile und herrsche“ verfahren??….Machiavelli läßt grüßen!!
    Andreas

  2. Passiert doch eh nichts seitens TDM. Immer das gleiche, gähn.
    Da müsste Holland schon Weltmeister werden und das ist ja noch ein bissi hin…

  3. Gerade im Hinlick auf den demografischen Wandel und die Gewinnung von Nachwuchskräften ist das Thema „Attraktivität dür ALLE“ ein zentrales Anliegen der GdP für eine zukunftsfähige und moderne Bundespolizei.

    Die Politik ist nun in der Pflicht sich endlich zu bewegen und einen Schritt nach vorne zu gehen!

    WIR wollen von der Politik wissen, was wir nun endlich ANPACKEN und POSTITIV für die Kolleginnen und Kollegen verändern können!

    Danke an Jörg Radek für Deinen unermüdlichen Einsatz für die Kolleginnen und Kollegen.

  4. Ein weiteres Anliegen, welches, meiner Meinung nach, viel zu sehr in den Hintergrund gerückt ist: Vermögenswirksame Leistungen. Hier zahlt unser Dienstherr mit Abstand den kleinsten Betrag (6,65 Euro) unter den Arbeitgebern (siehe: https://www.sparkasse-aachen.de/pages/tools/download/tarifuebersicht_vl.pdf) (Der Schnitt dürfte bei knapp 26 Euro liegen). Das Gesetz dazu „Gesetz über vermögenswirksame Leistungen für Beamte, Richter, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit (…)“ besteht in seiner Grundform seit 1975. Hier sollte auch nachgebessert werden, die vL angehoben werden.

  5. …leider ist die politik schon sehr, sehr lange in der pflicht sich zu bewegen.
    …leider ist die politik schon sehr, sehr lange an den problemen der bundespolizei desinteressiert.
    …leider wäre ohne den einsatz der gdp nicht einmal der status quo zu halten-es ginge nur rückwärts…

  6. „Dem stimmte auch Thomas De Maizière zu. Aus seiner Sicht brauche die Bundespolizei jetzt „organisatorische Ruhe“.
    Nun ja… Wenn es um TDM geht ist mir das mit der organisatorischen Ruhe zu viel des Guten.
    Eigentlich wäre es mir lieber, der würde endlich mal was machen.
    Ruhe in den wichtigen Problemfeldern haben wir leider schon lange und viel zu viel davon.

  7. Die Folgen die hier geschildert werden sind doch nur die logische Konsequenz aus dem Geschehenen:
    Wenn man bedenkt, daß zum aktuellen Zeitpunkt z.B. fast jede vierte Verwaltungsbeamten/-innenstelle nicht besetzt ist, die anfallende Arbeit dennoch gemacht werden muß (und zwar termingerecht) – zwangsläufig PVB/-innen einspringen müssen und damit im Vollzug neue Lücken aufgerissen werden -, ist doch nachvollziehbar, daß dies Folgen für die Gesundheit, auf die Arbeitsqualität, die Motivation und die Stimmung in der Truppe hat. Ich fürchte, bis wir irgendwann mal nach vorne schauen und die Zukunft gestalten können ist es noch ein langer Weg -> Erstmal muß die Vergangenheit aufgearbeitet werden und die J E T Z T bestehenden D E F I Z I T E angegangen werden.
    Es bringt überhaupt nichts, in die Zukunft zu schauen und langfristige Konzepte zu bejubeln, wenn wir nicht mal die aktuellen Probleme in den Griff bekommen.
    Aber dazu hört und sieht man ja nichts… Was veröffentlicht wird sind Visionen, Strategien, Perspektiven -> Science fiction… -> Worthülsen ohne Inhalt!! Klar, wenn ich als Chef oder Gewerkschaft heute Perspektiven aufzeige muß ich jetzt nichts tun, kann mich meines Lebens freuen, bin zu nichts verpflichtet… und irgendwann ist alles vergessen. ABER: Es muß jetzt was passieren! Ganz konkret! Wir, die „Jupp`s von de Trupp (und weiblichen Juppi`s ;-) )“ wollen Taten sehen!!! Keine Kosmetik oder Tünche wie z.B. BGM, das doch lediglich die Probleme übertüncht: Was bringen mir einmal wchtl. 20 Minuten Rückengymnastik; wenn die Arbeit einen auffrisst? Was nützt mir ein Zertifikat „Beruf und Familie auf dem Briefkopf, wenn keinerlei Nutzen daraus gezogen werden kann, weil kein Personal zur Verfügung steht? Ich würde gerne J E T Z T meine Arbeitszeit reduzieren – geht nicht, zwingende dienstliche Gründe!
    Uns rennen jetzt die Mitarbeiter/innen weg -> welchen Nutzen habe wir JETZT davon, wenn in 3-5 Jahren neue kommen? Wer macht sich wirklich Gedanken, weshalb die Leute fort wollen? Welche Konsequenzen werden daraus gezogen? Interessiert das überhaupt jemanden aus der Teppichetage? Ist doch alles so weit weg!
    NICHT REDEN UND RUMEIERN – HANDELN ist angesagt, SOFORT!!!

  8. Oranisatorische Ruhe heisst Stillstand, so wie die letzten Jahre auch.
    Arbeiten an den Problemfeldern wäre jetzt dringend geboten.
    Ein Stillstand gibt es in anderen Feldern jedenfalls nicht: EU- und DA-Sperre für alle Direktionen über den G8-Gipfel und danach wieder ein Dankesschreiben, was keinem was bringt!
    Anpacken, Missstände abstellen, dass ist jetzt wichtig!

  9. …Kowallsky hat Recht! Ich möchte noch meinen Respekt von hier aus zur BPOLI RO senden!!! Ihr seid Spitze und haltet bitte weiter so durch!!!!…..Aus der Uckermark, ca. 30 km vor Stettin (korrekt Szczecien)….

  10. Hallo Jörg,
    danke für deinen dauerhaften und ermüdlichen Einsatz. Das kostet immens Kraft, sieht kaum einer und wird wenig gewürdigt. Andere wären sicherlich längst verzweifelt, bei so wenig Bewegung im BMI/ BPOLP! Die deutliche vehementen Forderungen werden irgendwann zum Erfolg führen, Du zeigst ihn das die GdP das bessere Konzept, die besseren Ideen und besseren Lösungen hat. Davon bin ich völlig überzeugt!
    TDM:“Organisatorische Ruhe“?
    Nein, wir brauchen Bewegung, einen Umbruch, ganz schnell die Umsetzung der Erkenntnisse aus KLARTEXT-Studie uvm. mit radikalen und konsequenten Verbesserungen……………, eigentlich schon vorgestern!!!