Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Geplante Neuregelung

Mit Schreiben vom 11. Juli 2014 informierte das Bundesministerium des Inneren darüber, dass heilfürsorgeberechtigte Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte nun nicht mehr ab dem ersten Tag der Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen haben. Es ist beabsichtigt, dass zukünftig ein solcher Nachweis erst nach drei Kalendertagen erforderlich ist.
pdf Artikel zum Download

Share

Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

26 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Was heißt das jetzt – ist das geltendes Recht ?

  2. Gilt das jetzt ab sofort.?

  3. Und was bitte ist der Anlass dieser geplanten Neuregelung?

  4. Grund dieser Regelung dürfte offiziell arbeitsersparnis der Verwaltung sein.
    Ich meine das man damit die Krankenstatistik drücken möchte.

  5. Gehe davon aus, dass diese Neuregelung in welcher Form auch immer durch die Behörde umgesetzt wird. Vorher ändert sich gar nichts.

  6. Arbeitsersparnis denke ich nicht, wenn man sich krank meldet, wird das so und so in ePlan verarbeitet, ob mit oder ohne AU, vielmehr dürften es Kosten sein, die erspart werden sollen, wenn nämlich der Arztbesuch bei einem Heilfürsorgeberechtigten genau so viel kostet, wie bei einem Beihilfeberechtigten, dann sind da so ungefähr 40 Euro pro Besuch fällig und das nur für eine oberflächliche Untersuchung. Und die wären schon zu begleichen, wenn sich der PVB nur mal an einem Morgen unpässlich fühlt. Viele PVB sind nach drei Tagen bei einer Erkältung wieder fit, wenn man die Ruhetage vor und nach der Dienstleistung noch dazu nimmt, kommt man meist auf 7 Tage und dafür kann man sich dann die Kosten sparen als Dienstherr. Sollte das aber öfter vorkommen, bleibt es dem Dienstherrn sowieso unbenommen, wieder ab dem ersten Krankheitstag eine AU zu fordern.

  7. iche

    Eine vom Grundsatz her schon längst überfällige Regelung, die aber keine Ersparnis für die Verwaltung schlechthin ist, sondern eine echte Ersparnis für unseren Dienstherrn und für uns Heilfürsorgeberechtigte ebenfalls. Bis die Neuregelung in Kraft tritt ist man gezwungen, auch bei Bagatellkrankheiten, den Arzt aufzusuchen. in vielen Fällen wird man vom Hausarzt eine Woche lang krankgeschrieben, was manchmal nicht erforderlich ist und man in zwei bis drei Tagen sowieso wieder gesund ist.
    Die Krankenstatistik kann durch die Neuregelung auch nicht gedrückt werden, jedoch wird sich so mancher Zeitgenosse auf die Schenkel klopfen, da für die ersten drei Tage eine mündliche Krankmeldung bei der Dienststelle völlig ausreichend ist und ein Arztbesuch erst ab dem vierten Tag erforderlich wird. Der Krankenstand der „Kurzzeitkranken“ wird also steigen.

  8. Weiss man auch schon, wie dann der Ablauf sein wird? Ab wann soll diese Regelung gelten?

  9. Böse Zungen behaupten, 36 zusätzliche Urlaubstage zu bekommen.Das zeigt auch irgendwie das innerbehördliche Klima…

  10. Die Regelung muss wohl in die Geschäftsordnung der BPOL rein.
    BPOLP hat dazu den BPR beteiligt. Unser GPR hat schon Kenntnis. Kann also nicht mehr lange dauern, wenn BPR zustimmt.

  11. Wie ist das jetzt eigentlich mit der „Sitzung“, „Treffen“ die angeblich im Präsidium statt finden sollte, bzgl. der Anrechnung unter anderem bei Krankheit (und EU..)?
    Und was ist jetzt eigentlich bei diesen „neuen“ Ausfalltagen? Ausfallprinzip? Abzug der Pause? Wenn man doch eine Schicht mit einer Arbeitszeit ohne Pause angerechnet bekommt, wie kann man dann, bei Krankheit diese Pause abziehen?
    Vor allem impliziert das ja dann auch IMMER, das die Beamte auch IMMER ihre Pause nehmen konnten. Sonst könnte man ja nicht zu dem Schluß kommen, diese bei Krankheit abzuziehen, also wer nicht da ist, kann auch keine Pause gemacht haben, also kann diese auch nicht als „Arbeitszeit“angerechnet werden. ( schon beim Schreiben und darüber nachdenken wird mir wieder bewusst wie krank und schwachsinnig diese Abrechnungsart oder besser gesagt UNART ist)

    Ich hoffe wirklich auch im Sinne des BPOLP, daß dieser Schwachsinn endlich beendet wird!!!

  12. Alles halb so wild.

    Hier erkennt der Arbeitgeber endlich, dass ein Kranker nicht immer in der Lage ist, sofort (am ersten Tag der Erkrankung) eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen.

    Hier durch wird lediglich der Druck für den Beamten genommen; denn jetzt hat er drei Tage Zeit seiner Vorlagepflicht nach zu kommen.

    Wir müssen aber weiterhin unsere Erkrankungen ärztlich bescheinigen lassen!!! < WICHTIG!

    Ach wenn es für viele hart ist, aber hier hat das BMI mal was praktisches für die Beamten getan!!!

  13. @NerD: Einer von uns hat hier etwas völlig falsch verstanden.
    Soweit ich es verstanden habe, müssen die Heilfürsorgeberechtigten für krankheitsbedingte Abwesenheit von bis zu 3 Tagen eben KEINE AU-Bescheinigung mehr vorlegen, auch nicht erst später. Heißt „K“ ohne ärztliche Bescheinigung. Damit sollen u.a. auch Arztkosten gespart werden.

  14. du liegst richtig „hühnerdieb“. Neue Regelung hat für beide Seiten Vorteile, z.B. bei einem eintägigen Unwohlsein braucht man nicht mehr zum Arzt, der dann mindestens für eine Woche krank schreibt. Hier liegt auch der Sinneswandel der Behörde verborgen, der den klaren Einspargedanken vordergründig sieht.

  15. @ Hühnerdieb:

    Nachfolgend der Text:
    „Mit Schreiben vom 11. Juli 2014 informierte das Bundesministerium des Inneren darüber, dass heilfürsorgeberechtigte Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte nun nicht mehr ab dem ersten Tag der Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen haben.
    Es ist beabsichtigt, dass zukünftig ein solcher Nachweis erst nach drei Kalendertagen erforderlich ist.“

    Der Text sagt klar, dass ab DEM ERSTEN TAG

  16. Ich setze fort (Ladefehler):

    Der Text sagt klar, dass ab dem ersten Tag die Bescheinigung nicht vorliegen muss, aber (siehe 2ter Satz) spätestens nach 3 Tagen diese beizubringen ist.

    Ist doch auch logisch, dass der NAchweis nicht wegfällt, sonst wäre die Möglichkeit gegeben, durch einen einfachen Anruf (Krankmeldung) mal eben 3 Tage „frei zu nehmen“.

    Soviel Vertrauen in seine Beamten hat der Staat dann doch nicht! ;-)

  17. @NerD: Mit Schreiben vom 11. Juli 2014 informierte das Bundesministerium des Inneren darüber, dass heilfürsorgeberechtigte Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte nun nicht mehr ab dem ersten Tag der Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen haben. Es ist beabsichtigt, dass zukünftig ein solcher Nachweis erst nach drei Kalendertagen erforderlich ist.

    Ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen, oder? Also nochmals, du brauchst für die erste 3 Krankheitstage keine Krankmeldung.

  18. Wird aber auch Zeit, dass diese regelung nun alle Bundesbeamten trifft. Bei den ehemaligen Bahnern (Bahnpolizisten zur Zeit der Deutschen Bahn) besteht diese Regelung seit der Übernahme zum “ BGS“ . Ebenso bei Bundespolizisten die privat versichert sind.
    Nun also gleiches Recht – keine AU-Bescheinigung für 3 Tage krank.

  19. @ Hühnerdieb

    DU hast es richtig verstanden!

    Man musste auch vorher, selbst bei unserer Behörde, nicht am selben Tag einen Krankenschein vorlegen. Was auch logischerweise gar nicht möglich ist.
    Geht nur um die Senkung der Krankentage und die Arztkosten….

    (Von der Redaktion geändert)

  20. @Hühnerdieb,

    hat sich da einer eine „goldene Nase“ verdient, weil er der Verwaltung etwas vorgerechnet hat was eigentlich nach Adam Riese logisch ist? Sog. „Ein-Tages-Grippen“ kosten nun mal Geld und das schon ab dem ersten Tag. Nach gefühlten 100 Jahren hat man endlich den Rechenweg entdeckt?

  21. @Hühnerdieb hat Recht, ansonsten wäre es ja keine Änderung gegen bisher.
    In der Gesundmeldung wird dann unter ärztliche Bescheinigung – nicht notwendig – angeklickt.

  22. HÜHNERDIEB…..du hast Recht. Diese Vorgehensweise gibts in der freien Wirtschaft, zumindest bei den großen Firmen schon seit Jahren.
    es hat auch Wirkung, weil insgesamt gibts weniger Krankentage.

  23. @nerd:
    Falsch, gleiches Prinzip wie bei den Privatversicherten.
    Gelbzettel erst nach dem 3. KR Tag.
    D.h., 3 Tage KR ohne Bescheinigung. War selbst vor der Heilfürsorge
    Privat versichert. Dort lief das so.

  24. Wie aus den Kommentaren lese, lag ich wohl falsch.

    Ich hoffe/glaube ihr habt Recht.

    Meine Erfahrungen in der BPOL lassen mich aber nicht glauben, dass ich 3 Tage „krank“ sein kann ohne eine Arztbescheinigung.

    Ich werde es mal probieren.

  25. Ich bin privat versichert, da gilt es ja eh schon. Drei Tage frei, auf der Gesundmeldung machst Du nur Dein Kreuz bei Bescheinigung“nicht erforderlich“ Ich nutze es 1-2x jährlich und beide Seiten haben was davon, normalerweise würde mich mein Arzt dann nämlich für mindestens 1 Woche herausnehmen. Einmal, vor ca. 15 Jahren, wollte der Dienststellenleiter, dass ich zum Arzt gehe, dann war ich eben für 2 Wochen krank.

    Für die Angestellten ist es auch gut, bei denen gilt es nämlich bei Rentenberechnung und so NICHT als krank.

  26. Ist doch nun heute auf der Intranet-Startseite alles veröffentlicht, gilt ab sofort