GdP fordert, Aufstiegsausbildung auch beim BKA zu ermöglichen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, die Aufstiegsausbildung in den gehobenen Polizeivollzugsdienst zukünftig auch (wieder) beim Bundeskriminalamt (BKA) zu ermöglichen. Die GdP sieht darin eine weitere sinnvolle Ergänzung der Möglichkeiten beruflicher Entwicklung und der Fachkräftegewinnung. „Wir müssen alle Möglichkeiten des Laufbahnrechts und des Personalentwicklungskonzepts nutzen, um unseren Kolleginnen und Kollegen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen“, so Jörg Radek, Vorsitzender des Bezirks Bundespolizei der GdP. „Dabei muss den besonderen Belangen unserer Kolleginnen und Kollegen in den Ermittlungsdiensten, den Mobilen Fahndungseinheiten und den Inspektionen Kriminalitätsbekämpfung Rechnung getragen werden, aber auch denen, die dort für sich eine berufliche Zukunft sehen und sich dorthin entwickeln und qualifizieren wollen. Das dient auch der weiteren Steigerung der Fachlichkeit in diesen Bereichen und müsste daher im dienstlichen Interesse liegen.“
Anlass ist das Stellungnahmeverfahren der gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen der Beamten (dazu zählen nicht alle Bünde und Vereinigungen) zur „Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Kriminaldienst des Bundes“ (GKrimDAPrV). Der bisherige Verordnungsentwurf sah eine Aufstiegsausbildung von Bundespolizisten beim BKA nicht vor. „Das muss geändert werden“, fordert Jörg Radek. „Dafür treten wir an“, erläutert der Vorsitzende die GdP-Stellungnahme.
Die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Kriminaldienst des Bundes muss nach GdP-Meinung mitberücksichtigen, dass nicht nur Beamte des Bundeskriminalamtes den Studiengang durchlaufen dürfen, sondern er auch Beamten der Bundespolizei (insbesondere aus dem Bereich des Ermittlungsdienstes und der Inspektionen Kriminalitätsbekämpfung) als Möglichkeit des Laufbahnwechsels in den gehobenen Polizeivollzugsdienst und fachspezifisches Studium im Sinne der polizeilichen Fachkräfteentwicklung offen stehen soll. Bereits in der Vergangenheit hatten Bundespolizeibeamte an der Laufbahnausbildung beim BKA teilgenommen. Als eines der wenigen Ergebnisse des „Werthebach-Prozesses“ wurde die engere Verzahnung der Aus- und Fortbildung von Bundespolizei und BKA durch den damaligen Minister Hans-Peter Friedrich entschieden. Dem ist nach Meinung der GdP nun Rechnung zu tragen.
Die GdP hat im Laufe des Stellungnahmeverfahrens daher umfangreiche Änderungsvorschläge eingebracht, die eine Aufstiegsausbildung für Bundespolizisten beim BKA und die Ableistung der praktischen Teile auch bei den Inspektionen Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei ermöglichen sollen.
Gerade vor dem Hintergrund des verabschiedeten Personalentwicklungskonzepts und der dortigen Ausführungen zur Fachkräfteentwicklung aus den eigenen Reihen sollte nun auch die praktische Umsetzung des Personalentwicklungsgedankens in den Vorschriften folgen. Auch die Führung der Bundespolizei ist nun aufgerufen, den Ansprüchen des Personalentwicklungskonzepts durch Unterstützung der GdP-Forderungen zur Erweiterung der Aufstiegsausbildung auch beim BKA Rechnung zu tragen.
Der weitere Fortgang des Beteiligungsverfahrens nach § 118 BBG bleibt nun abzuwarten.

pdf Artikel zum Ausdrucken

Die Stellungnahme der GdP für unsere Kolleginnen und Kollegen findet man hier: Stellungnahme der GdP zur GKrimDAPrV

Share

Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken