Erste attraktive Schritte – Der Entwurf eines neuen Organisations- und Dienstpostenplans wurde vorgelegt

2013_AIII_Logo_InternetNach der letzten Neuorganisation wurde über eine neue Bewertungsstruktur diskutiert. Seit 2008 war sie überfällig. Wir hatten uns als GEWERKSCHAFT DER POLIZEI in der Bundespolizei dazu klar positioniert. Wir setzen uns für eine Beseitigung der Schieflagen (z. B. bei der Bereitschaftspolizei) in der Dienstpostenbewertung ein. Wir wollen mit dem Stellenplan auch die Voraussetzungen für den Regelaufstieg aus dem mittleren Dienst schaffen. Die Ruhestandsdaten weisen auf diese Notwendigkeit hin. Das Potenzial ist vorhanden. Voraussetzungen für diese Stellenstrukturen sind verschiedene Komponenten, die zusammen ihre Wirkung entwickeln. Den „Bauplan“ liefert ein Org.- und Dienstpostenplan für die Bundespolizei.

Das Bundespolizeipräsidium hat mit heutigem Tag einen neuen Entwurf zur Stellungnahme vorgelegt. Dieser beinhaltet im Wesentlichen:
• Im mittleren Polizeivollzugsdienst gibt es nur noch die Bewertungsebene A 8-9mZ.
• Im gehobenen Polizeivollzugsdienst werden die bisher 7 Bewertungsebenen (A 12/13g, A 11-13g, A 11/12, A 10-12, A 10/11 ku A 10-12, A 9g-11, A 9g/10 AF) auf 3 reduziert.
• Der Ebene A 9g-11 werden neben KSB, Ermittlungsbeamten und Fahndungsbeamten im Einzeldienst die „unteren Führungsfunktionen“ bei den MKÜ und der Bereitschaftspolizei zugeordnet (Gruppenführer, Truppführer, Kommandant sowie die jeweiligen Stellvertreter).
• Der Ebene A 11-12 als „mittlere Führungsebene“ werden Reviergruppenleiter, Gruppenleiter, Zugführer, Einheitsführer und die jeweiligen Stellvertreter zugeordnet.
• Der Ebene A 12-13g sind die Dienstgruppenleiter, Leiter Ermittlungsdienst, MFE und MKÜ sowie die Hundertschaftsführer zugewiesen. Gleiches gilt für die jeweiligen Stellvertreter.

Eine Differenzierung der Leitungsfunktionen zu ihren jeweiligen Stellvertretern ist nicht mehr vorgesehen. Teilweise gibt es mehr Führungsfunktionen, als Besoldungsgruppen in der Laufbahn gD vorhanden sind (z.B. 6 Führungsfunktionen Hundertschaftsführer, Stellv. Hundertschaftsführer, Zugführer, Stellv. Zugführer, Gruppenführer, Stellv. Gruppenführer stehen 5 Besoldungsgruppen A 9 bis A 13g gegenüber).

Weiterhin bleibt das Ziel für den hD eine Verdoppelung des Stellenanteils.

Der vorgelegte Entwurf eines Organisations- und Dienstpostenplans beinhaltet immernoch Nachbesserungsbedarfe und bedarf personalwirtschaftlicher Umsetzung. Doch er nimmt die Forderungen des Bezirks Bundespolizei aus dem Delegiertentag 2010 in Bamberg auf. Das Urheberrecht dieser Verbesserungen liegt bei uns.

Ein erster Baustein ist erreicht, nun muss weiter gehen! Unsere Ideen für eine „Attraktivität für alle“ liegen auf dem Tisch.

GdP – immer eine Idee besser!

Jörg Radek

Hier könnt Ihr unser Programm „Attraktivität für alle“ nachlesen.

Anträge des GdP-Delegiertentages in Bamberg 2010 [Auszug]:

pdf C 1 Attraktivitätsprogramm

pdf C 7 Dienstpostenbewertung geh PD

pdf D 1 Aufbau einer Bundespolizeiverwaltung

pdf E 3 Evaluierung des Organisations und DPPlans

pdf E 7 ODP Dienstposten für unverzichtbare Kräfte

 

Mehr zum Thema:

13.07.14: „Attraktivität für alle“ – Zukunft gestalten oder Alltag verwalten

19.06.14: Hand anlegen für die Bundespolizei!

11.06.14: Unsere Klaren Erwartungen an das Parlament: Mehr Personal! Mehr Attraktivität!

09.04.14: Dieser Haushalt ist kein Ansatz zur „Attraktivität für alle!“

17.03.14: Bundespolizei braucht eine Strategie für Attraktivität

05.03.14: Personalentwicklungskonzept für die Bundespolizei: Dem ersten Schritt muss jetzt der zweite folgen, Herr Minister!

06.02.14: Regionalisierte Nachwuchswerbung – Erster Fortschritt, weitere sollen folgen

16.01.14: Endlich bewegt sich was: Personalentwicklung für Tarifbeschäftigte

15.01.14: Attraktivität steigern! Auftakt der politischen Gespräche

13.01.14: Auf geht’s, Herr Minister, folgen Sie Ihrer Frau Kollegin!

09.01.14: Weiter geht’s! Eine Steigerung unserer Berufsattraktivität ist lange überfällig

05.01.14: Berufsverlauf ist kein Schicksal: dezentral werben und einstellen!

 

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

77 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Hi Leute.
    Ich versteh es nicht… es ist ja schön, wenn wir irgendwann ALLE im mD auf 9z und im gD auf 13er Posten sitzen…
    Was nützt es mir denn, wenn ich trotzdem nicht befördert werden kann?
    Ich brauche den 13er nicht … ich brauche den erst, wenn ich 12 bin. Vorher ist das nur heiße Luft!
    Ändert was an der Beförderungsstruktur/Beurteilungsstruktur!

  2. Das Bundespolizeipräsidium hat mit heutigem Tag einen neuen Entwurf zur Stellungnahme vorgelegt. Dieser beinhaltet im Wesentlichen:
    • Im mittleren Polizeivollzugsdienst gibt es nur noch die Bewertungsebene A 8-9mZ.

    Soll a7 jetzt abgeschafft werden oder wie ist das zu verstehen ?

  3. Servus,

    könnt ihr das bitte erklären:

    „Fahndungsbeamten im Einzeldienst die “unteren Führungsfunktionen” bei den MKÜ und der Bereitschaftspolizei zugeordnet (Gruppenführer, Truppführer, Kommandant sowie die jeweiligen Stellvertreter).“

    Da fehlt doch etwas?

    Außerdem:

    „Der Ebene A 11-12 als “mittlere Führungsebene” werden Reviergruppenleiter, Gruppenleiter, Zugführer, Einheitsführer und die jeweiligen Stellvertreter zugeordnet.“

    Soll es GLV-Stellen geben?

  4. Das Konzept klingt für meine Begriffe recht vernünftig für die Bundespolizei. Kann man diesen Entwurf zur Zeit irgendwo einsehen? Inwieweit wurde bei den drei Bewertungsebenen im gD der Flugdienst berücksichtigt.

    Viele Grüße!

  5. @ Fahndungsbeamten im Einzeldienst die “unteren Führungsfunktionen” bei den MKÜ und der Bereitschaftspolizei zugeordnet (Gruppenführer, Truppführer, Kommandant sowie die jeweiligen Stellvertreter).
    Werden diese dann mit A 9-11 bewertet, oder ?

  6. Frage zu Punkt:
    „Der Ebene A 11-12 als “mittlere Führungsebene” werden Reviergruppenleiter, Gruppenleiter, Zugführer, Einheitsführer und die jeweiligen Stellvertreter zugeordnet.“

    Zur Zeit können VAV`ler auch stellv Zugführer werden, da dieser mit A 9-11 bewertet ist. Nach dem neuen PEK können DP mit Endamt A12 nur durch PVB mit voller Laufbahnbefähigung erreicht werden.

    Wenn also die Stellv zukünftig auch mit A11/12 bewertet werden sollen, entfällt dann die Chance als VAV`ler den Stellv Zugführer zu machen? Oder wird hier das PEK nochmals angepasst.

  7. Lieber Herr Radek,
    eine Frage zu Ihrem Beitrag. Was bedeutet die Formulierung: „Gleiches gilt für die jeweiligen Stellvertreter“? Ich habe einen Dienstposten als stellvertretender Dienstgruppenleiter A11/12. Wird meine Stelle dann aufgewertet auf A12/13? Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht so richtig vorstellen! Besten Dank für eine kurze Klarstellung. Mit besten Grüßen, Harry…

  8. Wann kann denn mit einer positiven Entscheidung gerechnet werden?

  9. Bedeutet das jetzt, dass das in Antrag C 7 beschriebene (A9/10 AF auf A 9-11 gD) kommen könnte?

  10. Hallo,

    liest sich soweit ja nicht schlecht. Mir fehlen aber die Sachbearbeiter, die ebenso wie Ermittlungsbeamte eine hohe Verantwortung tragen. Was ist mit den ganzen Kollegen die auf KSB stellen sitzen? Wie sieht es mit den Haushaltsstellen aus? Solange die Dienstposten nicht mit Haushaltsstellen hinterlegt wird sich am Beförderungsstau sowohl im mD wie auch im ansteigenden Beförderungsstau des gD nichts ändern. Höhere dotierungen auf dem Papier bewirkt nur das die Politiker sagen können wir haben etwas gemacht. Die Kollegen werden es aber nicht spüren. Da muss noch viel mehr passieren.

  11. Fragen über Fragen, Bewertung stellv. GL , wow, die Sorgen möchte ich haben ?!!

  12. Moin Kollegen,

    was soll das denn im mD? Wem nützt das? Es ändert sich doch nichts an der Planstellenobergrenze?! Also wo hier die Verbesserung ist verstehe ich nicht. Vielleicht erklärt mir das mal einer. Ich kenne Kollegen die werden sehr wahrscheinlich als POM in Pension gehen!!!

    Schönen Dienst

  13. Ich finde es super, was die GdP hier erreicht hat. Wir sollten aber jetzt nicht gleich wieder Kritik üben und über bestimmte Sachen meckern, sondern einfach weitere Informationen abwarten, welche bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.

  14. @NerD 11. August 2014
    „Wenn also die Stellv zukünftig auch mit A11/12 bewertet werden sollen, entfällt dann die Chance als VAV`ler den Stellv Zugführer zu machen? Oder wird hier das PEK nochmals angepasst.“

    Davon kannst Du ausgehen, denn die BPolLV lässt für den VAV’ler nichts anderes zu.
    Diese Erfahrung musste ich gerade selber erleben. Ich habe mich nach meinen Aufstieg in den gD noch einmal für fast 2 Jahre auf die Schulbank gesetzt, um einen DP A10/12 Sachbearbeiter in einer besonderen Fachverwendung zu bekommen. Während dieser Ausbildung musste ich zwei Hausarbeiten, mehrere praktische Prüfungen, eine 6-stündige schriftliche Abschlussprüfung sowie eine 1,5-stündige mündliche Abschlussprüfung (Staatsprüfung) über mich ergehen lassen.
    Nach Beendigung meiner Fortbildung hat man dann festgestellt, dass ich zwar die fachlichen Voraussetzungen für den DP A10/12 habe aber nicht die laufbahnrechtlichen, da ich nur eine eingeschränkte Laufbahnbefähigung habe.
    Da aber für den DP kein geeigneter Beamter mit der geforderten fachlichen Qualifikation auf längere Sicht ausgebildet wird, wurde von meinem zuständigen Personalreferat der DP auf A9/11kw –A10/12 nur für mich geändert. Sie wollen ja schließlich, dass einer die Arbeit macht.
    Soviel zu Personalentwicklungskonzepten bzw. Attraktivitätsprogrammen, das kannst man alles vergessen, solange nicht die BPOLLV geändert wird. Ärgerlicherweise stimmt die Personalvertretung/Gewerkschaft dieser Verfahrensweise auch noch zu.

  15. mD nur noch 8/9z…..aha also dürfte es dann keine PM mehr geben…..super dann dann bin ich mit 23 Dienstjahren im Eingangsamt…..hahahahaha….

  16. Hoffe, dass das Eingangsamt im gD dann auch auf A10 angehoben wird, denn ansonsten kann man den mD komplett abschaffen. Nen kleiner Unterschied sollte schon vorhanden sein zwischen den Laufbahnen, oder? Ansonsten ergibt sich mir der Sin nicht, warum sich ein Neueinsteiger gD bzw. Aufsteiger den höheren Anforderungen der FH-Ausbildung stellen sollte…

  17. @Heinrich
    als gD kannst du dafür aber höher hinaus.

    Für den mD ist das insgesamt zu wenig. Lehrerstellen, die vor kurzem mit A8-9Z ausgeschrieben waren, müssten dann auch mind. mit A9 oder nur mit A9Z ausgeschrieben werden. Ebenso Ermittlungsdienst und alle andern Fachfunktionen.

    Der mD fällt hier hinten runter. Hoffentlich mit der Absicht, dass wir alle mal in den gD (analog Lapo Berlin und Lapo Baden-Württemberg) zumindest auf A9/A10er Posten überführt werden. Nur mit Aufstieg (VAV oder unbegrenzt) ginge es dann weiter hinaus. Das fände ich fair. Im Moment gehts mir aber wie vielen: 21 Dienstjahre, POM, ohne Aussicht auf PHM.

  18. Was ist eigentlich mit den 9/10 AF Stellen? Diese Bewertungsebene soll ja wegfallen. Jedoch finde ich die „Aufschichtungsfähigen Dienstposten“ (z.B. KSB)in keiner der neuen Bewertungsebenen wieder!

  19. Bundespolizeiverwaltung?
    Wie realistisch schätzt die GdP denn die Chancen ein, so etwas auf die Beine zu stellen? Das wurde schon vor Jahren gefordert und nicht realisiert, aber vielleicht wird´s ja noch was… Und welche Auswirkungen hätte das auf die Perspektiven der Verwaltungsbeamten bzw. Tarifbeschäfitgten?
    Ansonsten: guter Ansatz, weiter so!

  20. Und somit wären VAV’ler nicht bewerbungsfähig auf GL – Stellen… einwandfrei. Ein langer Weg zum 11er und keine Aussicht auf GL. Das ist fair gegenüber den gD’lern, welche nicht eingeschränkt sind…

  21. @Heinrich
    „Hoffe, dass das Eingangsamt im gD dann auch auf A10 angehoben wird, denn ansonsten kann man den mD komplett abschaffen. Nen kleiner Unterschied sollte schon vorhanden sein zwischen den Laufbahnen, oder?“

    Heinrich, der Wagen bricht, ohne Räder fährt er nicht !!

  22. …im Gegensatz zu einigen anderen hier bin ich der Meinung, dass das, sollte es so kommen, tatsächlich ein ziemlich grosser Wurf wäre!

    Natürlich wird dadurch nicht einer mehr befördert, aber das ist auch eine völlig andere Baustelle.
    Es heisst aber zunächst mal, dass, wie schon im mD des Einzeldienstes, auch im gD grundsätzlich eher die Möglichkeit besteht, sein jeweiliges Endamt zu erreichen!

    Das bedeutet auch, dass der VAVler nicht mehr bei A10 „gedeckelt“ ist und die Möglichkeit, irgendwann einmal A13 zu werden, für einen größeren Personenkreis in den Bereich des Möglichen rückt. Und das, ohne jeweils Versetzungsorgien über sich ergehen lassen zu müssen.(Theoretisch, denn praktisch müsste da ganz schön was am gerade erst frisch eingeführten Personalentwicklungskonzept geschraubt werden…)

    Um die angestrebte Wirkung zu entfalten, müssen natürlich jetzt die Stellenobergrenzen abgeschafft, zumindest aber aufgebohrt werden. Wie wär´s für den Anfang mit den selben Werten, wie sie für die Oberbehörde BPOLP gelten?
    Denn auch das war ja einer der Husarenstreiche der Reform, dass in e i n e r Organisation unterschiedliche Stellenobergrenzen gelten.
    Die höheren Werte für die Oberbehörde lassen sich allenfalls bei einer solchen ohne eigenen Verwaltungsunterbau rechtfertigen. In einer Behörde wie der Bundespolizei sind sie Gift und führen zur sattsam bekannten Umverteilung von unten nach oben, da Beförderungen bekanntlich aus dem Gesamthaushalt finanziert werden müssen.

    Sicher: nach wie vor viel zu tun! Speziell auch im mD!

    Aber ein guter Anfang wäre das schon!

  23. Und wieder einmal sollen von der BPOL-Organisation kurzfristig und zur Überraschung der Beschäftigten die „Spielregeln“ geändert werden. Ich bin mir sicher, dass – mit diesem Wissen – einige (gerade wieder massenhaft abgegebenen) Dienstpostenbewerbungen anders verlaufen wären/würden.

    Und wieder einmal werden die Mitarbeiter in den Führungsgruppen der Bundespolizeiinspektionen und in den Stäben der Bundespolizeidirektionen etc. nicht erwähnt oder gar gehoben.

    Liebe GdP, vergiss diese Mitarbeiter nicht!

  24. Liebe/r Neugierig,
    Zitat: „Und somit wären VAV’ler nicht bewerbungsfähig auf GL – Stellen… einwandfrei. Ein langer Weg zum 11er und keine Aussicht auf GL. Das ist fair gegenüber den gD’lern, welche nicht eingeschränkt sind…“

    Da wäre ich mir an Ihrer Stelle gar nicht so sicher. Durch den Aufstieg hat der VAV’ler nämlich die Berechtigung erworben, bis in die „mittlere Führungsebene“ hinein entsprechende Dienstposten zu bekleiden. Also könnte er/sie theoretisch auch eine GL- oder Vertreterstelle besetzen, da diese ja für die „mittlere Führungsebene“ vorgesehen sind. Die VAV’ler könnten dann nur nicht A12 werden. Oder glauben Sie, dass VAV’ler, die aktuell diese Stellen bekleiden, nach der Anhebung auf A11/A12 durch voll ausgebildete Kollegen/innen ersetzt werden? Ganz bestimmt nicht! Entsprechende Klagen von Betroffenen würden dann Klarheit in der Sache schaffen. Vielleicht irre ich mich ja auch und Sie haben Recht mit Ihrer Einschätzung?!

  25. Nach dem ersten ungläubigen Staunen über diesen Entwurf und die vorgesehehen Stellenbewertungen kommen in mir nun als in mehr als 40 Dienstjahren mehrfach (oder besser: permanent?) gebranntem Kind folgende Fragen auf:

    – Was kommt ggf. im Windschatten der unverhofft angekündigten vernünftigen Regelungen?
    Die Ankündigung wie auch die Bewertung der Stellen als solche kosten den Dienstherrn zunächst ja mal keinen Cent! Was den vernünftigen Ansatz natürlich keineswegs schmälert, aber die Frage nach dem Pferdefuss unbeantwortet lässt.

    – Wenn wir uns über einen ODP-Entwurf unterhalten, interessieren im Hinblick auf diesen aber natürlich nicht nur die Bewertungen, sondern auch und in erster Linie die Verteilung der Stellen.

    – Im Klartext: kommen Stellenstreichungen auf uns zu? Speziell abseits der „Schwerpunkte“?

    . Sind die Stellen der Seehäfen ebenso enthalten wie die zusätzlichen Stellen für Rosenheim oder auch den Airport BER?

    – Wenn ja, wie werden diese „gegenfinanziert“?

    – Oder wird die Planstellen- Dienstpostenschere einfach noch weiter geöffnet?

    – Sind die laut (geheimem?) Evaluierungsbericht/Langversion „verzichtbaren“ 18 Reviere noch enthalten bzw. wenn, in welcher Stärke?

    Nun habe ich den Entwurf noch nicht gesehen (u.a. Urlaub;-), aber man möge mir nachsehen, dass nach der anfänglichen Hochstimmung nunmehr die Zweifel zu nagen beginnen.

    Der Entwurf sollte daher auch unter diesen Aspekten sorgsam geprüft werden, denn der Kollege z.B. in Weil am Rhein oder, am anderen Ende der Republik, in Forst, hat nichts oder wenig davon , wenn er künftig in Frankfurt/Main oder München A11 werden könnte….

  26. @ T. Breuer:
    Damit besetzt der VAV’ler dann einen DP, auf dem ein A11er HK mit voller Ämterreichweite A12 werden könnte und verhindert so, dass dieser Kollege mal DGL werden kann.
    Als VAV’ler sollte man sich mit den 9-11er Posten zufrieden geben, die es nun hoffentlich bald geben wird. Warum höherwertige DP über Jahre blockieren, auf denen man eh nicht mehr befördert werden kann? Bloß um GL spielen zu können? Das kann man auch auf einem KSB DP.
    Ich hoffe, dass dem ein Riegel vorgeschoben wird!

    Meine Meinung!

  27. Zur Erklärung:

    Wird ein DP, besetzt durch einen VAV`ler (z.B. MKÜ-Zugführer) von A10-11 auf A10-12 angehoben, muss er diesen Posten nicht verlassen.
    Für diesen einen DP wird im ODP ein „ku“ Vermerk hinterlegt („künftig umwandelbar).

    Verlässt der DP-Inhaber den DP, wegen Pension, wird dieser dann umgewandelt in A10-12 und kann gem. PEK nicht mehr mit VAV`ler nachbesetzt werden.

    Durch Anhebung wird niemand seinen aktuellen DP verlieren!

  28. Was heißt Regelaufstieg? Prüfungsfrei aus dem mittleren Dienst in den Gehobenen, 5 Jahre PHMz, dann POK, 8 Jahre PHM, dann PK? oder so ähnlich, Fragen über Fragen.

  29. Grundsätzlich hört sich der Entwurf ja gut an, aber an den Bereich der „Leitstellen“ in den BPOLI hat offensichtlich mal wieder keine Seite gedacht.
    Oder sind diese wieder mal ein „leichtes“ Opfer gewesen.

    Es werden durch das BPOLP und die BPOLD immer mehr Meldeauflagen und Systeme an die Leitstellen/Einsatzzentralen/etc. gebunden und trotzdem ist nur zu hören: „Ja, die sind in der „großen Masse“ der KSB enthalten. Jeder IL kann dann selbst entscheiden wie wichtig ihm das Personal einer Leitstelle ist.“

    Mindestens eine Position als KSB zgl. Leitstellenbeamter, analog unserer Diensthundeführer, wäre ebenso kostenneutral gewesen wie die Masse des Entwurfs. Auch hier hätte man eine Teilung auf 50/50 mD und gD (9g/11) vornehmen können.
    Als Verantwortlicher für eine einheitliche Dienstverrichtung könnte dann einer der beiden Sachbearbeiter Einsatz der BPOLI fungieren. Ebenfalls mit einem solchen Zugleichvermerk.

    Schade auch, aber zwischenzeitlich ist man es ja bereits gewohnt, dass die „Leitstellen“ gerne für alles als Mülleimer genutzt werden, dass nach Dienst erfolgen muss („Die sind doch sowieso 24/7 im Dienst“). Wenn es dann aber um solche Überlegungen geht, erinnert sich keiner an die Deppen die sich das mittlerweile schon weit über 10 Jahre antun.

    Vielleicht könnte ihr ja noch in eine solche Richtung Einfluss nehmen oder zumindest mal Rückkoppeln ob hieran Gedanken „verschwendet“ wurden.

  30. @ Gerhardt

    Diese gedanken, wenn auch nicht in dieser Weite, haben mich auch schon beschlichen… Irgendwie habe ich dahingehend auch so ein komisches Bauchgefühl.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so ohne nebenwirkungen stattfinden könnte.

    Abwarten.

    Um welche 18 Reviere handelt es sich denn da?!!!

  31. Lieber Kollege Jürgen P. Rubeck,
    die Situation der Verwaltung in der Bundespolizei ist von viel grundsätzlicher Natur, als es zu nächst den Anschein hat.
    Aufgabenkatalog, Stellenstruktur und Beförderungssituation werden seitens der politischen Verantwortungsträger eher als Teil der allgemeinen Verwaltung wahrgenommen. Es fehlt die Einsicht in den wertvollen Beitrag als Unterstützungsleistung durch die Verwaltung. Es ist nur dem persönlichen Einsatz der Betroffenen geschuldet, dass ein Organisatiionsversagen ausgeblieben ist.
    Insbesondere in der Verwaltung ist die Personalstruktur auf dem Niveau des überwiegend bereitschaftspolizeilich-paramilitärisch ausgerichteten „Ait-BGS“ vor 1994 stehen geblieben. Dadurch entstehen ein Überangebot an einfachen und einfachsten Haushaltsstellen einerseits und ein eklatantes Defizit an höherwertigen Haushaltsstellen fiir qualifizierte Beschäftigungsverhältnisse andererseits. Diese unterwertige Personalausstattung ist mit keiner anderen Bundessicherheitsbehörde vergleichbar. Sie hindert die Bundespolizei an der Gewinnung und Entwicklung von qualifiziertem Personal in der technischen Sicherstellung, Logistik und Verwaltung und der Gewinnung von Fachkräften.
    Seitens des Parlament wurde bereits festegstellt:
    „Wesentliche Gründe für die Fremdverwendungen sind fehlende Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte für die Wahrnehmung administrativer und unterstützender Aufgaben sowie eine Aufgabenmehrung. Den Stäben der Bundespolizeidirektionen wurden nach der Neuorganisation weitere als die ursprünglich vorgesehenen Tätigkeiten
    gem. Soll- und Feinkonzept übertragen bzw. der Umfang der vorgesehenen Tätigkeiten wurde erhöht. Gleichzeitig stehen jedoch die für die Erfüllung administrativer/unterstützender Aufgaben vorgesehenen Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Um dies zumindest in Teilbereichen zu kompensieren, sind zahlreiche Fremdverwendungen von Polizeivollzugsbeamten in den Stäben erforderlich. Dies schwächt fast ausschließlich die operative Basis der nachgeordneten Bundespolizeiinspektionen Dies steht nicht im Einklang mit einem
    Kernziel der Neuorganisation, hier der Stärkung der operativen Basis.“
    Aufgrund der ungenügenden Anzahl qualifizierter Haushaltsstellen und einem Überangebot an niedrigbewerteten Haushaltstellen kommt es zu weit unterwertigen Beschäftigungsverhältnissen. Auf Kosten des Bundes ausgebildete Verwaltungsfachangestellte können so trotz ausgezeichneter Ausbildungsleistungen nicht in die Mindestentgeltgruppe E 5, sondern nur in die für Ungelernte (!) vorgesehene Entgeltgruppe 3 übernommen und ihnen auch nur solche unterwertigen Tätigkeiten übertragen werden.
    Die Folgen sind desaströs: zum einen besteht eine inakzeptable Zunahme der Befassung von Polizeivollzugsbeamten mit Verwaltungsarbeit, zum anderen ist eine eklatante Fluktuation von qualifizierten Tarifbeschäftigten in die Verwaltungen der zu den Ländern bzw. anderen Bundesressorts und insbesondere auch zu Kommunen (z.B. München) zu verzeichnen, wo eine qualifikationsgerechte Beschäftigung und Eingruppierung gewährleistet ist.
    Unter der Überschrift „Attraktivität für alle“ ist unsere Kritik immer Bestandteil der politischen Gespräche. Der Politik der „schwarzen Null“ steht bisher einer Verbesserung entgegen.
    Jörg Radek

  32. Lieber Kollege Radek,

    das trifft den Nagel auf den Kopf, besten Dank für die Rückmeldung. Die Verwaltung der Bundespolizei ist eben kein „Anhängsel“ oder ein Teil der allgemeinen Verwaltung des Bundes. Es ist allerdings eine unglaublich zähe und mühevolle Sache, die „Bundespolizeiverwaltung“ als eine Spezialverwaltung des Bundes zu etablieren.
    Weiterhin dabei viel Erfolg!

  33. Ich würde den neuen ODP Entwurf auch positiv bewerten. Es ist zukünftig betrachtet sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Kröten, welche damit auch verbunden sein werden, bleiben abzuwarten.

    Tee trinken und abwarten… :-)

    P.S.:
    Vielleicht wird den Kollegen mit begrenzter Ämterreichweite nun die Möglichkeit gegeben, auf ihre GL Stelle auch als A12 in Pension zu gehen. Ich hätte jedenfalls damit kein Problem….

    MfG

    Sindbad

  34. Endlich mal für die BePo!

  35. Danke Jörg Radek!

    Deine Aussagen machen doch eins ganz deutlich, dass Du die Vielschichtigkeit der Probleme der Kolleginnen und Kollegen kennst und Lösungen bei der Politik einforderst.

    Die Politik der „schwarzen Null“, darf nicht auf Kosten der unteren und mittleren Einkommensbezieher der Bundespolizei gehen. Wer sich selbst ein ordentliches Stück bei den Diäten draufschlägt, der sollte endlich auch Gesprächs- und Kompromissbereitschaft bei der Öffnung der Bundesobergrenzenverordnung und bei der Höhergruppierung von Kolleginnen und Kollegen in den Verwaltungen zeigen.

    Ansonsten stellt der „Entwurf eines neuen Organisations- und Dienstpostenplan“ eine Verbesserung der Bewertungsebenen in der breiten Maße dar. Natürlich MÜSSEN auch an dieser Stelle endlich mehr Mittel von den „Haushältern“ der CDU/CSU und SPD Koalition zur Verfügung gestellt werden.

    Wir stehen hinter Dir, lieber Jörg Radek und werden Dich jederzeit unterstützen!!!

  36. Es gibt viele Wege den Dienst in der Bundespolizei attraktiv zu machen. Berufszufriedenheit ist sicher mehr als die gerechte Beförderung. Eine klare Stellenstruktur im mD und gD gehört dazu. Wer mehr in seine Bildung investiert sollte auch die Früchte in Form
    Attraktiverer Dienstposten ernten können. Momentan sehe ich auch, dass das PEK hier gute Wege aufzeigt. Eine Punktlandung nach der Laufbahnausbildung in der gleichen Dienststelle verbleibend bis zum Karriereende hat bisher zu deutlichen Fehlentwicklungen geführt. Der Blick über den Tellerrand gehört im gD nun mal dazu.
    Attraktivität heisst auch, die ständigen nervenden Diskussionen und geheimnistuereien um Standortschliessungen oder Zusammenlegungen von Inspektionen zu beenden. Entweder ein klares Dementi oder einen klaren Weg aufzeigen. Die finanzielle Ausstattung erwähne ich hier nur am Rande. Seit Jahren vergeuden wir in jeder Führungsbesprechung Stunden damit, über Kilometerlimits zu diskutieren…..
    Warum müssen sich eigentlich die Kollegen in den Ostinspektionen für die Personalstärken rechtfertigen?! Wir haben den ODP nicht errechnet in 2007…..
    Warum redet man immer nur vom erleichterten Aufstieg in den gD?! Vor ein paar Jahren hat sich die BPOL Führung auf die Schulter geklopft für die Übenahme entsprechender Paragraphen in die Laufbahnverordnung…. Was ist passiert?! Prafisaufstiege gab es nur an der Akademie und im Präsidium und Fliegergruppe…. Gibt es nur dort leistungsstarke Beamte des gD und in den Inspektionen nicht?! POI) Start*
    Einerseits werden solche Kollegen jahrelang mit Funktionen des hD beauftragt, den letzten Schritt macht man dann aber nicht…. Nasenfaktor?‘
    Und bevor nun alle über solche „luxusprobleme“ herziehen….. Ich habe in der eigenen Familie eine Kollegin , seit 16 Jahren POM, Beurteilungen : 9 9 8…… Und wieder um zwei Listenplätze die Beförderung verfehlt…

  37. „Neuer“ ODP hin oder her…er nützt nichts, wenn die Schattenstrukturen weiter bestehen bleiben und noch weiter um sich greifen…

    Ich möchte wirklich mal wissen, (in Prozent oder als Zahl) wieviel Dienstposteninhaber ihren, laut ODP zugewiesenen DP, auch (noch) ausüben.

    In vielen Inspektionen sind doch vom GL bis zum IL viele DP kommissarisch besetzt.
    Die eigentlichen DP-Inhaber sitzen teilweise in den DIR oder im P um die dort Überforderten zu unterstützen und die Jungs die den Job, Jahre oder gar Jahrzehnte in der Heimat in Vertretung machen können die Stelle nicht bekommen.

    Werden die Stellen dann doch irgendwann bundesweit ausgeschrieben im Rahmen „der Rückkehr zur normalen Personalwirtschaft“ gehen viele der Jungs wieder leer aus, weil irgendein besser Beurteilter dann die Nase wieder vorn hat.
    Ich fürchte das dieses Problem, wie viele andere auch, nicht gelöst werden wird – auch nicht mit neu oder besser dotierten ODP Stellen.

  38. Won kann ich denn den ODP Entwurf einsehen?

  39. Hallo,

    warum schaltet ihr meine Kommentare 9 und 29 nicht frei?!

  40. @Gerhard Megdenberg; Ostler:
    Der ODP – Entwurf bildet die Bewertung ab. Die zahlenmäßige Verteilung der Dienstposten wird nicht abgebildet. Mit der Verfügung vom 30.Mai 2014 wurde die Revierliste freigeben. Dienstpostenverlagerungen zwischen den BPOLI´n stehen unter Genehmingungsvorbehalt des BPOLP. Folgende Punkte sind aus unserer Sicht wichtig und haben Eingang in die Verfügung des Bundespolizeipräsidiums gefunden:

    – Es ist zu beachten, dass die Übertragung eines Dienstpostens eine Festlegung des dienstlichen Wohnsitzes bis auf Revierebene nach § 15 Abs. 1 BBesG kraft Gesetz beinhaltet. Eine Dienstpostenverlagerung unterliegt der personalrätlichen Mitbestimmung.

    – Voraussetzung für eine Verlagerung ist ein dauerhafter dienstlicher Bedarf. Kurzfristige Schwerpunktversetzungen mit erhöhtem Personalbedarf fallen nicht darunter.

    – Von Dienstpostenverlagerungen aus dem Bereich der Grenze zu Polen und Tschechien hin zu z.B. Bahnpolizeidienststellen ist abzusehen.

    Damit wurde berücksichtigt, dass für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Revieren die Zuweisung als dienstlicher Wohnsitz erfolgt und damit verbunden u.a. auch der Ort des Beginns und Endes der täglichen Arbeitszeit oder der dienstliche Bereich für die Ermittlung der Aufwandsvergütung feststeht. Der Einsatz der Gewerkschaft der Polizei für die Beibehaltung der Zuweisung der dienstlichen Wohnsitze für die Beamtinnen und Beamten bei den Revieren hatte Erfolg.
    Jörg Radek

  41. @Quidam:
    Die Überlastung drückt sich am ehesten durch die Übertragung immer weiterer Zusatzaufgaben an die Bundespolizei in Fremdverwendungen ohne Personalunterlegungaus dem Bundeshaushalt aus
    Solche im Personalhaushalt nicht unterlegten Zusatzaufgaben und Fremdverwendungen sind:
    • die Zusatzaufgabe aus der Rückübertragung der grenzpolizeilichen Aufgaben im
    Küstenbereich des Lar.1des Bremen
    • die Zusatzaufgabe der (Rück-)Übernahme der grenzpolizeilichen Aufgaben an der
    deutsch – Österreichischen Grenze vom Freistaat Bayern
    • Fremdverwendung Unterstützung des BfV mit Observationskräften
    • Fremdverwendung Unterstützung des BAMF
    • Fremdverwendung Bewachung der Baustelle des BMI
    • die Zusatzaufgabe der Luftfrachtkontrolle
    SEITE 3 VON 17
    Bundesministerium
    des lnnern
    • Fremdverwendung Haussicherungs- und Ordnungsdienst an Deutschen Botschaften
    • Fremdverwendung zusätzlicher ad-hoc-Objektschutz und Personenschutz in Krisengebieten,
    Übernahme vom BKA
    • Planstellenabzug von 50 Polizeibeamtenstellen zur Finanzierung von Verwaltungstätigkeit
    beim BVA
    • Fremdverwendung Personalgestellung für Internationale Polizeimissionen
    • Fremdverwendungen Polizei Deutscher Bundestag und Dauerfremdverwendung
    Personenschutz/Sicherungsgruppe beim BKA
    • Fremdverwendung bilaterale Polizeiprojekte im Ausland (z.B. in Saudi Arabien)
    • Fremdverwendung von Polizeibeamten auf Verwaltungsstellen wegen Unterdeckung
    • die Zusatzaufgabe fur die Verwaltung der Elektronischen Kriminalaktenführung
    • die Zusatzaufgabe der Zentralen Bearbeitungsstellen für Fahrgelddelikte.

    Hinzukommen Zugleichfunktionen – die zum Teil gesetzlich vorgeschrieben- die wahrzunehmen sind und nicht in der Berechnung der Jahresarbeitzeit abgedeckt sind.
    Jörg Radek

  42. Hallo Jörg,

    vielen Dank für Deine Antwort. Könntest Du noch kurz zu meiner Frage (9.) eine kurze Antwort geben?

    Vielen Dank.

  43. radek 15. August 2014

    @Gerhard Megdenberg; Ostler:
    Der ODP – Entwurf bildet die Bewertung ab. Die zahlenmäßige Verteilung der Dienstposten wird nicht abgebildet.

    …danke für den Hinweis. Die Freigabe der Revierliste mit den bekannten Folgen und Einschränkungen (nicht unter…. Beamte) ist bekannt. Ein ODP, auch eine Neufassung, muss aber trotzdem selbstverständlich die Zahlen der Dienstposten für eine Inspektion festlegen. Dahin ging die Frage. Wenn davon in dem „Entwurf“ nicht die Rede sein sollte, ist die Bezeichnung „neuer ODP“ leicht missverständlich.

  44. Hallo Jörg,
    der Bereich der Ermittlungsdienste wird in der mittleren Führungsebene A11/12 nicht erwähnt. Sind dort keine entsprechenden Stellen vorgesehen? Bzw. was bedeutet dies für die jetzigen KB-Ermittlungsbeamtenstellen 10-12? Bleiben diesen bestehen?

  45. @ 41. radek 15.08.2014

    Lieber Jörg,
    als langjähriges und von der Arbeit der GdP zu 100% überzeugtes Mitglied möchte ich mir zu Deinem Beitrag eine Anmerkung zu der genannten „Fremdverwendung Haussicherungs- und Ordnungsdienst an Deutschen Botschaften“ machen.
    Diese Aufgabe gibt es bekanntlich schon seit 1974 bzw. 1976 in unserer Organisation, sie ist deswegen in der Aufzählung nicht ganz berechtigt. Sie mit all den neuen Zusatzaufgaben in einen Topf zu werfen, halte ich für unglücklich, denn erst die vielen anderen „Nebentätigkeiten“ der letzten Jahre in Zusammenhang mit der bekannten Situation im Verwaltungsbereich bereiten unserer Organisation zunehmend Schwierigkeiten bei der Erfüllung der originären Aufgaben.
    Dass gerade die Aufgabe des HOD (§9 Abs. 1 Nr. 2 BPolG) immer noch nicht im Personalhaushalt berücksichtigt ist, ist allerdings mehr als „nicht nachvollziehbar“.
    Ist es doch eine Aufgabe, die seit gut 40 Jahren wahrgenommen wird und die Attraktivität unserer Organisation (wo hat man schon auch nur annähernd so viele Möglichkeiten der dienstlichen Verwendung wie in der Bundespolizei?) erhöht.
    Die Verwendung als HOD an deutschen Auslandsvertretungen trifft mehr denn je den „Zeitgeist“ unserer Bundespolizei als inzwischen weltweit tätige Behörde in Bezug auf interkulturelle Kompetenz, Verbesserung/Erlangung von Sprachkenntnissen usw. usw.
    Alle HOD’s (und natürlich auch alle anderen Auslandsverwendungen) tragen weltweit u.a. auch zum „Bekannt- und Geschätztwerden“ der Bundespolizei in einem hohen Maß bei.
    Ich bin derzeit in meiner vierten Verwendung als HOD in Hanoi/Vietnam und unserer Bundespolizei dankbar, dass ich diese Aufgabe wahrnehmen darf!
    Gruß bei dieser Gelegenheit an alle Kollegen im Ausland (die sich wie ich hauptsächlich auf der GdP-Homepage über die aktuellen Entwicklungen in „unserem Laden“ informieren)!

    Rainer Stammberger
    z.Zt. Deutsche Botschaft Hanoi

  46. Kann jemand erklären, warum der GF und GL unterschiedliche Führungspositionen darstellen?

    Und fühle ich mich als einzigstes eigentlich völlig bekloppt, sich noch einmal 2 Jahre 2 Monate eine Aufstiegsausbildung anzutun, während andere das gleiche Ziel in einer erheblich kürzeren Zeit erreichen können. Dann fragt man sich doch, wozu man sich das Ganze noch antut, da die Anzeichen ja da sind, dass es alles unnütz sein wird… Gegenüber dem VAVler hat man ja schon den Nachteil, dass der gesamte Aufstieg erheblich länger dauert, mit mehr Stress verbunden ist und auch höhere Zulassungsbedingungen beinhaltet.

  47. @ Am Rande

    „Wird ein DP, besetzt durch einen VAV`ler (z.B. MKÜ-Zugführer) von A10-11 auf A10-12 angehoben, muss er diesen Posten nicht verlassen.
    Für diesen einen DP wird im ODP ein “ku” Vermerk hinterlegt (“künftig umwandelbar).
    Verlässt der DP-Inhaber den DP, wegen Pension, wird dieser dann umgewandelt in A10-12 und kann gem. PEK nicht mehr mit VAV`ler nachbesetzt werden.
    Durch Anhebung wird niemand seinen aktuellen DP verlieren!“

    Wenn dem so wäre, könnte ich immer noch auf meinem DGL-Dienstposten sein, den hat man aber im Rahmen der Reform 2008 einem „echten“ Gd-ler übertragen. Den DP des vDGL habe ich noch. Noch!

  48. (auch wenn das nicht gerne gehört wird:)
    Es macht Sinn, wenn solche Stellen durch volle laufbahnbefähigte PVB besetzt werden.
    Das VAV war ein Aufstieg zur Planstellensicherung. Der mD Dienstposteninhaber der unteren Führungsebene sollte die Chance haben, dass er seinen Dienstposten, der nun im gD liegt, behält (also seine Arbeit die er gut kann, die er jahrelang gemacht hat weitermachen kann). Das war auch gut und richtig so! Es wäre nicht gerecht und nicht richtig gewesen, dem PHM Gruppenleiter, der seit zig Jahren die se Arbeit gut macht, seinen Posten wegzunehmen, nur weil der jetzt im gD ist. Also machte der PHM GL einen vereinfachten Aufstieg und kann so GL bleiben. Sein Dienstposten, der früher mit 9-9mZ betitelt war ist jetzt 9(g)-11 und er kann dann auch auf seiner Funktion 11 werden. -Alles gut so-
    VAV ist ausgelaufen. Auch das ist die logische Folge, denn es müssten alle alten mD, deren Stelle angepasst wurde nun durch sein oder sie wollten nicht; dann ist das deren Pech.
    In dem Zuge wurden auch einige KSB auf gD angehoben und durch das VAV konnte der KSB seinen KSB-Posten anheben. Gut für ihn. Ist und bleibt aber KSB.
    Wollte der PHM GL früher DGL werden, dann musste er einen Aufstieg machen. Müsste er jetzt auch.

    Durch den Plan alle gD Einstiegtsposten auf 9-11 zu erweitern kann der KSB, der GL und der GFhr nun bis 11 kommen. Ist doch super. Die Stellen 11/12 sind nun mal Funktionen, die der vollen Laufbahnbefähigung angehören (werden). Einzelne 16A, VAV sitzen dort noch. Ok. Jedoch sollten bei Neubesetzungen prioritär durch volle laufbahnbefähigte PVB besetzt werden.

  49. Situation der POM:

    Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode, Drucksache 17/4639, Seite 22

    Zum Stichtag 31Januar 2011 gab es in der Bundespolizei 8136 Polizeiobermeister.
    Die Verteilung der Polizeiobermeister auf die einzelnen Direktionen sind in einer Anlage Seite 23 aufgeführt.

    Beispielwert: DirMuc: 888 POM 31.Januar 2011
    Istwert 2014 DirMuc: 689 POM

    So wurden in drei Jahren 199 POM zum PHM befördert.
    So ergeben sich im Jahr statistische: 66,33 Beförderungen in diesem Bereich.

    Im Jahr 2014 erfolgen in diesem Bereich 33 Beförderungen in der Dir Muc

    Fortschritt oder Verbesserung in der Problemlösung des POM Bauches?
    Ich kann keinen erkennen.

    Weiter ist in der o.a. Drucksache aufgeführt, dass durch das ATTP II vom Jahr 2004 bis einschließlich Ende 2010
    6112 Polizeiobermeister zum Polizeihauptmeister befördert wurden.
    Aufgrund von Planstellenhebungen in den gehobenen PVD zur Verbesserung der Planstellenstruktur der Bundespolizei sind jährlich 222 Planstellen der Wertigkeit A 9m der Besoldungsordnung weggefallen.

    Nach 31. Dienstjahren, Reformen, ständig wechselnder Erstbeurteiler, einem großen, auch, innerdienstlichen Erfahrungsschatz darf ich mich mal fragen wie ich in meiner restlichen Dienstzeit noch den PHM, geschweige denn das „Z“ erreichen kann.

    Da ich nun mal im POM Bereich bin, Planstellenobergrenzen, Beurteilungsquoten, Prozentangaben und Zahlen ausgesetzt bin kann ich mir meine Fragen nicht beantworten.

    In der Gewerkschaft bin ich seit Jahrzehnten organisiert, ist dieses Problem nicht lösbar?

  50. „Durch den Plan alle gD Einstiegtsposten auf 9-11 zu erweitern kann der KSB, der GL und der GFhr nun bis 11 kommen. Ist doch super. Die Stellen 11/12 sind nun mal Funktionen, die der vollen Laufbahnbefähigung angehören (werden). Einzelne 16A, VAV sitzen dort noch. Ok. Jedoch sollten bei Neubesetzungen prioritär durch volle laufbahnbefähigte PVB besetzt werden.“

    Dem wird auch so sein, wenn wir mal weg sind, BP. Ist ja Gott sei Dank nicht mehr so lange hin, für die jungen A 11- er, dass sie mit 45 dann A 13 sind, wie auch für die alten A 11-er, die dann in Pension dürfen.

  51. Wir wollen mit dem Stellenplan auch die Voraussetzungen für den Regelaufstieg aus dem mittleren Dienst schaffen. Hätte gerne bezüglich dieser Aussage eine Erläuterung, danke im Voraus.

  52. …..kann man Alles werden, wenn der sogenannte KASSENANSCHLAG die Beförderungen zuläßt …….!

    Wird dieser vom Finanzminister nicht mit dem notwendigen Geld ausgestattet bleiben die Beförderungen aus! Egal welchen DP man hat!
    Der Konjunktiv ist hier Fakt!

    Aktuelles Beispiel: Aus diesem Grund werden viele POM kein PHM – der PHM wird kein PHM+Z.

  53. @Loddel, Eintrag 50: Ich kann dieses Gejammer über junge A13er nicht mehr hören! Wenn jemand eine DG mit über 50 PVBs leitet, dann soll er dafür auch anständig bezahlt werden. Ich war jahrelang DGL im Schichtdienst und hätte mir ohne den Anreiz, irgendwann A13 zu erreichen, etwas anderes gesucht. Über 30-jährige Polizeiräte regt sich keiner auf – wohl aber über den 42-jährigen A13er, der 25 Dienstjahre im Schichtdienst geleistet hat…Ich verstehe Dich wirklich nicht! Schönen Tag

  54. zu Eintrag 53:

    Na ja, mit 42 Jahren 25 Dienstjahre im Schichtdienst. Der 42-jährige hat wohl mit 15 Jahren sein Abitur und die verkürtze Ausbuildung genossen. Bitte auf dem Teppich bleiben. Und dann auch keine Äpfel mit Birnen vergleichenn ( gD/hD)

  55. @Müller, Eintrag 53:

    Und jetzt? Bei uns führt der DGL ca. 25 Mann und wird jetzt A 13, die haben wir DGL A 11 (16a) zwischen 2001 und 2008 auch geführt und zuvor auch schon als PHM (Z), da hat sich rein gar nichts geändert, wo ist denn dafür die anständige Bezahlung geblieben, wir haben uns laut Aussage unseres Präsidenten auch nichts zu Schulden kommen lassen, aber man wurde trotzdem nach 7 Jahren anständiger Arbeit seines DP enthoben. Und ich habe jetzt nicht 25, sondern 42 Dienstjahre. Und nebenbei bemerkt: Fast alle unsere DGL sind auf irgendwelchen Fremdverwendungen eingesetzt, so dass die vDGL, ob VAV’ler, Regelaufsteiger oder Neueinsteiger diese Dienste verrichten.

  56. Beamter65 „Wir wollen mit dem Stellenplan auch die Voraussetzungen für den Regelaufstieg aus dem mittleren Dienst schaffen. Hätte gerne bezüglich dieser Aussage eine Erläuterung, danke im Voraus.“

    Wenn KSB-Stellen im gD von A9g bis A11 gehen und die GL-Stellen in A11/A12 nur von Leuten mit voller Laufbahnbefähigung besetzt werden dürfen, dann bedeutet dies, dass der VAVler etc. keine Führungsfunktion wahrnehmen wird.

    Bedeutet doch im Umkehrschluss, dann kann ich mir dieses VAV ganz sparen, denn die Absolventen von dem verkürzten Aufstieg werden KEIN PERSONAL FÜHREN, somit verändert sich auch die Tätigkeit nicht.

    Es wäre doch endlich die Möglichkeit statt einem kostspieligen VAV eine prüfungsfreie Überleitung zu schaffen und fertig. Das gesparte Geld könnte dann direkt in Beförderungen investiert werden und würde ALLEN zu GUTE kommen!

    Prüfungsfreier Aufstieg ist nichts NEUES! Einige Länderpolizeien machen das!

    Dies würde auch nicht bedeuten, dass wir gleich den mD abschaffen müssen!

    Wir müssen aber auch nicht Geld sinnlos verpulvern für Aufstiegsverfahren die keinen Nutzen haben!

    An dieser Stelle benötigen wir eine realistische, faire und offene Debatte, aber sicher keine NEIDDEBATTE!

  57. Ich hatte es ja bereits geschrieben. Die VAV’ler sind mit ihrer Ausbildung berechtigt, in Gruppenstärke zu führen. Also können sie auch Funktionen bis in die mittlere Führungsebene bekleiden! Und jetzt? Die GL und GL-V Stellen sind für die mittlere Führungsebene vorgesehen, nur versucht man sie jetzt geschickt nach A11/A12 aufzuwerten, damit der gemeine VAV’ler in der Zukunft solche Stellen nicht mehr besetzen kann. Warum geht man dann nicht hin, und lässt die KSB nicht prüfungsfrei bis A10 kommen. Die VAV’ler mit ihrem halbjährigen Aufstiegsverfahren entsprechend bis A11? Wäre sicher gerechter für alle Beteiligten, ansonsten hätten wir uns den dann unnötigen Stress im Alter auch nicht mehr antun brauchen!

  58. @54

    Mein Beispiel:

    Mit 17 angefangen im mD, Aufstieg, volle Laufbahn und mit 40 PHK (A12)!!!

  59. Hallo,
    …ich kann für mich persönlich keine Verbesserung der Situation im neuen ODP erkennen.

    Seit 2001 besitze ich einen GL DP und habe leider nur eine begrenzte Ämterreichweite bis A 11. Wenn der DP nun auf 11/12 gehoben wird, habe ich nichts davon. Ganz im Gegenteil… da ich noch 17 Dienstjahre vor mir habe und bei unseren Dienstherrn…. muss ich damit rechnen, dass ich eines Tages meinen GL Posten dann räumen darf ( für einen Kollegen mit voller Ämterreichweite ).

    Liebe GdP, schafft eine Möglichkeit, dass auch zukünftig die Kollegen mit verkürzter Ämtereichweite GL stellen erhalten können und und eröffnet die Möglichkeit den jetzigen Stellenhaber auf ihre GL Stellen…welche sie zum Teil seit Jahren bzw. Jahrzehnten wahrnehmen ( und sicher auch genau so gut wie Kollegen mit voller Ämterreichweite ) dann auch bis zur Besoldungsstufe A 12 zu kommen.

    Mit kollegialen Grüssen

    ein Gruppenleiter

  60. VAV war ein Aufstieg um auf seiner Planstelle, die nach der Reform im gD war, bleiben zu können. Es war kein Aufstieg damit der KSB zum GL wird oder der GF zum ZF. Wer ’nach oben‘ kommen will muss einen anderen Aufstieg wählen.

  61. @ Gruppenleiter:
    Ich glaube nicht, dass Dir irgend jemand Deinen Dienstposten als GL streitig machen kann. Und wenn dieser Dienstposten angehoben wird, dann ist das halt so. Ich glaube auch, dass Du nach A 12 befördert werden kannst, wenn Deine Beurteilung passt und der Kassenanschlag dies hergibt (Warum auch nicht?)

    @ BP
    Ich glaube, dass Äusserungen wie „Wer nach oben kommen will…“ wieder nur die Neiddebatten schüren.
    Ich bin der Meinung, dass die Kollegen, die den vereinfachten Aufstieg gemacht haben, ebenfalls eine ansehnliche Leistung erbracht haben.
    Man bedenke, eine Vorab-Auswahl durch den Dienststellenleiter, eine Eignungsfeststellung beim damaligen Amtsleiter, 6 Monate in einem AFZ inclusive Praktika, schriftliche Prüfungen mit Sperrklauseln, Schriftliche Hausarbeit mit Bewertung und abschließendes Feststellungsgespräch beim jeweiligen BPOLP waren auch nicht gerade von Pappe.
    Hat man im Bereich des ehemaligen GSP Süd ja beim ersten Lehrgang § 30 5-11 an der immens hohen Durchfallquote gesehen.
    Ich meine, wir sollten endlich miteinander, nicht gegeneinander arbeiten.

  62. @norbert
    Super Beitrag, Pflichte Dir in allen Teilen zu.

  63. @ Gruppenleiter / Beitrag 59:
    Ich hoffe, dass die begrenzte Ämterreichweite beibehalten wird. Du solltest vll eher überlegen, den Platz für einen mit voller Ämterreichweite freizugeben (zugegeben, die Aussage ist provokativ, aber dieses ewige „ich will immer mehr“ von VAV’lern und 16a’lern kann ich nicht mehr hören). Als VAV’ler und 16a ‚ler wusste man von Anfang an, dass man begrenzt ist (…). Gebt euch damit ab und zufrieden. Vor allem zufrieden, dass der Dienstherr euch die Möglichkeit gegeben habt, in einem so kurzen Verfahren bis A11 zu kommen.

    @BP / Beitrag 60:
    GENAU! So sieht es aus.

    @norbert /Beitrag 61:
    Streitig kann ihm keiner den Posten machen. Aber A12 wird er darauf nicht. Vielleicht muss man sich selber überlegen, den DP frei zu machen…
    In deinen Ausführungen kann ich nichts entdecken, wass nicht ein 2 bzw. 3-jähriger Kommissar hat nicht über sich ergehen lassen. Und das ganze intensiver, länger und anspruchsvoller als ein VAV’ler. Warum mit weniger Leistung mehr oder gleich viel werden? Jeder VAV’ler der mehr hätte wollen, hätte den richtigen Aufstieg gemacht. Das ist kein Neiddebatte, sondern einfach die Logik des Systems.
    Mit der Stellenanhebung KSB auf A11 können alle VAV’ler zufrieden sein. Jeder VAV’ler hat nun die Möglichkeit 11 zu werden. Aber schon gehen die Debatten los warum man nicht 12 werden kann…

  64. Ich möchte ja hier keine schlechte Stimmung gegen die deutlichen Verbesserungen im neuen ODP machen. Ganz im Gegenteil…viele Kollegen werden irgendwann auch einen Vorteil daraus ziehen.

    Das Verfahren mit einer verkürzten Ausbildung bis A11 ist ja schon über 20 Jahre alt und ich vertrete den Standpunkt, dass eine Erweiterung bis A12 aus heutiger Sicht auch vertretbar wäre..

    Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass sehr wohl der DH über eine „Zwangsräumung“ …ich meine es nannte sich personalwirtschaftliche Veränderungen im Bezug auf die jetzigen Planstelleninhaber mit eingeschränkter Ämterreichweite überlegt.

    Ich könnte ja auch sagen, dass es mir egal ist…aber das gewollte und gewünschte Leistungsprinzip des DH wird damit komplett ausgehebelt.

    MfG

    Gruppenleiter

  65. Es war eigentlich klar, dass ein VAVler nur bis A11 kommen kann für jeden der auf den Lehrgang gegangen ist. Für die meisten war zum Zeitpunkt auch „nur“ A10 realistisch aufgrund der vorhandenen Stellen (KSB = A9 / 10). Woher kommen jetzt die Forderungen auf A12!? Und Alter ist auch keine Leistung allein…. andere waren kurz unter den Grenzen oder noch jünger und mussten sich für den noch schwierigeren Weg entscheiden, also mal eben 2 Jahre / 2 Monate auf Reisen für das selbe Ziel inkl. EAV und ständigen Prüfungen zum Modul, wo man auch teilweise durchfallen kann. Komischerweise dann für eigentlich noch mehr Leistung mit dem selben Ziel (zwar volle Laufbahnbefähigung, aber „nur“ unterste als GF bzw. nach neuem Entwurf auch die mittlere Führungsebene als GL).

    Wer als GL auf den VAV gegangen ist, sollte auch nicht von seinem Dienstposten verdrängt werden können (gilt auch für alle anderen Dienstposten), aber er kann dann eben „nur“ A11 werden. Wenn der DP neu besetzt werden muss, dann sollte man auf Unbeschränkte zurückgreifen, da nach Entwurf der KSB auch A11 werden kann… also das maximale für den VAVler. Derjenige, der sich die zwei Jahre angetan hat kann dann auch davon profitieren für den Mehreinsatz und verlorene Zeiten im direkten Vergleich mit dem VAVler, zumindest vielleicht nach hinten raus..

  66. „VAV war ein Aufstieg um auf seiner Planstelle, die nach der Reform im gD war, bleiben zu können. Es war kein Aufstieg damit der KSB zum GL wird oder der GF zum ZF. Wer ‘nach oben’ kommen will muss einen anderen Aufstieg wählen.“

    Genau, BP, und ich bin auf meinem DP „Dienstgruppenleiter“ als VAV (16a) in den gD gekommen, also hätte ich nach Deiner Argumentation diesen Dienstposten auch bis zu meiner Pension bekleiden dürfen, dem war aber nicht so.

  67. „Warum mit weniger Leistung mehr oder gleich viel werden?“

    Wer sagt denn, dass ein Vollaufsteiger oder jemand mit Abitur bessere Leistung abliefert, als ein VAV’ler. In meinem Bekanntenkreis haben einige in letzter Zeit das Abitur gemacht, bei manchen frage ich mich, wie sie das geschafft haben, die haben nicht mehr Wissen, als ein Realschüler vor 40 Jahren. Und viele sind nicht mal mehr der deutschen Rechtschreibung mächtig.

  68. @loddel

    Genau so war es damals…alle mit verkürzter Ämterreichweite mußten ihre DGL Stelle räumen und meine Befürchtung ist halt, dass der DH das jetzt mit den GL Stellen beabsichtigt zu wiederholen. Ein erstes Anzeichen habe ich ja schon angedeutet.

    @ OnlineSpam und Neugierig

    Die „Forderung“…welche eigentlich keine Forderung darstellen soll… sondern nur ein Wunsch meinerseits, halte ich für berechtigt. Wenn der DH erkennt, dass die Tätigkeit A 12 Wert ist und ich Stelleninhaber seit über 10 Jahren bin, sollte er mir auch ein Möglichkeit einräumen, dies zu erreichen. Wenn ein Kollege dann die selbe Notenkombination zur Beförderung erreicht wie ein Kollege mit voller Ämterreichweite …wohlgemerkt als GL…wo ist das Problem ?

    Nur mal so am Rande….wie weit können eigentlich die Kollegen mit verkürzten Aufstieg im Flugdienst Bundespolizei kommen ?

    Mit freundlichen Grüssen

    Gruppenleiter

  69. Könnt Ihr bitte etwas die Emotionen aus der Diskussion nehmen!!!

    @ Jörg Radek:
    Wie Du siehst, gibt es einen erheblichen Wissensrückstand zum Zweck und Ziel des VAV.
    Kannst Du bitte mal die Gründe für das VAV und dessen Ziel geben?
    Was sollte das VAV bezwecken?
    Wer sollte davon nutzen haben?

    Die aufkommenden Forderungen, dass VAV’ler auch A12 werden sollen, hören sich für mich „komisch“ an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Zweck war.

  70. Die aufkommenden Forderungen, dass VAV’ler auch A12 werden sollen, hören sich für mich “komisch” an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Zweck war.
    Gewissen 27. August 2014

    …Nö, der eigentliche Sinn war das wohl nicht. Die Überlegungen, die dem „Vorgängermodell“ 16a zugrunde lagen, waren vielmehr die , verdienten Kollegen, für die ansonsten EDEKA angesagt gewesen wäre, ein weiteres Fortkommen im Beruf zu ermöglichen. Verbunden damit war auch die Schwierigkeit, überhaupt ausreichend Personal für den gD zu finden. Zumindest, wenn man den historischen Hintergrund der „Kienbaum-Studie“ mit berücksichtigt, die bereits vor mehr als 30 Jahren nachwies, dass Polizeiarbeit eigentlich grundsätzlich dem gD zuzurechnen sei.
    Momentan gibt die Rechtslage ein „erleichtertes“ Aufsteigen bis A12 im größeren Rahmen allerdings garnicht her, dem steht die BPOLLV in ihrer gegenwärtigen Fassung entgegen.
    Die Bundeslaufbahnverordnung hingegen als Rechtsgrundlage für die allgemeine Verwaltung des Bundes sah diese Möglichkeit bereits vor Jahrzehnten vor. („Verwendungsaufsteiger“ bis A12)
    Insofern kann man auch nicht ausschliessen, daß irgendwann eine solche Regelung kommt.
    Ich persönlich weiß allerdings auch nicht, was dagegen sprechen würde. Vorausgesetzt, die übrigen Aufstiegsmöglichkeiten, z.B. in den hD, würden ebenfalls aufgebohrt.

  71. Ich habe den Eindruck, dass manche Herrschaften des gD mit voller Ämterreichweite nicht müde werden, auf Kollegen einzudreschen, die mittels VAV oder 16a den gD erreicht haben. Anscheinend herrscht bei den „Kollegen mit Studium“ Angst, dass Ihnen ein VAV`ler oder ein 16a`ler bei Ihrer Beförderung im Wege steht oder noch schlimmer, dass so ein VAV`ler oder 16a`ler vor Ihnen zum A 12 befördert wird (Gott bewahre!).
    Ich muss mich nur sehr wundern, dass bislang kein einziger Kommentar eines Kollegen mit voller Ämterreichweite aufgetaucht ist, der sich darüber beschwert, dass z.B. die Stelle VDGL jetzt auf einmal A 12/13 sein soll.
    Da sitzt nun ein junger PHK A 11 mit voller Ämterreichweite auf der Stelle eines VDGL und wird jetzt plötzlich nach der Anhebung seiner Planstelle PHK A 12 und kann auch noch A 13 werden, ohne sich bewegen zu müssen.
    Wenn das seitens der Neider als richtig gesehen wird, dann gönnt doch auch den „alten Kriegern“ mit VAV oder 16a vielleicht noch eine Chance zum A 12. Die Burschen sind doch sowieso nicht mehr lange da, in 4 – 5 Jahren dürften doch alle VAV`ler oder 16a`ler, die jetzt einen GL-Posten haben, in Pension sein.
    Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt:
    Ich gönne allen, die mich kennen, zehnmal mehr, als sie mir gönnen!
    Vielleicht denkt ihr mal drüber nach.
    Gruß aus Bayern

  72. @ norbert /Beitrag 70:
    Also, ich kann dir leider nicht folgen. Dein Vergleich mit dem A11er auf der vDGL zum GL VAV der 12 werden will hinkt so, dass dieser nicht einmal auf die Beine kommt. Zumal ich es jedem gönne sein Endamt zu erreichen, bei begrenzter Ämterreichweite A11, bei voller A13. Wenn dann der 13er verlangt doch noch 14 zu werden, dann steig ich in die Diskussion gerne wieder mit ein.

    @ loddel / Beitrag 67:
    Jawohl, Grundsatzdiskussion über das deutsche Bildungssystem. Mit „Leistung“ in diesem Zusammenhang war die Art des Aufstieges gemeint. Ob „viele“ die deutsche Rechtschreibung nicht mehr beherschen, lasse ich mit einem großen Fragezeichen offen.

  73. Zum Kommentar 72:
    Da bin ich doch wieder mal froh, dass die Entscheidungen zum neuen ODP von Anderen getroffen werden. Wie es ausgehen würde, wenn bestimmte Herrschaften ein Mitspracherecht hätten, kann ich mir lebhaft vorstellen.

  74. @ Norbert
    „Die Burschen sind doch sowieso nicht mehr lange da, in 4 – 5 Jahren dürften doch alle VAV`ler oder 16a`ler, die jetzt einen GL-Posten haben, in Pension sein.“
    Ist leider nicht ganz richtig.

    Ich bin Beisitzer/Prüfer für VAV; die Masse der Kollegen ist um die 40 Jahre. Bis zur Pension sind es noch deutlich mehr als nur 5 Jahre! Wohl eher im Schnitt ca. 15 – 17 Jahre!

  75. Zum Kommentar 74:
    Ich glaube nicht, dass von den Kollegen, die den vereinfachten Aufstieg mit 40 Jahren gemacht haben, noch recht viele einen GL Posten gekriegt haben.
    Auf unserer Dienststelle ist es jedenfalls so, dass viele dieser GL Dienstposten mit Kollegen mit uneingeschränkter Ämterreichweite besetzt sind. Diese Kollegen sind dann auch jünger, meist so um die 40 Jahre alt.
    Die wenigen VAV`ler oder 16a`ler, die so einen GL Dienstposten innehaben, sind allesamt aus den Anfängen des VAV-Aufstiegsverfahrens aus den Jahren 2005 / 2006, bzw. noch aus dem vorangegangenen 16a Aufstieg.
    Da das Mindestalter für die Teilnahme am VAV-Aufstieg damals bei 45 Jahren lag, sind zumindest diese Kollegen heute auch über 55 Jahre alt (und älter) und somit in ein paar Jahren im Ruhestand.
    Dieses Jahr z.B. gehen auf unserer Dienststelle die ersten Gruppenleiter mit VAV-Aufstieg in Ruhestand, nachbesetzt werden diese Dienstposten dann mit Kollegen mit uneingeschränkter Ämterreichweite.

  76. Was nützt mir eine Stelle, auf der ich 3 mal befördert werden kann, wenn kaum eine Chance besteht überhaupt mal befördert zu werden??
    Wenn nur 10 % in einer Vergleichsgruppe in den quotierten Bereich kommen, um dann erstmalig eine Aussicht auf eine Beförderung zu erhalten, dann stimmt da etwas gewaltig nicht. Alle anderen Kollegen, die gute Arbeit leisten, dürfen jahrelang in die Röhre schauen, bis sie an der Reihe sind. Vorausgesetzt es kommen keine Aufsteiger dazwischen, die einzig und allein den Aufstieg aufgrund der sinnlosen Aufblähung des gD machen konnten und letztendlich den Aufsteig aufgrund mieserabler Aufstiegschancen im mD dann auch machten. Was ist da schon ein halbes Jahr VAV?? Es ist ein Geschenk.
    Die bessere Lösung für den gD UND den mD wäre gewesen, die Kollegen aus dem mD zeitnah zu befördern, um die A9 mit Z zu erhalten. Das ist finanziell in etwa wie der POK. Die Kollegen müssten nicht in den gD, wo sie mit Masse als POK in Pension gehen. Die jungen Einsteiger im gD würden nicht von frischen Aufstiegskommissaren überholt werden, da diese nunmal mehr Erfahrung haben und demnach leistungsstärker sind als die jungen Einsteiger. Diese wiederum kommen der Beförderung zum POK kaum näher.
    Es ist ein Teufelskreislauf und der Unweitsichtigkeit derer zu Verdanken, die sich für die Aufstockung des gD stark gemacht haben.

  77. Könnt Ihr bitte etwas die Emotionen aus der Diskussion nehmen!!!

    @ Jörg Radek:
    Wie Du siehst, gibt es einen erheblichen Wissensrückstand zum Zweck und Ziel des VAV.
    Kannst Du bitte mal die Gründe für das VAV und dessen Ziel geben?
    Was sollte das VAV bezwecken?
    Wer sollte davon nutzen haben?

    Die aufkommenden Forderungen, dass VAV’ler auch A12 werden sollen, hören sich für mich “komisch” an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Zweck war.