Bundesbeihilfeverordnung: Wichtige GdP-Forderung durchgesetzt!

Die Delegierten forderten auf dem im März 2014 in Potsdam stattfindenden Delegiertentag einstimmig, dass sich der Bezirksvorstand dafür einsetzt, dass für beihilfefähige Aufwendungen der Beihilfeberechtigten und deren berücksichtigungsfähigen Angehörigen deren Beiträge für eine private Krankenversicherung aufgrund von Rechtsvorschriften oder arbeitsvertraglichen Vereinbarungen bezuschusst werden, die jetzt bestehende Begrenzung von 41,00 €/mtl. entfällt und die Inanspruchnahme des in Rechtsvorschriften oder arbeitsvertraglichen Vereinbarungen gewährten Zuschusses in voller Höhe gewährleistet wird, ohne dass dieses eine Ermäßigung (Absenkung) des Bemessungssatzes der Beihilfe von 70% auf 50% für die Beihilfeberechtigten zur Folge hat.
Diese Forderung ist umgesetzt. Mit der 5. Verordnung zur Veränderung der Bundesbeihilfeverordnung wurde diese Kürzungsregelung nun ersatzlos gestrichen.
Damit ist eine wichtige Verbesserung im Beihilferecht durchgesetzt worden.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

5 Kommentare
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  1. Eine gute Nachricht.
    Aber z.B. Angehörige mußten auf alles, was über 40.99 € bei der Rente verzichten, um nicht hochgestuft zu werden.
    Kann man diesen Verzicht bei der Rentenversicherung beenden? Wie ist dies geregelt?
    Oder gilt diese Regelung nur für kommende Generationen?

  2. Hallo,
    hatte bisher mit der Beihilfe wenig zu tun. Kann mir jemand mal im Klartext erläutern, was die Bestimmung nun genau aussagt bzw. wie der Stand der Dinge nach der Änderung jetzt aussieht.

  3. Hallo, habe ich das richtig verstanden, dass wenn ich meine Familie privat oder freiwillig gesetzlich Krankenversichert habe, diese von der Beihilfe jetzt in voller Höhe bezuschusst wird?

  4. Hallo Kolleginnen und Kollegen,
    da es sich bei der ganzen Problematik um ein langjähriges Anliegen unserer Seniorengruppe handelt, will ich einmal die versuchen, es zu erklären.
    Wenn ein Ruheständler neben der Pension Rente bekommt oder ein behilfeberechtigtes Familienmitglied Rente bezieht und nicht pflichtversichert in einer gesetzlichen Krankenkasse ist, wird ihm/ihr auf Antrag ein Krankenkassenzuschuss der Rentenversicherung gewährt. Dieser Zuschuss kann nun in der zustehenden Höhe komplett angenommen werden.
    Das bisherige Problem war, dass wenn dieser Zuschuss 40,99 € überstieg, der Beihilfesatz von 70% auf 50% abgesenkt wurde. Somit mussten 20% zusätzlich durch die private Krankenversicherung abgedeckt werden, was oft wegen einer erneuten Gesundheitsprüfung schwierig wurde. Deshalb gab es die Möglichkeit, beim Antrag auf den Krankenkassenzuschuss, diesen auf 40,99 € festzuschreiben.
    Ob der Verzicht bei der Rentenversicherung jetzt rückgängig gemacht werden kann, ist noch nicht geklärt. Über ein Ergebnis werden wir berichten.

  5. Der Zuschuss resultiert aus dem Zuschuss der Krankenversicherung der Rentner.
    Derzeit werden für die Rente 15,5 % Krankenversicherungsbeitrag genommen. 8,2 % zahlt der Rentner und 7,3% zahlt die KV
    der Rentner dazu. Analog können beihilfeberechtigte Rentner diesen Zuschuss beantragen, wenn sie bei der PKV versichert sind.