GdP-Erfolg: Unterlassene Versorgung der AnwärterInnen wird in Kürze ein Ende haben!

Kaum zu glauben aber wahr: Obwohl die Bundespolizei engagierte Nachwuchskräfte bitter nötig hat, wurden die neuen Anwärterinnen und Anwärter fast einen ganzen Monat lang finanziell im Stich gelassen. Dem BVA lagen zwar frühzeitig alle erforderlichen Unterlagen für Abschlagszahlungen für den Monat September zur Verfügung, jedoch erhielt bis zum heutigen Tage nur ein Bruchteil der neuen AnwärterInnen ihre Abschlagszahlungen.

Neben der Frage, was für ein Bild die neuen KollegInnen dadurch von ihrem Arbeitgeber erhalten, kam es durch die Unterlassungshandlung des BVA auch zu teils unerträglichen Einzelfällen: So soll ein Kollege das AFZ von Neustrelitz nach Oerlenbach wechseln, für die Fahrt ist allerdings kein Geld vorhanden. Ein anderer noch minderjähriger Kollege war direkt aus dem Kinderheim in die Ausbildung zur Bundespolizei gewechselt und musste in den vergangenen Wochen durch seine Stubenkollegen mit dem Nötigsten mitversorgt werden. In einigen Fällen haben auch Fachlehrer und Lehrkräfte den Auszubildenden Geld geborgt.

Solche Auswirkungen sind aus unserer Sicht hochgradig unanständig. Nachdem sich der Vorsitzende des GdP-geführten Bezirkspersonalrates, Martin Schilff, mit der Ernsthaftigkeit der Lage an den Vizepräsidenten der Bundespolizei, Dr. Palm, gewandt hat, wurde umgehende Hilfe und Lösung des Problems zugesagt. Wir freuen uns über diese sofortige Einsatzbereitschaft und wünschen allen neuen KollegInnen, einen ansonsten problemfreien und guten Ausbildungsstart!
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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

10 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. ja es ist unanständig, es ist aber auch nur die Spitze des Esiberges. Die Nachzahlung der Besoldungserhöhung ist mit 35% versteuert worden. Da bleiben von den 2,4 % nicht mehr soviel über. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass wir in diesem Monat dafür gar keinen DuZ und keine Erschwerniszulage erhalten haben. Ich kann hier erst mal nur für meine Dienstgruppe sprechen. Aber ich habe mal spaßeshalber hoch gerechnet. Der Präsident schreibt, ihre Gehälter sind sicher, das nächste was passiert ist, dass sie eben nicht sicher sind. Wenn das allen so geht in diesem Monat, dann spart der Bund schätzungshalber 7,5 Millionen Euro. Es ist ja davon auszugehen, dass wir alle DwZ und DuZ nun einen Monat später bekommen. Damit hat man einen Posten nach hinten geschoben. Vielen Dank.

  2. Ein „HOCH“ auf den Zentralismus.

  3. Die neuen Anwärter erhalten scheinbar innerhalb nur eines Monats eine Schnelleinweisung in dem Zustand unserer Behörde.
    Normalerweise werden die Bezüge zwar pünktlich gezahlt, doch wäre dieses Beispiel auf viele andere Bereiche zu übertragen.
    Es ist einfach nur noch traurig.
    Ohne das vielfach persönliche Arrangement der Mitarbeiter, natürlich ohne Gegenleistung, wäre die BPOL schon lange untergegangen!

  4. Und jährlich grüßt das Murmeltiert…

    Diese Meldung kommt doch jedes Jahr. Und scheinbar ist es gewollt, dass die Anwärter nicht pünktlich ihre Bezüge erhalten. Es kann doch nicht so schwer sein, die Daten die schon vor der Einstellung angegeben werden müssen, ins System einzupflegen und die entsprechenden Überweisung zeitnah anzuweisen. Das gleiche ist es doch beim Thema Ernennung. Das geschieht sicher immer noch nicht am ersten Tag…

    @Perle: Hier ist wohl Deine Dienststelle schuld. Bei mir waren nebst Gehaltserhöhung sowohl DuZ als auch DwZ vollständig dabei.

  5. status quo!

    liebe anwärterInnen, willkommen in der bundespolizei…

  6. zu Perle:

    Hallo, zu deinem Beitrag möchte ich mich wie folgt äußern:

    Ist dir bewusst, liebe Mitarbeitern bzw. Mitarbeiter, welche Behauptungen du hier öffentlich, für jeden nachlesbar, aufstellst:
    Dass dein Arbeitgeber dir gegenüber unanständig ist.
    Mit solchen Äußerungen wäre ich persönlich zurückhaltender.
    1. Deine Nachzahlung wird versteuert, dass sollte dir als Staatsdiener bekannt sein, und zwar so als wäre es in dem jeweiligen Monat entstanden, ergo kein Nachteil.
    2. Der hohe Steueranteil von 35 % ist dein persönlicher Steuersatz, demnach verdienst du ganz gut.
    3. Wenn dein DUZ nicht in diesem Monat gezahlt wurde, wurde die Abrechnung nicht zeitgerecht beim BVA eingereicht, es ist auf jeden Fall keine bewusste Verzögerung um Geld zu sparen.
    4. der Bund spart keine 7,5 Mill. Euro, er zahlt dir höchstens deinen Betrag einen Monat später. Bei den derzeitigen Zinsen solltest du auch hier keinen nennenswerten Nachteil erfahren.
    5. Die in diesem Jahr verspätete Nachzahlung der Besoldungserhöhung hängt auch damit zusammen, dass die Erhöhung eben nicht nur für alle prozentual erfolgte, sondern eben auch ein Sockelbetrag von 90 Euro bestand. Ich denke, dass hat die Programmierer in der Gehaltsabteilung einige Sorgen bereitet.
    6. Dass die neuen PM-Anwärter erst verspätet ihr Geld erhalten ist bedauerlich, aber man sollte auch bedenken, dass einige neue Anwärter kurzfristig noch eine andere Ausbildung anstreben, in den ersten Tagen feststellen dass der neue Beruf doch nicht ihren Vorstellungen entspricht bzw. sie die erneute Gesundheitsprüfung nicht bestehen. Eine bereits erfolgte Zahlung ist nur sehr schwer wieder zurückzufordern.
    Ich denke, dass sollte nun reichen und hoffe auf Verständnis. Ich persönlich hatte bisher nur kompetenten Kontakt zum BVA. Hier ein Lob an die MA. Schönen Tag noch.

  7. Sicherlich etwas ärgerlich für die neuen Kollegen, wenn das Gehalt nicht rechtzeitig ausbezahlt wird!
    ABER liebe GdP! Dahinter steckt keine Absicht!
    1000 Datensätze müssen vom BVA auch erst einmal verarbeitet werden! Und bei zum Teil recht kurzfristigen Einstellungen z.B. aufgrund kurzfristig frei gewordenen Nachrückerplätzen, geht das nun mal nicht schneller!
    Dafür werden dann die künfitgen Gehälter rechtzeitig am Konto sein!

  8. TD vom 30.09.2014
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Meine Tochter hat am 03.09.2014 beim Finanzamt ihren Einstieg ins Berufsleben. Auch dort gab es Probleme bei der ersten Überweisung der Gehälter. Während eines „Info-Tages“ (ca. 2 Monate vor dem ersten Arbeitstag) hatte man auf die möglichen Zahlungsverzögerungen hingewiesen. Mittlerweile wurden Abschläge, jedoch in unterschiedlichen Höhen, gezahlt. Also immer den Ball flach halten. Beim Land ist auch nicht alles besser als beim Bund.

  9. @ anton….
    rechne doch mal deine abschläge nach der erhöhung aus…

    auch bei mir wurden 36% abgezogen und ich bin ja nun wirklich nicht ein schwerverdiener…POM

    zu 7,5 Millionen…….er spart das geld nicht..aber für jeden euro den er später zahlt..bekommt er zinsen….

    zu DuZ und DwZ…wird auch unregelmäßig bei mir gezahlt….zumindest DuZ..DwZ wurde seit Juni nicht mehr gezahlt bei uns…

  10. Fürsorgepflicht nicht erfüllt= Pflichtverletzung!
    Ich bin erschrocken mit welcher Selbstverständlichkeit Missverhältnisse unserer Behörde hingenommen und gerechtfertigt werden! Jeder von uns, der seinen Pflichten nicht nachkommt, wird zur Rechenschaft gezogen, muss Stellungnahmen schreiben und ggf. Verfahren mit GdP-Rechtsschutz abwehren!
    Wenn z.B. die PMA in Neustrelitz gem. § 10 … die ersten 6 Monate zur Teilnahme an der Gemeinschaftverpflegung verpflichtet sind, weiter verpflichtet sind diese gegen Bargeld im Vorfeld auszulegen und es nicht möglich ist wie früher über die Verwaltung mindestens einen Abschlag vorab in bar auszuzahlen, dann ist es eine Pflichtverletzung!
    Ich war 1996 erstmalig Zugführer und zuvor DGL an der Ostgrenze, wir geben für immer neue Irrwege viel Geld aus, nur nicht für das Wichtigste, die Menschen in der Bundespolizei!

    @ Anton: Ihr Argument vom 29.09 ist falsch, die PMA/innen sind dann fast einen Monat bei der BPOL und haben Anspruch auf das volle Gehalt, ein Abschlag von z.B. 800 Euro wäre keine Überzahlung, sowie eventuelle Schwierigkeiten bei Rückforderungen!

    Wir haben eine Ungleichbehandlung, einige Wenige haben bereits das 2. Gehalt bekommen, andere noch gar keins! Das ist für eine Polizeibehörde die sich für Recht und Ordnung einsetzen soll, mehr als beschämend!

    In vielen Bereichen ist die GdP und die von Ihr bestimmten Personalvertretungen der Motor und die Ideenschmiede für Verbesserungen und Gerechtigkeit.
    Die Behörde reagiert leider nur noch auf Kritik und Druck, statt dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

    Deswegen starteten wir die Initiative „Anspruch und Wirklichkeit“!

    Somit herzlichen Dank an die „Unerschrockenen des GPR AKA/BPR“ für das Engagement!