Aufruf zur Demo am 4. November um „fünf vor zwölf“ in Berlin!

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Wir wehren uns gegen das Kaputtsparen unserer Behörde!

4. November 2014, ab „fünf vor zwölf“ (11:55 Uhr)

Moabiter Brücke, 10557 Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Maß ist voll! Die Bundespolizei wird schleichend kaputt gespart, die Haushaltssituation ist desolat. Daran ändert auch die jüngste Aufhebung der Haushaltssperre für 2014 nichts.

Was wir alle tagtäglich in unseren Dienststellen erleben, spricht eine deutliche Sprache: Die Bundesregierung stellt die Sparpolitik über die Sicherheitsverantwortung.

Wir merken es an Material und Ausstattung: Ob marode Dienststellen oder fehlende Dienst- und Schutzkleidung…

Wir merken es an uns selbst und unseren KollegInnen: Ständige personelle Unterdeckung, steigende Belastungen und Fremdverwendungen, immer mehr Krankheitstage, kaum Wertschätzung…

Wir merken es an den Folgen für die Bürgerinnen und Bürger: Rückzug aus der Fläche, steigende Kriminalität in den Grenzräumen, Angst vor Gewalt und Terrorismus…

Eine Vielzahl an Schreiben und persönliche Gespräche mit Parlamentariern aller Parteien, mit dem Bundesinnenminister und zuletzt auch ein Schreiben an die Bundeskanzlerin haben zwar für Verständnis für unsere Situation, aber nicht für Veränderungen gesorgt.

Nun wird es Zeit, unseren Unmut auf die Straße zu bringen!

Deswegen treffen wir uns am 4. November um „fünf vor zwölf“ (11:55 Uhr) neben dem Bundesinnenministerium auf der Moabiter Brücke in Berlin und werden dort gegen die organisierte Unverantwortlichkeit des maroden Bundespolizeihaushalts demonstrieren. Unter dem Motto „Tatü Tata? Nix mehr da!“ wollen wir die Verantwortlichen in Politik und Ministerium sowie die Öffentlichkeit mit einem deutlichen Signal auf unsere Situation aufmerksam machen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, seid dabei und lasst uns gemeinsam Stärke und Geschlossenheit demonstrieren! Denn von der rigorosen Sparpolitik und den daraus resultierenden Personallücken und dramatischen Überlastung sind wir alle gleichermaßen betroffen: Egal, ob Vollzugs- oder Verwaltungsbeamter oder Tarifbeschäftigter! Dafür steht symbolisch die „Polizeikette“ auf unserem Plakat!

Bitte wendet Euch für genaue Informationen zum Ablauf und zur Organisation von Fahrgemeinschaften an Eure Kreisgruppen vor Ort.
pdf Artikel für den Aushang

In der Presse:

Die Welt

Focus online

Berliner Zeitung

Berliner Morgenpost

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Themenbereich: GdP Aktiv | Drucken

15 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Liebe GdP…

    wie oft wird es „fünf vor zwölf“ – „5 vor 12“ oder „11:55“?

    Solange nichts passiert, wird es 365 mal im Jahr fünf vor zwölf. Dann wird es 11:56 und alles ist wieder beim Alten! Was zählt ist nicht mehr die Uhrzeit, denn inzwischen sind wir schon bei 11:59:58, sondern Fakten, Fakten, Fakten!

  2. Das Kabinett gibt gerade Geld frei um die Bundeswehr „atraktiver“ zu machen. Unterm Strich Steuergeld fürs Ausland oder böse formuliert für nichts.

    Da fragt sich der Bürger, was ist mit meiner Sicherheit hier im Inland? Insbesonder im Hinblick auf Köln am letzten Wochenende, den erhöhten Einbruchszahlen, dem Migrationdruck und und und…

    Die Politiker zeigen Betroffenheit, es ist ihnen aber im Grunde egal. Bis der erste Anschlag in Deutschland verübt wird und sie sich profilieren können.

    Die innere Sicherheit wird zu gunsten der „schwarzen Null“ und dem daraus folgendem Denkmal für Schäuble zu kaputt gespart. Wie man hört, ist die Bundespolizei jetzt schon zahlungsunfähig…

  3. Ja, es ist 5 vor 12! Ja, es ist höchste Zeit, das wir laut werden und zwar in der Öffenlichkeit. Hier im Forum ist es sicher leicht zu meckern und besonders komfortabel, endlich Ergebnisse von unserer GdP zu fordern. Aber machen wir uns es nicht zu oft zu einfach? Das, was wir als GdP erreichen wollen, müssen wir gemeinsam erkämpfen. Und da genügt es auch nicht, dass nur Funktionsträger die Türen der Politiker eintreten, vielmehr müssen dahinter viele Betroffene zu erkennen sein! Und am 04.11. müssen wir genau das demonstrieren, müssen zeigen, dass wir Viele sind, denen es einfach reicht und die die Schnauze voll haben!
    Also lasst uns am kommenden Dienstag auf der Brücke treffen und dem Hohen Hause mal wieder richtig einheizen! Nur zusammen sind wir stark!
    Micha Arndt
    Bundesbereitschaftspolizei

  4. Liebe Kollegeninnen und Kollegen,
    ich bitte Euch, unsere Veranstaltung am 4. November zu unterstützen. Geredet haben wir schon viel in dieser Angelegenheit in den unterschiedlichen Veranstaltungen/ Foren. Es ist jetzt die Zeit gekommen um zu handeln, denn es betrifft uns alle in der Bundespolizei!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen ich freue mich mit Euch am 4.November “ auf der Brücke “ zu sein.
    Euer Charly Hofgesang

  5. Hallo.
    ich nehme Bezug auf den Beitrag von 222 29. Oktober 2014 und möchte folgendes ergänzen:

    Es ist angedacht die Soldaten finanzielle besser durch Erhöhung ihres Soldes und Zulagen zu stellen. Auch die Pensionen sollen aufgestockt werden. Na ja. BW Soldaten gehen mit Mitte 50 bereits in Pension! Warum ist das so? Aus dem Bekanntenkreis weiß ich, dass diese Kameraden dann erst richtig mit dem Arbeiten anfangen (schwarz natürlich). Warum müssen PVB, gerade Schichtdienstleistende, mittlerweile bis 62 Jahre Dienst tun, bevor sie pensioniert werden.
    Hier klafft m. E. eine große Gerechtigkeitslücke, die umgehend geschlossen werden muss.
    Ich fordere, dass KSB im Schichtdienst höchstens bis 60 Jahre im Dienst sind. Aufgrund der Planstellensituation sieht es ja eben so aus, dass diese Kollegen bis zum Schluss Wechselschichtdienst leisten müssen. Weiterhin muss sich die Gewerkschaft umgehend dafür stark machen, dass die Polizeizulage wieder ruhegehaltsfähig wird. Wir müssen schließlich für wenig Geld unser ganzes Berufsleben den Kopf hinhalten (akutell Köln).

  6. @Uferschwalbe – Soldaten haben ihren Arsch bei Auslandseinsätzen immer im Feuer, ich als ehemaliger Soldat möchte dann auch früher in Ruhe! Schwarzarbeit: Bitte bleibe bei der Sache, der Soldat kann nach dem Ausscheiden aus dem Dienst arbeiten! Bundespolizeibeamte, gerade aus dem hD machen es doch auch. Gönne ich jeden!

  7. @verdimensch
    „…Soldaten haben ihren Arsch bei Auslandseinsätzen immer im Feuer“.

    Ich habe größten Respekt vor den KSK Kameraden und den doch eher wenigen Soldaten die wirklich in Krisenregionen eingesetzt sind oder waren. Aber ich kenne eine Menge BW‘ ler, die in den Jahren ihrer Dienstzeit nichts anderes gesehen haben, außer ihrer eigenen Kaserne.

    PVB im Streifendienst haben bei jedem Dienstbeginn immer „ihren Arsch im Feuer“.
    Trotzdem können ich und viele andere sicherlich auch nicht, nachvollziehen, warum ein BW Soldat 10 Jahre früher in Pension gehen soll, wie ein PVB.

    Jetzt wo wir eine Berufsarmee haben und sich viele junge Leute diesen Verein nicht antun wollen, kommt die Ursula mit einem Attraktivitätsprogramm um die Ecke.
    Auch die BPOL bekommt lange nicht die jungen Leute akquiriert die mit Leib und Seele PVB werden wollen. Meistens hat es bei der Lapo nicht geklappt und sie haben nichts Besseres gefunden. Aber ob uns diese Menschen wirklich weiter helfen? Die meisten hauen doch nach dem Laufbahnlehrgang, wenn es nach Frankfurt/M. oder München gehen soll, in den Sack.

    Ich bleibe dabei: Wenn ein BW’ ler mit Mitte 50 in Pension geschickt wird, dann bitte auch der PVB der BPOL mit 60. Selbstverständlich mit ruhegehaltsfähiger Polizeizulage.

  8. @verdimensch – Polizisten halten auch jeden Tag ihren Arsch hin. Lies mal die Zeitung und schau Nachrichten. Warum also dürfen diese, dann nicht auch ehr in Pension? Jedenfalls die PVB die täglich auf der Straße stehen und im Schichtdienst arbeiten. Leider setzt sich unsere Gewerkschaft nicht dafür ein und dass ist sehr Schade.

  9. den soldaten im kampfeinsatz sei es gegönnt, keine frage; hier wird der „aktive“ einsatz entsprechend angerechnet…..mein vater war in der bw-etappe (auch w2 kriegsteilnehmer) und ist mit 55 in den ruhestand, so geht es aber auch soldaten die im leben die kaserne nicht verlassen haben. warum nicht bei kollegen/innen die im wechselschichtdienst jeden tag „ihren arsch“für uns alle im feuer haben; nebenbei noch geschlossenen einsätze fahren obwohl sie nach reformen dafür eigentlich zu alt sind; die älteren kollegen/innen aus der bereitschaftspolizei die jedes wochenende ihre einsätze fahren müssen; unter der woche die inspektionen unterstützen; und wie weit einsätze in berlin, hamburg, jüngst köln, heiligendamm usw. innerdeutsch vom krieg entfernt sind kann keiner beurteilen der nicht dabei war, ich habe entsprechende einsätze miterlebt und will nicht aufrechnen wie die soldaten/polizisten in den einsatzlagen erlebt haben, wenn ich in der jüngsten zeitung als schlagzeile lese „das unseren polizistinnen und polizisten respekt und anerkennung gebühren“ kräuseln sich mir die nackenhaare ob der fürsorgepflicht unseres dienstherren. das programm der bundeswehr von uvdl wird im kabinett durchgewinkt (abwarten was daraus wird), wird von unserer seite etwas durchgeboxt? 41 stunden woche, pom/pok bauch, personal, ausstattung, was hab ich alles vergessen…..wo fangen wir an wo hören wir auf? ich erahne das es ein mühsames picken ist um den fels auszuhöhlen; aber ich habe nunmehr 32 dienstjahre und beobachte das picken seit 16 jahren intensiver….ich kann keine wirkliche delle entdecken; und so oft wir auch nach berlin fahren und protestieren, masse zeigen und trillerpfeifen bearbeiten…die ministerien haben schalldichte fenster und der nächste erlass zum nachteil liegt unterschriftsreif in der mappe.
    ich bewundere immer noch diejenigen die sich mit enthusiasmus, euphorie und idealismus für die belange der kollegen/innen einsetzen; ich habe noch 8 jahre…..und ich setze einen schokoriegel das keine veränderungen mehr erlebe.
    passt auf euch auf
    jogger

  10. Es ist bereits 5 nach 12……

    Mfg.

  11. Hallo, irgendwie fehlt mein Beitrag. Ich hab doch wirklich nichts
    schlechtes geschrieben. Wird die GdP Zensur immer schlimmer?
    Solltet lieber mal was für die Mitglieder tun, als sie zu zensieren!!!

  12. @Wächter…

    habe ich das nicht bereits geschrieben?

    Hier wird die Ursache zur Wirkung und wenn sich „Die Ursache“ nicht in den nächsten 60 Sekunden besinnt… dann werden wir wohl dem „Europäischen Frühling“ erleben.

  13. Lieber BKE PVB, lieber Wächter,
    Liebe KollegInnen!
    Ich hoffe, ihr seid morgen dabei, um
    unseren Unmut deutlich zumachen?!
    Der Bundesinnenminister und die gesamte GroKo wollen auf Kosten der inneren Sicherheit die „Schwarze Null“ realisieren! Das lassen wir uns nicht ohne Widerspruch gefallen!
    Die innere Sicherheit geht dabei baden und das müssen wir der Bevölkerung deutlich machen!!!
    Wir sehen uns morgen auf der Moabiter Brücke in Berlin!
    Glück auf,
    Martin Schilff

  14. für eine erfolgreiche veranstaltung drücke ich allen kolleginnen und kollegen die daumen!
    an sonsten sehe ich es auch wie „jogger“ in beitrag 8: hab noch gute fünf jahre und leg‘ zwei schockoriegel dazu…

  15. Allen Kolleginnen und Kollegen die heute nach Berlin unterwegs sind; alles Gute und Dank !!!!

    Glück auf !