BILD berichtet: „Gewerkschafter warnt: Bundespolizei wird kaputtgespart!“

Berlin: Heute berichtet die Bildzeitung über die dramatischen Folgen der Einsparungen auf den Haushalt der Bundespolizei. Darin bestätigt das Bundesinnenministerium, dass man zugunsten der „schwarzen Null“ die Bemühungen um mehr Personal für die Bundespolizei eingestellt hat. Hier der Link: http://www.bild.de/politik/inland/bundespolizei/gewerkschafter-warnt-bundespolizei-wird-kaputtgespart-38306910.bild.html

 

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Themenbereich: Ausstattung & Ausrüstung | Drucken

22 Kommentare
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  1. BMI kennt eigene Zahlen nicht?
    Der von der Bild zitierte Sprecher des Bundesinnenmisisterium spricht von rund 41.000 Beschäftigten, unglaublich! Warum war denn der Mindestbedarf von 1.666 Dienstposten gefordert, weil wir seit langem unter Soll sind und zusätzlich weitere Aufgaben übernommen haben!
    Schade das sein Name nicht genannt wurde, hätte gerne ein Gesicht dazu!

  2. http://www.heute.at/news/oesterreich/art23655,1088226
    Und bei Uns?

  3. Ich wäre sehr gern nach Berlin zur Demo gekommen. Aber es gibt kein DA WEGEN AKUTEM PERSONALMANGEL IN UNSERER GESAMTEN DIENSTSTELLE !!!!!

  4. Moinsens!

    @ KSB aus dem Norden:

    GENAUUUUUUU!
    Die Schichten gehen von der Personalstärke eh schon auf dem Zahnfleisch. An DA ist nicht zu denken.

    Gruß

    AB

  5. Da muss also die BILD kommen um die Bundespolizei zu retten???

  6. Ok, keine neuen Dienstposten. – die schwarze Null – Na gut. Ich kann damit leben, dass die BPOL keine neuen Dienstposten bekommt. Den Haushalt zu sanieren ist ein lohnendes Ziel, dem ich mich unter ordne. Aber so ein paar kleine Anmerkungen dürfen mir angesichts der Kurden-Salaisten-Einsätze und jetzt auch Hooligans erlaubt sein. Ich möchte, wenn ich schon sparen muss, dass Steuerverschwendungen (in millionen Höhe) aufhören. Welche? Einfach mal Mario Barth deckt auf schauen oder, wer es seriöser mag, den Bericht Bund der Steuerzahler studieren. Weiter: Wenn schon keine neuen Dienstposten, dann doch bitte die vorhandenen auffüllen! Und mit denen die da sind vernünftig ‚haushalten‘. Der ODP muss zwingend den echten Bedürfnissen und Einflüssen angepasst werden. Die Personalverheizung in FFM, Präsidium, Direktionen muss zwingend überprüft werden und es muss eine Steuerung erfolgen, dass das vorhandene Personal sinnvoll eingesetzt wird. Es gibt Wege und Möglichkeiten! Und trotz schwarzer Null: ein Dienstausweis im Scheckkartenformat, welches programmiert werden kann (Türöffnung, Zeiterfassung) wäre nett und die Leitstellentechnik Digitalfunk würde auch notwendig sein.

  7. Es ist interessant, wir akzeptieren eher den gegenwaertigen Zustand, anstatt ihn durch Protest zu veraendern.

  8. Das geht doch in der untersten Ebene schon los. In unserer Inspektion sitzt im Innendienst das doppelte an Personal, als was es der ODP hergibt. Im ERMD sitzt das Anderthalbfache und im Streifendienst 75%. Der Sreifendienst soll aber alles machen. Grenze, Bahnhof, Fussball und nicht zu vergessen natürlich AO kreuz und quer durch die Republik.

  9. Es ist bereits 5 nach 12.
    Bei unserer Inspektion ist es bereits soweit, dass wir keine Streifen mehr fahren dürfen. Außerdem ganz aktuelle ist eine Versendung mit Briefmarken nur noch in einzelnen Fällen möglich. Und die Mieten für die Diensträume werden auch diese Jahr nicht mehr gezahlt. So was sollte man Öffentlich machen.

  10. Mr.X spricht es an. Aber zu einfach darf man es sich nicht machen, durch Controlling, Meldeverpflichtung, Evulation, etc ist es notwendig Personal in Führungsgruppen zu haben. Eine Einfachbesetzung ist oft auch tatsächlich (Urlaub, Krankheit, Arbeitsaufkommen) tatsächlich nicht möglich. Aber diesen Personenkreis nicht für Anordnungen zu bedenken oder ungeprüft ein ständiges Wachsen des Personenkreis zu zu lassen ist genauso falsch wie das gänzliche Infragestellen. Jedoch muss der ODP angepasst werden und der Dienststellenleiter muss auch (unbequeme) Entscheidungen treffen und den Personenkreis begrenzen. ErmD ist auch nicht in jeder BPOLI gleich ausgelastet (von Fällen), nach ODP aber gleich. Ist schon logisch, dass er ErmD einer Wald und Wieseninspektion genauso viel Personal braucht wie im Brennpunkt [/ironie]. Auch das Fünf-Dienstgruppen-Prinzip kann auf den Prüfstand. Es gibt also einige Ansätze mehr Ressourcen auf die Straße zu bringen. (Auch unbequem:) Mister X sprach sie an die Krankenstände.. die Dienstellenleiter sind gefragt Langzeitkranke auf ihre Dienstfähigkeit prüfen zu lassen; man muss neben persönlichen Schicksalen auch an die Behörde denken.

  11. selbstverständlich braucht man Personal in den Führungsgruppen! Und selbstverständlich ist dies im ODP zu knapp bemessen.
    Ob man nun Controlling im derzeitigen Umfang, Evaluationen und sämtliche Meldeverpflichtungen braucht, lasse ich lieber mal dahingestellt… Ist aber auch wurscht: Es geht jedenfalls nicht, einige Bereiche auf bis zu 500 % des vorgesehenen Personals aufzublasen, während der operative Bereich mit Schichtstärken von 25-30% läuft. (bei uns nicht unbedingt eine Seltenheit) Man sollte halt einfach mal Prioritäten setzen. Und wo die angesichts des gesetzlichen Auftrages liegen, darüber sollte eigentlich kein Zweifel bestehen.
    Das Problem ist halt, dass man auch das Personal der Führungsgruppen im Bestreben, die „1000 Leute mehr auf der Strasse“ zumindest mal rechnerisch zu erreichen, gnadenlos zu knapp berechnet hat. Hätte man das nicht, hätte es rein rechnerisch auch keinen Grund für die „Reform III“ gegeben….
    Oder aber man müsste die Selbstverwaltungsmaschinerie dem dafür verfügbaren Personal anpassen. – Unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich die beste Lösung ohne großartige Qualitätsverluste für die Aufgabenwahrnehmung.
    Welchen Schuh wir uns allerdings überhaupt nicht anziehen sollten, ist die „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott – Variante“!
    Mit internem Umverteilen im operativen Bereich ist ebenso wenig noch etwas zu reissen, wie damit, doch einfach die PDU – Keule herauszuholen! (Ich hoffe aufrichtig für deren Befürworter, dass sie, wenn sie vielleicht selber mal alt, krank oder einfach nur nicht mehr ganz so fit sind, nicht an Entscheider mit solchen Ansichten geraten…)
    Das einzige, was wir mit solchen Forderungen erreichen, ist, dass die Schraube noch einige Windungen fester angezogen wird. …. Eine alte Schlosserweisheit besagt allerdings, dass nach „fest“ „lose“ kommt!

  12. Unsere Hu geht auf dem Zahnfleisch und jetzt geht es erst richtig los……wartet mal ab wie schnell sich die Poltikerhälse wenden wenn bei der nächste HoGeSa Demo 10000 aufmarschieren oder das ganze zeitgleich und bundesweit in mehreren Städten passiert. Ich pfleg mich gesund ersteinmal……spart ruhig weiter

  13. Ein Kind, dass in den Brunnen gefallen ist, kann man nicht mehr reinfallen lassen.
    Sondern nur ertrinken lassen oder retten.

    Bin gespannt was uns passiert !?!

    Fazit:
    1. Geld < kommt pünktlich und regelmäßig
    2. Beurteilung < keine Chance auf Besserung
    3. Beförderung < siehe 2.
    4. Ausstattung < siehe 2.
    5. Belastung < siehe 2.
    6. Motivation < siehe 2.

  14. @ Geld kommt.

    Dein Beitrag beschreibt kurz aber anschaulich, was der Großteil unserer Kollegen 1 zu 1 unterschreiben würden. Leider ist das so. Wir waren mal eine Behörde, auf die ich Stolz war.

  15. @Geld kommt

    1. Ja
    2. Passt
    3. Nicht morgen, aber nicht aussichtslos
    4. Denke ich 20 Jahre zurück und betrachte das Heute, gucke ich rechts und links zu einigen Lapos = Jammern auf hohem Niveau
    5. Nö, Belastet bin ich nicht. Auslastung ist auch ein Unterschied von gefühlt und tatsächlich. Alles halb so wild, mal den ehrlichen Blick in den Kalender und freie Tage, Einsätze und Wochenenden gezählt?
    6. Intrinsisch oder Extrinsisch?

  16. Heute steht auch wieder ein Bericht über die Situation bei der Bundespolizei in der BILD am Sonntag!
    Darin wird unter anderem von einer viel leichteren Körperschutzausstattung geschrieben.
    Welche Landespolizei in Deutschland verwendet denn diese viel leichteren KSA?
    Oder gibt es sie nur im Ausland? Wo gibt es eine Beschreibung dieser KSA?
    Wenn diese KSA den gleichen Schutz bieten und so viel leichter sind, warum werden diese nicht
    beschafft? Ich hoffe auf eine Antwort!

  17. Nebenbei @GDP, falls es eine neue KSA gäbe, wie wäre es mal mit dem Daumen auf der Verteilung? Vorschlag: diesmal nicht nur BFEn oder wild durcheinander an alle Dienststellen, sondern die neue KSA zunächst an die Kräfte der BP, dann an die MKÜn, dann an des Einzeldienst. Wenn keine 40.000 KSA-neu beschafft werden, dann könnten die KSA-alt (nach Reinigung) an den Einzeldienst gehen, dort sind die Tragezeiten durchaus seltener, kürzer und begrenzter. Nebenbei brauchen die Azubis im ersten und zweiten Jahr nicht die neusten (blauen) KSA, während echte Einsatzkräfte mit teilweise zerschlissenen alten grünen KSA rumrennen. Mein Vorschlag dazu: nicht nur nach oben fordern, sondern auch das aktuelle IST beachten und dort auf Sinnhaftigkeit achten. Eine Umverteilung kostet kein (kaum) Geld und wäre ein echter Erfolg für die GDP!!

  18. Keine Antwort ist auch eine Antwort!
    Es wird sogar schon bei den Antworten gespart!
    Auch bei der GdP!

  19. @Gerhard

    Was soll man denn in den Meldeverpflichtungen melden? „Fehlanzeige“ geht doch ganz schnell, wenn keine Streifen draußen sind, kann man auch nichts melden. Und, die meisten Meldungen werden doch sowieso schon von der Leitstelle abgesetzt, weil die Meldetermine nachts um 1 oder 2 sind.

    Und Controlling? Sollte normal ja Steuerung sein, aber viele verwechseln das tatsächlich mit Kontrolle, denn von den Controllern wird kontrolliert. Oder wie kann es sein, dass eine Anzeige von Controllern 5 mal kontrolliert wird, ob der Punkt an der richtigen Stelle gesetzt worden ist, nachdem der DGL schon drüber geschaut hatte. Früher hatte das bei einer Anzeige vollkommen gereicht, wenn der DGL das für gut geheißen hatte, bevor sie zur StA ging. Heute kann es sein, dass die Anzeige drei Tage später wieder beim SB liegt, weil dieser eventuell in der PKS eine Zahl falsch eingetragen hatte.

  20. @loddel
    …genau! – und genau da beginnt sich die Katze eben in den Schwanz zu beissen: Wir sind eigentlich geradee nicht dazu da, uns zu führen, zu evaluieren, zu kontrollieren, zu controllen oder weiss der Teufel was sonst noch!
    Wir haben einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen! Und der kann auch so manchen „Einsatzbefehl“ mit etwas gesundem Menschenverstand völlig überflüssig machen. Die gesamten Mehrfachüberprüfungen sowieso, deren einziger Sinn darin besteht, irgendwelche Statistiken zu füllen , um eben wieder zu führen, controllen, steuern etc.etc. (wobei die Frage gestattet sein muss, was ich in einer durchschnittlichen Inspektion bei den derzeitigen Schichtstärken überhaupt noch steuern will?)
    Manchmal frage ich mich schon (Achtung: Opa erzählt wieder aus dem Krieg…), wie wir eigentlich damals in einem GSE zurechtgekommen sind, in dem selbst die Dienststellenleiter im mD angesiedelt waren…..?
    Jedenfalls um einiges besser als heute, behaupte ich einfach mal……..

  21. Tatsächlich könnte man Unmengen an Ressourcen schaffen, wenn man administrativen Müll reduziert. Dazu bedarf es jedoch echten Umdenkens; und auch mit weniger administrativen Müll kann die Effizienz und Effektivität gesteigert werden!

    @GDP wieder ein Einsatz für euch, der im Ergebnis sogar Kosten sparen wird und Polizisten auf die Straße bringt.

  22. Hallo Robocop,
    die GdP ist zwar in der Regel sehr schnell, manches braucht auch mal etwas Zeit. Zur Antwort auf Deine Frage. Es gibt in Deutschland zurzeit noch keine leichtere und anpassungsfähigere KSA. Auch im Ausland ist uns nichts bekannt, aber nicht auszuschließen. Diese verfügen dann aber sicherlich nicht über die erforderlichen Schutzklassen. Leichte, aber auch teuere Materialien z.B. Carbon sind bekannt. Deshalb ist die Forderung der GdP nach einer raschen Neu- bzw. Weiterentwicklung einer neuen KSA so wichtig und bedarf eigentlich keinen weiteren Aufschub. Wir alle wissen, dass es von der Entwicklung, Erprobung bis zur Beschaffung ein langer Weg ist. Über die Wichtigkeit einer guten und modernen Ausstattung für die Polizei muss ich Dir sicherlich nichts erzählen.

    Wolfgang Gieck
    für die Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei