GdP-Gespräche erfolgreich: Aufstiegsmöglichkeiten bei der Bundespolizei werden erheblich verbessert

Dr. Karsten Schneider, Horst Müller, Dr. Helmut Teichmann, Simone Kumor, Sven Hüber (v.l.n.r.) verhandelten für die GdP-Mitglieder den neuen Aufstieg

Dr. Karsten Schneider, Horst Müller, Dr. Helmut Teichmann, Simone Kumor, Sven Hüber (v.l.n.r.) verhandelten für die GdP-Mitglieder den neuen Aufstieg

Am 31.07.2014 berichteten wir über die Verhandlungen der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei mit dem Bundesministerium des Innern zu der Verordnung zur Änderung der Bundespolizei-Laufbahnverordnung und den damit verbundenen erheblichen Verbesserungen der Aufstiegschancen insbesondere für Polizeiobermeisterinnen und -obermeistern bei der Bundespolizei.

Hier der Artikel vom 31.7.2014

Am 17.09.2014 hat nun das Bundeskabinett der Verordnungsänderung zugestimmt, die dadurch am 01.01.2015 in Kraft tritt.

Durch die Änderung des § 16 der BPOLLV können demnach Polizeivollzugsbeamte zu einem verkürzten Aufstieg in den gehobenen Dienst der BPOL zugelassen werden, wenn ein dienstliches Bedürfnis besteht, sie noch nicht 57 Jahre alt sind, sich im Amt der POMin oder des POM´s drei Jahre bewährt haben, in den letzten beiden Beurteilungen überdurchschnittlich bewertet worden sind und erfolgreich an einem Auswahlverfahren teilgenommen haben. Die verfassungswidrige Altersgrenze von 45 Jahren und die Zulassungsvoraussetzung PolizeihauptmeisterIn sind weggefallen. Die schnellstmögliche Vorlage der Richtlinien des EAV bzw. VAV und das Curriculum für den verkürzten Aufstieg wurde erneut eingefordert. Gegen die von der GdP angeregte Möglichkeit zur Absolvierung des Aufstiegs beim BKA bestehen seitens des BMI keine Bedenken. Diese soll  nun in Gesprächen mit dem BPOLP realisiert werden.

Durch diese Novelierung der Laufbahnverordnung ist ein wichtiger Meilenstein in dem von der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei geforderten Attraktivitätsprogramm erreicht!

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

41 Kommentare
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  1. Das sind doch mal tolle Nachrichten und ein Lichtblick für uns langediente Polizeiobermeister.
    Fraglich ist jedoch, wie die dienstliche Erforderniss definiert wird und vorallem wer diese festsetzt ( auf Inspektionsebene oder auf Ebene der Direktionen ). Auch ist es in dem Zusammenhang wichtig zu betrachten, dass bereits jetzt schon PHM mit einem erfolgreich bestandenen VAV nicht zugelassen werden, da entsprechende Quoten voll sind mit dem Fazit, in wie fern PHM und POM um rar gesäte Plätze konkurieren.
    Ebenso interessant wäre es zu wissen, ob die Beurteilungsnote -7- im Vergleich zum Eckmann schon im Sinne des Beamten als überdurchschnitlich gewertet wird.
    Nur wenn diese Fragen geklär sind, werden mit dem hier festegelegten Instrumentarium des begrenzten Aufstieg für POM auch real sich POM in den entsprechenden AFZ wiederfinden.

    In diesem Sinne
    Michael Prinz

  2. ist wohl een Witz?

    Dienstliche Notwendingkeit!! Bei welchem KSB besteht diese denn? Überdurchschnittliche Beurteilung!! Heißt doch 9/8 oder?
    Für mich sind diese Voraussetzungen dafür eingeführt um den POM`in und POM den Aufstieg wieder nicht leicht zugänglich zu machen.

    Nächste Frage….bleib ich dann auf meinem Dienstposten auf meiner Dienststelle? Oder muß ich dann weiterziehen nach Frankfurt/M oder Rosenheim?

  3. Zitat:
    „Durch die Änderung des § 16 der BPOLLV können demnach Polizeivollzugsbeamte zu einem verkürzten Aufstieg in den gehobenen Dienst der BPOL zugelassen werden, wenn ein dienstliches Bedürfnis besteht, sie noch nicht 57 Jahre alt sind, sich im Amt der POMin oder des POM´s drei Jahre bewährt haben, in den letzten beiden Beurteilungen überdurchschnittlich bewertet worden sind und erfolgreich an einem Auswahlverfahren teilgenommen haben. “

    Ist der POM Bedingung oder zählt diese Regelung auch für PHM?

  4. Klingt ja für uns ältere POM nicht schlecht. Aber was bedeutet „dienstliches Bedürfnis“ und wer legt es fest ?. Unterliege ich da nicht der Willkür meines DGL’s bzw. der des IL’s ?

  5. Das bedeutet dass alle die nicht überdurchschnittlich beurteilt wurden, einen BACHALOR machen müssen. Macht Sinn

  6. Hört sich erstmal gut an, obwohl ich es besser gefunden hätte, wenn der Aufstieg auf 2 Monate gekürzt wird und begrenzt auf A10. Hauptsächlich möchte der mD Beamte doch nur sein Z erhalten.
    und was ist mit den Teilzeitkräften für die es unmöglich ist mal wahrend der Woche irgendwo im AFZ zu sein, warum ist es nicht möglich den Aufstieg verkürzt bei der eigenen Inspektion bzw Direktion zu absolvieren. Oder einfach per e learning oder anderen Behörden (LaPo).

    Schönen Tag wünscht der 33 Stundenteilzeitmann der einfach nach 22Dienstjahren gern A9 werden will und damit auch zufrieden wäre.

  7. Macht in meinen Augen für den POM Sinn, denn nach bestandenen Lehrgang ist sie oder er direkt PK und somit eine Gehaltsstufe höher.

    Ich kenne jedoch PHM, die über das VAV zum PK kamen (somit nicht mit bestandenen Lehrgang gleich eine Gehaltsstufe höher) und nun schon seit 6 Jahren auf eine Beförderung zum POK warten. In meiner Inspektion warten die längsten jetzt immerhin auch schon fast fünf Jahre auf die Beförderung. Und schaut man sich die längst erreichten Stellenobergrenzen bei den POK an und das es Direktionen gibt (bis auf FRA), wo man mittlerweile auch 9 Punkte in der Beurteilung braucht, um den POK zu bekommen, dann weiß man auch, wie lange die oder der eine noch warten muss, damit sich dieser Aufstieg gelohnt hat. Es soll ja sogar Direktionen geben, wo die 9 Punkte nur an voll laufbahnbefähigte Kollegen vergeben wird, damit diese auch die begehrten GL Stellen bekommen können… Somit könnte man die langen Wartezeiten bei den VAV-Kollegen dann auch erklären.

    Ich wünsche aber jedem POM, dass er von dem Aufstieg profitieren kann, damit er zumindest so noch einmal befördert oder besser gesagt ernannt wird. Denn die Voraussetzungen um PHM zu werden sind ja auch nicht einfach. Und da nur 10% einer Dienststelle die 9 Punkte bekommen können, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis der POM-Bauch einigermaßen abgebaut und die Berufszufriedenheit in diesem Bereich einigermaßen wieder hergestellt ist.

    Ob die Änderung der Laufbahnverordnung dies schafft, bezweifel ich aber, denn dann gibt es einen noch größeren PK Bauch, wo sich dann auch die Elite aus der Akademie drin befindet. Und das wird für noch mehr Unmut sorgen, wie der jetzige POM Bauch. Warten wir es mal ab….

  8. Generell finde ich diese Entscheidung gut, allerdings, wie hier in viele Meinungen schon angeklungen, stehen ja noch ein paar Fragen im Raum, wie z.B. was bedeutet dienstliches Bedürfnis, überdurchschnittliche Beurteilung und wer entscheidet im Endeffekt darüber ob ich zu dem VAV zugelassen werde.
    Eine sehr wichtige Frage ist aber, bleibe ich auf meiner Stelle oder muss ich mich bewegen, wenn ich mich dafür entscheide und hat dann ein DGL oder IL noch das recht darüber zu entscheiden, ob ich für diese Stelle qualifiziert bin.
    Ich weiss, dass bei unserer Direktion nur noch sehr wenige Stellen da sind, die Aufschichtungsfähig sind (unter 20 Stellen) und in anderen Direktionen sogar schon alle Stellen besetzt sind (und es sind ja Momentan noch einige auf dem verkürzten Aufstieg)!
    Wie soll das ganze also funktionieren, wird der gD im gleichen Zuge auf 50% erhöht, ansonsten geht es ja nur über Ruhestandsdaten!
    Es wäre schön, wenn man dazu noch ein paar Ausführungen machen kann.

  9. Eine echte Wertschätzung für den mD wäre es mit dem VAV aufzuhören. VAV war notwendig um die Stelleninhaber auf ihrem Dienstposten zu belassen; da deren Dienstposten ja vom mD in den gD „aufgestiegen“ war, musste natürlich der PVB auch mit aufsteigen.

    Alle (KSB) im gd stellen mittlerweile einen Führungsanspruch, wollen DGL(V)) werden.

    Es reicht. Wir brauchen echte KSB. Wir brauchen Beamte auf der Straße.

    Wer aufsteigen will, der soll den Ausbildungs- bzw Praxisaufstieg (volle Ämterreichweite) machen und gut ist. Wir wissen jetzt schon, dass nicht alle ins Endamt kommen. Ist halt so. Es wird ja auch nicht jeder im hD Präsident. Es wird im gD nicht EPHK und es wird im md nicht jeder PHM(z).

    Das VAV war notwendig. Jetzt brauchen wir es nicht (mehr). Es gab einen bestimmten Personenkreis, für die es zwingend erforderlich war. Und es jetzt abzuschaffen ist nicht ungerecht!

  10. Dienstliche Notwendigkeit ist die Keule des Dienstherren !

    Leider wird dieser erfolgreiche Klagegang nach hinten los gehen!

    Und das Hauptwort „Quoten“ kennen wir doch aus anderen Bereichen – oder :-)

  11. Mogelpackung, mehr nicht!!!! Bin selber PHM mit bestandenen VaV. und mehrfach Neun Bin mehrmals hinten runtergefallen und nicht zum Lehrgang gekommen, wie viele andere auch. Bin auf das Ranking gespannt und wie der Knoten gelöst werden soll der selber gedreht wurde.
    Über den Ausdruck …..dienstliche Notwendigkeit……..sollen bewusst unüberwindbare Hürden geschaffen werden.
    Fazit: gute Verpackung, schlechter Verkäufer und ungeniessbarer Inhalt….. mein Jubel hält sich in Grenzen

  12. So langsam Frage ich mich wirklich für was ich mir den 3 jährigen Aufstieg die Strapazen, Diplomarbeit, persönliche Einschränkungen, viele tausende Kilometer auf der Autobahn angetan habe wo bald jeder POM zum Kommissar wird. Zumal so viele PK´s mit eingeschränkter Befähigung in der Beförderungs und Beurteilungsrangfolge vor mr stehen, nur weil sie den Job schon 20 Jahre machen….Alter ist nunmal keine Leistung. Es denken viele voll befähigte Aufsteiger so und das wird irgenwann zu Problemen führen. Und jetzt sollen noch mehr POMs in den g.D. quasi mit Handauflegen übergeleitet werden. Und dann werden wieder viele Kommissare die aus Lübeck kommen das nachsehen haben. Das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein. Die Qualitätsunterscheide sind doch teilweise gravierend.

    Sorry für die ehrlichen Worte aber so ist es nunmal…..

  13. Ich seh das ähnlich wie der Indianer,
    die ersten „versilberte“ man noch nach einen Gespräch, die nächsten mussten dann glaub sechs Wochen an einem Lehrgang „teilnehmen“…..danach kam ein Ministudium mit angeschlossenem
    Führungslehreteil bis zum heutigen durchfallquotenfreien modularen Lehrgang.

    Von der Ursprungsidee, fachlich hochqualifizierte, bewährte Leistungsträger im mD in die gD Laufbahn zu überführen -damit sie dort den GLEICHEN Job machen wie vorher- ist doch nichts mehr übrig geblieben.
    Die AFZ haben sich in ihrer damaligen Auflösungsangst hurtig auf die neue Verwendung „Ministudium“ gestürzt und ihre Pfründe gesichert. Bleibt zu hoffen, dass sie nun wegen der plötzlich unerwartet auftretenden Pensionierungswelle von selbst an ihre Grenzen der Ausbildungsleistung kommen und diesen unsägliche Aufstiegsdiskussionen ein Ende finden.

    Wir sind kurz vor der Insolvenz, leisten uns eine Aufstiegsausbildung die ihrem Zweck schon lange nicht mehr erfüllt.
    Übrigens stehen wir auch kurz vor der fachlichen Insolvenz, nur scheint das bei den ganzen Diskussionen wo und wie wird ich schnell A 12 keinen mehr zu interessieren. Wer sich den ganzen Tag mit sich selbst beschäftigt, braucht weder KSB noch ErmD, die womöglich Arbeit anschleppen.

    Hört endlich auf damit, Steuermänner haben wir genug, wir brauchen kräftige RUDERER!

    Ziemlich FrustrierterWachtmeister

  14. @ZFW

    Offensichtlich ist es politisch nicht gewollt, dass Kolleginnen und Kollegen, wie bei vielen Länderpolizeien auch, prüfungsfrei übergeleitet werden.

    Offensichtlich gibt es im Haushalt noch genügend Mittel für ein Aufstiegsverfahren, welches in der Sinnhaftigkeit völlig fraglich ist.

    Führungspositionen wollen doch viele gar nicht, endlich nach A9 oder A10 (was PHMz wäre) befördert werden schon eher.

    Und so ist das Verfahren zwar inhaltlich und auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkte völlig fraglich, jedoch für den Einzelnen der nach A9/A10 strebt wieder attraktiv.

    Wie lange muss ein POM „Leistung“ bringen um endlich nach A9 befördert zu werden?

    Wenn ein Jahrzehnt ausreichend ist, dann war es eh schon sehr schnell!

    Und so, sechs Monate Aufstieg (voll bezahlt), raus aus dem Schichtdienst, Praktikum und danach A9! Schneller gehts nicht!

    Ganz zum Schluss müssen wir uns selbst die Frage stellen:

    Nehmen wir das „fragliche“ Aufstiegsverfahren an und profitieren davon oder lehnen wir es ab und stehen zum Schluss mit leeren Händen da?

    Und ja, lieber ZFW, wir benötigen kräftige Ruderer, aber diese befinden sich heute nicht mehr ausschließlich im mD. Die Zeiten haben sich geändert!

    Wir dürfen das Verfahren sicher kritisch hinterfragen, jedoch am Ende muss auch die Überlegung stehen, ob wir das MEHR in der Tasche annehmen oder ablehnen!?

    Liebe GdP in diesem Zusammenhang und unter Berücksichtigung der hohen Neueinstellungen, wäre es doch mal eine Überlegung wert, einen derartigen Lehrgang ggf. in die Direktionen auszulagern bzw. in örtlich gut gelegene Inspektionen.

    Hier könnten Kosten (für Unterkünfte, etc.) eingespart werden und die Kolleginnen und Kollegen wären ggf. daheim.

    Ich denke hier an Ballungsräume mit großen Dienststellen (Flughafen + Bahninspektion) und voraussichtlich hohen Bewerberzahlen (Frankfurt/Main, München, usw.).

  15. Moinsens!

    Wunderbar!! Da kann man mal wieder schönste Beispiele heutiger Neidkultur lesen. Bravo!!
    Fakt ist nunmal, dass der Grenzschutz/die Bundespolizei leider in keinster Weise in der Lage zu sein scheint, die Problemfelder mal richtig anzugehen.
    Das gilt für die Personalgewinnung, die Personalverteilung, sowie Personalentwicklungskonzepte und natürlich die Attraktivität der einzelnen Laufbahnen im Besonderen.
    Die Situation ist verfahren und wird sich aus meiner Sicht auch nicht mehr wirklich ändern lassen.
    Es kann aber unbestritten nicht richtig sein, dass wir POM mit 30 Dienstjahren und ohne Aussicht auf den PHM in unseren Reihen haben.
    Ob allerdings die Überleitung in den gD der einzige und damit richtige Weg ist, wage auch ich zu bezweifeln.
    Gebt den Mitarbeiterin im mD die realistische Möglichkeit, das Endamt in angemessener Zeit zu erreichen, dann wäre aus meiner Sicht das VAV obsolet.
    Dann sorgt aber auch dafür, dass der mD auch abseits von Beförderungen noch Möglichkeiten findet, sich beruflich weiter zu entwickeln. Schaut man nämlich in die Stellenausschreibungen, dann findet man für den mD außer KSB- und „Jupp inne Trupp“-Dienstposten kaum noch attraktive Fortentwicklungsmöglichkeiten, da dann fast ausschließlich DP mit voller Ämterreichweite ausgeschrieben sind.
    Für mich ein doppeltes Dilemma für den mD.

    In Bezug auf den Führungsanspruch der VAVler sei gesagt, dass diese vielfach als „erste KSB“ den GL an den Dienststellen vertreten. DA der reguläre GL, sDGL oder DGL in Sachen Verwendungsbreite auf der Jagd nach dem nächsten Stern unterwegs ist, findet sich der VAVler sehr schnell dauerhaft in funktionaler Aufgabenwahrnehmung des GL wieder. Chance auf den Posten: Null.
    Also: es bleibt schwierig!!

    Gruß

    AB

  16. eben und diese RUDERER bis ins endamt befördern….und damit zur pension kommen…das ist wichtiger denk ich.

    ich frag mich grad, wann die gewerkschaft mal auf ihre mitglieder hört und das versucht durchzubringen was uns ksb auf der straße wichtig ist.

  17. Die sollen den mD einfach abschaffen, so wie bei vielen LaPos.
    Eine Tätigkeit als Polizeibeamter ist nämlich Sachbearbeiter Niveau.
    Mit A9 kann man doch schon ganz gut leben.

  18. Als normaler KSB im Streifendienst Bahnhof / Flughafen ergibt sich eigentlich kein „Dienstliches Bedürfnis / Notwendigkeit“ für einen verkürzten Aufstieg. Der Dienstherr hat aber auch eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Beamten. D.h. um seiner Fürsorgepflicht nachzukommen ,ermöglicht der Dienstherr dem Beamten einen verkürzten Aufstieg. Auf jüngere Beamte ( z.B. zwischen 20 und 39 würde dies dann eher nicht zutreffen. Sollte ich falsch liegen; es ist nur ein Vorschlag.

  19. Weg mit Beförderungen. Wer braucht dieses antiquitierten noch? Besser eine Dotierung a la KSB, GL, DGL, IL (natürlich finden sich auch Dosierungen ErmD, DHF, SB, etc) dazu eine regelmäßige Aufstockung a la Erfahrungsstufe Plus DWZ / DUZ oder von mir aus DWZ auch eingearbeitet. Bezahlung nach Funktion und nicht nach Sternen. Aufstieg wegen der Funktion und nicht wegen der Bezahlung. Anpassung und Anerkennung der Erfahrung und der Dienstjahre finanziell anstatt Beförderung. Und um dem Leistungsgedanken gerecht zu werden. Aufstieg in der Funktion nach Leistungsprinzip. Steigung in den Erfahrungsstufen bei besonderer Leistung schneller und bei mangelhafter Leistung später (mangelhafte Leistung heißt ja, dass die Erfahrung noch nicht hoch genug ist).

  20. …hört sich sicherlich gut an (kann auch gut werden, aber das muss sich erst zeigen…), jedoch teile auch ich die Bedenken von Michael (Kommentar 1), oder besser gesagt: man wird aufpassen müssen, dass die Sache nicht in eine völlig falsche Richtung abdriftet: Dass wir hier eine weitere Möglichkeit bekommen, gewissermassen per „Durchlauferhitzer“ junge „Leistungsträger“ voran zu bringen (wogegen per se ja nichts einzuwenden ist), aber dabei die Klientel, um die es eigentlich ging, nämlich die altgedienten POM und PHM aus den Augen verlieren.

    Nein, Alter ist kein Verdienst, aber Alter bringt (zumindest meistens) Erfahrung, weswegen m.E. weiter nach Möglichkeiten gesucht werden muss, auch diesen Personenkreis einzubeziehen , um nicht gewissermassen eine „Gereration der Verlierer“ zu produzieren. Wichtig wird im übrigen auch sein, diese Art von Lehrgängen weiterhin dezentral durchzuführen bzw. noch wesentlich stärker zu dislozieren, da gemeinhin mit steigendem Alter die Flexibilität umgekehrt proportional abnimmt. Aus gutem Grund, übrigens auch! Irgendwann sollte jeder auch die Möglichkeit erhalten eine Familie zu gründen und sich dann aber auch um diese zu kümmern.

    Insofern hat eine Überleitung (nein, nicht mit einem bestimmten Alter, denn das würde eh´wieder kassiert), aber mit einer bestimmten Erfahrungsstufe, schon ihren Charme!
    Aber kekanntlich ist Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden….
    Also dran bleiben!

  21. Ich finde die ganze Diskussion geil.
    Als mittlerweile PHM/Z kann ich nur darüber schmunzeln. Der POM soll einen VAV bzw Aufstieg machen und ist lange von der Dienststelle weg und fehlt. Reisekosten und Trennungsgeld werden bis zum Abwinken bezahlt.
    Das was an TG und RK gezahlt wird sind Unsummen.
    Liebe GdP sorgt einfach dafür, das POM`s nach spätestens acht bis 10 Jahren automatisch zum PHM gemacht werden, dann brauch so ein Blödsinngar nicht veranstaltet werden.
    Und die PHM/Z die den Aufstieg machen werden POK und ich frage mich mal wieviele davon A 11 werden…. Wenige und nur die, die in der Stabsarbeit oder KB oder ErmD sind. Wenige KSB….

  22. Auch ich habe meine Zweifel ob dies wirklich ein geeignetes Instrument darstellt um die m.D.-Misere zu entschärfen.
    Ist es nicht so, dass die bisher aufgestiegenen Kollegen/Kolleginnen ihren Dienstposten mitgenommen haben und dem m.D. somit ca. 3000 PHM & PHM(z)-Stellen fehlen?
    Die überwiegende Masse des m.D. wäre schon damit zufrieden das mögliche Endamt ihrer Laufbahn zu erreichen.
    Hier sollte der Hebel angesetzt werden! Somit würden Fehlzeiten für die sechsmonatige Ausbildung und erhebliche Kosten eingespart werden.

    Nach Leistung wird in der BPOL ohnehin nicht befördert.
    Bei meiner BPOLI sind wir tatsächlich mit nur ca. 100 PVB in fünf Dienstgruppen, verteilt auf drei Abschnitte, im Wach-&Wechseldienst eingesetzt. Nur im Deliktsfeld der unerlaubten Einreisen und Schleusungen in 2014 liegen wir derzeit bereits bei weit über 2000 Feststellungen. Bei uns bearbeitet jeder KSB seinen Aufgriff bis Abgabe zur Staatsanwaltschaft selbst.
    Bei den letzten Beförderungen wurde ein (!!!) POM aus dem Streifendienst zum PHM befördert.

  23. Meiner Meinung nach sollte man den Quatsch mit dem halbjährigen Aufstieg lassen. Egal ob für PHM oder POM. Das POM-Bauch Problem muss anders gelöst werden. Was bringt es, wenn ein POM, der vielleicht schon Mitte 40 ist und dann für ein halbes Jahr der Dienststelle fehlt und als PK zurück kommt? Meiner Meinung nach nicht viel, außer dass der Kollege dann einmal zum PK befördert wurde. Danach ist doch dann nicht mehr viel. Wenn ich sehe, wie viele voll laufbahnbefähigte Kollegen aus Lübeck in die Dienststellen kommen und wie viele zeitnahm zum POK befördert werden, dann ist es doch das Problem mit dem „Beförderungs-Bauch“ doch nur von dem mD als POM in den gD zum PK umgelagert worden. Die Berufszufriedenheit wird dadurch auch nicht besser. Und wer PK geworden ist als POM oder PHM möchte doch auch irgendwann mal POK werden. Und wenn der ODP nun so geändert wird, dass demnächst vielleicht alle im gD zumindest einen 9-10 gD Dienstposten bekommen, dann wollen viele auch noch mehr und A11 werden. Und der größte Teil dieses Personenkreises macht doch keine andere Tätigkeit wie zuvor. Kann ja auch nicht, denn ein Indianerstamm hat ja auch nur einen Häuptling, ein zwei Berater und viele Krieger. Und eine DG hat nunmal nur einen DGL, einen Vertreter und ein paar GL.

    Meiner Meinung nach ist das ganze Attraktivitätsprogramm irgendwie aus dem Ruder gelaufen. Na klar muss sich die Bundespolizei sehr darum bemühen, gute, geeignete Anwärter in allen Laufbahnen zu bekommen. Und sieht man, dass die freie Wirtschaft nicht schläft, dann ist es doch nur verständlich, wenn junge Menschen, gerade in Ballungsräumen, wo sie auch bei der Bundespolizei dringend gebraucht werden, sich lieber für die freie Wirtschaft entscheiden. Denn ein 13. oder 14. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, KEIN Wechselschichtdienst und 38 Stundenwoche zieht mittlerweile mehr, wie der Beamtenstatus. Dies höre ich z.b. bei meinen Kindern oder in meinem Freundeskreis immer wieder heraus.

    Dort sollte die GdP ansetzen und sich für verschiedene Dinge einsetzen, die die Berufszufriedenheit in unserer Behörde wieder nach oben bringen kann. Und dass ist meiner Meinung nach nicht die Möglichkeit eine Gehaltsstufe nach oben zu steigen über einen Aufstieg, sondern eher alles lassen wie es ist und jedem in der Bundespolizei zu ermöglichen in seiner Laufbahn das Endamt zu erreichen und zwar so rechtzeitig, dass es noch ruhegehaltsfähig wird.

    Attraktiv ist die Bundespolizei, wenn man mit einem Realschulabschluss Schutzmann werden kann und vergleichbar zur freien Wirtschaft verdient und so manche andere Annehmlichkeiten, die es ja auch mal beim BGS oder jetzt Bundespolizei gab, wie z.b. das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, eine 38,5 Stundenwoche, einen ordentlichen Ortszuschlag für Ballungsräume, ordentliche Leistungen in der freien Heilfürsorge und als Sahnehäubchen eine ordentliche Anhebung des DuZ, damit sich der Wechselschichtdienst im Vergleich zum Regeldienst auch bemerkbar lohnt. Das wäre mal was…

    Der vereinfachte Aufstieg hat u.a. doch nur Unmut innerhalb der Behörde gebracht. Die voll laufbahnbefähigten Kollegen beschweren sich andauernd, dass die Kollegen VAV ihnen die GL Stellen wegnehmen, obwohl manche von den VAV´lern jahrelang diese Funktionen in den DG´en ausführten, weil kein anderer da war. Die Kollegen VAV beklagen, dass diese teilweise schon mehr wie 6 Jahre auf den POK warten, obwohl sie vorher im Amt eines PHM schon mehrfach die Note 9 in der Beurteilung hatten….. Unzufriedenheit hier und da…
    Deswegen sollte man darum bemüht sein, dass in den einzelnen Laufbahnen alles gut läuft und dort die einzelnen Kollegen ihr Endamt erreichen. Wäre dem so, wäre die Zufriedenheit mit Sicherheit um ein vielfaches höher. Allerdings muss man auch mal hier kritisch äußern, dass von dem POM-Bauch auch viele Kollegen für ihr Schicksal selber verantwortlich sind. Ich habe Kollegen POM in meiner Dienststelle, die ganz alleine für ihre Situation die Schuld tragen. Mag sein, dass es bei dem einen oder anderen Frustration ist. Aber mit ständiger Abwesenheit über gelbe Zettel oder jetzt über drei Tage macht es dem Erstbeurteiler nicht leichter, die Spitzennote, die nun mal mittlerweile benötigt wird, um PHM zu werden, zu verteilen.

    Und als letztes sollten sich die Verantwortlichen der Bundespolizei mal die Kosten vor Augen halten, was so ein vereinfachter Aufstieg für jeden einzelnen Kollegen kostet, der daran teilnimmt und diesen durchläuft. Dieses Geld könnte man für die eine oder andere Veränderung benutzen, von denen ich oben geschrieben habe, wie z.b. Erhöhung des DuZ…..

  24. Kann es sein, dass es sich hier um ein Scheingefecht handelt?
    Ich kenne in meiner (recht großen) Inspektion keinen POM oder PHM mehr, der auch nur den Hauch eines Gedankens an einen aufwendigen und anstrengenden Aufstieg hegt.
    Die Leute wollen einfach nur ihre Arbeit machen und nach A9 besoldet werden.
    Das Z ist für die, die etwas mehr können, und das sieht und akzeptiert auch jeder.
    Der mittlere Dienst lässt sich nämlich nicht mehr gegeneinander ausspielen und irre machen, da sorgt schon der Altersdurchschnitt von 50 Jahren dafür.

  25. Peter Winthuis 11. Oktober 2014 „Liebe GdP sorgt einfach dafür, das POM`s nach spätestens acht bis 10 Jahren automatisch zum PHM gemacht werden“

    UND die POKs nach 10 Jahren auch automatisch alle PHK.
    und alle PMs nach 5 Jahren POM
    und natürlich alle PKs nach 5 Jahren POK
    Wozu noch das Leistungsprinzip?

    st 12. Oktober 2014 “ Ich habe Kollegen POM in meiner Dienststelle, die ganz alleine für ihre Situation die Schuld tragen.“

    Da hast du Recht, das wird jedoch oft vergessen zu erwähnen.

  26. Bundesland Berlin…“Arm aber Sexy“…..

    07/2010
    Zweigeteilte Laufbahn zeigt Konturen – trotzdem fehlt ein Personalentwicklungskonzept
    Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hat am 30. Juni der Umwandlung von
    271 Vollzugsstellen der Besoldungsgruppe A 9 mZ (PHM/PHM ́in mit Amtszulage) in Vollzugsstellen der Besoldungsgruppe A 10 (POK/POK ́in)

    und

    2.596,5 Vollzugsstellen der Besoldungsgruppe A 9 S (PHM/PHM ́in) in Vollzugsstellen der Besoldungsgruppe A 9 (PK/PK ́in)
    zugestimmt.

    Damit kann der Senat Anfang Juli die Änderung der Schutzpolizeilaufbahnverordnung (SLVO) beschließen und die Verordnung wahrscheinlich Ende Juli in Kraft treten.

    Den prüfungsfreien Aufstieg für viele Kolleginnen und Kollegen hatten wir bereits mit dem Laufbahnverlaufsmodell Berlin gefordert. Dass er nun bis zur Besoldungsgruppe A 10 möglich wird, sehen wir als Teilerfolg. Die Umstellung soll nicht im Rahmen einer förmlichen Beförderung, sondern per Einzelschreiben über die Stellenumwandlung an die Betroffenen erfolgen.

  27. Eventuell kommt es ja alles ganz anders. Im neuen verkürzten Aufstieg ist bis jetzt nur von POM die Rede……hat man eventuell doch mit den PHM und PHM mZ was anderes vor…….Vorbild Berlin

  28. Am besten alle ins Endamt ohne Leistung, oder? Wenn ich hier manche Beiträge lese, kann ich nicht mehr vor lauter Lachen! Wenn ihr aufsteigen wollt, dann setzt euch auf die Schulbank und schreibt ne Diplomarbeit! Wir müssen innerhalb der Laufbahnen weiter kommen und nicht alle Hauptmeister auf Zwang zum PK machen! Das ändert unterm Strich nichts! In den Bundesländern mit zweigeteilter Laufbahn sind die Kollegen auch nicht zufriedener! Liebe GdP, bitte sorgt dafür, dass die POM,POK und auch mittlerweile POR-Bäuche abgebaut werden, damit unsere Behörde wenigstens ansatzweise mithalten kann im Kampf um die besten Bewerber! Ich glaube nicht, dass die Bewerbungsanforderungen im mD und gD aus Gutmütigkeit herabgesetzt wurden! Die Behörde ist einfach nicht mehr attraktiv für Bewerber mit mittlerer Reife oder Abitur! Macht euch bitte ernsthaft Gedanken darüber! An unserer Dienststelle gibt es Gerüchte, dass mehrere frische PM`s und PK`s nach der Ausbildung den Weg in die freie Wirtschaft gesucht haben; Habt ihr davon Kenntnis bzw. steigern sich die Kündigungen nach Beendigung der Ausbildung?

  29. Ja genau Wasislos ! Eine Diplom-Arbeit macht einen guten Polizisten. Wahrscheinlich gehörst Du auch zu den , die die Fachhochschulreife als Abitur bezeichnen. Es ist nicht einmal Fachabitur, welches nur …. aber lassen wir das. Und dass unsere Ausbildung im g.D. als Studium bezeichnet wird, darüber schmunzeln auch viele Studenten selber ganz laut. Es ist schon ein Fachhochschulstudium, aber wir müssen hier die Kirche mal im Dorf lassen.
    Schau mal in das Land Niedersachsen. Dort sind alle Kollegen in den g.D. überführt worden. Einige wenige Kollegen haben sich über den Sprung von A7 in Richtung A9 gefreut, oder kleinen Sprung von A8 aus. Doch fast alle Kollegen waren sowieso schon A9 oder gar A10.
    A10 ist da auch EDEKA im g.D. ! Es sei denn, der Kollege ist flexibel und wandert auf Kosten des sozialen Umfeldes. Und dann ist es auch nicht sicher, ob der A11 und mehr erreicht wird. Denn bei der Landespolizei haben die Kollegen noch Dienststellen in der Fläche. Wir nach der Schäuble Reform…. wir wissen es ja.
    Wieso durfte ein einzelner Politiker die Menschen in der Bundespolizei so quälen ?
    Mit Deiner fehlenden Attraktivität für Realschüler und Abiturienten hast Du vollkommen Recht. Das ist bei der Landespolizei Niedersachen noch schlimmer.
    Denn ein echter Abiturient mit Fachstudium und Diplom sitzt dann im Streifenwagen und darf sich 10 Jahre mit den Kunden herumschlagen. Dann kommt langsam der A10. Alleine schon das duale Studium (welches ja auch bezahlt wird) bedeutet wesentlich bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Vom Hochschulstudium ganz zu schweigen.
    Der Realschüler muss zwei Jahre die Schulbank drücken, sich dann mit (Polizei)Fachhochschulreife bewerben und schliesslich noch drei Jahre die Ausbildung machen. Und der bleibt auch bei A9 hängen.
    In der freien Wirtschaft kann der in fünf Jahren deutlich mehr erreichen.
    Die Karriere bei der Polizei (und egal welcher) ist eine Einbahnstrasse. Den hohen Anforderungen wird in der Praxis keine Anerkennung mehr seitens des Dienstherren zukommen gelassen.
    Die Polizeien werden bald noch sehr viel mehr Schwierigkeiten bekommen, überhaupt neues Personal zu rekrutieren. Denn trotz der ganzen politischen Korrektheit ist die Realität knallhart. Und schliesslich wächst der potentielle Nachwuchs doch sehr lange in dieser Welt auf. Die sehen doch, was gewisse Mitmenschen veranstalten und wie gewisse Stadtteile und vielleicht auch der eigene Stadtteil aussehen. Dann werden die die Flucht daraus bestimmt nicht über den Polizeidienst antreten.

  30. VAV für all md ´ler. 2- 3 Jahre Lübeck um Polizeiarbeit zu verwissenschaftlichen ?

  31. Haut nur weiter druff…

    Der Schulabschluss ist heute – wie vor zehn, zwanzig oder dreisßig oder mehr Jahren – das Zugangstor zu vielen öffentlichen Ämtern. Die Zeiten haben sich aber m.E. dahingehend gewandelt, dass auch Beamte/-innen, die einen mittleren Bildungsabschluss besitzen, in höher besoldete Ämter aufsteigen wollen und auch können (sollen). Vielleicht hat man früher eher dazu geneigt, in der Laufbahn zu verbleiben, in der man seinen Dienst begann, da der mittlere Dienst doch etwas wert war – und auch die Gesamtumstände (Finanzen, Geld, Kosten, Mieten, Leben usw.) in einem gewissen Verhältnis zu einander standen und es ein Auskommen ermöglichte (der Spruch: Der Mantel des Beamten ist zwar eng aber warm ist mir noch in Erinnerung).

    Es hat sich aber vieles ge- bzw. verändert, was die Frage stellen lässt, brauchen wir noch einen mittleren Polizeivollzugsdienst? Von den Kosten der Personalfinanzierung wollen wir hier nicht reden, sondern von der Vielfältigkeit des Aufgabenspektrums, den heute alle Polizeibeamten wahrnehmen, oft gemeinsam, und eine Unterscheidung wer gerade was vornimmt oder mehr noch „entscheidet“ sich höchstens noch an der Farbe des/r Sterns(e) auf den Schulterklappen der dienstkleidungstragenden Kollegen ausmachen lässt.

    Der Polizeiberuf verlangt hohe Anforderungen, aber warum sollen nicht alle diese Anforderungen bestehen können – in einer gemeinsamen Aus- u. Fortbildung. Was sicher auch Führungspositionen in Zukunft nicht ausschliesst – im Gegenteil – von der Pike auf dabei – kennt eventuell die Nuancen besser, als manch juristisch vorgebildeter Bewerber…

    Schaffen wir alle Quoten ab und geben allen Kollegen die Chance in evtl. nahen handhabaren Zeitabständen – höhere Besoldungsränge zu erreichen. Denn nur so wird man auch in Zukunft qualifiziertes und motiviertes Personal bekommen und erhalten und nicht schon von vorneherein demotivierte Kollegen und Kolleginnen, die wenn sie sich kaum mit den Internas auskennen, erkennen müssen und auch werden, dass für sie ihre Zukunft schon endet bevor sie richtig angefangen hat.

    und hängen wir uns nicht an gegenseitigen Schuldzuweisungen auf, wer wann welchen Schulabschluss erreicht bzw. wer was zu sagen hat oder nicht – denn das hilft niemanden. Den Kollegen nicht und auch den Menschen nicht, die darauf bauen, dass Polizei da ist und kommt wenn sie sie rufen – und die nicht darauf schauen, was für Sterne leuchten…

  32. Also ich weiss nicht, das hört sich alles toll an aber um was geht es hier im wesentlichen eigentlich? Wollen wir mehr Geld oder unser Endamt in unserer spezifischen Laufbahn erreichen?. Ständig vergleichen wir uns mit der Landespolizei aber ist das wirklich so sinnvoll?.

    Als POM verheiratet zwei Kinder, verdiene ich unterm Strich fast mehr als ein POK beim Land NRW. Ich habe freie Heilfürsorge und bin kein Selbsteinkleider. Also kann ich erstmal sagen mit dem möchte ich eigentlich nicht verglichen werden, weil im Gegensatz zu seinem Gehalt gehts mir gut. Was ich aber möchte ist für meine Arbeit Anerkennung zu bekommen, heisst eine reale Chance zu haben als PHM oder PHM/Z in Pension zu gehen. Weil nur so kann mich der Dienstherr für meine Treue belohnen. Aufstieg hin oder her, wer es möchte solls machen, aber ich brauche nicht jedes halbe Jahr ein neues Aufstiegsverfahren. Mit 41 Jahren und zwei noch recht jungen Kindern werde ich es ihnen sicherlich nicht antuen für viele Monate nach Lübeck zu wandern. Ich bin mit meinem Dienstposten auch zufrieden er ist ja auf mein Endamt ausgelegt A8/9mz, also was bringt mir das alles.

    Was ich damit sagen möchte ist, sorgt bitte erstmal dafür das jeder PvB die reale Chance bekommt sein Endamt zu erreichen, egal ob im md, gd oder hd und erst dann macht es wirklich Sinn über weitere Maßnahmen nachzudenken wie man vereinfacht eine Laufbahn wechseln kann.

  33. @Kölle Allaf
    Lass mal die Kirche im Dorf. Der POK NRW hat in der Endstufe: 3.385€ + Stellenzulage 83,50@ + umgerechnet 95,08 anteiliges Weihn.geld (jährlich Einmalzahlung). Macht mit zwei Kindern Monatsbrutto von 3.899,– €.

    Beim POM Bund mit zwei Kindern gibt es in der Endstufe: 3.378 €.

    Der POK NRW hat fast 400 € netto mehr im Monat!!!!!!!!! Kannst Du nachrechnen unter http://www.oeffentlicher-dienst.info/.
    Bevor Du solche Behauptungen aufstellt, dass Gehalt POM Bund gleich POK NRW, dann erst mal informieren.

    In Endeffekt hat der POK NRW das Gehalt, das Du gerne hättest (PHM bzw. PHMZ).

  34. @auch pom

    Ist bei den +400 € schon die Krankenversicherung abgezogen?

  35. Eine reale Chance auf das Endamt hat man. Jedoch haben die Voraussetzungen sich nun defniert. Zur Erreichung des Endamtes gehört es jetzt in allen Laufbahnen, dass man Verwendungsbreite vorlegt. Wer also mit seinem Dienstposten und seiner Dienststelle zufrieden ist und sich nicht bewegt, wird es schwer haben das Endamt zu erreichen. Eine Entscheidung die jeder für sich trifft. Ich kann schon jetzt sagen, dass ich das Endamt nicht erreichen werden und mir geht es dabei gut.

  36. @streifenhörnchen
    Nee, KV ist noch nicht weg, aber theretisch müsstest du Anwartschaft und Zusatzversicherungen, die du hast, aber in der PKV sowieso enthalten sind, noch gegenrechnen. Mehr als 100-150 fallen netto per Saldo da nicht an, vor allem wenn man priv KV auf Heilfürsorgeniveau abschließt. Daher liegt das Gehalt des POK NRW wohl irgendwo zwischen PHM und PHM Z Bund, wie oben geschildert.

    Aber nicht vergessen: Wenn wir mit 62 Jahren erstmals in die priv. KV gehen müssen, zahlen wir mind. 100 € – 150 € bei gleichem Beihilfesatz mehr, als der NRW Beamte, der sein ganzes Leben schon in der PKV war (z.B. mit 25 eingestiegen ist). Frag mal deinen Versicherungsberater, der wird dir das bestätigen.

  37. Ist euch klar, dass man, um bei einer zweigeteilten Laufbahn Polizist werden zu können, Abitur oder FH-Reife benötigt? Wieviele Kollegen des mittleren Dienstes, die sich hier im Forum ein solches Modell wünschen, hätten ihren Beruf bei diesen Anforderungen überhaupt ergreifen können?

    Jetzt zu schreien, dass einem der Aufstieg in den gehobenen Dienst zustünde – am besten prüfungsfrei – wirkt reichlich selbstbezogen.
    Dass die nächste Generation Nicht-Abiturienten dann überhaupt keine Chance hätte, überhaupt einzusteigen, wird zum eigenen Nutzen ignoriert.

    Das Argument, dass die Laufbahnausbildung entsprechend des Schulabschlusses heute überholt sei, ist auch etwas dünn. Mit derselben Begründung könnte man auch den Beamtenstatus als solchen abschaffen.

  38. Zu „Auch POM“:
    Zur Klarstellung der Krankenversicherung. Mit der Heilfürsorge (egal ob Bund oder Land), sollte jeder eine Anwartschaft haben. Hier wird unterschieden in kleiner und großer Anwartschaft. Bei der kleinen werden keine Altersrückstellungen gebildet, somit wird man mit Eintritt in den Ruhestand mit dem jeweiligen Eintrittsalter versichert. Der Ruhestand kann dabei natürlich auch bereits mit 35 oder 62 sein. Die Beiträge werden anschließend in der Privaten jährlich neu auf Grund des Alters kalkuliert. Das könnte zur Folge haben, dass die Inhaber der Kleinen mit einer jährlichen Dynamik (nach oben) von 5-10% rechnen dürfen. Bei der großen Anwartschaft werden Altersrückstellungen gebildet, rechnerisch werde ich mit dem Eintritt in den Ruhestand so versichert wie ich die große Anwartschaft abgeschlossen habe. Die Beiträge bleiben deutlich stabiler und nur dabei kann ich je nach Gesellschaft mit einem Beitrag von etwas über 100€ rechnen.
    Und da hier scheinbar nochmehr Unwissen besteht. Die Anwartschaft bedeutet in jedem Fall auch, dass man mit der Gesellschaft quasi verheiratet ist. Einem Kollegen vom Land Bremen, der als POK vor kurzen gegangen ist, habe ich die Frage sowohl noch den Einkünften wie nach der KV gestellt. Er hatte nur die kleine Anwartschaft und zahlt bereits mit Eintritt in den Ruhestand 300€/Monat bei 2000€ Netto Bezügen. Noch schlimmer sind diejendigen dran, die freiwillig in der Gesetzlichen geblieben sind. Hier übernimmt der Dienstherr im Ruhestand nicht die Hälfte der Kosten, sondern die Höhe der KV wird anhand des Familien Einkommens bemessen. So kann dann schonmal für eine Person 500-700€ fällig werden.
    Ich bin sowohl in der Bundespolizei als auch nebenbei mit dem Thema befasst.

  39. interessante Diskussion. Nur mal eingeworfen: „BBhV“.

  40. „Das Argument, dass die Laufbahnausbildung entsprechend des Schulabschlusses heute überholt sei, ist auch etwas dünn. Mit derselben Begründung könnte man auch den Beamtenstatus als solchen abschaffen.“

    Gibt es doch schon bei Lehrern, Postlern, Bähnlern usw. In anderen Ländern sind die Polizisten auch nicht alle Beamte nach deutschem Standard.

  41. Bevor dieses Thema in Vergessenheit gerät bzw. in der Versenkung verschwindet, wäre es von Interesse zu erfahren, wie denn der Stand der Dinge bezüglich dieses Aufstieges ist? Wann geht es los, wie sollen die EAVs aussehen, Ausbildung zentral oder dezentral? Anzahl der Lehrgangsplätze usw. usw. Viele andere und meine Wenigkeit wären, so denke ich jedenfalls, für eine Update an Informationen dankbar.

    mit freundlichen Grüßen,

    M.