Hooligan-Aufmarsch in Köln: GdP verurteilt Angriffe auf Presse und Polizei

Berlin. Mit einer „neuen Dimension der Gewalt auf unseren Straßen“ rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach den Tumulten in Köln. GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert, der den Großeinsatz am Sonntag vor Ort begleitete: „Innerhalb kürzester Zeit konnte ein gewalttätiger Mob von über 4.500 Hooligans mobilisiert werden. Gruppen, die sich sonst spinnefeind waren, haben gemeinsam Einsatzkräfte und Pressevertreter mit Flaschen, Feuerwerkskörpern angegriffen, Einsatzfahrzeuge demoliert und sogar Fahrräder auf meine Kolleginnen und Kollegen geworfen. Erstmalig musste die Polizei in Nordrhein-Westfalen nach vielen Jahren wieder Wasserwerfer einsetzen.“
Nach Auffassung der GdP,  sei diese so genannte Demonstration gegen Salafisten und der Terrororganisation Islamischer Staat nur ein Vorwand gewesen, um die Auseinandersetzung mit der Polizei zu suchen. Plickert: „Es ist erschreckend, wieviel Menschen in den sozialen Medien Sympathie für diese alkoholisierte und brutale Horde bekundet haben, die sich angeblich für die bedrängten Menschen in Syrien einsetzen. Hier geht es um Gewalt und sonst nichts.“ Der GdP-Landesvorsitzende dankte den Polizistinnen und Polizisten in NRW und der Bundespolizei für ihren umsichtigen und konsequenten Einsatz.

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Themenbereich: Aus dem Bundesvorstand | Drucken

6 Kommentare
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  1. Das die Demo solch einen Verlauf nimmt war aber doch zu erwarten.
    Und es wird mit Sicherheit auch nicht das letzte Mal gewesen sein!
    Wieder einmal müssen Polizeibeamte ihren Kopf für die Politik hinhalten.
    Tja, lieber Politiker. Polizeibeamte sind die Menschen, die euren Politikkurs verteidigen und in denen ihr nur Sparschweine seht.
    Das trifft auf die Bundes,- wie auch die Landespolitik zu.

  2. Guten Tag, haben denn schon alle den fb account der HOGESA bei fb gemeldet und mit negativen Daten belegt?!? Ich denke das ist eine von mehreren MAßnahmen um so etwas in den social Media zu unterbinden!!

    LG Harry

  3. Gute Gelegenheit verpasst, um der Politik zu zeigen, wie wichtig wir sind.

    Alle, ach so weisen Polizeiführer und Innenminister, überschlagen sich mit Selbstlob und Erklärungen, wie toll doch das Polizeikonzept aufgegangen sei. Ich könnte kotzen.
    Anstatt, dass sie die Gelegenheit nutzen und deutlich sagen, wie schlecht es um die Polizei steht (Finanzen+Ausstattung+Personal).

    Bei der nächsten HoGeSa-Schei… sollten sich die Kollegen der BePo einfach mal krank melden. Die Politiker können sich ja in die erste Reihe stellen und mit den „Versammlungsteilnehmern“ diskutieren. Zu Ihrem Schutz stehen dann die Polizeiführer sicherlich zur Verfügung.
    Wo war z.B. Herr Ströbele; sonst bei jedem Castor ganz vorn?

    Wir halten unseren A. hin und werden wieder einmal verheizt.

    Aber eigentlich hat NRW auch selber schuld. Hochnäsig wie die Polizeiführung ist, wurden natürlich keine Einheiten anderer Länder oder des Bundes im Vorfeld angefordert. Macht NRW eigentlich nie.

  4. Wer gestern die Sendung Fakt im ZDF gesehen hat, dem müßte es eigentlich die Sprache verschalgen haben.
    Da stellt sich doch der Innenmister von NRW Jäger hin und behauptet, der Polizeieinsatz wäre ein Erfolg gewesen. Ja, es war ein Erfolg, aber nicht für die Polizei, sondern für diese Chaoten und Rechtsbrecher.
    Die Einlassungen von Jäger waren mehr als schwach, ja eigentlich hilflos.
    Verheitzt wurden nur die eingesetzten Kollegen.
    Was macht eigentlich die verantwortliche Politik ? Sie schwafelt nur herum und ist auf dem rechten Auge blind ?
    Wer ist Schuld an diesem Dilemma ? Eindeutig die Politik und die viel zu lasche Justiz.
    Aber auch die Verwaltungsgerichte, die immer wieder von den zuständigen Behörden ausgesprochene Demo-Verbote wegen bevorstehender Gewalt einfach mit fadenscheinigen Begründungen aufheben. Auch wenn das Demonstartionsrecht ein hohe und zu schützendes Gut ist, alles hat seine Grenzen. Wer schützt die friedlichen Bürger vor diesen Idioten ?
    Ich befürchte, Köln wird eine Initialzündung für die Rechtsbrecher haben. Mit großen Befürchtungen schaue ich nach Berlin, das nächste Chaos ist vorprogrammiert.
    Ich frage mich, in welchem Land wir mittlerweile leben ???

  5. Wie einigen Presseberichten zu entnehmen ist, schreit, ja pocht die Politik, jetzt auf „Härte“. Bei einem Kräfteverhältnis von fast 4:1 für Hooligans und Neonazis (4900 /1300 Polizisten – 49 wurden verletzt) stelle ich mir die Frage, welche Kräfte aufgewendet werden sollen, wenn sich die Zahl derjenigen, die in Deutschland an Krawalltourismus teilnehmen zahlenmäßig vergrößert. Braucht es dann evtl. 13.000 Kollegen, die sich mit Feuerwerkskörpern, Flaschen und Steinen bewerfen lassen müssen (von dann fast 50.000 „Hooligans- also ein ganzes Fußballstadion voll?). Was in so einem Fall (Anfang November soll die nächste „Party steigen) dann passieren wird, wage ich mir jetzt nicht auszudenken.

    Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach bezweifelte, dass politische Motive überhaupt wichtig waren. Den Teilnehmern sei es darum gegangen, eine wüste Schlägerei anzuzetteln, sagte er dem Sender n-tv.

    Der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, sprach von einer neuen Qualität der Gewalt. Besonders der große Zulauf sei erschreckend, sagte er der dpa.

    Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) weist schon seit längerem auf die teilweise personelle Überschneidung der jeweiligen Fußballszenen mit den rechten Szenen hin. Dies geht aus dem Jahresbericht der ZIS hervor, die beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen angesiedelt ist. Demnach schätzt die Polizei, dass es rund 10 500 gewaltbereite und gewaltsuchende Anhänger in der ersten und zweiten Bundesliga gibt – nicht nur Hooligans, sondern auch andere Gruppen.

    Quelle: http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article133690893/Nach-den-Krawallen-pocht-die-Politik-auf-Haerte.html

  6. Mal sehen was die Mädels und Jungs im Kanzleramt sagen, wenn mal die HoGeSa mal ihre Büros besetzt?