Mit Versammlungsauflagen und Alkoholverbote gegen gewalttätige Hooligans

Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Oliver Malchow

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei dämpft die Erwartungen in den Raum gestellter Demonstrationsverbote mit Blick auf weitere angemeldete, gemeinsame Aufmärsche von Hooligans und Rechtsextremen. Die jahrzehntelangen Erfahrungen mit gewalttätigen Demonstrationen, beispielsweise am 1. Mai in Hamburg und Berlin, hätten gezeigt, dass selbst sichere Erkenntnisse über potenzielle Gewalttäter keine Garantie für ein in letzter Instanz gerichtsfestes Verbot solcher Aufmärsche seien, warnte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Mittwoch in Berlin.

Malchow: „Der Kampf gegen gewalttätige Hooligans und sich solidarisierende Rechtsextremisten muss mit den Mitteln des Rechtsstaates gewonnen werden – Versammlungsauflagen, Alkoholverbote und konsequentes Unterbinden jeglicher Straftaten durch eine ausreichende Anzahl von Einsatzkräften und eine kluge Polizeitaktik.“

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken

4 Kommentare
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  1. Nach dem ich heute in der Welt online gelesen habe, was TdM über die Salafisten in DEU zum Besten gegeben hat (s. u.), drängen sich mir einige Fragen in Bezug auf die 4000 randalierenden „Söhne und Töchter“ vom Domplatz in Köln auf. Z. B. Ist deren Radikalisierung auch unsere Verantwortung etc? Darüber hinaus ist der im Artikel beschriebene Terror m. E. kein deutsches „Exportgut; dieser wurde, so denke ich, wohl eher importiert.

    Auszug:
    … „Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den WIR zu lösen haben“, sagte de Maizière in einem Interview mit dem Magazin stern. „Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. WIR tragen für deren Radikalisierung Verantwortung“.

    De Maizière sagte, Deutschland habe die „verdammte Pflicht und Schuldigkeit, dafür zu sorgen, dass der Terror nicht aus Deutschland in die Welt getragen wird“. 450 Kämpfer halte er für viel, vor allem deshalb, weil die Zahl rasant anwachse. …“

    Vollständigkeitshalber: http://www.welt.de/politik/deutschland/article133762235/Dschihadisten-sind-unsere-Soehne-und-Toechter.html

    Beste Grüße

  2. Also der Artikel aus Der WELT schlägt dem Fass den Boden aus!

    Unser BMI sollte sich nicht so viele Gedanken machen wie wir unseren Söhnen und Töchtern helfen können sondern wie man wirksam Krawalle, egal ob von Salafisten, Kurden oder „Hohligans“ angezettelt, unterbinden kann.

    „in unsere Moscheen“…Der Pasus trifft mich persönlich!

  3. Dann hat TDM, und da meine ich ihn persönlich, die „verdammte Pflicht und Schuldigkeit“, seinen Mitarbeitern, nämlich uns, dafür auch die Rahmenbedingungen zu schaffen und nicht ständig vor seinem Vorgänger, dem jetzigen Herrn des Geldes zu kuschen!

    Und solange er dies nicht tut, sind solche Sprüche an Heuchlerei nicht mehr zu überbieten!!!

    PS: Warum wird denn nicht versucht, die Salafistenaufmärsche zu verbieten???

  4. Hauptsache am kommenden Wochenende kommen viele auswärtige Einheiten nach Berlin, eingesetzt für das Land Berlin.
    Diese kennen sich mehr oder weniger gut in Berlin aus.
    Mit entsprechenden und nachvollziehbaren Ergebnissen bei der Auftragswahrnehmung und -erfüllung.
    Einheiten aus Blumberg sollen nach § 3 BPOLG in eigener Zuständigkeit eingesetzt werden.
    Zur Anreiseüberwachung diverser Veranstaltungsteilnehmer…nebenbei, die Bahn wird am WE auch in Berlin bestreikt.

    Der Hintergrund sind natürlich Haushaltstechnische Fragen. Die eigenen Kräfte kosten kein zusätzliches Geld und die Fremdkräfte stellt man Berlin ordentlich in Rechnung!!!
    Das beeinflusst natürlich die Motivationslage der betroffenen Blumberger Kollegen nicht gerade positiv.
    Und beim Gedanken an die polizeitaktischen Folgen bleibt mir auch nur ein Kopfschütteln……

    Aber ich bin wahrscheinlich nur ein kleiner Beamter der die ganzen Ausmaße des strategischen Denkens der studierten Polizeiführer und Politiker mit seinem kleinen Horizont nicht erfassen kann…..

    Gruß aus Blumberg