GdP-Erfolg für die Tarifbeschäftigten bei den Haushaltsverhandlungen im Bundestag!

Der nachhaltige Einsatz der GdP für die in ihr organisierten Tarifbeschäftigten hat sich gelohnt!

Seit Jahren streitet die GdP dafür, die Stellenstruktur im Tarifbereich deutlich zu verbessern. „Wir brauchen in der Bundespolizei weniger Stellen für Ungelernte und wesentlich mehr Haushaltsstellen für qualifizierte Arbeiten, um endlich sachgerecht eingruppieren zu können“, so Rüdiger Maas, für den Tarifbereich zuständiges Vorstandsmitglied im Bezirk Bundespolizei der GdP.“Die GdP und der von ihr geführte Hauptpersonalrat hatten bereits in ihren umfangreichen Stellungnahmen zum Haushaltsgesetz angemahnt, dass die ursprünglich für 2015 vorgesehenen nur 34 Hebungen von Entgeltgruppe 3 in die Entgeltgruppe 5 eindeutig zu wenig sind. Und wir haben das auch in den vielen Diskussionen mit den Haushaltspolitikern klargemacht.“

Junge-Gruppe-Vorsitzender Matthias Zimmemann: "Der GdP-Einsatz für unsere jungen Ausgelernten hat sich gelohnt!"

Junge-Gruppe-Vorsitzender Matthias Zimmermann: „Der GdP-Einsatz für unsere jungen Ausgelernten hat sich gelohnt!“

Die GdP setzt sich dafür ein, die bisher mehr als 3.000 Stellen EG 1 bis EG 3 für Ungelernte schrittweise zu heben und deutlich mehr Haushaltsstellen für qualifizierte Beschäftigte einzurichten. In vielen Dienststellen werden Tarifbeschäftigte heute nicht nach Maßgabe ihrer tatsächlichen Arbeit und den Erfordernissen einer modernen Bundespolizei eingruppiert, sondern nach Maßgabe der verfügbaren Haushaltsstellen.

„Der Bund will Beschäftigte mit Spitzenqualifikation haben, bezahlt sie aber nur wie Hilfsarbeiter. Das ist aberwitzig!“, stellt Matthias Zimmermann, Vorsitzender der Jungen Gruppe im GdP-Bezirk Bundespolizei, klar: „Vor allem für unsere jungen, ausgelernten Verwaltungsangestellten ist es unerträglich und nicht zu akzeptieren, dass sie trotz klasse Abschluss und hoher Qualifikation wie Ungelernte nur in EG 3 eingruppiert wurden. Das wollten wir als GdP nicht hinnehmen!“
Der Einsatz der GdP in den letzten Monaten bei den Haushaltspolitikern hat sich jetzt ausgezahlt:
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss in seiner Bereinigungssitzung, den Forderungen der GdP zu folgen und 100 Stellen von EG 3 in EG 5 aufzuschichten!
Das Bundesinnenministerium hatte dies erst gar nicht gefordert, aber die GdP hatte sich von Anfang an und mit langem Atem dafür eingesetzt.
Der Junge-Gruppe-Vorsitzende Matthias Zimmermann: „Das ist ein erster, wichtiger Schritt, die Zukunftschancen in der Verwaltung zu verbessern und für die nachrückenden jungen Kolleginnen und Kollegen eine gerechte Eingruppierung zu ermöglichen. Gemeinsam mit unseren Jugend- und Auszubildendenvertretern in den Personalräten werden wir uns jetzt um die Umsetzung in den Dienststellen kümmern.“

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Themenbereich: Die Junge Gruppe, Tarif | Drucken

3 Kommentare
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  1. Sehr gute Nachricht für uns Tarifbeschäftigte! Dabei dachte ich gestern noch unsere Abgeordneten hätten uns vergessen…
    Dieser Erfolg der GdP ist wirklich Klasse vor allem wenn man bedenkt, dass es so etwas für den Tarifbereich noch nie gegeben hat. Das ist ein guter Anfang für Attraktivität für ALLE! Darauf kann man auf jeden Fall aufbauen denn eins ist klar, das ist nur ein ganz kleiner Tropfen auf einen ganz heißen Stein…

  2. Liebe KollegInnen!
    Seit Jahren setzt sich die Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei für durchgreifende Verbesseriungen auch im Tarifbereich ein!
    Lange bevor andere Trittbrettfahrer auf diesen Zug aufgesprungen sind, haben wir uns insbesondere für die gerechte Eingruppierung von Verwaltungsfachangestellten, medizinischen Angestellten, Köchen etc. verwendet. Die GdP empfand und empfindet es als schreiende Ungerechtigkeit, dass KollegInnen, die bei der Bundespolizzei 3 Jahre gelernt haben und ihre Ausbioldung oft mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen haben, wie Ungelernte bezahlt werden!
    Wir wurden deshalb nicht müde, die m.E. rechtswidrige Eingruppierung immer wieder anzuprangern-dies auch an höchster Stelle bei wechselnden Ministern und Staatssekretären! Hier sind nur einige wenige Belege dafür:
    http://www.gdpbundespolizei.de/2012/08/gesprach-mit-bundesinnenminister-friedrich/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2012/08/staatssekretar-dr-ole-schroder-sagt-prufung-der-eingruppierung-bei-der-bpol-zu/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2012/11/wissenswert-aus-dem-bundespolizeihauptpersonalrat-ausgabe-november-2012/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2013/01/kommentar-des-monats-attraktivitatsprogramm-iii-attraktivitat-fur-alle/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2013/02/wissenswert-aus-dem-bundespolizei-hauptpersonalrat-ausgabe-februar-2013/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2013/05/gdp-tarifvertreter-im-gesprach-mit-vizeprasident-dr-palm-und-den-abteilungsleitern-meuser-und-meyer/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2014/01/gespraech-mit-bundesinnenminister-de-maiziere/
    http://www.gdpbundespolizei.de/2014/08/stellenstruktur-fuer-tarifbeschaeftigte-inakzeptabel-aenderungen-im-haushalt-notwendig/
    Vor unseren zahlreichen Gesprächen mit den Haushalts- und Innenpolitikern aller Fraktionen zum Haushalt 2015 und den dabei dringend benötigten Verbesserungen für die Bundespolizei, denen wir mit unserer Demo „TATÜ TATA-Nix mehr da“ Nachdruck verliehen haben, haben Peter Ludwig (Vorsitzender der Tarifkommisssion GdP Bezirk Bundespolizei) und ich auch beim Gespräch des HPR-Vorstandes mit Bundesinneminister Dr. de Maiziere auf diesen nicht haltbaren Zustand hingewiesen:
    „Debattiert wurden auch die Notwendigkeit einer Lösung des Problems der unterqualifizierten Eingruppierung von Verwaltungsangestellten in die Entgeltgruppe E 3 statt mindestens E 5 nach der Ausbildung; der Minister sagte hier nochmals seine Unterstützung zu.“
    Der nun erreichte GdP-Erfolg ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen dringend folgen um der hervorragenden Arbeit auch unserer Tarifbeschäftigten Rechnung zu tragen!
    Glück auf,
    Martin Schilff

  3. Sehr gut!
    Ein erster konkreter Schritt zu einer aufgaben- und leistungsgerechten Eingruppierung der Beschäftigten nach TVöD.
    Aber: habe ich das jetzt richtig verstanden: nicht das BMI hat die Stellenverbesserungen gefordert, sondern sie kamen durch die Bereinigungssitzung zustande? Wie kann denn das sein? Das zuständige Ressortministerium fordert nichts und bekommt trotzdem was? Wenn das tatsächlich zutrifft, müssen einige Fragen geklärt werden, denke ich…