Politische Gespräche im Familienministerium zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

2015-01-20 15.31.47_web

Roland Voss, Staatssekretärin Elke Ferner, Waltraud March und Karin Dullnig.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie Gleichstellungsfragen stehen dauerhaft für die GdP auf der Agenda. Grund genug, mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Familienministerium, Elke Ferner (SPD), das Gespräch zu suchen. Am Dienstag trafen sich für die GdP Waltraud March (Gleichstellungsbeauftragte des BPOLP), Karin Dullnig (Vorstand der GdP Frauengruppe) und Roland Voss (Bezirksvorstand) zu einem Hintergrundgespräch mit ihr im Ministerium.

Die in der Bundespolizei arbeitenden Menschen sehen sich in immer kürzeren Abständen mit neuen Arbeitsaufgaben konfrontiert, für die sie sich qualifizieren und auf die sie sich neu einstellen müssen. Hierzu müssen sie (einzigartig in der Bundesverwaltung) ihre sozialen Bindungen und ihre familiären Verpflichtungen permanent neu orientieren und mitunter quer durch die Bundesrepublik umziehen. Das alles erfolgte bisher ohne spürbare Kompensation und ohne durchgreifende Anerkennung und Wertschätzung.

Welche Parameter müssen also bei der Bundespolizei erfüllt sein, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhalten und die bemerkenswerte Leistung der Kolleginnen und Kollegen wertzuschätzen? Im Kernbereich geht es um Folgende:

Bei der Auflegung eines neuen Attraktivitätsprogrammes (im Sinne der „Attraktivität für alle“), um den deutlich gestiegenen Aufgaben und der damit zusammenhängenden Verantwortung der Bundespolizei Rechnung zu tragen, ist es wichtig, sowohl im mittleren als auch im gehobenen Dienst deutlich verkürzte, verbesserte und vereinfachte (familienfreundlichere) Aufstiegsverfahren zu schaffen.

Wichtig ist auch die Schaffung einer Dienstvereinbarung zum mobilen Arbeiten mit der Priorität Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die Vereinbarkeit von Familienpflichten gegenüber Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen etc. mit den beruflichen Erfordernissen besser umsetzen zu können.

Der Prozess der „besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ wird sowohl aus den Parteien, aber auch aus dem Blickwinkel des Familienministeriums weiterhin beobachtet und unterstützt.

Die GdP bleibt auf allen Ebenen dran und wird nicht locker lassen, bessere Rahmenbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen einzufordern und zu erreichen.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

4 Kommentare
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  1. Also ich finde, es ist schon ein sehr guter Anfang, wenn Ablehnungsbescheide über eine heimatnahe Verwendung auf dem Briefkopf der Behörde geschrieben werden, der mit dem Logo des Zertifikats „Audit berufundfamilie“ versehen ist.
    Wenn das nicht ausreichend für die Identifikation des Dienstherrn mit den Zielen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist – was denn dann???
    > Zynismus wieder aus < und frisch an`s Werk

  2. Ein guter Weg, auch ein „rot“ geführtes Ministerium auf die zahlreichen Probleme der Bundespolizei hinzuweisen.

  3. Liebe Frau Minister Schwesig

    bitte treiben Sie mit Von der Leyen etc. zusammen Ihr Projekt „32 Stunden Arbeit für Mutter und Vater“ durch gelungene Beispiele voran. Lernhilfen für Zeitmanagement für Eltern und Betriebe sind zu fördern. Schon Keynes sah große Arbeitszeitverkürzung durch den technischen Fortschritt voraus! Also kann dies ein Wahlschlager werden!
    Eike Wagner
    Frühlingstr.41

  4. Denken Sie bitte auch an die vielen älteren Kollegen. Diese haben sich eine 30 Stunden/Woche mehr als verdient. Haben jahrelang Familie und Beruf unter einen Hut gebracht. Waren immer da wenn sie gebraucht wurden. Haben nie um Tagesdienst gebettelt. Die haben es verdient!!!