Verbesserte Beförderungsmöglichkeiten für POM, so ist der Sachstand

Obwohl das Haushaltsgesetz verabschiedet wurde, dauert die Umsetzung noch. Derzeit befindet sich die Verteilung auf die Direktionen in der Vorbereitung.

Zur Erinnerung: Im Haushalt 2015 waren bis zum November 2014 218 Hebungen nach A 9 vorgesehen. Das war vielleicht ein guter Schritt – aber für uns noch lange nicht genug, um den „Obermeisterbauch“ aus den Jahren 1954 – 1964 für die betroffenen 603 Polizeiobermeister abzubauen. Dafür haben wir immer wieder die Gespräche mit der Politik geführt und gingen im November bei unserer Aktion „Tatü Tata – Nix mehr da!“ auf die Straße.

Mit guter  Wirkung, denn nach Abschluss der Haushaltsverhandlungen für 2015 steht nun fest: Insgesamt stehen allein aus den Hebungungen   364 Beförderungsmöglichkeiten nach A9m  und weitere  135 Einweisungen in die Zulage zur Verfügung.  Für die Betroffenen insbesondere in den Direktionen Bad Bramstedt, Berlin und Pirna ein erheblicher Fortschritt! Wer den Regierungsentwurf mit dem Ergebnis des parlamentarischen Verfahren vergleicht erkennt den mehr Wert der gewerkschaftlichen Arbeit.

Diese Hebungen werden sicher kommen, auch wenn es derzeit noch unsere Geduld fordert.

Weitere Möglichkeiten stehen uns aufgrund zusätzlicher Planstellen zu Verfügung. Die Gespräche dazu laufen noch.

Wir bleiben dran und lassen uns auch weiterhin daran messen!

Jörg Radek


pdf Artikel für den Aushang

Die Entwicklung im Herbst 2014 zum Nachlesen:

26.11.14: Bundespolizei im Fokus der Haushaltsdebatte 2015

13.11.14: GdP-Proteste erfolgreich – erste Haushaltsverbesserungen durchgesetzt!

04.11.14: Bundespolizisten demonstrieren vor dem Bundesinnenministerium

17.10.14: GdP streitet im Bundestag für bessere Finanz- und Personalausstattung der Bundespolizei

04.10.2015: Attraktivität für alle: ganzheitlich

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

18 Kommentare
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  1. Wer hat´s gemacht – die GdP hat´s gemacht!
    Danke!!!

  2. Prima, und dann? Ich z.B. habe als POM’in eine 7/9 mZ Stelle und bekomme in den Beurteilungen nie mehr als Note 7. Da liegt eine Beförderung zum PHM in weiter Ferne. Ich arbeite seit fast 22 Jahren in diesem Beruf und ich frage mich Tag für Tag wo meine Motivation her kommt.

  3. Was ist mit dem POK Bauch?

  4. @ DFS:
    Sorry, aber ganz spontan fällt mir dazu nur ein: Unerträglich, diese ständige Eigenloberei und Schulterklopferei! Gilt übrigens genauso für die andere „Partei“, die auch immer behauptet alles im Alleingang erreicht zu haben.
    Mannomann, wir sind alle beim gleichen Verein, ob blau, grün, grau oder pink, gD, mD, hD, Männlein, Weiblein, Vollzug, Verwaltung, Tarif, alt, jung, dick, dünn, blond, braun, schwarz, mit ohne Haare (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen) und uns drücken alle die gleichen Probleme:
    Tut Euch endlich zusammen und geht das wichtigste, größte, gemeinsame Problem endlich gemeinsam an:
    „QUO VADIS BPOL?“

    So, das mußte mal sein.
    Nix für ungut!

  5. Bei ca. 8.000 POM ist das aber immer noch viel zu wenig. Rechnerisch sind das etwas über 4,5 % der POMs, die befördert werden können. Somit heißt das im Schnitt 22,5 Jahre POM.
    Dennoch, ohne Gewerkschaft wären es noch weniger Beförderungen. Traurig, wie der Bund mit seinen Beamten umgeht.

  6. @auch pom:

    Es geht doch in erster Linie mal um die 603 POM der Jahrgänge 1954 – 1964, die noch vor der Pension befördert werden sollten, nur nutzt das den Jahrgängen 1954 – 1957 nichts mehr, da sie schon im Altersstrafraum sind. Also nur die POM der Jahrgänge 1958 – 1964, nur können die lediglich befördert werden, wenn sie die dementsprechende Beurteilung haben. Hätten sie eine solche, wären sie aber schon längst befördert worden. Also müsste der Gesetzgeber für diesen Personenkreis eine Ausnahmeverordnung erlassen, sonst werden wieder nur die befördert, die dem Erst- und Zweitbeurteiler genehm sind.

  7. Zitat :…. die dem Erst- und Zweitbeurteiler genehm sind.

    Solange so etwas möglich ist, ist doch eine Beurteilung nur eine Farce!
    Die jetzige Art der Beurteilung ist doch Hauptgrund der miesen Stimmung in der BPOL.
    In den seltensten Fällen (ich kann nur für grüne Grenze sprechen) ist ein Dgl/Stllv oder Gruppenleiter mit auf Streife.
    Wie soll denn so eine Beurteilung erstellt werden nach den aktuellen Beurteilungspunkten?
    Weg mit den jetzigen Beurteilungsrichtlinien!

  8. Bei allem Respekt vor den POM`s, wo die Beförderung nach mehreren Jahren mehr als überfällig wird – denkt bitte auch an den gD. Es gibt viele Kollegen, die nach dem zweieinhalbjährigen Aufstieg auf A9 festsitzen. Gerade im Bereich Berlin sind die neuen Beförderungsrichtlinien völlig unverhältnismäßig! Somit wird die BPOL keine Leute in Zukunft zum Aufstieg bewegen können!

  9. Nachdenklich 19. Februar 2015

    Solange so etwas möglich ist, ist doch eine Beurteilung nur eine Farce!
    Die jetzige Art der Beurteilung ist doch Hauptgrund der miesen Stimmung in der BPOL.

    Wohl wahr! Und solange die Beurteiler nicht erkennen, dass hier der Hase im Pfeffer liegt und den (gerichtlich übrigens durchaus bestätigten!) Grundsatz beherzigen, dass in der Regel im Laufe der Jahre durch mehr Erfahrung auch eine bessere Leistung indiziert ist, so lange wird das nix!

    Man wird immer wieder der Versuchung erliegen, den jungen „Überflieger“ an allen anderen vorbei in die „9“ zu hieven und damit X POMs die Möglichkeit nehmen, jemals ihr Endamt zu erreichen. (nämlich dadurch, dass der in jungen Jahren beförderte die Planstelle umso länger blockiert…)

    Eine gesetzliche Altersregelung dürfte hingegen auf rechtliche Schwierigkeiten stossen.(Die Erfahrungen in HH lassen grüßen…)
    Deswegen: es kann doch nicht so schwer sein, auch beim Beurteilen den gesunden Menschenverstand einzuschalten!?

    Nach den bislang praktizierten Verfahrensweisen jedenfalls dürften die 30-50 (wenig genug!) Aufsteigsmöglichkeiten nach § 16 nämlich gerade eben nicht den lebensälteren zugute kommen, sondern von „jungen, leistungsstarken“ (bewusst in Gänsefüsschen…) abgegriffen werden!

    Also: Die Beurteiler haben es in der Hand! – Muss man wirklich noch deutlicher werden?

  10. @ loddel
    @ Nachdenklich
    Fragt doch mal eure Erst und Zweitbeurteiler inwieweit sie in diesem „Beurteilungssystem“ noch
    Möglichkeiten haben.
    In meinem Bereich keine, hier geht es nach vorgegebenen Noten, da kann ich als Erstbeurteiler schreiben was was ich will, was ich auch mache.
    Das Regulieren meiner Beurteilung auf das gewünschte Ergebnis erfolgt dann woanders.
    Dies Instrument der Steuerung ist uns genommen – mit freundlichen Grüßen das Beurteilungsunwesen.

  11. Ich möchte nochmals anmerken, dass die geringe Anzahl von Beförderungen einfach viel zu wenig sind. Man kommt nicht mehr umhin, auch nach Lebensleistung zu schauen und kommt damit einfach auf die älteren Kollegen. Im Bereich POM sind Beförderungszyklen von 20 Jahren mehr die Regel als die Ausnahme. Nennt doch mal Ross und Reiter. Wie lange braucht man im Durchschnitt von POM auf PHM. Im Verhältnis zu anderen Behörden kommen da sicher völlig inakzeptable Ergebnisse raus. Gruß POM Ewig

  12. Einfach mal alle befördern, die die 9 haben, z.b. im Bereich PHM zu PHMZ und nicht jahrelange Wartezeiten mit der 9.
    Dann könnte man auch POM zum PHM nachschieben. Im gD geht es doch auch das Koll. mit der 7 od. 8 befördert werden od. wurden. Auf jeden Fall sollte man dafür sorgen (GdP) das Koll. ihr Endamt vorm Altersstrafraum erhalten.
    Setzt durch das die Pol.zulage mit in die Pension geht, dass würde vieles abfedern, z.B. Krankenvers.

  13. golfer 20. Februar 2015
    Einfach mal alle befördern, die die 9 haben, z.b. im Bereich PHM zu PHMZ und nicht jahrelange Wartezeiten mit der 9.
    Dann könnte man auch POM zum PHM nachschieben. Im gD geht es doch auch das Koll. mit der 7 od. 8 befördert werden od. wurden.
    —————————-

    Der von dir aufgeführte kleine Personenkreis konnte aber nur deshalb mit den niedrigen Beurteilungsnoten befördert werden, weil in der Direktion noch Platz nach oben war, d.h. dort Beförderungsmöglichkeiten frei waren.

  14. @golfer

    Du hast Recht und jetzt kommt noch hinzu, dass die Beurteilungszeiträume VIELLEICHT auf drei Jahre angehoben werden. Wenn man dann 2 x 9 braucht, hatte man früher in der gleichen Zeit schon 3 x 9. SO kann man Beförderungen auch hinaus schieben. Wenn das kommt, geht das Hauen und stechen erst richtig los.

  15. @bart, das ist doch sinn und zweck der sache. Gilt aber nur für den md.

  16. Alleine die Tatsache, dass es 60jährige Kollegen im Amt des POM in unserer Firma gibt, ist ein Armutszeugnis!

  17. Na da bin ich ja froh das es sonst keine Beamte in der BPOL gibt. Prüft doch mal die VB. Den geht es noch schlechter bei abeförderungen und die machen eine genauso gute Arbeit und mit einer 7 ist man der König, aber mit noch weniger Aussichten auf Förderung !

  18. „Alleine die Tatsache, dass es 60jährige Kollegen im Amt des POM in unserer Firma gibt, ist ein Armutszeugnis!“
    holdinger 23. Februar 2015

    Manchmal ist das soziale Fangnetz der BPOL viel zu engmaschig und fängt zu viel auf. Daran „drehen“ ist auch ein Weg zu mehr Gerechtigkeit.