Attraktivität für alle – Wir bleiben dran!

2013_AIII_Logo_InternetDie Menschen in der Bundespolizei leisten gute Arbeit. Wir Gewerkschafter kämpfen dafür, dass diese Arbeit ihre verdiente Wertschätzung erfährt – unabhängig von Laufbahngruppen, ob Vollzugs-, Verwaltungsbeamte oder Tarifbeschäftige.

Die GdP setzt sich dafür ein, die Gerechtigkeitslücken in der Bundespolizei zu schließen. Und unser Einsatz in den letzten Monaten bei den Haushaltspolitikern hat sich ausgezahlt. Im Haushaltsjahr 2015 gibt es zusätzlich ca. 2.700 Beförderungen. Hinzu kommen die 100 Wertigkeiten der Hebungen von E 3 nach E 5.

Nur durch den gewerkschaftlichen Einsatz war dies möglich. Seitens der Behörde und des BMI waren keine Verbesserungen vorgesehen.

Diese Feststellung ist wichtig, weil nun der Bundesinnenminister beim Bundesfinanzminister angetreten ist, um für den Haushalt 2016 rund 2.200 Beförderungen zu ermöglichen. Doch die geplanten wenigen 33 Wertigkeiten von E3 nach E 5 reichen nicht. Hier sind Nachbesserungen unbedingt erforderlich.

Es ist nun offensichtlich: Das Bundesministerium des Innern hat die Personalstrukturproblem erkannt und will sie lösen. Wir werden dieses Vorhaben weiterhin aufmerksam begleiten.

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

7 Kommentare
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  1. Das hört sich doch sehr gut an. Kann mir jemand sagen wieviele Beförderungen dann in diesem jahr tatasächlich vollzogen werden können?
    Danke schonmal an die Gewerkschaft für den unermüdlichen Einsatz.

  2. Eigentlich kann man fast zynisch behaupten, dass man das ganze nur auszusitzen braucht.
    Innerhalb eines Jahrzehntes mit 2014 beginnend, werden so viele Kollegen in Pension gehen, so daß sich unsere Heiligkeit Gedanken machen muss, wie man junge Menschen dazu bewegt sich bei der Polizei zu bewerben.
    Ansonsten kann man eigentlich auch zu machen, falls das nicht sogar gewollt ist.
    Das Gefühl hat man zumindest.
    Stress, Beförderungen, Ausrüstung, Schichtdienst, Ansehen in der Öffentlichkeit, Rückhalt von Legislative und Judikative, Gefahren etc…
    Was davon bewegt heutzutage noch die Menschen sich zu bewerben?
    Ich denke man muss so langsam mal diese Behörde attraktiver machen.
    Solange sich die Gewalten bekämpfen und man wirtschaftlich nicht unabhängig mit motivierenden Karriereaussichten trotz Familie anfreunden kann, solange werden die Bewerberzahlen nicht mehr die nötigen Stellenzahlen erhalten.
    Da sind dann die heutigen 3000 Fehl noch das geringste Problem.
    Die Dunkelziffer ist dabei in meinen Augen noch viel höher, wenn man bedenke, wieviele innerlich gekündigt haben wegen oben genannter Probleme.
    Dabei wäre die Lösung so einfach…

    Eine Garantie, dass jeder sein Endamt bis zur Pension erreicht hat.
    Eine Beförderung pro 10 Jahre Dienst.
    Die Beurteilung hilft ein Jahr früher oder später den Pickel zu bekommen.

    Kosten für Einsätze auslagern.
    Fußballclubs, Deutsche Bahn, Flughafenbetreiber und auch Straftäter müssen die Sicherheitskosten komplett selbst tragen.

    Regionale Einstellungen in den Direktionsbereichen.

    Keine Benachteiligung in der Karriere aufgrund von Kindern.

    Eine Modernisierung der Uniform.

    Durch die freigewordenen Gelder die Ausrüstung auf den aktuellen Stand bringen, angepasst an die Situation der Zeit.

    40 Dienstjahre sind genug.

    Schichtdienst auf ein Mindestmaß an Dienstjahre beschränken.
    Dabei sollte man anstreben, dass vorrangig Dienstälteste Kollegen im Stab und in der Ausbildung Verwendung finden und alle von ihrer Erfahrung profitieren können.

    38,5 Stunden-Woche.

    Eine regelmäßige Erhöhung der Bezüge um mindestens der Inflation plus durchschnittliche Erhöhung der allgemeinen Lebenserhaltungskosten (genau wie die Diätenregelung der BT Abgeordneten).

    Die Personalpolitik endlich umstellen, will heißen, kein Abordnungen auf Dauer durch das Bundesgebiet, sondern nur als Notfall für den engen Einzelfall.

    Eine Kernaufgabe zur Identifizierung herausstellen und nötigenfalls Aufgaben auch ablehnen um die Kernaufgaben zu 100% erfüllen zu können.

    Wertschätzung der Vorgesetzen an die Nachgeordneten durch die Möglichkeit von Anerkennungen.
    (Z.B. Der Inspektionsleiter darf mal einen Tag Urlaub schenken…)

    Sind nur ein paar Gedanken die ich hier zur Diskussion stellen möchte, aber all dies wird nunmal auch bemängelt und ist Notwendig um sich in folgenden Generationen auch gegen die freie Wirtschaft mit ihren finanziellen Möglichkeiten zu behaupten.
    Die Übernahme von Kita Kosten, Dienstwagen, kein Stundensoll sondern nur noch Projektsoll und all die modernen Erfindungen der Gegenward um die Besten weiterhin zu bekommen.
    Der Bund darf das nicht verschlafen und muss endlich handeln, auch und gerade im Interesse der bestehenden Mannschaft.

  3. Das kann ich alles sofort unterschreiben, Freidenker! Das Problem ist nur, dass solange Leute wie die „Schwarze Null“ und TDM bei uns das Sagen haben, die uns einen husten und eher die Wochen- und Lebensarbeitszeit noch erhöhen werden!

  4. Du hast sicherlich Recht Sergant.
    Aber in absehbarer Zeit werden Sie müssen oder sind gezwungen Aufgaben aus dem BPolG zu streichen…

  5. Freidenker, dem ist eigentlich, wenn überhaupt, so gut wie nichts mehr hinzuzufügen und ich würde beim Annehmen dieser Verbesserungen nicht mal rot werden, denn nichts davon klingt überzogen oder unverschämt.

    Und der multifunktionale Bundespolizeibeamte soll dabei jetzt nicht nur Bahn, Luft, See und sonstige Lagen bewältigen, sondern darf, sollte das mit der GSG 4 1/2 nicht wie gewünscht klappen, statt in unserer AMOK Ausbildung auf 16jährige, vom Leben enttäuschte Schüler mit Papas Schrotflinte und Kurzwaffen schießen, sondern demnächst auch noch auf vermutlich militärisch geschulte, gut ausgebildete, das eigene Leben verachtende Terroristen bewaffnet mit Armeegewehren…..

    Danke….

  6. Bei allem Respekt für EURE Arbeit…….

    Wenn die benötigten Zahlen von FRA (nach G7) und MUC (Jan 2016) auf dem Tisch liegen, braucht man von Attraktivität bei der BPOL nicht mehr zu reden.

    Geschweige denn von Personalstärken in den Inspektion und schon gar nicht in der Bereitschaftspolizei.

    Und im abwiegeln, klein reden oder sich „tod stellen“ im Bereich der Kommunikation bzw der Transparenz wird sich die funktionierende Leitungsebene an ihr „LEIDBILD“ halten.

  7. Wir waren im Urlaub.
    Dort war eine große Einreisehalle.

    Abgeflogen und zurückgekommen war ich von FFM.
    Dort gibt es annähernd 180 Grenzkontrollstellen.

    Ohne jetzt tiefgreifend zu denken, behaupte ich, dass durch eine strukturelle Veränderung erhebliches Personal eingespart werden kann.

    Das bringt Attraktivität für alle!

    Der Personalbedarf in FFM ist weiterhin hoch. Dann muss dort gezielt geworben und eingestellt werden.
    So wie der Aufstieg dieses Jahr geregelt ist. Man bewirbt sich auf Posten von Direktionen, wo man aufsteigt. Man weiß vor dem Aufstieg wo es hingeht.
    Gleiches bei der Einstellung: Die Bundespolizei stellt ein: 150 PMA für FFM; 30 für MUC. Der Bewerber kreuzt an, macht das EAV und bekommt nach Erstwunsch, Zweitwunsch und Punkten eine Zusage für FFM. Jetzt muss er zusagen oder es rückt einer nach. Der weiß vor der Ausbildung wo es hingeht.
    Zuwenig Bewerber? Angebot und Nachfrage: Die Bundespolizei stellt zum 1.10 für FFM POMAs ein. Oder eine Sonderzulage FFM. Wie damals das Buschgeld.

    Schichtdienst:
    Anerkennung des Schichtdienstes und Anrechnung auf Pensionierung. Wer länger im Schichtdienst ist geht früher in Pension; wer wenig Schichdienst gemacht geht später in Pension.
    Vielleicht ein Korridor von 57 – 65 Jahren nach mindestens 40 Dienstjahren.