Arbeitszeitfragen? – GdP fragen!

Mitgliederbefragung der GdP – Bundespolizei zur Arbeitszeit gestartet!

2015_GdP_ArbeitszeitlogoArbeitszeitfragen bestimmen unser Leben nachhaltig. Die Frage, wie unsere Arbeitszeit geregelt ist, ist mit entscheidend dafür, ob wir genug Zeit haben, um sie auch mit Freunden und der Familie zu verbringen, ob wir Zeit haben, uns zu erholen. Und Arbeitszeitfragen tragen dazu bei, ob wir uns in unserer Arbeit zufrieden fühlen und letztendlich auch, ob wir gesund bleiben.
Die GdP will sich dem Thema Arbeitszeit ganz zentral widmen. Wir wollen uns ansehen, wie die Arbeit in den Polizeien des Bundes organisiert ist und was Euch als Betroffene unter den Nägeln brennt. Wir wollen uns anschauen, wo der größte Handlungsbedarf besteht und was man vielleicht bereits im Rahmen der derzeit rechtlichen Möglichkeiten schnell verbessern kann. Wir wollen aber auch dann initiativ werden, wenn die vorhanden rechtlichen Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen Notstand zu beseitigen.
Daher führen wir ab sofort eine Mitgliederbefragung durch. Auf unserer Internetseite kannst Du Dich als GdP-Mitglied an dieser Befragung beteiligen.

Du musst Dich nur vorher in den Mitgliedsbereich mit Deinem Nachnamen und Deiner GdP-Mitgliedsnummer (rechte Spalte auf dieser Webseite) einloggen.

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Klicke danach einfach rechts auf das Logo „Arbeitszeitfragen? – GdP fragen!“
Wir werden diese Befragung, welche vom bis zum 31. Juli stattfindet im August zügig auswerten und dann einen konkreten Umsetzungsplan erarbeiten.

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

6 Kommentare
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  1. Die Wochenarbeitszeit muss weniger werden. Es kann doch nicht sein, dass es PVB mit 41 Sth/Woche andere mit 40 Sth/Woche und dann Angestellte mit 39 Sth/Woche gibt. Überall wird die Wochenarbeitszeit verkürzt nur bei uns geht da kein Weg ran. Mit 38 Sth/Woche kann man, als Schichtler langsam anfangen zu leben.
    Aber darüber reden wird ja schon viele Jahre.

  2. Ich denke, dass man vorsichtig sein sollte wenn man das Thema anfasst. Nicht alle gesetzlichen Regelungen sind tatsächlich im Interesse der einzelnen Mitarbeiter. Es gibt Dienststellen, wo der kurzel Wechsel gemacht wird und der Großteil der Mitarbeiter total glücklich damit ist, da sie so unterm Strich mehr Zeit zu Hause verbringen – obwohl der Wechsel so arbeitszeitrechtlich gar nicht zulässig wäre da keine elf Stunden Ruhe dazwischen sind.
    Es gibt Dienststellen da wird die zwölf Stunden Schicht am Wochenende bevorzugt, da so in der Summe ein freies Wochenende mehr pro Schichtblock herauskommt.

    Wenn wir (Bereitschaftspolizei) die engen Grenzen der Wochenarbeitszeit, Ruhezeiten, etc als absolut betrachten, dann heißt das für mich, dass ich weniger Überstunden an sammele, dass ich längere Einsatzzeiten (weg von zu Hause) habe und weniger Überstunden dafür bekomme, da es ja um verlängerte Ruhezeiten geht bzw. um eine weitere Nacht (An- und Abreise), die nur wegen engen Auslegung notwendig wäre für den Einsatzwert jedoch keine Bedeutung hat.

    Unterm Strich würde die Gewerkschaft dann Vereinbarkeit von Beruf und Familie massiv negativ beeinflussen.

    So fahre ich meinen Einsatz, bin so kurz wie es taktisch notwendig ist von zu Hause weg und kassiere so viel Stunden wie es möglich ist und verbringe nicht meine Freizeit sonst wo in Deutschland. Ich kann selber entscheiden ob und wie viel ich vor den Einsätzen frei mache, einen Tag, zwei Tage, die ganze Woche – es ist mir freigestellt. Ich kann wählen, ob ich mein Stundenkonto aufbaue und oder abbaue – ich bestimme außerhalb der Einsätze meine Freizeit. Bei enger Beachtung der Zeiten ist das nicht mehr möglich.

    Gleitzeit…. jetzt habe ich eine Karte und logge mich ein und aus; es ändert aber nichts daran, dass man das mit seinem Zugführer bespricht (also alles was außerhalb des halben Stunden-Korridors liegt); eigentlich ist das kein Besprechen sondern Bescheid geben und man kann kommen und gehen wann man will (überzogen gesagt).

    Es mag Dienstellen geben, wo die Mitarbeiter nicht glücklich sind… aber man sollte beim Anfassen diesen Themas vorsichtig sein und betrachten, was der überwiegende Teil der Mitarbeiter denkt. Einzelne die meckern finden sich immer und überall und oft ist das Gemecker beim genauen Hinterfragen substanzlos.

    Ich hoffe, wenn die GDP das Thema anfasst, dass dort nicht die Freiheiten die man hat durch Schutzvorschriften zu einem engen Korsett geschnürt werden.

  3. Ich schließe mich Micha an. Oberste Priorität muss sein, die Arbeitszeit im Schichtdienst auf 38 Stunden im ersten Schritt runter zu fahren. Der Wechselschichtdienst an sich ist mehr als schädlich. Dazu noch eine unverhältnismäßig lange Arbeitszeit zu teils unmöglichen Zeiten muss einfach nicht auch noch sein. BGM ist das Deckmäntelchen des Dienstherrn um angeblich die Gesundheit zu erhalten. Die Arbeitszeitverkürzung haben wir uns Anfang der 90er Jahre erkauft. Diese ist ohne Gegenleistung mit einem Federstrich aufgehoben worden.
    Echte Wertschätzung sieht anders aus. Bitte, GdP übernehmen Sie, danke.

  4. Moinsens!

    Ich halte es da so wie „Micha“ und „Wolle von der Küste“.
    Die Wochenarbeitszeiterhöhung von 38,5 Std auf 41 Std hat für Wechselschichtdienstleister je nach Dienstplan eine Schicht pro Monat mehr „generiert“.
    Exemplarisch finden sich in unserem starren 5-Wochenplan lediglich zwei Zeiträume, die man ernsthaft als „Regenartionszeiträume“ bezeichnen kann (1x ca. 58Std und 1 x 62 StD.). Dabei handelt es sich dann auch um die teuer erkauften zwei „Beton-DF-Wochenenden“.
    Alle anderen dienstfreien Zeiträume möchte ich persönlich nicht als Zeiten für eine wirkliche Regeneration bezeichnen, da sie in Anbetracht der Schichtübergänge zu kurz sind.
    Dabei ist dieser Dienstplan aus meiner Sicht aber leider das Optimum, was zwischen den Wünschen/Vorgaben der Dienststellenleitung und den Beschäftigten aushandelbar war.
    Mein Fazit: ohne Wochenarbeitszeitreduzierung wird es ein „Mehr“ an Familie nicht geben.
    Da kann eigentlich nur eine sog. „Verschlimmbesserung“ bei herauskommen.
    Zukünftig betrachtet wird sich m.E. vielmehr die Zahl derer erhöhen, die dieser „Taktung“ nicht mehr standhalten können (Alterschnitt: 47 +).

    Wenn ernsthaft jemand der Verantwortlichen davon ausgegangen ist, dass die Anhebung der Wochenarbeitszeit ein taugliches Mitel ist, das Personalfehl auszugleichen, dann ist wirklich jede Hoffnung verloren.
    Da nützt ea auch nichts, Dinkelbrötchenrezepte zu verschicken, tolle Ratschläge zu verteilen wie:“regelmäßig zu schlafen und regelmäßig zu essen“, sowie BGM-Vorhaben einzuführen, für die nicht einmal die Logistik vorhanden ist.

    Nicht nur die Politik ist offensichtlich fernab der Basis.

    Gesund bleiben.

    AB

  5. Bezüglich des Pensionseintritts sollten folgende Punkte überlegt werden:

    – alle denkbaren Formen der Altersteilzeit / Lebzeitstundenkonten etc; so dass jeder in jungen Jahren Stunden / Tage / Monate / Jahre ansammeln kann, die er früher in Pension geht. Es sollte verschiedenste Modelle geben, da der jeweilige Einzelfall nicht immer mit nur einer Lösung passt.

    – Anrechnung des Schichtdienstes. Heißt: Wer viel Schichtdienst gemacht hat geht früher in Pension (und umgekehrt wer wenig gemacht hat später). Genaue Rechnungsmodelle kann man später verfassen; grob ein Korridor von 58 bis 65 Jahren.

  6. @BEPO; Dein Kommentar ist recht unklar und sehr pauschalisiert. Ich weiß auch nicht warum du die GdP bei dieser Befragung annmahnst. Wo liegt Dein Problem bei den Aussagen die Du da triffst? So wie ich das verstehe, will die GdP eine Befragung bei Ihren Mitgliedern vornehmen und die Probleme erst daraus erkennen. Du sprichst hier schon konkret irgendetwas an, was noch bisher garnicht ausgewertet wurde. Im übrigen, kenne ich eine Menge Schichtler, die sagen das der 12 Stunden Rhytmus z. B. am WE sie belastet. Mach das mal im Alter. Im weiteren sprichst Du hier an, dass absichtlich gegen die Schutzvorschriften verstossen wird. Ich find das ein Unding. Wir sollen den Bürger kontrollieren, dass er die kleinsten gesetzlichen Sachen einhält. Z. B. Rauchen auf dem Bahnsteig (OWI), Lenk- und Ruhezeiten etc. Brummifahrer werden strengstens auf Ihre Arbeitszeiten kontrolliert und wir halten uns selber nicht an die Schutzvorschriften. Normalerweiße müsste in Mengen Dienstaufsichtsbescherden folgen.
    Auch ich wäre für eine Senkung der Wochenarbeitszeit. Nach meiner Erkenntnis führt da kein Weg rein. Kollege Sven Hüber hat dies vor kurzem schon mal deutlich dargestellt. Das BMI spielt da nicht mit. Ansonsten müssten wir unterm Strich noch mehr einstellen. Was ja gut wäre, aber es ist kein Geld da und da liegt das größte Problem. Die Politiker halten uns immer nur die Zahlen vor Augen. Diese Befragung lässt uns hoffentlich erkennen, wo das Problem in der Arbeitszeit steckt. Was die GdP hier macht ist genau richtig. Damit seit Ihr die einzige Polizeigewerkschaft die hier Probleme erkennt, bearbeitet und für deren Abstellung sorgt.