Personalbedarf für die Aus- und Fortbildung 2016 – 297 Planstellen

Die Bundespolizei hat eine sogenannte „Einstellungsoffensive“ gestartet, um die durch den demografischen Wandel frei werdenden Planstellen und die Einstellungen für zusätzliche Planstellen abdecken zu können. Die Einstellungszahlen liegen nunmehr bei durchschnittlich 1.450 Anwärterinnen und Anwärtern pro Jahr – und das planerisch bis 2026 und darüber hinaus.

Die aktuell im Bereich der Aus- und Fortbildung zur Verfügung stehenden personellen und materiellen Ressourcen sind jedoch auf deutlich geringere Ausbildungszahlen (500 im mittleren und 100 im gehobenen Polizeivollzugsdienst) ausgelegt. Daher werden nach ersten Berechnungen mindestens 552 zusätzliche Planstellen für die Bundespolizeiakademie und die Bundespolizeidirektionen, davon 297 in 2016, für zusätzliches Lehrpersonal benötigt. Diese Planstellenforderung hat das Bundespolizeipräsidium gegenüber dem BMI getätigt.

Das Bundesministerium des Innern hat für den 1. September 2015 mehr als die Verdoppelung der Einstellungszahlen angeordnet, verweigert sich aber der logischen Konsequenz der Bereitstellung entsprechender personeller und materieller Ressourcen.

Wir fragen: Wie will das BMI die verstärkte Laufbahnausbildung ohne ausreichendes Lehr- und Ausbildungspersonal sicherstellen?

Es kann nicht ernsthaft die Absicht des Ministeriums sein, das benötigte Lehrpersonal ebenfalls noch aus dem operativen Dienst herauszulösen und zu verschulen.

Wir fordern daher das BMI auf, im Haushalt 2016 insgesamt 297 zusätzliche Planstellen zur Sicherung der Aus- und Fortbildung auszubringen.

Die Nichtberücksichtigung der Stellenforderungen führt für die verbliebenen Mitarbeiter zu einer nicht hinnehmbaren Arbeitsverdichtung und Überlastung sowie zu einer Gefährdung der Laufbahnausbildung.

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Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

6 Kommentare
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  1. Zitat: „Es kann nicht ernsthaft die Absicht des Ministeriums sein, das benötigte Lehrpersonal ebenfalls noch aus dem operativen Dienst herauszulösen und zu verschulen.“

    Oh, doch. Genau das passiert gerade. Aktuell ist eine Funktionsausschreibung für etliche Funktionen in der Ausbildung raus; gezielt an die BP.
    Der Clou dabei, die Ausbilder sollen aus den Abteilungen kommen und zusätzlich für Einsatzmaßnahmen zur Verfügung stehen.

    Ohne Worte!!!!

  2. man stelle sich vor niemand meldet sich für diese stellen….dass wäre mal ein ding!!

  3. Es werden sich kaum welche melden, da es nur funktionale Verwendungen sind. Zumindest die aktuellen Ausschreibungen. Ehrlich gesagt ist bei denen die für diese Funktionen infrage kommen der Drops gelutscht. Keiner will für diese weitere undurchdachte Personalentscheidung seine Energie verschwenden.
    Zumindest bei uns…..

  4. Ich wette es gibt genug.

    Aber bitte nicht vergessen, liebe Bewerber; in der Woche Ausbildung und am Wochenende Einsatz!!!

  5. Bei uns: LÄUFT;-) zur vollsten Zufriedenheit der Obrigkeit

    – junge PK > ködert man mit der Zweitverwendung

    – Einsatzeinheiten werden zusammen gepfercht

    – kaum noch Hallenzeiten, Raumschießanlage (diese bis zum Anschlag noch fremd vergeben)

    – Zulauf vom Laufbahnlehrgang…ich weiß hahaha…..könnten wir gar nicht mehr unterbringen

    …….LÄUFT

  6. Ausbildung ist gut und wichtig. Ich nehme gerne PMAs bei uns auf. Mit den engen Hallen und RSA Zeiten kann ich leben. Dass wir Personal für die Ausbildung stellen ist auch ok.

    Wir stellen aber auch Personal für FFM, wir schicken PVB ins Ausland, in den Aufstieg, lassen PVB zu MKÜn und zum Einzeldienst (dank wieder eingeführte normaler Personalwirtschaft und Ausschreibungen) ziehen.

    Wieviel Hunderschaften hat die Bundesbereitschaftpolizei noch? Und nun rechne davon wieder MINUS ZWEI. Das ist Fakt.
    Die Bundesbereitschaftspolizei ist die Direktion, die am meisten Personal verliert.

    Es muss endlich ein Zufluss an jungen PMs /Innen erfolgen, sonst geht bald gar nix mehr und die BPOL hat 10 zusätzliche Ausbildungsabteilungen neben den AFZen in Deggendorf, Bad Berzabern, Bayreuth, Hünfeld, Bad Düben, St Augustin, Blumberg, Duderstadt, Ratzeburg und Uelzen