Präsidium plant tiefgreifende Änderungen im gPVD – Nicht mit uns!

Durch das im Haushaltsjahr 2014 vollendete Attraktivitätsprogramm II ist der Anteil des gehobenen Polizeivollzugsdienstes (gPVD) auf 40 % gestiegen. Dabei galten stets die Feststellungen, dass erstens die Bundespolizei „über eine beachtliche Zahl von Funktionen [verfügt], die sich im Schnittbereich von zwei Laufbahnen bewegen“, und zweitens „Beamtinnen und Beamte, die diese Funktionen aus Gründen der Kontinuität längerfristig wahrnehmen sollen, (…) auf der einen Seite Erfahrungen und Kenntnisse aus der niedrigeren Laufbahn, auf der anderen Seite aber keine volle Ämterreichweite [benötigen]“.

Dementsprechend war die Personalstruktur festgelegt: Der Anteil der Aufstiegsbeamten sollte 2/3 nicht übersteigen; ein Drittel blieb der Einstellung von Abiturienten in den Vorbereitungsdienst vorbehalten. Von den Aufstiegsbewerbern nahmen ca. 33 % am Ausbildungsaufstieg (Fachhochschulstudium), 12 % am Praxisaufstieg sowie 55 % am begrenzten Praxisaufstieg (Ämterreichweite bis A 11) teil. Die Verteilung ergab sich aus dem Bewerberverhalten. Das war auch sachgerecht, da sich die Aufstiegsbeamten mit Ämterreichweite bis A 11 vor allem auf den angesprochenen Funktionen „die sich im Schnittbereich von zwei Laufbahnen bewegen“, befinden.

Das plant das Bundespolizeipräsidium:

Nun soll der bewährte Weg verlassen und mit den „Ausbildungszahlen mittlerer und gehobener PVD 2014 bis 2037“ die Verhältnisse teilweise drastisch geändert werden. In diesem Zeitraum müssen aufgrund von Altersabgängen 10.080-mal Planstellen im gD neu besetzt werden.

Dabei will man die Anzahl der Einstellungen von Abiturienten in den Vorbereitungsdienst gPVD von derzeit 1/3 auf über 41 % erhöhen. Das verschlechtert die Aufstiegsmöglichkeiten leistungsstarker und berufserfahrener Beamter aus dem mittleren Dienst erheblich und beeinträchtigt das Leitbild des Polizeiberufes als Aufstiegsberuf.
Weiterhin soll auch der Zugang zum (gerade erst auch für Polizeiobermeister und ohne Alterszugangsgrenze geöffneten) verkürzten Aufstieg nach § 16 BPolLV erheblich erschwert werden. So soll sich das Verhältnis zwischen den einzelnen Aufstiegsmöglichkeiten nicht mehr aus dem Bewerberverhalten ergeben, sondern deutlich „schieflastig“ mit 25 % vorgegeben werden. Damit geht insbesondere eine Benachteiligung von Frauen einher, weil diesen oft aus Gründen der Unvereinbarkeit von Familie, Beruf und heimatfernem mehrjährigem Fachhochschulstudium die alternative Zugangsmöglichkeit zum vereinfachten Aufstieg radikal beschnitten wird. Insgesamt würde damit der Anteil der Beamten mit vereinfachtem Zugang zum gehobenen Dienst und begrenzter Ämterreichweite auf Sätze zwischen 9,3 % und 14,6 % pro Jahr absinken.

Dem gegenüber würden zukünftig 86,7 % Beamte im gehobenen Dienst über ein volles Fachhochschulstudium und volle Ämterreichweite verfügen. Dem steht die angesprochene verfügbare Funktions- und Planstellenstruktur diametral gegenüber: Zum einen verfügt die Bundespolizei nach wie vor über „Funktionen, die sich im Schnittbereich von zwei Laufbahnen bewegen“ und „keine volle Ämterreichweite [benötigen]“. Zum anderen sind in der heutigen Stellenstruktur knapp 60 % der Planstellen des gD in A 9g und A 10 angesiedelt, nur 40 % hingegen in A 11 bis 13. Nur 15 % aller Beamten des gPVD können überhaupt in ein Amt der Besoldungsgruppe A 12 oder A 13 befördert werden.
Wer nun plant, zukünftig fast 87 % der nachzubesetzenden Stellen des gD mit Fachhochschulabsolventen zu besetzen, von denen aber nur ein Bruchteil jemals ein Amt der Besoldungsgruppe A 12 oder A 13 erreichen kann, während der überwiegende Teil bei A 9 bis 11 verharren muss, schafft ein erhebliches und vollkommen überflüssiges Frustrationspotenzial!

Die Reduktion des Anteils der Beamten mit verkürztem Aufstieg und begrenzter Ämterreichweite ist dabei ohne sachlichen Grund: Die Evaluation der Aufstiegsverfahren ergibt, dass die Lehrgangsabschlussergebnisse der Aufsteiger mit verkürztem Aufstieg ohne Tadel sind; der Anteil derer, die den Aufstieg bzw. die Ausbildung abbrechen oder nicht bestehen, liegt weit unter der Quote der Fachhochschüler; auch die Abschlussnoten sind nicht schlechter. Auch eine Evaluation der Beurteilungsnoten ergibt kein signifikantes Leistungsgefälle.
Die Pläne des BPOLP sind zudem mit einer enormen Bindung und Erhöhung von personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen der ohnehin unterdeckten Aus- und Fortbildungsorganisation verbunden, da ein Fachhochschulstudium (ob als Vorbereitungsdienst oder uneingeschränkte Aufstiegsausbildung) deutlich länger dauert und mehr kostet als ein vereinfachter Aufstieg. Zudem werden die Aufstiegsbeamten bei einem Fachhochschulstudium der „operativen Linie“ deutlich länger entzogen als bei einem verkürzten Aufstieg.

Das fordert die GdP:

Die GdP tritt dafür ein, den Personalstrukturplanungen des BPOLP nicht zu folgen und seitens des Bundesministeriums des Innern steuernd einzugreifen.

– Da sich auch weiterhin ein beträchtlicher Teil der jetzigen oder zur Hebung anempfohlenen Funktionen des gehobenen Dienstes als Schnittstellenfunktionen zwischen zwei Laufbahnen befinden und diese Funktionen nach sachgerechter Bewertung nur ein Amt der Besoldungsgruppe A 11 tragen, sollten diese auch permanent für Aufstiegsbeamte aus dem mittleren Dienst im verkürzten Aufstiegswege zugänglich bleiben.
– Ein Fachhochschulstudium sollte im Wesentlichen für die ca. 2.000 Planstellen A 12 und A 13 vorgesehen werden.
– Insgesamt sollte der Anteil der Einstellung von „Seiteneinsteigern“ reduziert werden. Nicht nur, weil der Polizeiberuf erstrangig ein Erfahrungsberuf ist, sondern vor allem, weil bereits heute 60 – 70 % der Einstellungen in den mPVD Abiturienten sind.
– Mindestens die Hälfte der jährlich nachzubesetzenden Planstellen des gD sollten durch Aufstiegsbeamte besetzt werden, die ein verkürztes Aufstiegsverfahren nach § 16 BPolLV absolviert haben, weil die überwiegende Masse dieser Stellen in der Bewertungsebene bis A 11 angesiedelt sein wird.

Ein Umsteuern des BPOLP würde erhebliche Kosten sparen, schnellen Personalersatz für ausscheidende Beamte bis zur Ebene A 11 bewirken, unnötige Frustrationen bei den Beschäftigten verhindern und die Aufstiegsmöglichkeiten vor allem für Beamte, die an einem heimatfernen mehrjährigen Fachhochschulstudium aus familiären Gründen nicht teilnehmen können, den Aufstieg ermöglichen.

Dafür machen wir uns stark!

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38 Kommentare
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  1. Ich finde Eure Forderungen gut und nachvollziehbar, aber:

    Solange die Beförderungsvoraussetzungen (notwendige Beurteilungsnoten) um befördert zu werden, in den Direktionen unterschiedlich sind, können Eure Forderungen nicht erfüllt werden.

    Ein A10 wird in der einen Direktion mit 8 / 7 / 7 zum PHK; in der anderen Direktion muss er 9 / 8 / 8 haben. Somit können sich nur dort Nachbesetzungen ergeben, wo Beförderungen möglich sind.

    Die Ver-/Aufteilung der Beförderungsmöglichkeiten auf die Direktionen ist soweit gut. Nur müssen alle unter den gleichen Bedingungen befördert werden. Also müssen alle 8/7/7 zum PHK haben (nur ein Beispiel).

  2. Liebe Kollegen,
    Bleibt bitte an diesem Thema dran. Was durch das BPOLP zur Zeit mit dem gehobenen Dienst getrieben wird spottet leider jeder Beschreibung. Das nach wie vor unklare Verfahren des vereinfachten Aufstiegs vom mD in den gD ist ja schon eine Trauergeschichte an sich. Attraktivität scheint im BPOLP von einer Neidkultur ersetzt worden zu sein. Was wurde nicht alles versprochen, auch im Zusammenhang mit dem berühmten Beruf und Familie zertifisierungsverfahren. Da werden völlig unnötige Verfahren „entwickelt“ die eher abschrecken als anziehen. Warum gibt es nach wie vor keine Fernstudiengänge wie sie jede Uni oder Fachschule anbietet?! Will man Frauen nicht in der Laufbahn?
    Ähnlich sieht es beim vorgesehenen „Praxisaufstieg “ vom gD in den hD aus. Losgehen soll der Spaß Anfang Mai. Keiner der Aspiranten hat bisher offiziell etwas verbindliches zum Verfahren gehört. Zur Anmerkung, wir haben den 16. April….. Das vorgesehene bisher auf inoffiziellen Wegen durchgesickerte Programm spottet jeder Beschreibung. Die Dienstposteninhaber, die alle seit mindestens 7 Jahren auf dem Dienstposten sitzen, sollen mehrmonatige Praktika auf ihren eigenen Dienstposten durchführen, ein fast dreimonatiges Verbandspraktikum durchführen ( braucht man das an der Grenze oder an einem Flughafen?!) wenn ja, wie haben diese Kollegen denn die letzten Jahre ihren Job nur machen können?!!! Wenn schon Praktika dann bitte so das es was bringt! Ein Durchlauf im BPOLP zum man gräbt Pläne aus den 2000ern aus…. Vor ein paar Jahren hat sich die „Familie “ Bundespolizei noch im Intranet dafür gefeiert das auch endlich der Paragraph 27 der Bundeslaufbahnverordnung in der Laufbahnverordnung der Bundespolizei angewendet werden kann um die Leistung von Spitzenbeamten des mD und gD zu wertschätzen. Und was ist aus dieser Seifenblase geworden?! Nicht mal heiße Luft. Den Gerüchten nach wurde der Paragraph 27 wohl in Einzelfällen im BPOLP, der BPOLAK und einigen Direktionsstäben angewandt. Aber an der Quelle ist ja bekanntlich das sauberste Wasser. Vielleicht will man aber auch so erreichen das die letzten verbliebenen Aspiranten ( in meiner Direktion sind nur noch drei von ursprünglich sechs Kandidaten dabei….). Das zum Thema Wertschätzung der Arbeit von Kolleginnen und Kollegen die jahrelang mit der Wahrnehmung von Aufgaben der jeweils nächsthöheren Laufbahn beauftragt waren. Mal ganz abgesehen davon das weder die Familien noch die betroffenen Dienststellen irgendeine Planungsgrundlage für die nächsten Monate haben. Beruf und Familie….. Wertschätzung…. Loyalität ( ist übrigens keine Einbahnstraße..) , Kommunikation….. Noch Fragen?!

  3. Es kommt doch aber auch so, zu keiner Beförderung nach A11. Kennt die GdP nicht das Problem mit dem POK Bauch? Seit nunmehr neun Jahren bin ich und meine Kollegen, mit einer GL Stelle, A10 und es ist keine Änderung in Sicht. Den Aufstieg hätte man sich sparen können!

  4. „… dass die Lehrgangsabschlussergebnisse der Aufsteiger mit verkürztem Aufstieg ohne Tadel sind; der Anteil derer, die den Aufstieg bzw. die Ausbildung abbrechen oder nicht bestehen, liegt weit unter der Quote der Fachhochschüler; auch die Abschlussnoten sind nicht schlechter.“

    Hier werden Birnen mit Äpfel verglichen.

    Punkt 1:
    Natürlich liegt die Quote weit darunter. Warum? Berufseinsteiger wissen nicht was auf sie zukommt, sich in frühen Jahren für einen Beruf zu entscheiden, ist schwer. Und lieber die Reißleine in der Ausbildung ziehen, als nach einigen unglücklichen Jahren im Beruf. Des Weiteren werden auch unter Umständen falsche Vorstellungen im Vorfeld verbreitet, die Realität holt einen in der Ausbildung ein. Und somit ist die Abbruchquote höher. Auch ist das, was fachlich in 3 Jahren abgefordert wird, weit über dem Niveau, was die VAV’ler in 6 Monaten machen. Ja, es ist so. VAV’ler sind, wenn überhaupt, in der Theorie auf dem Stand des 1.DJ mD.

    Punkt 2:
    Hier die Abschlussnoten miteinander zu vergleichen ist ja blanker Hohn. Hierzu möchte ich mich nicht weiter äußern.

    Manchmal weiß ich nicht, warum die Gewerkschaft so penetrant versucht alle in den gD zu verschieben. Schaut lieber, dass alle mD zügig ihr Endamt erreichen. Dann gibt es kein Ärger und Zwiespalt zwischen den unterschiedlichen Aufsteigern.

    Meinetwegen kann man das VAV bzw. den Nachfolger auch abschaffen, wenn das gerade eben genannte durch die Gewerkschaft erzielt worden ist.

  5. @ Micha

    So geht es vielen die im mD auf einer 9mZ Stelle den Aufstieg gemacht haben. So lange es keine Änderung von 9/10 gD auf 9-11 gD gibt, ist der gD unattraktiv für Aufsteiger.

    Selbst als Aufsteiger mit voller Ämterreichweite werde ich wohl nie in die Nähe eines A 12 DP kommen, außer ich bewege mich durch halb Deutschland.

    Aber ein DP wo man zumindest A 11 werden kann, würde meine Motivationslage schon erheblich verbessern.

    Aber das wird wohl in absehbarer Zeit Wunschdenken bleiben.

  6. Das spricht absolut für unsere Behörde.
    Alles, war man gutes für Mitarbeiter erreichen wollte, wird aus nicht ersichtlichen Gründen mit dem Hintern wieder eingerissen.
    Es fällt mir immer schwerer, von der „Familie Bundespolizei“ zu sprechen.
    Mehr kann man dazu wirklich nicht mehr sagen………

    In diesem Sinne

  7. Interessierte Aufsteiger scheitern ja schon oft an der dienstlichen Beurteilung. Was hilft es also einem jungen Kollegen, wenn er seitens seiner „Vorgesetzten“ nicht als „leistungsstark“ eingestuft wird? Bei der Bundesfinanzpolizei (u.a. auch der Bundespolizei) wären sicher vele/alle Kollegen des mD am Aufstieg interessiert – doch erhält nur eine sehr geringe Zahl von Beschäftigten die für einen Laufbahnwechsel erforderliche Beurteilung, bzw. muss darüber hinaus auch noch für den Aufstieg vorgeschlagen werden. Und das obwohl heute fast alle Kollegen die gleichen Tätigkeit verrichten und es nur noch „marginale“ Unterschiede gibt.

    Ziel müsste es sein, endlich diese intransprarenten „Leistungsbeurteilungen“ abzuschaffen und eine Regelbeförderung einzuführen. Darüber hinaus sollte es nur noch eine zweigeteilte Laufbahn (gD/hD) mit den Besoldungsstufen A 10/A14 bzw. A13-A16hD geben.

    Und das nicht nur im Sinne der Gleichbehandlung aller Kollegen, sondern auch der Attraktivität eines modernen öffentlichen Dienstes geschuldet, das Beamte nicht zu einer Art „fahrenden Volk“ bzw. „Container“ degradiert.

  8. Damals konnte man sagen: Familie Bundesgrenzschutz…

    Die BPOL kann sich nicht annähernd mit diesem begriff schmücken…

  9. Es erscheint mir so, dass der Dienstherr aus Gründen des Sparzwanges und knapper Budgetierung eine Beförderung bei vielen Angehörigen sowohl im mD als auch im gD für ausreichend hält! Auch wer sich quer durchs Bundesgebiet im Rahmen von Funktionsausschreibungen bewegt oder gar eine Auslandsverwendung aufweisen kann, erhält für diese Flexibilität vom Dienstherrn nicht unbedingt eine Wertschätzung! Warum auch, schließlich musste ja ein anderer die dienstlichen Tätigkeiten des Stelleninhabers in dieser Zeit verrichten! Außerdem kam der „Reisende“ ja in den Genuss von Trennungsgeld oder Auslandsbezügen oder sonstigen Zulagen!
    Somit steht immer eine Argumentationskette zur Verfügung, mit der die andere relativiert werden kann! Wer also keinen Fürsprecher hat oder als unbequem eingestuft ist, der wird bei Beibehaltung des jetzigen Beurteilungssystems und trotz des Personalentwicklungskonzept nicht voran kommen! Eine Abhilfe für dieses Dilemma würde nur die Einführung einer bereits oft angeführten Laufbahnverlaufskonzeption mit Spielräumen von maximal 2 Jahren schaffen! Ich kann mir nicht vorstellen, das motivierte Mitarbeiter bei vorliegen einer Perspektive sich nicht im Sinne der Organisation in ihren Fähigkeiten weiter entwickeln! Und auch vom obersten Dienstherrn sollte man eigentlich voraussetzen können, das man anhand der Einstellungszahlen entsprechende Pensionsrückstellungen im möglichen Endamt bereit hält! Schließlich ist das besondere Dienst- und Treueverhältnis des Beamten und die Fürsorgepflicht des Dienstherrn ein Vertrauensverhältnis auf Geben und Nehmen, welches sich im Normalfall die Waage hält! Einzelne Ausnahmen bestätigen meines Erachtens auch hier die Regel!

  10. Ein Umsteuern des BPOLP würde erhebliche Kosten sparen, schnellen Personalersatz für ausscheidende Beamte bis zur Ebene A 11 bewirken, unnötige Frustrationen bei den Beschäftigten verhindern und die Aufstiegsmöglichkeiten vor allem für Beamte, die an einem heimatfernen mehrjährigen Fachhochschulstudium aus familiären Gründen nicht teilnehmen können, den Aufstieg ermöglichen.“

    Alle PHM zu PK und PHM`z zu POK. Kostet nichts und der schnelle Personalersatz wäre da. Bei den Bundesländern klappt es anscheinend.Machen wir uns doch nichts vor, KSB PHM vor dem Lehrgang, PK und immer noch KSB nach dem Lehrgang. Und evtl. POK und alle wären glücklich und zufrieden. Für höhere Tätigkeiten ein Fachhochschulstudium , A11-13.

  11. @OlliWie
    „Alle PHM zu PK und PHM`z zu POK. Kostet nichts und der schnelle Personalersatz wäre da.“ < Das hat nichts mit Personalersatz zu tun!
    Personalersatz ist, wenn einer geht und ein neuer kommt! Also ein Pensionär = eine neue Einstellung. Die Umwandlung der Dienstgrade ändert rein garnichts.

  12. Ich kann mir das Meckern (auf sehr hohem Niveau) nicht mehr anhören!

    Bis vor ein paar Jahren war es der Wunsch aller mD-Leute schnell PHM zu werden und Pansionsberechtigt PHM’z.
    Jetzt reicht es den Leuten nicht, dass sie PHK werden können. Und auch im gD ist das erreichen des PHK viel Wert!

    Außerdem kann man doch nicht für jeden im gD eine Führungsposition erwarten, man muss doch auch realistisch bleiben…

    Vergleicht mal die Zeiten der 80ger und 90ger Jahre, mit dem, was wir heute haben und vor allem was wir ALLE verdienen, egal ob mD oder gD!
    Etwas Realismus und Selbstkritik sind auch mal angebracht!! Uns geht es sehr gut hier bei der Bundespolizei.

  13. @Nordlicht:
    Das hat mit meckern nichts zu tun und es geht beileibe auch nicht darum, dass alle nur aus Ihrem Büro führen wollen.
    Es geht um eine angemessene Besoldung. Ich bin im mD eingestellt und zurzeit ist das fortkommen hier nur sehr schwer möglich.
    Wo ist denn hier die Fürsorgepflicht des Dienstherrn, wenn wir POM in der Behörde herumlaufen haben, welche z.B. ihre Urkunde für 25 Jahre treue Dienste an der Wohnzimmerwand hängen haben und mit 7 Punkten überdurchschnitlich beurteilt sind???

    Ich erinnere an das Kienbaumgutachten aus den 90er Jahren, wo ganz klar aufgezeigt wurde, dass Polizeiarbeit gD ist.
    Man kann sich ja mal fragen, wer im FA die Steuern prüft. Richtig; in der Regel ein Angehörger des gD.
    Ein PVB darf berechtigt in Grundrechte des Bürgers eingreifen, freiheitsentziehende Maßnahmen treffen und sogar, um es sehr überspitzt zu formulieren Personen erschießen und ist im gros mit A8 besoldet.
    Das mal bewusst provokativ so geschrieben.

    Also, der Weg kann nur sein, wenn man schon keine zweigeteilte Laufbahn will, den mD nach einer gewissen Erfahrungszeit in den gD überzuleiten ( auf der Wertigkeit KSB OHNE Führungsanspruch, abgesehen von Streifenführertätigkeiten ), ohne mit Lehrgängen zusätzlich Persnal zu binden, welche dringend in der Seiteneinsteigerausbildung benötigt werden.
    Wer Führen will, macht den Ausbildungsaufstieg und ist somit bewerbungsfähig auf Stellen MIT Führungsverantwortung.
    Der GL gehört ja jetzt auch dazu.
    Die A 10 sollte jeder realistisch erreichen können und wer gut ist auch die A 11 ( auf KSB Ebene ) und die A 12 auf Führungsebene.

    Andere Länder machen das doch vor. Es muss doch auch bei uns möglich sein, als DIE Polizei des Bundes. Das kann doch nicht so schwer sein……..

  14. Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    m. E. wird das ganze Problem falsch angegangen. Es spielen neben Neid und altem Hierarchiedenken auch ganz erheblich persönliche Befindlichkeiten eine Rolle. Wie kann man dem Problem begegnen. Es wurde schon gesagt, dass die Besoldung im Bereich eines PHM(Z) ganz ordentlich ist. Ich klammere hier ganz bewusst nur diese Besoldungsgruppe heraus.

    Polizeiarbeit ist eine Tätigkeit, welche unstrittig aufgrund der Tätigkeit, hier muss ich nichts weiter ausführen, von der Besoldung,
    im gD als sachbearbeitende Tätigkeit anzusiedeln ist.

    Da es anscheinend immer noch viele Betonköpfe in allen Laufbahngruppen gibt, sollte jetzt endlich der Ansatz einer grundlegenden Polizeireform angepackt werden. Hierbei könnte auch auf die viele Ämter und widersinniger Laufbahnverlauf Richtlinien verzichtet werden.

    In vielen Polizeibehörden in der Welt gibt es einen operativen Bereich, einen wesentlich kleineren Bereich mit Führungsaufgaben und die Leitung. Mein Vorschlag, diesen Beispielen zu folgen. Eine eigene Polizeilaufbahn. Nicht starr, sondern durchlässig.

    Das Hauptproblem liegt doch in der Tatsache begründet, dass viele Kollegen einen Aufstieg mach müssen, um sich besoldungstechnisch zu verbessern, jedoch auf ihrem Dienstposten gute Arbeit geleistet haben und auch weiterhin leisten würden. Ein Irrsinn. Ständig wird kompetentes Personal abgezogen und nach zwei bis drei Jahren unnötiger Fortbildung auf neue Dienstposten eingesetzt. Das vorhandene Wissen ist bis dahin überholt oder dermaßen eingerostet, dass es nicht oder nur schwer abgerufen werden kann.

    Das alles bei einer Demographie Situation, der man nicht gewachsen ist und jetzt anfängt nach Luft zu schnappen. :-)

    Also jetzt muss ein geschlossenes Konzept vorgelegt werden und nicht nur Stückwerk. Wir brauchen keine weiteren Aufsteiger die sowieso nicht A11 werden können und wir brauchen keine studierten KSB, die total frustriert sind und bereits mehrfach gekündigt haben. (s. Zahlen am Flughafen Frankfurt am Main) Vor allem brauchen die Dienstanfänger mehr Geld als bisher. Schaut Euch doch mal die Mieten in Frankfurt und München an.

    Vorschlag:
    Eine Ausbildung für den operativen Bereich mit der vergleichbaren Besoldung eines PHM(Z) oder eines POKs, eine Ausbildung zum Führungspersonal mit der Besoldung eines PHK A13 und eine Ausbildung für die Leitung mit der Besoldung B3. Die Entwicklung innerhalb der jeweiligen Besoldung sollte analog der Dienstjahre bisher erfolgen. Die Verteilung sollte mit 80% im operativen, 18% im Führungsbereich und 2% im Leitungsbereich erfolgen. Dieser Vorschlag berücksichtigt, dass die Kolleginnen und Kollegen mit Aufnahme der Tätigkeit auch die entsprechende Besoldung erhalten und jahrelang hingehalten werden.

    Was haltet Ihr davon? Es ist mein Vorschlag zu der bisherigen Misere.
    Gruß vom Airport FRA

  15. @nordlicht
    Ich habe mal verglichen::::in den 80 ger und 90ger… der Apfel MacIntosh wurde auf den Markt gebracht, Olympia in Moskau, es gab noch kein Internet, beim Bundesgrenzschutz wurde mit der P1 geschossen und die Knobelbecher aussortiert……

    Gut, dass sich die Welt weitergedreht hat:-)

  16. Die Problematik der angemessenen Position in der Bundespolizei mit entsprechend adäquater Besoldung ist sehr alt und lang und wird wohl nie komplett beendet sein.
    Fakt ist, wir verdienen gutes Geld. Ob das jedem reicht, ist eine andere Frage. Ebenfalls eine andere Frage ist, ob es nicht mehr sein könnte, aber da sollten wir die Relation zu unseren Länderkollegen und der übrigen Arbeitswelt betrachten.
    Was die Aufstiegsproblematik angeht, sollte realistisch festgestellt werden, dass die klassisch sauber hinterlegte „Zweigeteilte Laufbahn“ politisch bei der Bundespolizei oder insgesamt beim Bund, nicht gewollt war. Deshalb auch nicht eingeführt. Feldbeförderungen vom mD zum gD auch nicht gewollt sind. Der kleine Umweg über den Praxisaufstieg ist vielen „richtig Studierten“ von je her ein Dorn im Auge, das war mit dem §16 schon so und da ist es egeal, ob gD oder hD, beide haben etwas dagegen. Diese „Aufsteiger“ schmälern nämlich ihr Studium und werten diese „Studierten“ ab. Nicht umsonst heißt es „Opa wird Leutnant“ oder „50er Kommissar“.
    Richtig ist, dass jahrelang verfehlte Personalpolitik uns an diesen Ort gebracht hat. Es gab Zeiten, da war ein PHMz Wachenleiter, ein PHK oder gar EPHK so selten gesehen wie ein Kugelblitz und die alten Führungskräfte des hD waren streng und unnachgiebig, meist früher selbst Unterführer gewesen, achteten sie die PM, POM und PHM, weil sie wußten, dass durch sie die Basisarbeit gemacht wurde. Je besser die Meistergilde arbeitete, je weniger Stress hatte der gD und hD. Ich kenne noch Zeiten, da hat ein Kommandeur persönlich mit den Leuten auf dem Flur oder im Objekt gesprochen, er kannte sogar deren Namen. Ehemalige vom hD die so vor 10 Jahren gingen, inzwischen LtdPD oder mehr waren, interessierten sich für die Probleme der „Kleinen“ und waren auch für sie da. Heute, denkt jeder nur an sein Fortkommen, schnell hochkommen und die Behörde spielt mit. PHMz für einige knapp 2 Jahre nach BAL oder EPHK mit 35. Schön für die Einzelnen, aber die Alten, die früher mit 55 Jahren „Z“ oder „E“ wurden, machten diese knappen Posten spätestens 5 Jahren danach wieder frei. Heute warten A12er ewig, wenn 35jährige auf dem Posten als EPHK sitzen.
    Ein PHMz mit mehrfach sehr guter Beurteilung (8 oder 9) könnte über Nacht A10 werden, ohne große Belastung des Finanzministers, schon wäre PHM und Z frei. Mit 57 könnte der dann noch A11 werden, für den Ruhestand, aber wer will denn das?
    Warum hat man denn die „Dienstgrade“ unter PM abgeschafft, die Besoldungshöhe des Eingangsamtes hätte man auch anders anpassen können, als A8 (PM) als Eingangsamt zu wählen. Warum hat man die Dienstgrade oberhalb PHM im mD angeschafft, da war ein Fortkommen bis vergleichbar A11 möglich, ohne einem Vollstudierten in die Quere zu kommen und es würde weiter Perspektive im mD gegen. Heute PM dann POM, ein Beförderung, der Rest ist Glückssache. Dazu kommt die fehlende Bereitschaft des gD oder hD in vielen Fällen überhaupt „danke“ sagen zu
    können. Also Umgang mit dem Menschen.
    Es gibt viele Möglichkeiten und auch viele Versäumnisse, entscheidend ist, dass ein Aufsteig des mD in den gD eigentlich überhaupt nicht gewollt ist und deshalb wird er auch mit allen Mitteln im Rahmen des Möglichen hintertrieben.
    Wer denkt das würde besser, der betreibt Augenwischerei.
    Das war meine Meinung und ich bin lieber ein PHMz mit Stolz, als ein PK oder POK auf den verächtlich herabgeblickt wird, weil keine volle Ämterreichweite vorhanden ist.

  17. Noch als Ergänzung zu meinen vorangegangenen Äußerungen.

    Für mich ist es immer wieder erschreckend, feststellen zu müssen, wie sehr das bereits überwunden geglaubte Kastendenken des BGS, in den letzten zehn Jahren in der Bundespolizei wiederbelebt wurde. Die Kompetenz des einzelnen Mitarbeiters wird an seinem Dienstgrad festgemacht, unabhängig davon, welche Qualifikation er besitzt. Gerade die Kollegen aus den „Osten“, man möge mir die Wortwahl verzeihen, haben uns allen doch bewiesen, dass ein POM oder PHM auch einen qualifizierten, teils sogar Hochschulabschluss, besitzen kann. Auch Verwaltungsangestellten, die sich nachträglich, teils nach Dienstschluss, weiter qualifiziert haben, geht es nicht besser.
    An diesem Problem ändern auch Mitarbeiterbefragungen nach der Zufriedenheitin der „Familie Bundespolizei“ nichts.

  18. @Nordlicht
    „Etwas Realismus und Selbstkritik sind auch mal angebracht!! Uns geht es sehr gut hier bei der Bundespolizei.“
    Das Streben nach Oben ist doch normal, wenn berücksichtigt wird, dass eine Vielzahl der BPOL-Angehörigen in den 80ger/90ger Jahren ihren Dienst begonnen haben und ihnen nach 35 Dienstjahren 75 % ihrer letzten Dienstbezüge als Pension in Aussicht gestellt wurde. Vom Streichen der Ruhegaltsfähigkeit der Polizeizulage war auch keine Rede.

  19. Wer meckert denn hier? – m.E. wird hier sachlich und verständlich über ein (drängendes) Problem diskutiert. Dass nicht alle Häuptling „spielen“ sollen können dürfen oder wollen – keine Frage. Aber sollen sich Laufbahnen und andere Anforderungen für einen attraktiven Polizeidienst nicht ändern? Wozu eine Neiddiskussion v. Zaun brechen?

    Viele junge Kollegen haben nun halt „nur“ einen mittleren Bildungsabschluss – soll genau „dieser“ sie von beruflichen Fortkommensmöglichkeiten ausschließen? gar behindern? das gilt natürlich auch für den gehobenen Dienst – seit Jahrzehnten hat sich ein „Kastendenken“ etabliert – einmal in eine Kaste eingestuft, immer diese Kaste – wie uns die Namensgeber der „Kaste“ bedauerlich vormachen.

    Die Politik verfolgt – je nach politischer und wirtschaftlicher Situation ihre eigenen Ziele – da hat die Polizei dann die Rolle eines Spielballs, der hin- und her geworfen wird – je nachdem wo man ihn gerne haben will. Deshalb brauchen wir klare Ziele und nachvollziehbare Argumente, damit bei der Bundespolizei und auch der Bundesfinanzpolizei bzw. Güterverkehrspolizei, nicht nur Familie, Karriere und Beruf miteinander zu vereinbaren sind, sondern noch viel mehr.

  20. @schneemann
    -super, besser kann man die Situation nicht betrachten! Und das beste Beispiel zur Untermauerung deiner Beobachtung, ist die Einführung des 4 Sterne Schulterstücks ;-)

  21. Ich kenne keine Behörde ( Landes oder Bundesweit ) in der man sein Endamt nicht ereicht. Mittlerweile recht nicht mal eine 9 zu Beförderung. Die Kollegen sind so alle gefrustet von diesem Laden.

  22. Seit der vorletzten Reform 2002, als die Verbände in Form der damaligen Bundesgrenzschutzpräsidien die „Macht“ übernahmen, geht es kontinuierlich bergab! Seither gibt es keine Mitarbeiter mehr, nur noch Untergebene und Vorgesetzte.
    Unschwer zu erkennen, dass ich aus dem damaligen Grenzschutzeinzeldienst (GSE) stamme, wo man noch miteinander gearbeitet hat und nicht zu Konkurrenten degradiert wurde.
    Mehr hab‘ ich nicht dazu zu sagen.

  23. @“Praxiscop 21. April 2015″

    Ich kenne keine Behörde ( Landes oder Bundesweit ) in der man sein Endamt nicht ereicht. Mittlerweile recht nicht mal eine 9 zu Beförderung. Die Kollegen sind so alle gefrustet von diesem Laden.“

    Erst recht in der Bundespolizei ist „einiges“ schief gelaufen -aber auch schon Jahrzehnte vorher.
    Noch 5 Jahre! Höchstwahrscheinlich nicht frustfrei!

  24. Eine Bundeskanzlerin, die in den Medien sagt: „Polizisten verdienen zu wenig“ Bürgerbefragungen zum Thema angesehene Berufe, was kommt dabei heraus? Man versucht weiterhin auf dem Rücken der Mitarbeiter zu sparen. Neuseinstellungen stellen schon einen Gewinn dar, da dadurch das Personalfehl ausgeglichen werden kann. Muß das aber auf dem Rücken verdienter und engagierter Kollegen erfolgen. Für viele ist der Aufstieg die einzige Möglichkeit evtl. noch eine angemessene Pension für Ihren Dienst für Deutschland zu erhalten. Schlimm genug, dass es keinen Prüfungsfreien Aufstieg bis A10 wie bei einigen Länderpolizeien gibt. Aber durch die Anhebung der Einstellungsquote zum Nachteil genau dieser Mitarbeiter zeigt genau welche Wertschätzung der Mitarbeiter zum einen durch unsere Behörde und zum anderen durch unsere Politiker genießt. Wertschätzung ist etwas anderes!

    Allein wenn man sich die Erklärungen zu unseren Beurteilungsnoten anschaut müßte jeder Mitarbeiter mit einer Note 7 befördert werden. Er Übertrifft ja häufig die an Ihn gestellten Anforderungen. WEnn man dann die Erklärung zurt Note 9 ansieht sollte doch einiem Laufbahnwechsel ohne Prüfung nichts mehr im Wege stehen denn dieser Mitarbeiter ist mit seinen Aufgaben wohl eher Restlos unterfordert.

    Leider sieht die Realität anders aus: Der Kollege, der laut Beurteilung „ohne nasse Füße übers Wasser gehen kann“ muß dies durch Beurteilungen mehrfach unterstreichen um überhaupt in den Genuß des nächsthöheren Amtes zu kommen.

    Fordert endlich mit Nachdruck eine gesonderte Laufbahn für Polizeivollzugsbeamte ohne Planstellenobergrenzen undie eine Druchlässigkeit mD, gD, hD gewährleistet.

  25. @ noch 404Tage, du hast offensichtlich gar keine Ahnung! Die Verbände haben die Macht übernommen? Von welchen Planeten stammst du? Die Direktion Bereitschaftspolizei hat von Ca. 5000 Planstellen Ca. 3500 7-9 md. Wir sind, obwohl man uns alles abverlangt die am schlechtesten bezahlten PVB! Wir sollen die BPOLI’s an der Grenze mit know how unterstützen, genau wie die an den Bahnhöfen. Wir lassen uns beleidigen und bewerfen bei Demos und Fussballeinsätze. Haben keine Planungssicherheit bzgl freies Wochenende! Unser Präsident sieht sich einer Übermacht an Präsidenten gegenüber, welche stets nach Hilfe rufen, damit wir eure Arbeit auch noch machen!! Siehe Frankfurt Flughafen!

  26. Warum wird man in Pirna mit Beurteilungsnote 6 und 1,5 Jahren Dienstzeit als PK zum POK befördert?
    In anderen Direktionen benötigt man eine 9 oder 2 Achten. Die Wartezeit beträgt 5 und mehr Jahre.
    Das ist nicht gerecht.
    Liebe Gewerkschaft setzt euch für gleiche Beförderungsbedingungen ein. So kann es nicht weiter gehen.
    In Schwerpunktdienststellen wie der Direktion München und Frankfurt wartet man länger als in Pirna. Eine plausible Erklärung dafür gibt es wohl nicht!

  27. @praxiscop:

    Du willst doch nicht etwa behaupten, dass in allen anderen Behörden jeder des mD und gD mit A9z oder A 13 in den Ruhestand geht?
    Du solltest mal Deine Quellen überprüfen!
    Nur ein Beispiel: Im Land Niedersachsen gibt es sehr wohl eine nicht unerhebliche Anzahl von PvB, die im gD mit A9 bzw. A 10 in den Ruhestand gehen, also weit entfernt von Endamt.
    Ein weiterer Blick auf die Gehaltstabellen des Bundes und der Länder enthüllt zudem auch, dass der Bund immerhin noch die höchsten Grundgehälter zahlt! Vergleiche Bund A11 Stufe 8; 4089 €; Berlin A11 Endstufe 3536€.

    Einen schönen Tag noch.

  28. Herr Rohde,
    ich gehe nicht davon aus, dass sie die -zweifellos hohen- Grundgehälter in der Besoldungstabelle für Bundesbeamte als Maßstab für die Betriebszufriedenheit in der Bundespolizei ansehen. Und PHK? Reden wir lieber vom guten alten Obermeister. Da gibt es doch bei uns genug. Natürlich wird der Obermeister bei uns besser wie ein Hauptmeister eines Landes besoldet. Aber rechnen wir mal andere Faktoren wie Arbeitszeit, Urlaubsgeld, Fahrtkosten, usw. dagegen. Ihre, sagen wir mal 150 Euro, lösen sich in Luft auf. Und das für einen sehr langen Zeitraum. Manchmal Jahrzehnte lang. Wenn es nur an der „Spitzenbesoldung der Bundesbeamte“ läge, wäre ja alles in Butter…

    ebenfalls einen schönen Tag

  29. Attraktivitätsprogramm – Nein Danke
    2012 als PHM die Beurteilungsnote 8, dann 2013 als „leistungsstarker und berufserfahrener Beamter“ mit über 50 weg von Familie, Haus und Hof, um im Rahmen des Attraktivitätsprogramms eine Karriere im gD zu starten. Pustekuchen – 2 Jahre später als Kommissar im neuen Statusamt die Beurteilungsnote 6 und Nummer 147 auf der Beförderungsrangliste. Zum Dank für die Mühen werde ich wohl mit dem Einstiegsamt in Ruhestand gehen. Es hat sich gelohnt, gibt ja immerhin die gD Zulage in Höhe von 9,01€.

  30. @kowallsky:

    Natürlich sehe ich die Gehaltstabelle von Bundesbeamten nicht als Maßstab der Berufszufriedenheit in der Bundespolizei an. Aber eine sogenannte Gegenrechnung wie in dem Beitrag angeführt, ist nicht unbedingt aussagekräftig. Denn ich glaube nicht, dass alle Beamten im Landesdienst keine Fahrkosten, nicht unbedingt bessere Arbeitszeiten, schon gar nicht Urlaubs-und Weihnachtsgeld haben. Von dem geldwerten Vorteil der Heilfürsorge als PvB ganz zu schweigen.
    Mein Beitrag zielte ausschließlich auf die Aussage von praxiscop ab, wobei ich das Obermeisterproblem sehr wohl als dringlich zu lösen sehe.

  31. Herr Rohde,
    ich bin nicht Teil des unsäglichen Obermeisterproblems. Was ich jedoch nicht mehr hören kann, sind die seit Jahren/Jahrzehnten sich gebetsmühlenartig wiederholenden Floskeln „ich sehe das Obermeisterproblem als dringlich an.“ Das sagt sogar die Politik. Nach derzeitigem Status Quo werden viele Obermeister ihren „Bauch“ selbst abbauen müssen. Durch ihren eigenen Ruhestand. D a s ist in der deutschen Polizeienlandschaft einmalig, trotz „Spitzenbesoldung A8“.
    Meine „Rechnung“ bleibt aussagekräftig, da die abschmelzenden Faktoren Bestand haben. Die Bundespolizei hat, zusammen mit Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, die höchste wöchentliche Arbeitszeit. (Hessen 42 Std., aber Staffelmodelle auf Arbeitszeitkonten). Urlaubsgeld gibt es in einigen Ländern noch als Einmalzahlung.
    Es ist auch gar nicht notwendig, sich in div. Beamtenrechts-Strukturen von Bundesländern zu verlieren. Die einmalige Dislozierung von Dienststellen der Bundespolizei, der Personalmangel und besondere pol. Anlässe sorgen schon für entsprechende Kosten.
    Lediglich bei der Heilfürsorge stimmen ich ihnen -aus aktueller persönlicher Erfahrung- zu. Da gab es z.B. im zahnmedizinischen Bereich erfreuliche Entwicklungen.

    Was die Personalpolitik gD in der Bundespolizei angeht, kann ich die Pläne des Dienstherrn immer weniger nachvollziehen. Dabei glaube ich nicht, dass es mir dabei an „Grips“ fehlt.
    Die Ausgestaltung der sog. eingeschränkten Laufbahnbefähigung gD ist nichts anderes als Flickwerkzeug in Folge Politikversagens. Bewährte Strukturen (andere Behörden) wurden in der Bundespolizei über den Haufen geworfen. Hunderte Diplomverwaltungswirte mit einer sehr teuren Ausbildung (Professoren, Direktoren, Richter, Staatsanwälte u.a. als Dozenten) sind frustriert, da sie Jahrelang an der Basis Streife laufen.
    Und jetzt geht der Irrsinn weiter.

  32. @ Opa
    Habe den Aufstieg so wie du besucht. Mit 50 PK geworden. Ranglistenplatz 220 (D BP). Werde 52 Jahre alt. Also nur noch eine Frage der Zeit bis ich POK werde. Unsere PHM die nicht zum Lehrgang wollten weil sie keine Lust hatten werden jetzt mit 7 Punkten PHM mit Z.
    Läuft also..
    Gruß und Glückauf, Kollegen

  33. Kolleeegen,

    rechnet euch doch nicht gegenseitigig vor vor wer wieviel, wann, wo, was…..
    Es Krankt einfach am System der Planstellenobergrenzen. Wenn ich mir überleg, dass es Kollegen gibt die 50+ sind und immer noch im Eingansamt sind, ist das unter aller Sau. Und der POM ist eben nun mal Eingangsamt bei vielen Dienstposten.

    Und auch ich kann es nicht nachvollziehen, dass wir eine Behörde sind und in jeder Direktion andere Noten für die Beförderung notwendig bzw. gefordert werden.

    Und wenn Pirna…die 6 für PK zum POK ansetzt..heißt für mich…der PK mußte nur mit Anwesenheit glänzen. Sorry..ist sooo.

  34. Zu 31.
    Wie bei der D BP PHMZ mit der Note 7???? In anderen D braucht man 9/9/8 ja gehts denn noch. Die Beurteilungsrichtlinien gelten doch bundesweit od. etwa nicht und somit sollte man doch mal erst alle Note 9 befördern!!!
    Familie Bundespolizei??????

  35. Sehe ich genauso, absolute Frechheit! Der Truppführer hält seine Knochen hin, setzt sich auf die Schulbank und macht den Aufstieg und braucht eine 9 um POK zu werden. Bei i.d.R. mehr Verantwortung als die Stelleninhaber PHM mit Z innerhalb der Direktion BP.

  36. Nun, etwas mitdenken und planen sollte man schon.
    Wer als lebensälterer PHM mit 8 oder gar 9 beurteilt ist, sollte nicht den Aufstieg machen, sondern das Z abwarten.
    Selbst wenn es Jahre dauert.
    War doch klar, dass man sich als PK wieder hinten anstellen muss, falls man keinen Gönner als Beurteiler hat.
    Pech haben diejenigen, welche den Aufstieg machen mussten, um ihre Stelle zu behalten, da hatte man keine Wahl.
    @ PVB aus Mitte
    Bei euch reicht tatsächlich die 7, ich nehme daher an, dass die D BP strenger beurteilt und keine Phantasienoten vergibt.

  37. Hallo,
    Ich nehme an, dass auch bei uns die Quoten ausgeschöpft worden sind..da nicht alle PHM Stellen mit Z unterlegt sind reicht es für die wenigen, das sie nach 3 Jahren als PHM die Zulage bekommen.
    Gruß

  38. Hallo, Denkanstoss für Gewerkschaft,
    warum nimmt man nicht nur die letzte Beurteilungsnote (2014) + Subsidiärpunkte als Grundlage und zwar bundesweit?
    Das würde dann die dienstzeitälteren Koll. treffen und die sogenannten „Überflieger“ eine Zeit lang ausbremsen.
    Vorteil: die Koll. gehen eher in Pension und machen die Plätze wieder frei für Nachrücker.