GdP: Alle geleisteten G7-Einsatzstunden eins zu eins abgelten

Berlin. Eine Woche vor dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau bekräftigt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ihre langjährige Forderung, den Polizeibeamtinnen und -beamten grundsätzlich alle geleisteten Arbeitsstunden während eines Einsatzes in vollem Umfang abzugelten. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow, der sich unmittelbar vor Ort über die Einsatzlage informieren will, sagte am Montag in Berlin: „Zehntausende Polizeibeschäftigte werden in Elmau entweder für die Sicherheit des Gipfels oder für angemessene Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte sorgen. Es kann doch nicht sein, dass sie dafür keine hundertprozentige Stundenvergütung erhalten.“
Das seien keine Vergnügungsfahrten wie eine lustige Klassenreise, betonte Malchow. Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten sowie die weiteren im Einsatzgeschehen arbeitenden Beschäftigten müssten sich, wie so oft, auf lange Dienstzeiten und nervenaufreibende Lagen einstellen.

„Meine Kolleginnen und Kollegen wollen und werden auch diesen Einsatz mit großem Engagement und hoher Professionalität bestreiten. Dafür gebührt ihnen auch eine entsprechende finanzielle Anerkennung.“

Als beispielhaft bezeichnete der GdP-Bundesvorsitzende die niedersächsische Regelung, wonach alle geleisteten Stunden, einschließlich der Bereitschaftszeiten, bei sogenannten geschlossenen Einsätzen von der Abfahrt bis zur Rückkehr eines zu eins abgegolten werden.

Share

Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

4 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Die Stunden sollen also in vollem Umfang abgegolten werden ?- hm stellt sich die Frage ob das in dem Umfang sein wird wie bisher – oder wie bei der hochsassersituation 2013?
    Diese Stunden sind bis heute weder abgegolten noch in sonstiger Weise honoriert worden . Geld gibt’s als letztes Mittel – Überstunden werden mit zeitausgleich abgegolten – den es allerdings nur dann gibt wenn dies dienstlich möglich ist- da aber aufgrund der dauerhaften fehlplanungen chronischer Personalmangel herrscht- findet dies ebenfalls nicht statt .
    Wie man sieht die Katze beißt sich hier in den Schwanz. Ich denke die Gewerkschaft täte gut daran sich von solchen unrealistischen Zielen etwas zu distanzieren – es macht die ganze Organisation nur noch unglaubhaftere und demotiviert noch mehr.

    Antwort

    Liebe Kollegin,

    sofern deine Ausgleichsansprüche aus 2013 bisher nicht erfüllt wurden, setze dich bitte mit dem Personalrat deiner Dienststelle und deiner GdP-Kreisgruppe in Verbindung; sie werden dir zu deinem Recht verhelfen.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  2. Hallo,
    ich erwarte auch eine Abrechnung nach § 11 für die Kräfte, die zum CL-Finale in Berlin im Einsatz waren. Wir mussten auch am Vortag anreisen und 2 x in Berlin übernachten. Ich hoffe nicht, dass die Kollegen die am Wochenende 3 x 12 Stunden Regeldienst gehabt hätten aus diesem Einsatz mit Minusstunden herausgehen.

  3. Hallo
    verstehe ich das richtig, du hättest dienstplanmäßig 3 – 12 Stunden Dienste gehabt. Statt dessen bist du zum Fußballeinsatz mit 2 Übernachtungen gefahren. Bei einem krankheitsbedingtem Ausfall wären keine Minusstunden entstanden. Da hilft nur ein guter Dienstvorgesetzter oder die Gewerkschaft.
    Gruß aus dem Rheinland

  4. Da das Präsidium bei Präsidiumsangehörigen schon einen Einsatz und damit Abrechnung über Mehrarbeit nicht anerkennen will, warum dann bei all den anderen!? Und das gilt nicht nur für Elmau, sondern genauso für „normale“ Fussballeinsätze und Co. Es ist ziemlich traurig, dass die Motivation von Einsatzkräften hier auf so eine bescheidene Art und Weise kaputt gemacht wird.