GdP bezeichnet private Luftsicherheitskontrollen als unverantwortlich

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Pressemitteilung vom 30.06.2015:

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine Rückführung der Luftsicherheit in die Hände der Bundespolizei. Erst in dieser Woche verkündeten Journalisten des WDR, dass es ihnen gelungen war, ein Paket unkontrolliert in einen Flieger am Düsseldorfer Flughafen zu schleusen.

„Die Luftsicherheit ist eine hoheitliche Aufgabe und die potenziell hohen Sicherheitsrisiken sind spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 jedem bekannt. Dass man Personenkontrollen aus der Hand gegeben und privaten Sicherheitsfirmen übertragen hat, passt damit nicht zusammen“, kritisiert Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolizei.

Hohe Fluktuation, mangelhafte Ausbildung und niedrige Bezahlung kennzeichnen laut Gewerkschaft die privaten Sicherheitsfirmen. Die GdP schlägt stattdessen den Aufbau einer Körperschaft des öffentlichen Rechts vor, die deren Aufgaben unter Kontrolle der Bundespolizei übernimmt.

„Die fortgesetzten Probleme lassen nur diesen einen Schluss zu. So hätten wir eine zuverlässige Kontrolle über Personalauswahl, Ausbildung und alle Arbeitsabläufe. Wir können dann ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten, das die Bürger zu Recht erwarten dürfen. Alles andere ist unverantwortlich“, so Radek.
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Themenbereich: Luftsicherheit & grenzpolizeiliche Aufgaben | Drucken