GdP fordert Bundesregierung bei der Luftsicherheit zum Handeln auf

Foto: Rainer Sturm_pixelio.de

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht sich nach der Bestätigung der Sicherheitslücken an deutschen Flughäfen durch die Bundesregierung in ihren Forderungen bestärkt. Nach jüngsten Medienberichten hat die Bundesregierung erstmals offiziell mangelnde Sicherheit an Flughäfen eingeräumt.
Die GdP sieht die Ursache dafür in der Privatisierung der Luftsicherheitskontrollen und fordert eine Rückführung dieser Aufgaben in die Hände der Bundespolizei.
„Die Luftsicherheit ist eine hoheitliche Aufgabe. Die potenziell hohen Sicherheitsrisiken sind spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 jedem bekannt. Dass man Personenkontrollen aus der Hand gegeben und privaten Sicherheitsfirmen übertragen hat, passt damit nicht zusammen. Das Eingeständnis der Bundesregierung gibt uns nun Recht. Doch jetzt ist Handeln angesagt“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolizei.
Hohe Fluktuation, mangelhafte Ausbildung und niedrige Bezahlung kennzeichnen laut Gewerkschaft die privaten Sicherheitsfirmen. Die GdP schlägt daher den Aufbau einer Körperschaft des öffentlichen Rechts vor, die deren Aufgaben unter Kontrolle der Bundespolizei übernimmt. Außerdem will sie einen eigenen Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Luftsicherheit.
„Die fortgesetzten Probleme lassen nur diesen einen Schluss zu. So hätten wir eine zuverlässige Kontrolle über Personalauswahl, Ausbildung und alle Arbeitsabläufe. Wir können dann ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten, dass die Bürger zu Recht erwarten dürfen. Alles andere ist unverantwortlich“, so Radek.

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Themenbereich: Luftsicherheit & grenzpolizeiliche Aufgaben | Drucken

12 Kommentare
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  1. Es ist wie so oft!
    Wer billig will der bekommt billig!!
    Leistung kostet eben.

  2. Hallo,

    klar…in die Hände der Bundespolizei…..woher das personal nehmen…man schaue sich mal die Zustände in Freyung an….und an anderen Schwerpunktdienststellen….

    Kollegen sind alle am Limit…….

    Ihr fordert,aber woher nehmen…..und eine tolle Aufgabe dort zu stehen und Sondenarbeit zu leisten……dafür die Polizeiausbildung……

    Grüße

  3. @keycount: Nach unseren Vorstellung sollen diese Tätigkeiten von Angestellten wahrgenommen werden. Jörg Radek

  4. Luftsicherheit – haha…

    Wer die Realität kennt, weiß, dass es mehr als nur Kontrollen bedarf. Da hilft auch kein Leitfaden des LBA hinsichtlich Fracht-/Express-/Kurier und Postmaßnahmen. Da werden Entscheidungsträger über Zulassungskriterien getäuscht, da wird manipuliert um als Bekannter Versender anerkannt zu werden und noch viele Dinge mehr.

    Da meldet man ein Gewerbe an, unterschreibt eine Sicherheitserklärung f. die Airline XY usw., – und schon fährt der (noch schlafende) ISIS-Kämpfer der auf der staatlichen Terrorwarnliste mit zwei Dutzend Namen gelistet ist seine Päckchen und die der Kunden des Kurier-/Postdienstes XYZ in den Bauch des großen Jets.

    Ich hör es schon ticken – nein – wie sagte da jemand zu mir – das geht uns nichts an – dafür sind wir nicht zuständig….

    Stimmt.. da hat derjenige Recht – wat soll ich mich ärgern, wenn der Staat nicht will…

  5. Dann mal Grüße aus FRA von einem Angestellten welcher schon fast 1/4 Jahrhundert an der Sonde steht…
    Auch für uns ist es für die Bundespolizei zu Arbeiten nicht unbedingt toll…
    Es gibt Tage, da steht man abgesehen von seiner 30min Tariflichen Pause Nonstop und sorgt für Sicherheit Vorort.
    Was fehlt ist ein große Portion Entlastung durch Erholungspausen zwischen den Einsätzen.
    Schulungen, Test und Performance Manager setzen uns schon genug unter Druck.

    Grüße

  6. Die Ausbildung halte ich für Sinnvoll, da der Luftsicherheitsassistent außerhalb eines Flughafens nichts wert ist. War selber lange in diesem Bereich tätig, auch in entsprechende Positionen. Eine offizielle Ausbildung würde ich sehr gerne mache und mich im Anschluss gerne weiterqualifizieren.

    Zur Info: Ich war in FRA und Hahn

  7. Meiner Meinung nach sind wir Luftsicherheitsassistenten die teils schon lange Jahre den Dienst an der Sonde verrichten durchaus Qualifiziert und wir sollten alle in den Dienst bei der BPOLI übernommen werden, zumindest die Männer und Frauen die schon z.B. mindestens 5 Jahre dabei sind. Die Luftsicherheit gehört definitiv nicht in die Hände von dritten (Fremdfirmen) die nur auf Kosten- und Gewinnmaximierung aus sind, denn das hat mit Sicherheit und deren Generierung nichts zu tun. Die anderen europäischen Länder haben es doch vorgemacht das es geht, und hier wird durch Lobbyismus angeblichen Sicherheitsunternehmen weiterhin viel Geld in die Taschen gefüllt wobei das ausführende Personal unter teils fragwürdigen Bedingungen den Dienst verrichten muss. Es wäre schön wenn der Bund es endlich mal einsehen würde das man Sicherheit nicht zum Dumpingpreis erhalten kann, beendet die Ausschreibungen und schickt die Firmen zum Teu… .

  8. hallo,

    einige haben recht,fremdfirmen raus und die angestellten in die bundespolizei übernehmen…..man braucht ziele und motivation…..

    im moment rennt jeder nur noch wie ferngesteuert durch die gegend und versucht seine arbeit top zu machen..immer mehr papier ..immer mehr statistik…..
    schichtdienst udn die 41 std woche…ein leidiges thema…die menschen in den dienststellen werden weiterhin krank,überalterung aber weiter die arbeit hochschrauben..null erholung,gefühlt nur noch im dienst…

    schafft endlich diese 41 std woche ab….oder präventivkuren…..oder liebe bundespolizei,zahlt doch einen zuschuss zu beiträgen für ein fitnesscenter,welches die kollegen vor ort …zu hause…in anspruch nehmen….
    diese bdm und die geschichte…fahrradfahren,jogging,walken usw……

    ich habe zu hause optimale sportmöglichkeiten,kann man ja auch kontrollieren,weil kontrolle ist der bundespolizei ja wichtig…..

    ich über 50 und noch immer im schichtdienst…….ich merke mittlerweile auch,dass ich so langsam an mein limit komme…aber kur…..null……zu gesund…..

    grüße

  9. Die Aufgabe Luftsicherheit gehört als hoheitliche Aufgabe ganz klar in den Bereich der Bundespolizei. Da sollten m.E. auch keine allzu komplizierten Verrenkungen gemacht werden. Daher meine Frage: wieso eine Körperschaft des öffentlichen Rechts? Ist das nicht viel zu umständlich?

  10. Hallo zusammen. Ich bin auch der Meinung : Private raus, Angestellte rein. Bei der Auswahl durfte es nicht schwer fallen, denn die Luftsicherheitsassistenten die schon mindestens 5 Jahre ihren Dienst an den Spuren ausüben sind sehr gut geschult, sind Rezertifiziert und haben wohl auch Real-Tests bestanden. Diese sollte man weiterbilden und ins Angestelltenverhältniss übernehmen. So nach und nach wird dann eine starke Truppe entstehen, die die arbeit an den Kontrollstellen ausüben. Wer Milliarden ins Ausland „verschenkt“, sollte sich ernsthaft mal Gedanken ums eigene Land machen. So teuer kann es nicht sein. Ich selbst stehe in CGN und mache dort seid 8 Jahren meinen Dienst als Luftsicherheitsassistent und habe schon viel gesehen und mitbekommen. Es ist an der Zeit umzudenken…..jetzt.

  11. Nur noch 10 Monate und 2 Tage:-)

  12. Es liegt ja nicht nur an den Firma, die Kostensparen auf das wohl der LSKK , sondern auch ( bei unserem flughafen an dem Regierungspresidium), die auch unbediendt Geld sparen wollen!Dadurch kann die sicherheit nur auf der Strecke bleiben, weil zu wenige LSKK , und die da sind, sind erschöpft!Und wenn man Versucht dagegen was zu Unternehmen, (wie ich es versucht habe) wurde ich sogar als Schichtleiter abgestezt, mit der Begründung, ich würde nicht Dienst nach Vorschrift machen! Worüber ich sehr lachen muss, heute noch!