Gewalt gegen Bundespolizisten steigt weiter

Angesichts der vom Bundespolizeipräsidium veröffentlichten Statistik über den Anstieg der Gewalt gegen Bundespolizeibeamte bekräftigte der für die Bundespolizei zuständige GdP-Vorsitzende Jörg Radek die Forderung der Gewerkschaft der Polizei nach einem neuen Schutzparagrafen für tätliche Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte. Die Zahl der Übergriffe auf Bundespolizisten war mit insgesamt 2.089 Fällen wieder gestiegen. 538 Beamte wurden dabei verletzt.
Es sei zynisch, so Radek, wenn die Innenministerkonferenz diese Zunahme an Gewalt gegen Bundespolizisten und die immer weiter sinkende Hemmschwelle gerade bezüglich brutaler Übergriffe damit beantworte, dass die Schutzausstattung verbessert werden soll, anstatt Übergriffe auf Polizisten mit strafrechtlichen Konsequenzen zu ahnden. „Wir Polizisten bekommen zunehmend das Gefühl der Punchingball einer verfehlten Politik zu sein, durch die brutale Angriffe auf Polizisten zu Kavaliersdelikten in einer verrohenden Gesellschaft werden“, so Radek.

Share

Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken

3 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Ja so ist das nun mal..RESPEKT fordern aber nichts dafür tun und ich kann es nicht mehr hören. Alles nur leere Worthülsen, nichts greifbares und somit bleibt alles beim alten und es spielt keine Rolle, welche Maßnahmen seitens der Politik ins Gespräch gebracht werden. Der Zug ist diesbezüglich abgefahren und solange Gewaltdelikte auch als solche nicht hart geahndet werden und dies möglichst frühzeitig und mit spürbarer Wirkung, wird sich an dieser Situation nichts ändern im Gegenteil es wird sich noch verschlimmern.Und in diesem Zusammenhang sollte auch unsere Justiz mal umdenken und Gewalttäter auch entsprechend behandeln. ..Aber wo.kein Wille vorhandne ist, da das auch kein weg zu sehen. So habe dann mal fertig und nicht vergessen Kollegen von der Strasse…pdu ist mein schneller als man denkt und im Innendienst ist schwer unterzukommen…Sind ja schon alle stellen gesetzt und somit immer genau überlegen, was man macht und was man lieber sein lässt..meine Art und vielleicht nicht kompatibel mit dem was sich so.mancher Vorgesetzter sich wünscht. .aber letztendlich die einzige option heile zu bleiben :)

  2. @Mo
    Traurig, aber wahr.
    ABER bitte bitte nicht aufgeben.
    Heile wieder nach Hause kommen, ist absolut richtig und wichtig. Aber bitte nicht den letzten Funken Hoffnung, Hingabe und Freude löschen. Dann wäre der einzige Ausweg die Kündigung oder ein Leben in Knechtschaft.

  3. Moinsens!

    Tja, bessere Schutzaustattung. Schön und gut, wenn man für die zusammengewürfelten Haufen aus den Einzeldienst-Dienststellen mal gerade eine Poolausstattung an KSA auf den Markt bekommt. Gerne auch durchgeschwitzt vom Vorgänger, der einen Tag vorher drin gesteckt hat.
    Auch immer gerne genomen der Hinweis auf bessere Schulung der Eigensicherung.
    Wenn man im Rahmen dieser überragenden Organisation in einigen „Bahndienststellen“ aufgrund der vorhandenen Personalstärke aber mal grade eine Streife in den Bahnhof bekommt und die angekündigte „Hauerei“ schlichten/aufklären soll, dann hätte ich gerne praxistaugliche Vorschläge!!!!
    Auch Hinweise auf TASK und die Erhöhung der interkulturellen Kompetenz retten mich nicht, wenn das polizeiliche Gegenüber einfach keine Lust auf „Ich bin gut und Du bist gut“ hat, oder aufgrund seines Konsums unterschiedlichster Stimmungsaufheller einfach nicht willens oder in der Lage ist, meine umfassende und für alles Verständnis aufbringende Aus/-Fortbildung als deeskalierend zu erachten.

    Bevor man sich auf kluge Ratschläge in Bezug auf Ausstattung und Ausbildung Gedanken macht, gehört vornehmlich die Ausstattung an Personal auf den Prüfstand.
    Gesetzte Schwerpunkte der Behördenleitung vermag ich bislang aber lediglich bei der Luftsicherheit und an der „Südgrenze“ (hier mehr als berechtigt) erkennen.

    Die Statistik und strengenommen auch der gesunde Menschenverstand sollte wohl jeden in die Lage versetzen können, festzustellen, dass Bahnhöfe bei Gewalttaten eine besondere Rolle spielen. Nirgends sonst kommt ein so großer Querschnitt und ein (manchmal explosives) Gemisch aller Bevölkerungsgruppen und sozialer Schichten zusammen.
    Allein die Personalstärke findet dabei keine Berücksichtigung, um den gestiegenen Anforderungen Herr zu werden.

    Wenn sich dann die Innenminister bei Kaffee und Konferenzgebäck auch nicht dazu durchringen können, einem Schutzparagrafen für Polizei (und auch Feuerwehr und Rettungsdiensten) zuzustimmen, dann kann man sich sicher sein, keine Unterstützung/Hilfe erwarten zu können.

    Heile bleiben.

    Gruß

    AB