Personalmangel in der Bundespolizei: Jörg Radek im Interview mit dem „moma“

Jörg MoMaGdP-Bezirksvorsitzender Jörg Radek steht dem Morgenmagazin „moma“ (ARD) Rede und Antwort zum Thema der personellen Überlastung in der Bundespolizei, u.A. verursacht durch die zunehmenden Flüchtlingszahlen.

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7 Kommentare
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  1. Das fehlende Personal bei der Bundespolizei. Liebe Gewerkschaftler. Warum prangert ihr gerade jetzt dieses Thema an.
    Auch durch mehr Personal kann dieses Problem nicht gelöst werden bei fehlenden logistischen Voraussetzungen. Mehr geschultes Personal vs. fehlender EDDi-Anlagen pp.

    Dieses Problem der personellen Überlastung besteht doch in den beiden Inspektionen Rosenheim und Freyung bereits seit 2009.

    Schlechte Werbung für euch.

    Immer nur in die Lücken stoßen zum Nachteil der Mitarbeiter in den beiden Inspektionen.

    Setzt euch endlich dafür ein, dass die Planstellenobergrenzen zur Erhöhung der Beförderungsmöglichkeiten wegfallen

    Antwort

    Die GdP setzt das Thema jetzt auf die Tagesordnung, weil es jetzt für jeden Bürger ganz offensichtlich wird. Und weil die Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2016 anstehen. Wann, wenn nicht jetzt ist so etwas zur Sprache zu bringen? Der Personalmangel ist nicht nur ein Problem in Freyung und Rosenheim, aber da besonders. Auf dem Buckel der Mitarbeiter werden Löcher mit Löchern gestopft. Und die GdP macht das nicht erst jetzt öffentlich, da bist du nicht gut informiert. Wenn du unsere Stellungnahmen auf dieser Webseite, z.B. auch zu den Haushaltsgesetzentwürfen, einmal durchlesen würdest, kannst du das sehr schön nachvollziehen. Dort findest du auch unsere Kritik an der mangelhaften Ausstattung, vor allem im IT-Bereich. Jörg Radek hat dem Minister klar mitgeteilt, dass die unhaltbaren Zustände an der österreichischen Grenze nicht nur auf die polizeiliche Lage, sondern vor allem auf den „Dreiermix“ Personalmangel, lahme IT-Technik und fehlendes Gerät plus unzumutbare Unterbringung zurückzuführen sind. Ich kann darin keine „schlechte Werbung“ sehen – und wir machen das auch nicht aus Werbezwecken, sondern damit sich endlich mal etwas ändert. Denn auf der „dienstlichen Schiene“ scheinen Veränderungen nicht (mehr) durchsetzbar zu sein.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  2. Jörg Radek legt den Finger in die politische Wunde. Und natürlich wird da nicht gefordert, von bestimmten Dienststellen Leute abzuordnen an die Bayrische Grenze, das sind nur Synonyme, man hätte jeden anderen Standort nennen können. Das Problem bleibt trotz der minimalen Planstellenzuwächse im Haushalt 2015 und den Ansichtsserklärungen zu 2016: zu wenige Mitarbeiter müssen zu viele Aufgaben erledigen und die Grenze des Leistbaren ist überschritten.
    Die Bundespolizei versucht, Löcher mit Löchern zu stopfen. Aber die vielberühmte „Flexibilität“ der Bundespolizei, auch langwierige Einsatzbelastungen wie in Bayern per „Abdrehen aus der Bewegung“ abzufangen, funktioniert nicht mehr. Wer die Überlastung weiter negiert, unangenehme bis peinliche Tatsachen (die die Beamten vor Ort freimütig der Lokalpresse bestätigen) in Berlin mit Chuzpe dementiert und politisch (mit Verweis auf Kleinsterfolge im Haushalt) nicht für deutlich (!) mehr Personal, bessere IT-Technik, besseres Gerät und vor allem bessere Unterkünfte agiert, sollte sich zum einen nicht wundern, dass die Kernaufgabe Grenzschutz in einigen Bereichen implodiert und zum anderen mal an die Basisdienststellen fahren. Wohlgemerkt zu denen, wo es jeden Tag stinkt und der Putz von der Wand fällt.
    Es ist deine Aufgabe, Jörg, dies als öffentliche Stimme und Sprachrohr zehntausender „kleiner“ Kolleginnen und Kollegen in die Medien zu bringen, denn das wird sonst von keiner Führungskraft so getan.
    Danke, dass du dafür nach vorn gehst.

  3. Es wird hier durch Jörg Radek ausgesprochen, wie der aktuelle Zustand der Bundespolizei wirklich ist!

    Verbesserungen, sowohl im Personal- als auch im Sachhaushalt der Bundespolizei sind nur zu erzielen mit einer klaren Kante.

    Die vielen Kolleginnen und Kollegen VOR ORT, welche eine bemerkenswerte Arbeit, Tag für Tag, unter schwierigsten Arbeitsbedingungen leisten, haben unseren ganzen Respekt verdient.

    Wie Sven Hüber schon sehr gut darstellte: „Die Bundespolizei versucht, Löcher mit Löchern zu stopfen.“, so kann und wird es nicht funktionieren!

    Gerade jetzt, wo nach der politischen Sommerpause die Haushaltsverhandlungen für 2016 weitergehen und die Lage sich für die Bundespolizei durch die hohe Arbeitsbelastung weiter zuspitzt, ist es absolut notwendig, eine sachliche Kritik anzubringen. Es wäre völlig fatal weiter zu schweigen und die Defizite nicht beim Namen zu nennen.

    Schon 2014 durch „TATÜ TATA – NIX MEHR DA!“, durch die Demonstration der GdP – Bezirk Bundespolizei vor dem BMI und durch den ganz persönlichen Einsatz von Jörg Radek, Martin Schilff, Sven Hüber und vielen GdP – Vertretern und Mitgliedern, wurde bis zur letzten Sekunde für mehr Mittel im Bundespolizeihaushalt 2015 gekämpft. Andere waren dort nicht zu finden!

    Die GdP hat sich auch hier nicht versteckt und Flagge gezeigt!

    Wir dürfen es nicht zulassen, allein schon aus Gründen der Solidarität zu unseren eigenen Kolleginnen und Kollegen, dass viele von ihnen seit Jahren (jetzt noch mehr) aufgrund der aktuellen Lage (s. Medienberichte) im dunkelroten Bereich über Wochen und Monate fahren. Diese Art von Dauerbelastung unter bekannten Arbeitsbedingungen ist nicht weiter hinnehmbar!

    Der Weg über die Öffentlichkeit, die Mängel anzusprechen und Verbesserung einzufordern ist der RICHTIGE!

    Die politischen Vertreter sind aufgefordert endlich zu handeln um ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden!

    Lieber Jörg, du hast vielen Kolleginnen und Kollegen von der „Basis“ aus der Seele gesprochen.

    Mach weiter so!!!

    Alles GUTE und viel Kraft!!!

  4. Moinsens!

    Also mal nicht ganz so streng.
    Unser Innenminister kümmert sich doch:

    http://www.spiegel.de/sport/sonst/bundesinnenminister-de-maiziere-fordert-mehr-medaillen-a-1044080.html

    Nun noch flugs eine Zielvereinbarung mit den Sportlern abschließen, dass gefälligst mehr Medaillen gewonnen werden.
    Funktioniert in der Organisation Bundespolizei doch auch!!

    Oder etwa nicht????

    Gruß

    AB

  5. Hallo Jörg,

    Guter Beitrag.Allerdings verstehe ich das mit dem Lagebild nicht, welches WIR durch ED Behandlung erstellen könnten.

    Dazu bräuchte man ja Vergleichsabdrücke von den entsprechenden Personen.

    Oder hab ich das falsch verstanden.

    Übrigens überrennen die uns mittlerweile an der Ostgrenze A17 auch täglich.

  6. Und langsam bricht unser personelles Kartenhaus in sich zusammen……

  7. BPOLD M braucht Unterstützung.
    Wer macht’s? Die BePo
    Fußballsaison startet.
    Abordungen nach FFM.
    Ausland, Ausbildung für die AFZ.
    Die Rückkehr zur normalen Perosnalwirtschaft heißt, dass der Verband verlassen wird.
    Aufstieg.

    Die Verbände sind leer.
    Die rote Linie ist lange überschritten.
    Es ist kein Pfeifen aus dem letzten Loch mehr… maximal ein Röcheln.

    Schluss mit dem Auffüllen von FFM, M, S. Der Personalbrennpunkt ist eure Bereitschaftspolizei!