Überlastung der Bundespolizei erreicht den Minister nicht

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert die Ankündigung des Bundesinnenministers Thomas de Maizière von lediglich „weiteren Prüfungen“ der polizeilichen Personalsituation an der Grenze zu Österreich bei dessen Stippvisite bei der Bundespolizei in Bayern als Armutszeugnis.

Seit Monaten nehmen die Probleme durch den steigenden Migrationsdruck in der Region zu. Die GdP bezeichnet die Zustände in den Bundespolizeistandorten an der Grenze zu Österreich als teilweise unwürdig für alle Beteiligten. De Maizière kündigte bei seinem Besuch jedoch lediglich eine „weitere Überprüfung“ an.

Während selbst das Bundespolizeipräsidium in seiner Haushaltsforderung an das Ministerium ganz klar eine „nicht mehr tragbaren Überlastung“ der Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze meldete, sagte der Minister bei seiner Pressekonferenz wörtlich: „Wir sind belastet, aber nicht überlastet. Wir bekommen das hin“.

Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei widerspricht: „Die Beamtinnen und Beamten an der österreichischen Grenze sind enttäuscht. Die Überlastung der Bundespolizei ist ein Fakt. Das Bundespolizeipräsidium hat deshalb in seinem Bericht an den Minister 628 zusätzliche Planstellen allein für diesen Grenzbereich dringend gefordert. Die Dramatik der Situation scheint den Minister aber nicht zu erreichen. Er hat den Finanzminister noch nicht einmal um diese Personalaufstockung gebeten. Das Bundesinnenministerium prüft seit geschlagenen sieben Jahren eine unbestreitbar notwendige Personalaufstockung der österreichischen Grenze und kommt zu keinem Ergebnis. Unsere Kollegen fühlen sich zunehmend im Stich gelassen“.

Flüchtlinge und Polizisten sitzen vielfach dicht an dicht in notdürftig umgerüsteten Mehrzweckhallen, Flüchtlinge oft auch im Freien. Privatsphäre ist Fehlanzeige, die sanitären Anlagen oft mangelhaft. Fehlende Geräte, Fahrzeuge und zu geringe Internetgeschwindigkeit behindern die Bearbeitung zusätzlich erheblich. Die Arbeitsbedingungen vor allem im Revier Passau sind laut GdP eine Katastrophe.

Aufgrund des Personalmangels müssen nun Bundespolizisten aus ganz Deutschland in Bayern unterstützen, obwohl die Bundespolizei in allen Bereichen unterbesetzt ist.

„Die deutsch-österreichische Grenze ist gegenwärtig der herausragende Brennpunkt in de Maizières Zuständigkeitsbereich. Hier offenbart sich erstens der immense Anstieg der Flüchtlingszahlen, das Leid der Betroffenen und die Untauglichkeit des Dubliner Abkommens, zweitens, wie die Kommunen mit diesen Problemen vielfach allein gelassen werden, und drittens, wie mangelhaft des Ministers Bundespolizei technisch und personell aufgestellt ist. Dass der Minister sieben Jahre braucht, um diesen Bereich zu besuchen und dann lediglich eine weitere Prüfung anzukündigen, ist ein Armutszeugnis“, so Radek.

Presseecho:

BILD.de: „Viele Worte, wenig Hilfe“

ZEIT ONLINE: „Gewerkschaft der Polizei verlangt mehr Personal an der Grenze“

Mittelbayerische Zeitung: „Dankesworte statt konkreter Hilfe“

Berliner Zeitung: Brisanter Besuch an der „Bearbeitungsstraße“ für Flüchtlinge“

Tagesschau: Kommentar von Sebastian Kraft, Bayerischer Rundfunk, zur Situation in Deggendorf

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35 Kommentare
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  1. Hallo Jörg, Armutszeugnis ist aber noch sehr beschönigend ausgedrückt. Meines Erachtens ist Herr de Maizière in jedem Ministeramt der er begleitet bzw. begleitet hat ein Totalausfall. Gegenüber den Ihm unterstehenden Bereichen aus Teflon, jegliche Kritik tropft ab gegenüber seinen Ministerkollegen angenehm da ja weder Forderungen, noch Kritik geäußert wird.

  2. Ich glaub niemand hat wirklich irgendwas anderes erwartet…

  3. Die Mitarbeiter in Freyung sind nicht enttäuscht. Ihnen wird dargestelt, dass diese ihr tägliches Dienstgeschäft sei.
    Sie werden in die Ecke gestellt. Ohne Dank und mit Hohn.
    Viel wichtiger scheint es, dass die Ab- und Aufbauorganisation durch die Freyunger Beamten gewährleistet wurde und das Hauptaugenmerk zum Zeitpunkt X in Deggendorf liegt.

    Ein Weiter-So kann es nicht geben.

    Mit Dank und Hohn nehmen wir zu Kenntnis, dass „wir“ nichts wert sind und keinen Beitrag geleistet haben.

  4. Wir sind belastet aber nicht überbelastet, diesen Spruch haben wir noch gebraucht.
    So einen ignoranten IM haben wir noch nicht gehabt, dem gehen seine Beschäftigten in der BPOL am A…. vorbei. Als ich den Fernsehbericht sah wusste ich schon was kommt,das konnte man in seinem Gesicht ablesen wie egal ihm das alles ist, wahrscheinlich kam er nicht ganz freiwillig, wohl weil er musste? Ich erinnere mich noch gut an die Aussage von Fr. Merkel, „die Bundespolizei bekommt was sie braucht“ hahaha. Ich wünschte mir unser Otto Schily wär noch unser Innenminister, da gäbs diesen Saustall bestimmt nicht, kann man den nicht wieder zurückholen? der hatte wenigsten ein Herz und vor allem Verstand für seine BPOL. Unsere Kanzlerin rettet GR und unsere Bundespolizei geht vor die Hunde!!! Vielen Dank dafür, dachte sie wäre auch für uns da, hab mich wohl getäuscht. Armes Deutschland da kommt noch einiges auf uns zu, aber wir sind ja noch nicht am Limit lt. IM. Wenns irgenwo mal kracht kann ja unser IM hinfahren und seine leeren Reden schwingen.

  5. Wie sollte dieser Minister auch eine Überlastung der Bundespolizei zugeben?
    Wer ist nochmal für diese Bundespolizei zuständig? Achja, der Innenminister!!!
    Dann müsste dieser Minister ja auch zugeben, daß die Gewerkschaft(en) doch Recht hatten/haben mit Ihren gebetsmühlenartigen Forderungen und Hinweisen auf diese Personal-MISERE!!
    Die Pressekonferenz und die Statements dieses Ministers zu dieser Katastrophe sind an Absurdität und Verblendung nicht mehr zu übertreffen!! Leider ist die Bundespolizei politisch zu unrelevant, ansonsten sind schon andere Minister wegen geringfügiger Verfehlungen zurückgetreten. Aber warum sollte man sich auch mit dem ehemaligen schlechtesten Innenminister aller Zeiten, der sowieso NIE etwas für die BPOL übrig hatte, anlegen und mehr Geld und/oder mehr Personal für die BPOL fordern? Das könnte politische Schwierigkeiten bedeuten, die Angela mag den Wolfgang doch auch zu sehr, um da „ne realistische Chance“ zu haben. Also lieber die Füsse weiterhin still halten, und alles ist gut, wir meistern diese Herausforderung, und zu Weihnachten gibts doch auch wieder die tollen Schreiben.

  6. Mit dem Spruch: „Wir sind belastet aber nicht überlastet“ kann sich der IM nur selbst gemeint haben. Denn mal eine halbe Stunde bei den Leuten zu sein, heisst nicht dass man auch nur den Hauch einer Ahnung von der Materie hat.

    Diese medienwirksamen Auftritte sind doch nur zur Beruhigung der Bevölkerung da und nicht um uns mehr Personal zu geben!

    Man kann das Gefühl bekommen, dass man die Bundespolizei schon in eine Tonne geworfen hat, den Deckel drauf tat und sich jetzt darüber ärgert dass die Bundespolizei wieder in den Medien auftaucht!

    Wer Heute davon spricht, dass bei uns ca. 800 – 1000 Leute fehlen der hat vergessen diese Zahl mit 4 oder 5 zu multiplizieren!

    Armes Deutschland, wenn für die innere Sicherheit noch nicht mal mehr ein zusätzlicher Krümel des Bruttosozialproduktes übrig ist!

    Bitte bleibt alle gesund, trotz der widrigen Umstände!

    Es grüßt einer der nur noch 1 Jahr und 19 Tage hat!

    Udo Windl

  7. Dieser Mann ist so Angseinflößend.
    Wie kann nur jemand mit solch einer eiskalten Gleichgültigkeit Nachts ruhig schlafen?
    Wir wird Angst und Bange wenn ich mir die derzeitige Entwicklung anschaue und unseren Krisenobermanager sehe.
    Noch ist Sommer in Deutschland und schon jetzt sind die Belastungsgrenzen erreicht oder überschritten.
    Was wird im Herbst/ Winter sein?
    Was passiert dann in den Flüchtlingszeltlagern?
    Denkt nur an die Medienberichte, was passierte als ein paar Flüchtlinge zu spät zur Wasserausgabe kamen.
    Wenn bis dahin kein intelligentes Konzept besteht, dann brauchen wir 100.000 zusätzliche Polizisten im Inland um die Aufstände zu befrieden!
    Ich frage mich wo er dann diese zusätzlichen und nicht überbelasteten Kollegen herzaubern will?
    Arbeitet er heimlich an Robocops? (Sarkasmus)

  8. Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Brennpunkten, ob nun in Freyung, Rosenheim oder Aachen. Nehmt eure Rechte als Arbeitnehmer (Beamte) nach dem Arbeitsschutzgesetz (Gilt auch für Beamte) war und schreibt eine Überlastungsanzeige. Dann muss der DienstHERR TDM reagieren. https://de.m.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberlastungsanzeige
    Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und muss nicht unbedingt vom einzelnen gemacht werden sondern muss kann auch von mehreren Beschäftigten im Kollektiv gestellt werden. Der Wiki Artikel lässt hier wenige Fragen offen.

    Dass Arbeitsschutzgesetz schliesst Beamte nicht aus!!

  9. Hab ich ja gestern geschrieben, nix passiert!! War doch völlig klar!! War auch klar das Herr IM nicht nach Passau aufs Revier geht sondern lieber die Abteilung in DEG aufsucht. Gibt ja dort eine Kantine :-( Der Spruch wir sind belastet aber nicht überlastet sagt schon alles. Ich gehe mal davon aus das einige Führungskräfte der BPOL die gestern dem IM freudig nach gegangen sind einiges schön geredet haben. Leider haben diejenigen vergessen den Pressesprecher der BPOLD M darüber zu informieren. Der meinte doch tatsächlich das die Kollegeinnen/Kollegen an der Südgrenze seit 1 Jahr überbelastet sind. Allen eingesetzten Kräften wünsche ich viel Kraft. Laßt Euch nicht unterkriegen …

  10. Wie kann man als Minister nur so wenig hinter seinen engangierten Beamten stehen? Wie kann man nur so in einer Scheinwelt leben? Wie sollen wir als erfahrene ältere Kollegen denn noch unsere neuen jungen Kollegen motivieren, wenn alles nur von der Politik „schön“ geredet wird?

    Selbst unsere Führung, egal wo, steht hinter uns und stellt die Situation, Belastung und das Personalfehl sehr korrekt dar!!

    Ich hatte einst einen Traum.Polizist zu werden. Für den Staat einzutreten. Ihn zu verkörpern. Aber der Staat, Minister etc. hält nicht zu uns und lässt uns im Stich!!!!!!! Da bröckelt der größte Idealismus irgendwann einmal.

    Werte Politik! Unterstützt uns und stellt schnellstmöglichst 2000-3000 neue BPOL Kollegen ein. Die Gewerkschaften müssen ernst genommen werden. Sie haben einen realen Überblick vor Ort und Kontakt zur Basis!

    Ansonsten rammt die BPOL Titanic bald den Eisberg und geht unter.

    Kollegen, haltet zusammen!Grüße

  11. Die Bundespolizei ist nicht überlastet, don’t confuse me with the facts.
    Am Berliner Hauptbahnhof patroulliert täglich eine Doppelstreife, zusammen um die 100 Lebensjahre alt.
    Am Berliner Flughafen manchmal sogar zwei Doppelstreifen.
    Und das bei der Terror- und Migrationslage, von der Taschendiebehochsaison gar nicht zu reden.
    Reicht doch, wir sind gut aufgestellt.

    Da kann man noch paar Beamte nach Bayern abordnen, um das Versagen des Bundes, der Länder, Kommunen und des BAMF zu kompensieren bzw. das Zugeben des Scheiterns der Sicherheits- und Flüchtlingspolitik hinauszuzögern.

  12. „Sehr geehrter Herr Innenminister, vielen Dank für Ihre aufmunternden Worte … “
    So oder ähnlich dürfte unser IM in Berlin wieder empfangen worden sein. Bei so viel Ignoranz gegenüber den Polizisten in seinem Ressort gehört dieser IM entlassen, aber ohne Bezüge. Er kann dann ja dann bei den Kollegen in Bayern seinen ganzen Erfahrungsschatz einbringen ( Vorsicht Satire !!!)
    Jörg hat es auf den Punkt gebracht. Diese Aussagen sind einfach nur enttäuschend und realitätsfern, also eines Innenministers unwürdig. Wie kann man nur so ignorant gegenüber den allgegenwärtigen Problemen und den dort Dienst verrichtenden Beamten und Angestellten sein ? Den Jungs und Mädels steht das Wasser bis zum Hals, wie übrigens auch in vielen anderen Bereichen der Bundespolizei, aber unser IM muss erst prüfen. Die Frage ist was ? Hat er das ganze Ausmaß nicht selbst gesehen oder gab es eine rosarote Brille verordnet ?
    Tut mir leid, aber mir fehlen die Worte. Hier mein Vorschlag: Einfach Busse anmieten und die ganze Karawane vor dem
    Innenministerium abstellen. Dort sind bestimmt genug Internetkapazitäten zur Verfügung. Eine Straße zum bearbeiten kann auch dort eingerichtet werden und in den Räumlichkeiten findet sich sicher auch Platz für eine angemessene Unterbringung der Kollegen und der Migranten. Na dann viel Spaß Herr Innenminister !!!!
    Immer dran denken Herr IM: Unsere Arbeit ist mehr wert und wir sind auch Mensch !!!!!!!!! Auch das sollte in Berlin bekannt sein.

  13. Der Mann ist genau wie sein Vorgänger resistent gegenüber jeglicher Vernunft. Beim ersten mal als IM hat er nichts gerissen, bei der Bundeswehr sah es nicht besser aus. Woher nimmt die Gewerkschaft eigentlich immer die Hoffnung das sich irgendetwas ändert? Mittlerweile ist es doch schon herausragend positiv wenn es mal nicht noch dicker kommt. Die gesamte politische Elite ist eigentlich nur noch ein trauriger Verein. Im Inneren keine Lösungen, nach außen lacht mittlerweile jeder über Deutschland. Die anderen EU-Länder müssen nur mit dem Kopf schütteln und schon machen wir das. Schengen und Dublin sind mittlerweile eine Farce.
    Man kann nur hoffen das die Regierungen der Bundesländer vernüftiger sind (an denen bleibt es ja am Ende hängen) und entsprechend Druck ausüben.
    Vielleicht findet ja noch jemand die „Leiche im Keller“ unsres IM… aber wer soll es denn besser machen? Wenn man sich in der politischen Landschaft umschaut… da ist nichts mehr. Alles Einheitsbrei, parteiübergreifend.

  14. Also wenn unser IM sagt wir sind nicht überlastet glaube ich ihm das auch ohne weiteres.
    Die Frage ist viel mehr wen er mit „wir“ meint.
    Bestimmt nicht den Polizisten auf der Straße. Bestimmt nicht die Kollegen, die von einer zur nächsten Abordnung rauschen bestimmt nicht unsere EHus, die Wochenende für Wochenende sich nur mit diesen „Fussballfans“ herumschlagen.
    Und bestimmt auch nicht die Kollegen an den Grenzen mit bescheidener Logistik und wenig Personal.
    Leute, ich habe nie einen schlechteren und passiven Minister erlebt. In seinen Ämtern vorher hat er doch auch nur den Grüß August zum Besten gegeben. Gemacht hat er nichts.
    Schade nur, dass auch unsere Führungsebene spurt und so tut, als wäre alles cool.

  15. Hr. de Maiziere ist ein armer Mensch. Innerlich erkennt er (evtl) die Notwendigkeit – gewisser Dinge, doch lässt es weder die Politik noch seine Parteidisziplin zu, von dieser Linie abzuweichen.

    Derzeit zerplatzen für viele Kollegen Träume. Träume die seit Beginn ihrer Laufbahnen beim Staat hatten. Und es wird bald keinen Nachwuchs mehr geben, der blind in eine Sackgasse läuft, aus der es keinen Ausweg mehr gibt.

    Die Politik geht davon aus, dass die Flüchtlingswelle – vielleicht schon mit den ersten Herbststürmen – abebbt. Dann, so sagt man sich, wird (vorerst) wieder Normalität einkehren.

    Lange hat es gedauert bis ich erkannt habe, der Vollzugsbeamte steht beim Staat nicht an letzter Stelle, sondern nach der letzten Stelle.

  16. Moinsens!!

    Ich habe die Aussage aus der gestriegen Tagesschau mit:
    „Wir sind gefordert , aber nicht überfordert“ in Erinnerung.
    Nee, is klar!! Er nicht!!!
    Wer sich wegduckt und nur mal so zum bestens vorbereiteten und medienwirksam inszinierten Besuch vorbeischaut, der kann sich auch mal locker mit geschultertem Sakko und entschlossener Miene vor die Kamera stellen.
    Verschwindet danach ja eh wieder.

    Wenns so weitergeht, dann wird man sich ohnehin bald eine wie auch immer geartete Erfassung sparen können, denn dann brauchen wir Mann und Maus an den Aufnahmeeinrichtungen, um zu verhindern, dass es dort zu „Mord und Todachlag“ kommt. Beispiele gab es ja schon zu Hauff und dass die Länderpolizeien wie wir aus dem letzten Loch pfeifen, dass wird jeder erkennen können, der die in diesem Punkt noch sehr zurückhaltende mediale Berichterstattung verfolgt.

    Ach nee, offensichtlich nicht jeder!!

    Mit wehenden Fahnen…..!

    Gruß

    AB

  17. Erstmal allen Kollegen an der Südgrenze vollsten Respekt.
    Die Prüfung von 100 Beamten, die zur Unterstützung kommen sollen ist doch schon lange in der Schupplade. Man weiß auch schon wo man Personal abziehen kann und die EB’s sind schon geschrieben. Leider hebt man die AO’s, die diese Dienststellen schon belasten nicht auf.
    Wenn meine Info’s stimmen, sind es ja auch nicht nur 100 Beamte die den Kollegen im Süden zur Seite gestellt werden sollen. Die sammelt man ja aus verschiedenen Inspektionen zu stammen. Zusätzlich sollen ja auch noch Kollegen aus den Abteilungen abgeordnet werden. So verschleiert das Ministerium schon Mal das gesamte Ausmaß der Katastrophe.
    Also liebe Kollegen im Süden. Immer den Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist. Wir sehen uns in einem Monat.

  18. Na dieser Besuch war ja wieder mal nix.
    Wie soll man alles objektiv darstellen und der Presse präsentieren,wenn man die Flüchtlinge kurz bevor der IM erscheint in Busse verfrachtet,in der Gegend herumfährt so lang der Minister sich präsentiert und diese nachdem der ganze Ministertrott wieder fort ist, wieder zurück bringt.
    Ganz klar unangenehme Fragen sind nicht erwünscht.
    Mit der Wahrheit vor der Kameralinse lassen sich Aussagen „Wir sind belastet,nicht überlastet“ auch nicht mehr halten.
    In den Ohren der Beamten vor Ort ist das ein klarer Hohn.
    Genau wie eine eventuelle Aufstockung um weitere 100 Beamte, aber vielleicht denkt man da schon an Tarifbeschäftigte und Pensionäre.

  19. Die aktuelle PKS zeigt doch ganz deutlich, dass die Bpol überhaupt nicht mehr her der Lage ist! Die Steigerung im Bereich der Eigentumskriminallität (TD, Buntmetall) ist enorm, dass Dunkelfeld sicherlich noch viel krasser! Ist auch kein Wunder weil sogut wie kein PVB mehr auf der Gasse ist. Ein gutes hat es ja mit den Flüchtlingen und den EvL für die PKS, jeweils 100 % Aufklärungsquote. Ach nee, ich vergass, bei uns geht es ja eigentlich nicht um Zahlen^^

  20. Spätestens jetzt dürfte jedem klar sein ,was wir zukünftig vom Innenminister bzw. der Regierung zu erwarten haben. Ich glaube auch nicht, dass ein anderer Innenminister zur Verbesserung der Lage beitragen würde. Mich würde mal interessieren , ob die GDP überhaupt noch in er Lage ist, mit solchen Regierungsvertretern an einem Tisch zu sitzen und Probleme bei der Bundespolizei anzusprechen. In diesem Zusammenhang feue mich schon auf die anstehende Fußballsaison. Kann es kaum erwarten.

  21. Die Bundespolizei dient Deutschland, wem dient TdM? Ich wünschte es wäre Nacht und Otto käme….

  22. Warum entlastet man die Kollegen vor Ort (und die Zwangsabgeordneten in Zukunft) nicht. Man könnte doch die Asylsuchenden auf die BPOL’ien verteilen, anstatt die PVB dorthin zu schicken kann doch die Arbeit des Erfassens (Rollen, Foto u.s.w) verteilt werden.Also Busse vor die Bahnhöfe Passau und Rosenheim Asylsuchende rein Verpflegungsbeutel dazu, wenn es sein muss 2 PVB und ab dafür zur BPOLI XY. Mehrere „Fliegen“ sind dann mit einer Klappe geschlagen, die Kollegen vor Ort werden entlastet, es müssen keine Zwangsversetzungen aus ganz Deutschland durchgeführt werden und es ist günstiger, weil die Abgeordneten Kollegen ja nun mal auch zusätzlich Geld kosten.Gerollt, fotografiert und eventuell Beanzeigt werden können sie auch in z.B. Kassel, Erfurt u.s.w.

  23. @Jo und anderer

    Wieso lese ich hier immer Kassel und Erfurt, mein Vorschlag wäre wenn es schon ein Ziel für den Bus geben sollte: Potsdam

  24. Wenn ich mir das alles hier durchlese und Nachrichten sehe, wird mir schlecht. Ich sehe die BPOL kurz vor dem Kollabs. Die Führung (auch die politische) lässt die BPOL Kollabieren. Ich sehe das ENDE kommen, denn die Politik (zumindest habe ich das Gefühl) will die BPOL abschaffen. Der Krankenstand wird steigen, das andere was immer verschwiegen wird und alleine im privaten Bereich liegen soll wird vermutlich auch zu nehmen (ich will es nicht hoffen). Das Placebo Vereinbarkeit Beruf und Familie ist damit zum Scheitern verurteilt (wer hat überhaupt mitgemacht?).

    Wenn nun noch der Fußball kommt, werden die Kollegen nicht mehr aus den Klamotten rauskommen. Sollen doch die lieben Fußballfans die Züge zerkloppen, dann stehen am nächsten Wochenende halt keine mehr zur Verfügung und die lieben Fans kommen nicht zum Spiel. Dann gibt es bestimmt auch EU und DA Sperre und die Belastung nimmt weiter zu (aber wir sind nicht überlastet).

    Es geht dem Ende zu.
    Hut ab vor den Kollegen die das Tag täglich mitmachen müssen. ( Ich kenne die Aufgriffszahlen auch, nur die Abarbeitung erfolgte noch Analog mit Schreibmaschine, aber davon gab es mehr wie heute PC`s)

  25. @Konne Eintrag 14
    Das mit den Bussen. Ist das Fakt? Kannst du das aus erster Hand bestätigen? Oder nur nen Gerücht?
    Wenn das stimmt, hab ich meinen Glauben in unsere Führung komplett verloren.

    Grüße

  26. @ Jo

    Lese ich bei Dir raus das Du denkst es gibt noch Inspektionen die irgendwie nix zu tun haben und deren einzigstes Problem ist wo sie die Spinde der vielen Kollegen aufstellen sollen?
    Wenn Du eine solche Inspektion kennst teile sie uns mit, ich bewerbe mich dort gerne auf eine freie KSB-Stelle.

    Ohne Gesamtkonzept funktioniert jetzt bald keine Inspektion und kein Verband mehr richtig.
    Löcher mit Löcher stopfen ist Irrsinn und verschleißt den Menschen vollends.
    Ein Gesamtkonzept ist mit dieser rat- und mutlosen Regierung aber nicht zu finden.

  27. @MB12 leider wahr.
    Jedenfalls für die Erstregistatur an der ich meinen Dienst schon geschoben hab. Mir ging das auch so als ich das gehört hab. Aber das ist doch die gleiche Scharade die auch früher immer veranstaltet wurde, wenn jemand „Höheres“ die Dienststelle besuchte. Ich sage nur Potemkinsche Dörfer.

  28. @Jo (Eintrag 19), @MB2 (Eintrag 22),

    Das mit den Bussen ist fakt. Es werden täglich ca. 20 Flüchtlinge aus Deggendorf zur BPOLI MUC geshuttelt. Dort in der Flughafenasylunterkunft durchsucht, anschließend zur Inspektion gefahren und dort von Kolleginnen/Kollegen registriert etc. Danach gibt es eine Fahrkarte für die S-Bahn und die Flüchtlinge reisen weiter zur einer von vielen Aufnahmeeinrichtungen in München.

  29. 1. Ich habe zuerst BPOLI XY geschrieben und nur als Beispiel Kassel und Erfurt.
    Ich meine das alle vor Ort entlastet werden und es müssen keine PVB zwangsversetzt werden. Die Arbeit würde besser verteilt. Ich weiß nicht wieviel oder wie wenig eine BPOLI zu tun hat. Außerdem haben wir dort keine Schengen Aussengrenze. Also findet dort keine Grenzkontrolle statt. Also …….

  30. @BasisPHMZ

    Ich gebe Dir absolut recht, mir geht es genauso.
    Allerdings, wenn Du sagst so schnell wie möglich 2000-3000 Leute bei der BPOL einstellen, musst Du auch daran denken, dass dafür auch Ausbildungspersonal gebraucht wird, sprich es werden wieder irgendwo Löcher gerissen (davon abgesehen, was sind das dann für neue Kollegen? Da muss man ja alles was sich bewirbt nehmen, da die Bewerberzahlen immer geringer werden und die meisten doch lieber Geld in der freien Wirtschaft machen wollen!);es ist halt ein Kreislauf der in den nächsten 15-20 Jahren, solange wird es dauern bis die Sache annähernd im Griff ist, anhalten wird und uns jetzt schon über die Grenzen belastet.
    Übrigens ist es wie immer eine Politik des Hinhaltens und des Hoffens, dass diese Situation sich von selber zurückfährt (ich meine die Flüchtlingsströme), allerdings ist ja jetzt schon bekannt, dass es sich eher noch erhöhen wird. Dabei rede ich noch nichtmal von den normalen Tagesaufgaben, die zu bewältigen sind, die immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden.
    Die Politik wird immermehr zur Lachnummer und man weiss wirklich nicht mehr, wen man noch wählen soll, da die Situation schon so weit reingefahren ist, dass nur ein harter Schnitt, in welche Richtung auch immer, nur noch hilft.
    Diese Regierung, inklusive des BMI interessiert sich im Moment ausschließlich für die Lage in Griechenland, die sich die Politik/EU auch selber geschaffen hat!
    Alles was das Innere angeht, wird sich schon von selber erledigen, ist die Meinung der Politik; ich glaube nur das ist ein großer Irrglaube und wenn es so weiter geht wird jeder für sich selber die Situation reflektieren und das machen, was am Besten für einen Selber ist.
    Man sieht ja auch die Bevölkerung insgesamt, die zwar hauptsächlich gerne Hilfsbereit ist aber auch schon an ihre Grenzen stößt.

    Hoffen wir das Beste!!!

  31. Was hat Solidarität mit Chaos zu tun….
    oder sind unsere Bundespolizisten „Kommissionsware“?

    Die Bundespolizei steht vor einer großen Herausforderung, die Lage an den südlichen Grenzen einigermaßen in den Griff zu bekommen. Die vor Ort eingesetzten Polizei- und Verwaltungskräfte sind aber naturgemäß am Führungs- und Organisationsgeschick der Bundespolizeidirektion München gebunden.

    Die solidarischen Aufrufe von Führungsverantwortlichen in allen Dienststellen der Bundespolizei, die Bundespolizeidirektion München zu unterstützen, werden verbunden mit konkreten Zahlen benötigter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wofür man aber die hunderte Unterstützungskräfte benötigt, bewegt sich zurzeit im Dunkelfeld.

    “ … Eine komplizierte mathematische Formel!“ Aha, die Unterstützung wurde mathematisch berechnet. Will die Bundespolizei etwa an der Grenze zu Österreich eine Lichterkette bilden?

    Genau nach diesem Schema wird bereits verteilt! Da wurde eine ganze Mobile Fahndungseinheit „geschlachtet“ und als Kontrollkräfte ins ferne Abseits verlegt. Deren künftiger Einsatzwert würde nach Rückkehr infrage gestellt werden können. Erwarteter lang anhaltender Beifall für diese Entscheidung fällt wohl aus…
    Aber auch anderswo entschied man sich für diese Spezialkräfte. Warum eigentlich nicht Hubschrauberpiloten, Personenschützer oder …?
    Und mit welchem Handwerkzeug? Wird erwartet, dass sich jeder Polizist die Ermittlungsvorgänge mit nach Hause nimmt und dort in Heimarbeit erledigt, nur weil die Bundespolizei vor Ort weder Räumlichkeiten noch IT-Strukturen aufbauen kann?

    Herr Minister, was ist los in der Bundespolizei? Fehlt es Ihnen an Geld, oder fehlt es Ihnen an Personal, oder fehlt es Ihnen auch an kompetenten Führungskräften?
    Wir verstehen uns nicht als „Getränkelager“, in das jeder rein- und rausspaziert und sich nimmt, was er gerade braucht! Allenfalls die vielen leeren Kisten wären einen Vergleich wert. Personal – was durch Sie verbraucht, gespart und nicht wieder aufgefüllt wurde.

    Und wenn das alles so einfach ist, wie es momentan in der Bundespolizei passiert:

    Es macht auf den ersten Blick keinen Unterschied, ob blaue, silberne oder goldene Schulterstücke einen „Soli-Beitrag“ im Süden der Bundesrepublik leisten. Miteinander und nebeneinander. Ich schätze Führungskräfte, die aus eigener Erfahrung wissen, wovon sie reden.
    Auf den zweiten Blick: Wir können gut und gern ein paar Monate auf Konzepte, Rahmenpläne, Strategietagungen, Beurteilungskonferenzen, Jour fix und dergleichen verzichten.
    Auf die operativen Polizeikräfte in den schon bundesweit ausgedünnten Dienststellen nicht!

  32. Liebe KollegenInnen aus Bayern,

    was ist an dem Buschfunkgerücht dran, dass Flüchtlinge vor Ankunft des IM bewusst mit Bussen „umverteilt“ wurden, um dem Minister samt Gefolge eine funktionierende Bearbeitungsstrasse zu präsentieren?

  33. Ist in Teilen richtig.
    Die sog. „Clearingsstelle“ auf dem Gelände des THW in Passau, die derzeit das Nadelohr der Bearbeitung ist, wurde kurz vor seiner Ankunft fast leer geräumt.
    Was man damit bezwecken wollte, ist mir nicht klar. Die Medien hatten über die dortigen Zustände ja bereits berichtet.

  34. @Meine Meinung….inwieweit dieses Umverteilen an der Bearbeitungsstrasse geschehen ist, vermag ich nicht zu bestätigen. Aber in Passau beim THW ist das vor dem Besuch defintiv geschehen. Auch ist dort die Erstaufnahme aus dem Gebäude unter freien Himmel bzw.Schleppdach verlegt worden unter dem zuvor die Flüchtlinge sich aufgehalten haben und die Büros sind jetzt mit Klappbetten voll gestellt, da man den Aufenthalt für die Flüchtlinge für menschenunwürdig gehalten hat. Komisch ist nur, das die Beamten unter den „menschenunwürdigen“ Umständen arbeiten können.

  35. Jetzt hat er DIE LÖSUNG:

    „Pensionäre kommt zurück, Aktive geht später in den Ruhestand!“ lautet sein Aufruf! SUPER Idee! Als nächstes wird dann die Wochenarbeitzeit auf 45 oder 50 Stunden und die Lebensarneitszeit auf 65 oder 70 Jahre erhöht! Und schon ist der Personalmagel Geschichte!