„Wir haben nicht einmal genug Personal für Taschendiebstähle“

Aufgrund der Vorkommnisse in Frankreich in einem Schnellzug wurde Jörg Radek für die GdP befragt, ob solche Ereignisse auch in deutschen Zügen passieren können. Hierzu äußerte sich der Vorsitzende der GdP Bundespolizei gegenüber den Medien:

SPIEGEL ONLINE

EURACTIV

Aus Österreich: Kleine Zeitung

Tiroler Tageszeitung

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Themenbereich: Internes & Personalien | Drucken

2 Kommentare
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  1. Wieder einmal Dank an Jörg Radek

    Die Politik hat die Erweiterung der europäischen Union und Schengen in den letzten 25 Jahren vorangetrieben, wie ein Rennpferd auf den letzten 100m der Galopprennbahn. Niemand, allen voran die Politik, wollte von negativen Auswirkungen „etwas wissen“ – hier ging es um den „Tanz um das goldene Kalb“.

    Allen voran standen Privatisierungen im öffentlichen Dienst verbunden mit einem staatenübergreifenden Personalabbau, auch bei den Polizei- u. Sicherheitsbehörden. Beim ZOll führte das dazu, dass in Europa über 50% des gesamten Personals dem Traum eines geeinten Europas ohne Personen- u. Warenkontrollen zum Opfer fielen. Genauso hart hat es die anderen Sicherheitsbehörden wie die Bundespolizei und europäische Grenzorgane getroffen.

    Seit vielen Jahren berichteten Autoren wie Scholl-Latour, Konzelmann, Prof. Wolffsohn über sich auftuende Lücken im mittleren Osten und den daraus erwachsenden Gefahren. Allen voran in tief-glaubensgeprägten Ländern kam es zum sprichwörtlichen Überkochen und immer mehr religiöse Fanatiker lassen sich von ihren „Führern“ dazu verleiten in den sog. Heiligen Krieg (Dschihad) zu ziehen. Aber nicht nur im nahen Osten, selbst in Ex-Yugoslawien, gibt es noch viele Probleme mit ethnischen – und religiösen Minderheiten, die immer wieder aufflammen.

    In Deutschland wurde 1977 die „Landshut“ von RAF-Terroristen gekapert, viele Politiker wurden zu ihrem Opfer, u.a. Hans Martin Schleyer. Heute verhandeln wir vor Gericht über die Opfer des NSU. Über Jahre wurde und wird nicht erkannt, dass sich in Deutschland eine neue rechte Gewalt ihre Bahnen bricht.

    Bis heute steht die Politik dieser Entwicklung machtlos gegenüber. Anscheinend findet sie keine Lösungswege in diese Konflikte einzugreifen bzw. sie zu beenden.

    In Frankreich haben wir es lediglich 3 wagemutigen Männern zu verdanken, dass es nicht mehr Opfer zu beklagen gab. Deutschalnd hatte lediglich Glück, als der Versuch am Kölner Bahnof scheiterte, Kofferbomben zu zünden.

    Glück währt nicht ewig – deshalb müssen wir schnellst möglich handeln und unsere Sicherheitsarchitektur – entgegen allen rechtlichen (auch verfassungsrechtlichen) Bedenken – neu überdenken und den zu erwartenden Gefahren und Bedrohungen ausbauen und zukunftsträchtig entwickeln.

    Um Prof. Wolffsohn aus seinem neuen Buchv „Zum Weltfrieden) zu zitieren: „Es ist sinnlos, falsches Denken immer weiter zu betonieren. Was nicht richtig gedacht wird, kann nicht richtig gemacht werden.

  2. Als Angehöriger der hessischen WAchPolizei bin ich beschämt, dass wir aufgrund der Rechtssprechung in Zügen der deutschen Bahn und im Bahnhof selbst nur noch „Jedermannsrechte“ haben. Die Konsequenzen hieraus sind klár. Bei Vorfällen ruf ich nur noch die Polizei. Irgenwas läuft hier sehr falsch…

    mfg.

    Gemming