GdP-Positionen zur Verwendung der 3000 neuen Stellen verabschiedet

Martin Schilff_03_webDie Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei hatte dem Bezirkspersonalrat beim Bundespolizeipräsidium einen 10-Punkte-Plan für die Verwendung der 3000 zusätzlichen Planstellen und Stellen übersand. In seiner Sitzung in der 38. Kalenderwoche hat der Bezirkspersonalrat diesem Vorschlag fraktionsübergreifend zugestimmt und beschlossen die Forderungen als Initiativantrag an das Bundespolizeipräsidium zu richten.

Die wichtigsten Eckpunkte dabei sind, dass es sich bei den 3000 Stellen um „echte“ Planstellen für Polizeivollzugs- und Verwaltungsbeamte handeln muss und diese kegelgercht ausgestattet werden, wodurch z.B. auch solche Probleme wie der „Obermeisterbauch“ gelöst werden könnten. Ein Ausweichen auf Niedriglohnstellen für „Hilfskräfte“ ist abzulehnen! Die neuen Stellen sollen ausschließlich für die Schließung der heutigen „Schere“ insbesondere „auf der Straße“ in den operativen Bereichen der Grenz- und Bahnpolizei, der MKÜén, der Bereitschaftspolizei und der Aus- und Fortbildungsorganisation, ohne Einrichtung zusätzlicher Stäbe, genutzt werden. Regionale Werbung, Einstellung und Verwendung nach der Ausbildung mit verbesserten familienfreundlichen Arbeitszeiten, Fortbildungs- und verkürzte, heimatnahe Aufstiegsmöglichkeiten,  sind unerläßlich. Durch die Ausbildung des mittleren Dienstes im 2. Dienstjahr bei der Bereitschaftspolizei stünden die KollegInnen schneller zur Verfügung. Außerdem sind zur weiteren Entlastung der PolizeivollzugsbeamtInnen von vollzugsfremden Aufgaben zusätzliche Stellen sowie Stellenhebungen im Tarifbereich unbedingt notwendig und diesen KollegInnen verstärkt der Zugang zu Verwaltungsbeamtenstellen zu ermöglichen.

Die Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei begrüßt, dass die anderen im Bezirkspersonarat vertretenen Gewerkschaften unsere Forderungen mittragen!

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Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

22 Kommentare
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  1. Gute Maßnahmen,

    solange die Kollegen, welche im Moment nicht bei Ihren Familien sein können, bzw. nicht Heimatnah verwandt werden auch zu ihrem Recht kommen.

  2. So so……uns die bereits jetzt vom Finanzminister angekündigten 2,5 Millarden Einsparungen in allen Resorts nächstes Jahr betrifft uns dieses mal nicht???
    Sorry aber uns fehlt allen der Glaube…..

  3. Nicht mal ein Polizist pro Bahnhof. In der Praxis sind dann gewisse Bahnhöfe besetzt und andere Bahnhöfe verwahrlost. Das Gros der Straftaten wird nicht mal gemeldet.
    Am Wochenende konnte man gut sehen, dass 25 Hundertschaften an der Grenze zu Österreich bald den Schutz der Bahnhöfe zum Erliegen bringen.
    Bahnhöfe (abgesehen von der Renovierungsbedürftigkeit vieler Bahnhöfe) und deren Umfeld. Alleine die Graffiti „Kunstwerke“ an Zügen, auf Bahngeländen und im unmittelbaren Umfeld zur Bahn sind unfassbar. New York hat die null Toleranz Politik mit der Erfolg ausgerufen.
    Wenn ich mir so alleine das Ruhrgebiet in der Hinsicht ansehe. Es wird nichts sofort unternommen. Technisch nicht machbar ??? New York 8 Millionen Einwohner. Das Ruhrgebiet 5 Millionen Einwohner.
    Aber dafür benötigt es Bürgermeister mit echter Zivilcourage. Die sofort jede Schmiererei, jeden Müll und alles andere entfernen lassen. Eine Bundespolizei und Landespolizei die die Sache sofort verfolgt. Vor allem durch Präsentation zu verhindern weiss.
    Doch da die ehemalige Bundesbahn als kapitalistische Aktiengesellschaft absichtlich (siehe Wanne-Eickel, sie Umfeld HfB Dortmund) alles verkommen lässt, bietet sich dort Schutz und Angriffsfläche für die Schmierfinken.

    Wir benötigen Polizeibeamte auf den Bahnhöfen und der Strasse. Nicht in der Verwaltung oder so grob gerechnet 300 Vorgesetzte mehr bei 3000 neuen Stellen.
    Vielleicht kann man von New York lernen. Sonst hängen wir doch auch immer am Rockzipfel der USA.

  4. Mir ist es egal was mit den 3.000 neues Stellen passiert. Ich guck erst mal auf die alten Stellen der Bundesbereitschaftspolizei. Macht uns, die BePo, erst mal voll. 3 volle Züge pro EHu. Alleine die Lage jetzt in Bayern ist der Beweis, dass wir gebraucht werden.

  5. Genau….macht die BePo voll und grabt den unsäglichen Abordnungen das Wasser ab. Was nutzt ein überbesetzter Flughafen und an den Brennpunkten fehlen Bereitschaftsbeamte.
    Nach dem Hochwasser sollte sich auch soviel ändern…..nichts ist passiert.

  6. Eine Frage zwischendurch: war eigentlich das Gespräch mit Herrn Schäuble wegen dieser unsäglichen Besteuerung der Schichtzulage schon? Sachstandsmeldung durch GdP wäre schön!

  7. @E.Hu
    Welcher Airport ist denn Deiner Meinung nach überbesetzt ?

  8. Die Frage ist überflüssig Z’ler……
    Wichtig ist jetzt und für die Zukunft zu erkennen wo der personelle Schwerpunkt liegt. Das sind mit Sicherheit nicht die Flughäfen.
    Wir brauchen jetzt an der Grenze ManPower und BePo. Von anderen Brennpunkten rede ich garnicht erst.
    Darum ging es auch nur…..mit meiner Aussage wollte ich nur die bestehende Priorität in Frage stellen. Die Masse hat es erkannt.

  9. Bestimmte Zeiten erfordern konsequente Maßnahmen! Wie wäre es mit einer neuen Reform?

    Abgabe der Bahnpolizei, der Bereitschaftspolizei an die Länder. Die Kollegen die wechseln wollen, sollen die Chance zum Wechsel haben.
    Die Beamten wären dann dort wo sie gebraucht werden. Polizeiarbeit ist schließlich Ländersache ;)

    Für die Bundespolizei könnte sich somit die Chance bieten zurück zu ihren wirklichen Kompetenzen zu finden. In diesen Bereichen hat sie nun die Chance sich stark zu positionieren. Hier im Klartext, Grenzpolizei, Luftsicherheit, Zusammenarbeit und Intensivierung dieser mit dem BKA, ZKA, BfV und ausländischen Behörden auf Augenhöhe.

    Wer jetzt nicht die Zeichen versteht und eine große gewinnbringende Veränderung anschiebt wird wieder langfristig in die Röhre gucken!

  10. @E.Hu
    Doch, genau darum geht es nämlich! Die Migrationslage ist hinreichend bekannt, die generelle Personalsituation ebenso. Deshalb finde ich es nicht gut, dass Du eben mal etwas „in den Raum wirfst“, ohne weitere Fakten. Aber die islamistische Gefährungslage ist ebenfalls bekannt und dadurch bleiben auch die Flughäfen ein wichtiger Schwerpunkt, weil sie gem. § 23 BPolG als gefährdete Objekte eingestuft sind. Das zieht ebefalls größere personelle Bindungen nach sich und wird auch nicht durch Wegreden besser! Es wäre ein großer Fehler, eine Personalnot im Süden der Republik damit zu lösen und auch damit „weg zu begründen“, dass plötzlich Flughäfen keine Schwerpunkte mehr wären. Genau das wäre der absolut falsche Ansatz und auch ganz sicher nicht die Lösung der Probleme, die daurch geschaffen wurden, dass man an allen Ecken und Enden das Personelle hat jahrelang schleifen lassen.

  11. Ohne eine stark aufgestellte BePo ist die Behörde BPOL aber nicht mehr Handlungsfähig! Das beweist die aktuelle Situation eindringlich.
    Was nützen volle Reviere und Inspektionen wenn die Abteilungen ausbluten? Auf ad hoch Lagen kann nur die Dir BBPOL reagieren.
    Das wird der Behördenleitung gerade vorgeführt. Das große Problem dabei ist aber das die Abteilungen leer sind.
    Aus verständlichen Gründen werde ich jetzt keine Zahlen nennen, wer sie wissen will weiß wo man die erfragen kann, aber es gibt nicht mehr viele E-Züge die zur Zeit für andere Einsätze zur Verfügung stehen.
    Diese verbleibenden Kräfte fahren auch am Rande der Überlastung, hetzen von Einsatz zu Einsatz. So mancher wäre lieber im Süden, da man dann wenigstens ein geregeltes Leben hat.
    Natürlich stehen die angekündigten 3000 „Neuen“ nicht sofort zur Verfügung, aber jetzt kann man schon sinnvoll planen wo man sie einsetzt. Und das kann nur heißen das zuerst die Verbände wieder voll gemacht werden und dann der Rest weiter verteilt werden kann.

  12. Wenn jetzt sogar der Einzeldienst Alarmeinheiten aufstellt, dann sehr ihr jetzt, dass die BePo ausgeblutet ist. Wollt ihr das? Alarmzüge aus dem Einzeldienst, die die Arbeit der BePo machen?

  13. Zler
    @Welcher Airport ist denn Deiner Meinung nach überbesetzt ?

    Jeder, vor allem Frankfurt und München.
    Alle Planstellen sind dicht.
    Und trotzdem ständig Abordnungen und Heulerei über Personalmangel.
    Mit dem Münchner Flughafen geht das schon seit Betriebsbeginn 1992.

  14. Wo bleibt das Lob und die Zuversicht?
    Über Monate haben wir hier die Kritik gelegen, „Beerlage-Studie“, „KLARTEXT-Studie/Strohmeier“,Auswertung der GdP zur Evaluierung-Neuorganisation etc. -würde alles nichts bringen….
    Nun konnten die Vertreter der GdP den Bedarf der Bundespolizei endlich an höchster politischer Ebene in einem Erfolg durchsetzen und kaum einer findet anerkennende Worte, Zuversicht und Lob? Warum?
    Nur 1.000 neue Stellen hätten die Maße noch vor einem Jahr unmöglich gehalten, es sind sogar mehr als dreifach so viele und dafür möchte ich allen für ihren jahrelangen, unermüdlichen Einsatz danken!!!
    Nur so kommen wir zur Entlastung, Verjüngung und Wiederherstellung der Einsatzstärke!
    Das der Weg über die Einstellungsoffensive (1.600 jährlich bis 2030, plus zusätzliche 3.000 die nächsten 3 Jahre, und 574 Sonder-/Zusatzdienstposten) wird eine Riesenherausforderung für alle Beschäftigten, insbesondere die nächsten 6 Jahre.
    Aber das ist der einzige Weg aus der Krise, eine absolut einmalige Chance und entspricht genau dem Kern unserer jahrelangen Forderung nach mehr Personal!
    Wir sollten gerade in diesem öffentlichen Forum den Beschäftigten Mut machen, Bewerber/ Interessenten motivieren zur Bundespolizei zur kommen, sich einzubringen und die Aufgaben mit viel Elan anzufassen!

  15. Als erstes macht mal lieber denen Mut deren Familiäre Zukunft gerade zerbricht. Habe vier Tage frei gehabt und muss wieder für 10 Tage weg um für politisches Versagen Löcher zu stopfen. Meine Frau arbeitet Vollzeit 40 Stunden, ich habe zwei Söhne 10 und 6 die in die Schule gehen. Was glaubt denn die hohe Führung wie man so etwas noch lange steuern kann.
    Ich bin mit Sicherheit einer von sehr vielen….und uns hilft es wenig jetzt und hier zukünftigen Geister PvB Mut zu machen. Das hat nichts mehr mit Bereitschaftspolizei zu tun….

  16. @Marco
    Wo bleibt das Lob und die Zuversicht?

    Lob klar. Was die Zuversicht betrifft… . Das BAMF sollte schon vor einem Jahr 1000 neue Stellen bekommen. Seitdem? Nada!
    Ich weiß nicht recht. Ich bin mir nicht sicher ob die Rechnerei seriös ist. Es scheiden unglaublich viele Kollege bis 2022 aus. Die Bundespolizei muss sich seit geraumer Zeit auf einem veränderten Arbeitsmarkt behaupten, bei dem im Vergleich in unserer Behörde die Attraktivität fehlt.
    Keine heimatnahe Verwendung! Fragwürdige dauerhafte Abordnungen! Wochenende und Nachtdienst bei schlichten Zulagen!
    Nur Berufung wird bei der Wahl des Berufes nicht ausreichen! Wir sollten das Fell des Bären nicht aufteilen, wenn der noch nicht erlegt worden ist.

  17. Bei allem was gerade so passiert in diesem immer noch so schönen Lande …
    Ich Liebe meinen Job, mir macht die Arbeit Spaß. Ich möchte nichts anderes machen. Ich habe nun mittlerweile auch schon über 20 Jahre bei dieser Behörde auf dem Buckel.
    Was mir Angst macht, ist der Umstand das die Arbeit die so viele Kollegen leisten, am Rande der Überlastung, fern der Familie, jenseites einens Privatlebens, diese – genau diese Arbeit wird nicht mehr Wertgeschätzt. Sei es Beurteilung, die daraus resultierende Chance auf eine Beförderung, Leistungsprämie, die angebliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Stundenabrechung bei G7 und anderen Einsätzen. Der Einzelne und leider auch die Masse ist nichts mehr Wert. Das Individuum zählt nichts mehr. Mein Chef hat mal gesagt das im Innenverhältnis immer ein Ausgleich mit der Behörde da sein sollte, Geben und Nehmen … Seit langer Zeit gebe ich nur noch, ich nehme nichts mehr, mir wird auch nichts gegeben.
    Ich bin ganz ehrlich, ich weiß nicht wie lange ich meiner Frau, meinen Kindern, meiner Familie und meinem privaten Umfeld diese Liebe zum Beruf noch verkaufen kann. Wenn alles schlecht läuft gibt meine Familie vor mir auf …. dann bleibt nur noch die Familie BPOL, aber der bin ich egal!

  18. Da muss ich meinem Vorredner absolut recht geben.
    Es findet keine Wertschätzung mehr statt.
    Für ein Unternehmen sind seine Beschäftigten auch ein Teil seines Kapitals.
    Unsere Behörde geht mit diesem Kapital sehr verschwenderisch um.
    Es wird eigentlich immer nur zum Nachteil der Beschäftigten agiert.
    Von sich aus fällt unserer Führung groß nichts ein unsere Lage zu verbessern.
    Wenn die Gewerkschaften nicht wären sähe es zappenduster aus.
    Das wird nicht lange gutgehen und sich irgendwann rächen, meine Worte.

  19. Nr. 15 + 16

    Leider habt Ihr vollkommen Recht! Vom eigenen Dienstherren kommt ohne Druck seitens der GdP (Danke dafür!!!) außer hohlen Phrasen nichts Positives für die eigenen Leute! Im Gegenteil! Es wird immer versucht, „noch einen draufzusetzen“!

    Und zu den 3.000 zusätzlichen Stellen: Grundsätzlich ist das ja eine gute Sache! Wenn man dann aber hört, wie das EAV nochmals „abgespeckt“ worden ist, kann man sich ausmalen, welche Qualität viele (sicher nicht alle) dieser Bewerber bzw. zukünftigen Kollegen haben werden! Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber die Erfahrung lehrt mich leider etwas anderes!

  20. Ich kann mich meinen Vorrednern ebenfalls nur anschließen. Eine positive Wertekultur, die auf begründeter Kritik (sofern nötig) und ausgesprochenen Lob (sofern berechtigt) fußt, gibt es nur noch selten. Ohne eine soziologische Diskussion anstoßen zu wollen…unsere derzeit herangezogene mittlere und gehobene Führungsebene geht eher spartanisch mit Lob um, dafür scheint man beim Thema „Kritikgespräch“ damals in der Führungslehre aufgepasst zu haben… Gerade in Zeiten wie diesen, ist ein deutlich positiverer Umgang mit den Mitarbeiter angebracht, wird doch jede Regung in der Presse oder der Politik heute auch entsprechend „nachgelebt“…aber da sind wir wieder bei der BPOL der Extreme. Es scheint seit Jahren eine Kultur der Extreme in unserer Behörde vorzuherrschen. Bspw schlägt das Pendel bei den Polizeiführern vom ehemaligen extrem der „Frontsauen“ stetig in Richtung der „Rückraummanager“ um usw. Aber ich bin guter Dinge, dass hier mit der Zeit auch das andere Extrem wieder zum Vorschein kommt.

    Kleine Ergänzung noch zu den 3000 Stellen…aus Zufall habe ich gestern durch die Fernsehlandschaft gezappt und bin einer Rede des Deutschen BT hängen geblieben…Thema Haushalt 2016. Plötzlich war die Bundespolizei in einigen reden Kernthema, immer wieder Verweise auf die Forderung der Gewerkschaft (da der „Mitbewerber“ komplett andere Dinge fordert war klar, dass es hier um die GdP ging). Sogar Punkte wie der Ausbau und die Förderung der Verwaltung der BPOL tauchten dort (u.a. in der Rede des MdB Kahrs) auf. Dazu nur soviel…DANKE GDP…weiter so und weiterhin soviel Kraft…der Tropfen scheint den Stein zu treffen !

    Gruß aus dem Norden

  21. Frage:
    Wird es aufgrund der 3000 Stellen wieder die Möglichkeit geben vom Zoll zur Bundespolizei zu wechseln?

  22. Hallo, mich würde mal interessieren wie viele zur Zeit aktive Bundespolizeibeamten in den Ruhestand gehen bevor die 3000 neuen Beamten vollständig einsatzbereit sind ? Wie ja wohl hinlänglich bekannt ist stehen die Pensionierungen der geburtsstarken Jahrgänge 1955 und 1956 an.