GdP fordert umgehende Umsetzung der Verfügung zur Abrechnung des Einsatzes Grenzkontrollen

Das Bundespolizeipräsidium hatte nach Vorschlägen der Gewerkschaft der Polizei Bezirk Bundespolizei und Vorgesprächen mit dem Bezirkspersonalrat am 06.10.2015 (Regelungen für die Abrechnung des Einsatzes Migrationslage getroffen – GdP-Forderungen weitgehend erfüllt) eine Verfügung zur Abrechnung des Einsatzes anlässlich der Wiedereinführung der Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze herausgegeben.

Der Inhalt dieser Verfügung, vor allem, dass die Regelung „statusunabhängig für alle Einsatzkräfte, sei es Stamm- oder zugeordnetes Personal oder Kräfte, die im Wege der Dienstreise rückwirkend ab dem 13.09.2015“ anzuwenden ist, wurde von uns begrüßt.

Da es jedoch unverständlicherweise wieder einmal unterschiedliche Interpretationen dieser Verfügung im Geschäftsbereich der Bundespolizei gibt und dadurch KollegInnen, die „herausragende Leistungen in dieser für unsere Behörde und unser Land einmaligen Lage erbringen“ bis heute keine Abgeltung ihrer Mehrarbeit sichtbar auf ihrem Stundenkonto haben, hat sich die Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, umgehend an das Bundespolizeipräsidium gewandt und schnellstmögliche Abhilfe gefordert. Seitens der Verantwortlichen wurde zugesagt, die eindeutigen Rahmenvorgaben den „Bremsern“ zu erläutern und zusätzlich durch schriftliche Ausführungen zur Arbeitszeitkontobuchung im Bereich des E-Plans für Abhilfe zu sorgen.

Damit sollte dann in Kürze dieses Problem durch die Initiative der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, gelöst sein, was angesichts des Einsatzverlaufs, der an die Grenze der physischen und psychischen Belastbarkeit und teilweise darüber hinaus geht, eine Selbstverständlichkeit auch für die zuständigen Stellen und die Leitung des Bundespolizeipräsidiums ist.

Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei – Wir bleiben am Ball!

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

6 Kommentare
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  1. auf den ersten blick könnte man vermuten, dieses klientel der „bremser“ innerhalb der bundespolizei nicht zu kennen. weit gefehlt. sie sitzen in den direktionen, beseelt von vorauseilendem gehorsam, um den letzt möglichen cent einzusparen – oder eben den berechtigten beamten vorzuenthalten.
    eine solche arbeitsmentalität gehört in diesen schweren zeiten auf den beamtenrechtlichen prüfstand!
    Der GdP sei gedankt!

  2. Vielleicht befürchtet man ja demnächst nicht nur 500.000 Überstunden, die nie abgebaut werden können, sondern 5 Millionen?

  3. Schön das es die AZV gibt. Noch besser, dass unser Arbeitgeber sämtliche Regeln der AZV, die zu seinem nutzen sind auch postwendend umgesetzt hat. Traurig ist nur, dass unser Arbeitgeber die Vorteiel die für die Mitarbeiter umzusetzen wären wehement ablehnt.

    vielen Dank an diese Vorgesetzte die von der Führsogepflicht gegenüber dem Mitarbeiter noch ncihts gehört haben und auch in den immer schwerer werdenden Zeiten für die Mitarbeiter nach betriebswirtschaftliche Gesichtspunkten,wobei diese bei einer Polizei absolut nicht anwendbar sind, agieren.

  4. Wie ist das mit AO-Kräften des Zolls?

  5. Jetzt sind ja einige Tage ins Land gegangen seit die Umsetzung der Verfügung vom BPOLP bei der Direktion München gefordert wurde. Es wäre interessant was daraus nun geworden ist. Wird von seiten der BPOLD München immer noch gemauert oder wird nun für jeden Mitarbeiter, egal ob umgesetzt, abgeordnet unabhängig von der entsendenden Dienststelle (Zoll, BPOL) §11 angewendet?

  6. Die Direktion Koblenz blockiert auch die Stundenvergabe!!!!
    Was soll das ?