GdP zu Terrorwelle in Paris: Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste brauchen mehr Unterstützung und Vertrauen

bepo_400Berlin. „Die Terrorwelle in Paris erfüllt uns mit Abscheu vor den Verbrechern, tiefem Mitgefühl für die Opfer und enger Verbundenheit mit unseren französischen Kolleginnen und Kollegen“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek am Samstag in Berlin. Radek: „Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste in ganz Europa brauchen jetzt deutlich mehr Unterstützung und Vertrauen durch Politik und Bevölkerung.“ Leider, so Radek weiter, hätten sich die Warnungen erneut bestätigt, dass sich Europa im Visier des internationalen Terrorismus befinde. Es sei richtig, dass in Deutschland nach dem Anschlag in Paris im Januar auch Konsequenzen in Deutschland gezogen und die Polizei verstärkt worden sei. Dennoch sei eine bessere Informationsgewinnung und -auswertung angesichts der terroristischen Bedrohung für die Polizei nach wie vor dringend notwendig, betonte er. Dazu gehöre auch die Vorratsdatenspeicherung.

Radek: „Ein geplanter Terroranschlag dieser Größenordnung und Brutalität ist mit einem normalen Polizeischutz nicht zu verhindern. Die einzige Chance, ein solches Attentat zu verhindern, ist, den Tätern bereits bei der Planung auf die Spur zu kommen. Das bedeutet eine intensive nachrichtendienstliche und polizeiliche Überwachung potenzieller Gefährder.“

Gleichzeitig warnte der GdP-Vize davor, durch Kurzschlussreaktionen und Panik den Terroristen in die Hände zu spielen. Radek: „Unser Leben darf nicht vom Terror diktiert werden. Jetzt muss auch der Letzte in Europa begriffen haben, wie wichtig es ist, zusammenzustehen.“

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Themenbereich: Terrorismus | Drucken

8 Kommentare
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  1. Passiert jetzt eigentlich etwas in Sachen Ausrüstung?
    Schutzwesten? Langwaffen? Fahrzeuge?

  2. Nachdem was de IM heute in der PK äußerte glaube ich nicht. Es ist ja nichteinmal möglich ein zweites Magazin zu beschaffen.
    Naiv und blind taumeln wir weiter….

  3. Hallo liebe GdP,

    Jetzt setzt euch doch bitte mal für ein Ersatzmagazin für die Bundespolizei ein, so wie es die LAPO Hessen hat. Ich habe dies in einem anderen Beitrag schon mal gefordert. Was soll den jetzt noch alles passieren. Wenn’s demnächst wieder knallt stehen wir wie die Deppen da. Sollen wir dann auch wegrennen, weil uns die Munition ausgegangen ist? Und falls schon wieder einer sagt, das man mit nem 2ten Magazin nicht den Krieg gewinnt… dann sag ich… aber ich habe versucht, dem etwas länger entgegenzusetzen um die Bürger zu schützen.

  4. Moinsens!

    Leider sind solche Taten nicht zu verhindern und richtig, absolute Sicherheit wird es auch nicht geben.

    Wenn man der Berichterstattung der Medien Glauben schenken darf, dann sind nach dem Attentat auf Charlie Hebdo 30.000!!!! weitere Polizeibeamte nach Paris beordert worden.
    Selbst wenn es nur 10.000 gewesen sein sollten, dann bin ich positiv überrascht, was die Franzosen zu leisten in der Lage sind.
    Wenn man an vergangene Großeinsätze (Castor, etc) in der Bundesrepublik Deutschland denkt, dann waren dort auch immer zusammengestückelte Gruppen aus Einzeldienststellen dabei.
    Jetzt sollen also zusätzlich zur „Flüchtlingskrise“ die Grenzen zu Frankreich, die Bahnhöfe und die Flughäfen besonders überwacht werden.
    Frage mich da grade nur, mit welchem Personal das denn pasieren soll.
    Nun holt uns die Vernachlässigung der Sicherheitsarchitektur brutal ein.

    Nächste Frage: Mit was bitteschön, sollte ich mich dem Attentäter denn entgegenstellen?? Alleine mit der Dienstpistole??
    Insider werden wissen, was ich in Bezug auf das Kräfteverhältnis damit meine.

    Auch da sind die Franzosen (leider scheint es in der heutigen Zeit nicht mehr anders zu gehen) weiter.

    Die dringend notwendige optimale Vernetzung der Sicherheitsbehörden wird aufgrund unserer lieben Datenschutzbeauftragten sicherlich auch noch auf sich warten lasen.

    Angesichts unserer „Aufstellung“ können wir froh sein, dass wir in diesem Lande (noch) nicht durch eine solche Situation durch mussten.

    Gesund bleiben.

    AB

  5. Eine Konsequenz wäre, den recht- und gesetzlosen Zustand an unseren Staatsgrenzen zu beenden.
    Das Handeln der Bundespolizei an der österreichischen Grenze erfüllt für mich eher den Tatbestand der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt und hat mit Durchsetzung des Schengener Grenzkodex oder des AufenthG nichts gemein.

  6. e.baumann

    Kollege Baumann hat Recht. Hier wird bewußt gegen bestehende Gesetze verstoßen.
    Man müßte die Verantwortlichen Politiker wegen Beihilfe durch Unterlassen anzeigen.

  7. Leider wird jetzt der zweite Einsatzschwerpunkt in Deutschland, die Grenze zu Frankreich zu sichern, gerade mal mit 20 PVB durchgeführt!!!! Diese müssen dann auch noch die unerlaubt eingereisten bearbeiten!!! Wie soll das gehen!! Also in Bayern stehen 3000 und im Saarland 20 PVB!!! Eine Kräfteverschiebung wäre sehr dringend angebracht!!!! GDP, bitte setzt euch hier ein. Wir gehen kaputt im Saarland

  8. @6…..

    ….mam müsste, man müsste…was für eine Worthülse….was hält Sie davon ab es zu machen wenn sie der Meinung sind??