Einsatz Massenmigration: Jörg Radek vor Ort in Rosenheim

imageAm Donnerstag dem 03.12.2015 besuchte Jörg Radek, Vorsitzender des GdP-Bezirk Bundespolizei, Kolleginnen und Kollegen in Rosenheim um sich ein Bild von der Einsatzlage vor Ort zu machen und sprach dort mit den eingesetzten Kräften.

Hier ein paar Impressionen vom Besuch:

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9 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Sehr geehrter Herr Radek,

    es ehrt Sie sehr, dass Sie sich die Zeit nehmen die Kolleginnen und Kollegen in Rosenheim zu besuchen, um sich ein Bild von der Einsatzlage vor Ort zu machen.
    Währenddessen stehen an anderen Stellen in Ihrer Bundespolizei, ja auch Mitglieder der GdP, allein gelassen auf weiter Flur und sehen sich einen Mopp (anders kann man das nicht mehr bezeichnen) von gewaltbereiten Fußballfans gegenüber. So geschehen am Wochenende auf einem kleinen Bahnhof nördlich von Berlin. Nach verkannter Lageeinschätzung von höherer Stelle, wer auch immer es gewesen sein mag, standen sich dann plötzlich 300 gewaltbereite, randalierende Fans und sage und schreibe 4 lebensältere Beamte gegenüber. Nur durch umsichtiges Verhalten der Beamten konnte in der ersten Phase eine Eskalation der Lage verhindert werden. Es dauerte eine längere Zeit bis andere Kräfte vor Ort waren und die Lage beruhigt wurde. Das im Verlauf des sich daran anschließenden Einsatz vor Ort 16 Beamte verletzt wurden, dass wird nicht erwähnt. Nein, hier werden die Zahlen von offizieller Seite noch heruntergespielt. Aber nicht nur das, während der ersten Maßnahme vor Ort mussten sich die 4 erst anwesenden Beamten von „normalen „ Reisenden auch noch wörtlich „ als untätiges, dummes und steuerfressendes Pack“ beschimpfen lassen. Und das waren Reisende, die nicht den Fans zuzuordnen waren, sondern um Personen der so genannten Mittelschicht. Hier hinterfragt niemand, wie es den Beamten dabei geht.
    Sehr geehrter Herr Radek,
    nehmen Sie sich doch mal die Zeit und besuchen Sie genau diese Beamten, welche dort eingesetzt waren und reden Sie mal mit denen über die Belastung und Ängste in solchen Situationen. Denn im Moment, so entsteht der Eindruck, vergessen Sie und Ihre gewählten Mitarbeiter diese Kollegen vollständig.

  2. Werter Kollege Beamter Bahn,
    ich war beim Besuch unseres Vorsitzenden in Rosenheim und Passau dabei.
    Du erwartest doch nicht im Ernst, dass Jörg Radek bei 40.000 Mitarbeitern der Bundespolizei
    es schafft überall dort zu sein, wo Politik und Polizeiführung versagen.
    Den letzten Satz deines Kommentars kann ich nicht nachvollziehen.
    Als stellv. Vorsitzender der GdP DG Bayern und des Gesamtpersonalrates in München
    kann ich dir versichern, dass wir niemanden unserer KollegInnen vergessen.
    Wenn du die Publikationen und Äußerungen der Gewerkschaft der Polizei aufmerksam verfolgst, kannst
    du nachverfolgen wie, wo und wann wir (insbesondere Jörg) Probleme ansprechen und Lösungsvorschläge
    unterbreiten/ Lösungen einfordern.
    Ich werde Jörg bitten ein Gespräch mit den von dir genannten Kolleginnen zu vereinbaren. Vielleicht könntest du dann deine Erreichbarkeit offenlegen.

  3. Moinsens!

    @Beamter Bahn:
    Du hast es (leider) sehr treffend beschrieben.
    Wichtig ist allerdings zuerst, dass man aus einer solchen Situation heile herauskommt. Das ist Gott sei Dank (auf unseren Duiensthernn braucht man sich ja nicht mehr zu verlassen, da müssen also „andere“ helfen) in Eurem Fall so gewesen.

    Ich bin auch „Bahner“ und erlebe es ähnlich.
    Wir begleiten mit „gestückelten“ Einzeldiensteinheiten hoch brisante Derbys, sehen uns mittlerweile einer ebenfalls steigenden Anzahl an unerlaubt aufhältigen Personen gegenüber (sind ja nur „Inlandsaufgriffe“) und die mögliche Iststärke ist aufgrund unzähliger Abordnungen in den Süden soweit reduziert, dass man von einer wirklichen Handlungsfähigkeit kaum reden kann.
    Da wird der „einfache“ Widerstand in der heutigen Zeit, mit der heutigen Besetzung durchaus mal zu einer absoluten Herausforderung und ist mit dem Abschließen der Dienststelle verbunden.
    Die Wertschätzung der Aufgabe nach § 3 BPOLG war ja noch nie sehr hoch, jetzt empfinde ich sie als unterirdisch.
    Das fängt bereits bei der Einschätzung der Bahnhöfe als gefährdetes Objekt anläßlich der „Terrorlage“ an, was natürlich erhebliche Auswirkungen auf die sich daraus ergebenden Befugnisse hat. Einzelheiten verkneife ich mir hier, da es sich um ein öffentliches Forum handelt.

    Man muss halt Schwerpunkte setzen (oft gehörtes Zitat der Führung).

    Natürlich muss man das und es wäre auch nicht so tragisch, wenn man seitens der politisch und polizeilich Verantwortlichen die innere Sicherheit nicht kaputtgespart hätte.
    Schwerpunkte bilden bedeutet aus meiner Sicht heute, dass nur Dienststellen Personal erhalten die horrend hohe Fallzahlen haben, siehe Passau und Rosenheim. Da keine Reserven mehr vorhanden sind, werden dann halt die „Kleinen“ rasiert (ob sie ggf. vorher auch nur eine „Prozentdienststelle“ waren interessiert da keine S.., hauptsache in den Medien suggerieren, dass man tätig wird).
    Spinnt man das mal zu Ende, dann werden wohl in Zukunft nur noch die ganz Großen „arbeitsfähig“ sein.

    Verantwortlich zeichnet für diese Misere allerdings wie bereits gesagt nicht die Gewerkschaft.
    Ohne sie wäre es vermutlich noch schlimmer.

    Vor allen Dingen: gesund bleiben!!

    Gruß

    AB

  4. Sehr geehrter Kollege Strahberger,
    ich habe schon telefonisch mit Jörg über die Problematik gesprochen. Ich habe ihm dargelegt, dass die Kollegen im übrigen Bundesgebiet sich auch an den Wochenenden im Einsatz mit den Fans unterschiedlicher Vereine über einen Besuch freuen würden. Es muss ja nicht Jörg sein. Aber nein, niemand war da und hat mal mit den Kollegen geredet.
    Und zum Thema, seine Erreichbarkeit und vielleicht Namen im Forum zu nennen. Viele Kollegen haben, wie ich auch schon, sich für einen Beitrag beim Vorgesetzten verantworten müssen und haben jetzt dienstliche Nachteile, wenn es auch der Vorgesetzte so nicht zugeben will.

  5. Werte Kollegen, die GdP bzw. allen voran „Jörg“ – halten ihre Köpfe schon überall dort hin wo es brennt. Sie opfern ihre eigene (oft mehr als knapp bemessene) Freizeit dafür, dass die größten Brocken beseitigt bzw. aus dem Weg geräumt werden.

    Das die derzeitige Situation nicht „befriedigend“ ist – keine Frage. Die Politik arbeitet offiziell an Lösungen – doch mehr als zu Beratungen auf allen Ebenen reichrt es nicht. Lösungen – die den Kollegen vor Ort helfen – schaffen es nicht an das Ziel.

    Die derzeitigen Einstellungszahlen sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein. In wenigen Jahren wird aufgrund der Altersdemografie sich die Situation noch verschärfen. Bis dahin wird es heissen – durchhalten – bloß wie oder? (die Situation erinnert mich irgendwie an den US-Western „Alamo“ mit John Wayne, wo eine Zahl von wenigen Verteidigern einer zahlenmäßigen Überlegenheit von mehreren tausend Mann getrotzt hatten).

    Die Situation wird hoffentlich nicht eskalieren.

    Den Verletzten Kollegen gute Besserung

  6. Ihr habt Recht, dass ihr euch aufregt. Und ja, auch hier im Thema passt das genau hin. Der Jörg hat zwar nicht Schuld, der Besuch in Rosenheim ist auch richtig, er kann nicht überall sein aber er soll es hören.

    Zu diesen Fußballlagen muss die BBP eingesetzt werden!
    Dafür ist sie da!

    Problem: die BBP wird als Transportunternehmen in Bayern verheizt, ordnet nach FFM ab, entsendet Kollegen ins Ausland, auf den Aufstieg und in den Einzeldienst (zur Heimat). Neues Personal hingegen bekommt die BBP nicht. Leere Hunderschaften bei steigendem Bedarf.

    Es wird Zeit, dass die BBP sich wieder ihren Aufträgen widmet!
    Es wird Zeit, dass eine Lösung für Bayern und FFM ohne die BBP gefunden wird.
    Es wird Zeit, dass junge PMs in die BBP kommen (und alte BBP PVB in den Einzeldienst ihrer Heimat abfließen können)

    Und es bleibt die Frage ob das Projekt MKÜ nicht als gescheitert anerkannt werden muss. BBP neben MKÜ bei extremen Personaldefiziten in der BBP und in den Dienststellen und auch bei den MKÜn muss man mal fragen, was man will und braucht.

  7. aus dem beitrag vom 23.11.15 über den Besuch von P Eichele und führenden Gewerkschaftlern:
    „….Die Stimmung bei den Einsatzkräften war durchweg gut. Die Notwendigkeit des Einsatzes wird gesehen und man hat sich mit der Situation arrangiert. Die hohe Belastung war aber überall zu spüren….“

    MAN hat sich mit der Situation arrangiert….eine aus meiner Sicht fatale Feststellung!

    Nach einer weiteren Woche in Passau und vielen Gesprächen mit eingesetzten Kollegen aus den MKÜen und der Bepo finde ich bei vielen den Bogen mehr als gespannt, Viele Probleme im privaten Bereich werden geschildert.

    Aber auch der Dienstbetrieb tut sein übriges. So etwas von einem Durcheinander was momentan da von der Cheferi produziert wird. Ein Trauerspiel ohne Worte.
    Jeder neue Chef erfindet sich neu.
    Wer will sich da den Ruhm und die bestimmt verbundene Beförderung verdienen?

    Dafür wurde schon der heutigen Zeit entsprechend ein Schlagwort gefunden: DREHKREUZ PASSAU

    Fehlt nur noch eine Ziffernkombi: DREHKREUZ PASSAU 20/30

  8. Erst einmal Respekt zur offenen Diskussion…Hut ab an die Kollegen, die in Oranienburg Diebst leisten mussten und allen verletzten Kollegen eine gute Besserung! Jörg hat m.M. Den Finger in vielen Wunden, die tagtäglich aufreißen und ist als Bezirksvorsitzender ein guter, wichtiger und korrektiver, weil versierter und nicht-populistisch verfangener Gegenpol zu einem gewissen anderen Bundesvorsitzenden, der Zäune mag.

    @BePo Als Kritiker der MKÜen – und diese Meinung vertrittst du wehement und oft und diese Meinung ist auch akzeptabel – die MKÜen (die es übrigens auch schon vor der Reform in der ein oder anderen Ecke dieser Behörde gab) sind das den durch den Wegfall der BPOLAbten aus den ehemaligen Präsidien entfernten mobilen Einheiten/verbandspolizeiliche Element, auf die man ohne einer neu gegründeten Behörde D BP wöchentlich Kräfte abzubetteln, Zugriff hat. Recht hast du, dass der BP Leute fehlen, altgediente Kollegen in den Einzeldienst wollen…ist übrigens bei den MKÜen auch so…das es MKÜen gibt, die sinnlos in Personalersatzmassnahmen um eben solche Löcher zu stopfen, eingesetzt werden, tagaus tagein an einzeldienstlichen „Schwer“Punkten fernab der Heimat über mehrere Tage im Einsatz sind und zusätzlich am Wochenende mit ihren geringen Stärken auch noch verbandspolizeiliche Lagen „spielen“ wird auch gerne verkannt. Dieses Instrument MKÜ innerhalb der Direktionen, auf die man schnell und ohne aufwendiges Prozedre Zugriff hat, die sich in den Direktionen und auch mit diesen Fans auskennen, die man aber (und daran kann man auch Kritik üben) eben nicht zu diesem Anlass eingesetzt hat, sondern in selbsternannter Herrlichkeit am Direktionsschwerpunkt „Migration“ eingesetzt hat und damit für diesen Anlass verbrannt hat spielt eierlegende Wollmichkuhsau. Im Gegensatz zu den als Transportunternehmen eingesetzten BPOLAbten, die in Bayern einen verdammt guten Dienst machen, vor dem ich maximalsten Respekt und Annerkennung habe, gibt es in unserer Behörde noch viele andere, die versuchen mangels „Weitsicht“ und auf Grund politischer Verfehlung der letzten Jahre die Kiste „irgendwie in der Spur“ zu halten…das sind Kollegen wie diese, die in Oranienburg waren…und eben auch die Kollegen der MKÜ, die gerade jetzt wo die BP nicht mehr verfügbar ist genau dieses fehlende Element ersetzen muss, so es denn durch die jeweilige Direktion gewollt wäre ! Fakt ist eins geht nur – MKÜ in Zeiten ohne BP der „Verband“ der Direktion oder einzeldienstlicher „Kopfersatz“ auf Grund mangelnder politischer Entscheidungen in der Fläche.

    Glück auf !

  9. @BePo: Ich frage micht wie du mit deinen Argumenten die Personalsituation beältigen willst.
    a) Die Inspektionen in Bayern und FFM sollen ohne Kräfte der BBP auskommen,
    b) die MKÜ’en siehst du als gescheitert und somit als überflüssig an,
    c) neue ausgebildetes Personal soll in die D BBP
    Ich frage mich, wo denn die Kräfte herkommen sollen um die stark belasteten Dienststellen zu unterstützen. Es bleibt wohl dein Geheimnis.

    Des Weiteren ist es für die einzelnen Direktionen unbedingt erforderlich, über eine verbandsmäßig strukturierte Einheit ohne festen Auftrag zu verfügen. Was macht nun die Direktion, wenn sie von der D BBP keine Kräfte bekommt? Soll sie jede Woche mehrere BKE-Züge auf die Beine stellen. Die Kollegen werden sich freuen. Seit der Reform sind die MKÜ’en für die jeweilige Direktion wichtiger den je. Solltest du irgendwann an einer anderen Stelle deinen Dienst verrichten, wirst du es merken.

    Vielleicht ist auch das Konzept BBP gescheitert. Zu viele Standorte in irgendeiner Provinz mit unendlichen Anfahrtswegen, nur am leben gehalten aus sozialen Gründen. Eine zentrale Verwaltung aller Kräfte ohne Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten einzelner Direktionen.

    Vielleicht sollten wir aber auch nicht allzuviel jammern und überlegen, was die anderen falsch machen.