Allen Kolleginnen und Kollegen ein friedliches neues Jahr!

Verschneite TannenbäumeLiebe Kolleginnen und Kollegen,

im vergangen Jahr haben wir die Welt in besonderem Maße als unvollkommen erlebt. Der Terror in unserem Nachbarland hat auch bei uns Betroffenheit hervorgerufen. Bürgerkrieg und Terror in Syrien sind eine der Hauptursachen für die Massenmigration, wie wir sie in diesem Jahr erlebt haben.
Fast schien es so, als würde darüber die Situation in Bundespolizei, Zoll und BAG aus dem Blickfeld geraten. Doch im Gegenteil führte die dramatische Situation in diesem Jahr dazu, dass sich die Aufmerksamkeit der Medien, der Öffentlichkeit und schließlich auch des Parlaments zunehmend auf unsere Arbeit richtete.

Unsere Aufgabe als Gewerkschaft der Polizei ist es nicht, die Arbeit abzuschaffen. Unsere Aufgabe ist es, die möglichen negativen Folgen und Begleiterscheinungen von Arbeit zu mildern bzw. zu beseitigen, die Folgen und Belastungen für jeden Einzelnen und die Familien kritisch aufzuzeigen.

Wir konnten viel erreichen: Die bessere Bewertung im Organisations- und Dienstpostenplan, die Anhebung der Zulage für den Dienst zu ungünstigen Zeiten, und durch das Parlament wurde der Regierungsentwurf zum Haushalt 2016 verbessert. So kommen zusätzlich 3.000 Stellen. Durch die Hebung von E3 nach E5 wurde die Gerechtigkeitslücke im Tarifbereich geschlossen. Die Zeit war reif und wir haben sie genutzt. Leider können wir die vertane Zeit nicht nachholen. So wird die Einstellung und Ausbildung des dringend benötigten Nachwuchses zu einer Belastung für alle Bereiche der Bundespolizei führen.

Die Herausforderungen für die Gewerkschaft bleiben also bestehen. Doch wir nehmen sie an!
Ob der Umgang mit dem enormen Überstundenberg, die Beschaffung von Witterungsschutz oder die Tarifrunde – wir werden uns im Sinne der Menschen in Bundespolizei, Zoll und BAG einsetzen!

Mein Dank gilt allen, die unsere Arbeit im vergangenen Jahr mit Wort und Tat unterstützt und aktiv mitgestaltet haben. Meine Gedanken an den Festtagen sind vor allem bei allen erkrankten Kolleginnen und Kollegen und bei jenen, die auch an den Feiertagen ihren Dienst verrichten.

Uns allen wünsche ich in dieser Zeit von Herzen die Möglichkeit für etwas Ruhe und Besinnlichkeit und vor allem ein friedliches neues Jahr!
Euer Jörg Radek

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1 Kommentar
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  1. Hallo liebe GdP,

    vielen Dank für euren unermüdlichen Einsatz für die Kollegen. Die erreichten Verbesserungen stehen für sich!!!

    Aber durch den jahrelangen Verschleißkurs der Führung / Politik haben wir aktuell zu viele Baustellen.

    Die wichtigste Baustelle ist immer noch das fehlende ausreichende Personal in den einzelnen Dienststellen! Keine Ahnung wann die 3000 neuen Kollegen vor Ort zur Verfügung stehen – über welchen Zeitraum diese wo ausgebildet werden und vor allem – wie viele von den 3000 nicht an einen der großen deutschen Flughäfen gehen und wirklich in den vielen kleineren und mittelgroßen Dienststellen mit weniger Lobby ihren Dienst in der Fläche / am Bürger verrichten werden.

    Dort tut es aktuell nämlich den Mitarbeitern und Führungskräften im täglichen Dienst weh, Polizeiarbeit am Menschen zu verrichten, mit viel zu wenig Personal. Die zusätzliche Belastung durch die Migrationswelle hat dem nur die Spitze aufgesetzt und auch wenn die Zahlen auf Grund der Witterung etwas gesunken sind, werden diese im Frühjahr 2016 wieder ansteigen und ich sehe keine bessere Lösung seitens des Dienstherren als die, welche 2015 bereits angewendet worden ist!
    Die Summe aller Problemfelder belastet jeden einzelnen Kollegen täglich an der Basis. Es geht schon zu lange an die Substanz der Gesundheit und eine Lösung ist für 2016/2017 nicht in Sicht.

    Ich wünsche allen Kollegen, die ihren Dienst unter diesen Umständen immer noch mit einer gesunden Einstellung dem Bürger gegenüber – und für diesen sind wir da und haben den Beruf eben auch gewählt – ausüben den Atem den sie / wir brauchen.

    Achtet auf eure Gesundheit und euer Familienleben!!!

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