Erprobung von Body Cams soll im Februar starten

imageDie von der GdP bereits lange geforderte Einführung von Body Cams scheint in Gang zu kommen. Wie uns bekannt wurde, wurden nun die für eine Erprobung vorgesehenen Kameramodelle beschafft. Die einjährige Erprobungsphase soll ab Februar in Dienststellen des Einzeldienstes und der Bundesbereitschaftspolizei durchgeführt und somit die Anwendbarkeit in einem breiten Einsatzspektrum getestet werden.

Die GdP hatte zuletzt im November gefordert, die Beschaffung der Body Cams zu forcieren. Im Probelauf der hessischen Polizei führte der Einsatz der Body Cams zu einem spürbaren Rückgang von Straftaten gegen PolizeibeamtInnen. Auch für die Beweissicherung bei der Verfolgung von Straftaten dürfte dieses Einsatzmittel zu Verbesserungen führen.

Wir sind davon überzeugt, dass sich der Einsatz dieser Technik auch bei der Bundespolizei bewähren wird und fordern schnellstmöglich die Erprobung zum Abschluss zu bringen und die erforderlichen Schritte für eine zügige Beschaffung vorzubereiten.

Schutzmaßnahmen für unsere Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht verschleppt werden!

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Unser Lesetipp: Express: Robo-Cop „Ich bin der erste Polizist mit Body Cam“

 

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Themenbereich: Ausstattung & Ausrüstung | Drucken

9 Kommentare
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  1. Natürlich muss die BuPo das Rad wieder neu erfinden, oder zumindestens sich Gedanken darüber machen wie rund ein Rad sein muss.
    Eine einjährige Erprobungsphase für ein Einsatzmittel was bereits bei anderen Polizeibehörden erprobt und für richtig gut befunden wurde.
    Das ist ja in eurer eigenen Polizei Praxis nachzulesen.
    Zitat aus der Polizei Praxis:
    „Der Einsatz von Body-Cams hat sich bereits nach einer ersten Auswertung des Pilotprojektes mehr als bewährt:

    Der Rückgang der Angriffe auf die Kolleginnen und Kollegen, die Ausweitung des Pilotprojektes auf weitere Stadtgebiete, und die breite Befürwortung im Kollegenkreis sowie in weiten Teilen der Bevölkerung, sprechen ihre eigene Sprache. “

    Mir drängt sich wieder der Verdacht auf, das man das Thema Bodycam bei der Bundespolizei wieder bewußt verschleppen will um Kosten zu sparen. Warum soll man denn noch etwas erproben, was sich längst in einem „Pilotprojekt“ bewährt hat? Welche wirklich bahnbrechenden neuen Erkenntnisse will man in dem Jahr noch zustätzlich gewinnen? Sind wir bei der BuPo um so vieles schlauer wie unsere Kollegen in Hessen?

  2. Eine gute Sache denke ich und sollte auch eingeführt werden. Gibt es denn mal langsam das ,,go“ für ein zweites Magazin? Ich meine wir brauchen hier nicht anfangen bestimmte Lage zu trainieren und haben die hierfür benötigte Ausstattung noch nicht.
    Die Vertröstungszeit ist schon lange abgelaufen…

  3. Als zuständiger Sachbearbeiter des Bundespolizeibezirkspersonalrates kann ich die Auffassung der GdP-Fraktion zur Einführung eines Reservemagazins kurz darstellen:
    Aufgrund der in jüngster Vergangenheit auftretenden „besonderen Lagen“ und der damit wesentlich geänderten Sicherheitslage sieht die GdP Fraktion des BPR die Einführung eines Reservemagazins als zwingend notwendig an. Hierzu wurde seitens des BPR am 12.02.2015 ein Initiativantrag zur Beschaffung und Einführung eines Reservermagazins an das Bundespolizeipräsidium gestellt. Der Initiativantrag war auch Thema der Behördenleitertagung am 04./05.03.2015 mit dem Ergebnis, dass vor einer möglichen Beschaffung eine Bewertung unter Rückfragen bei den Polizeien der Länder erfolgen soll. Da trotz längeren Zeitablaufes kein Ergebnis bekannt wurde, stellte der BPR am 10.12.2015 eine Sachstandanfrage an das Bundespolizeipräsidium, die bis zum heutigen Tag nicht beantwortet wurde. Wir sehen den zeitlichen Rahmen zur Beantwortung unserer Anfrage als längst überfällig an. Unabhängig von der noch ausstehenden Antwort wird sich die GdP auch im Hinblick der sich weiter zugespitzten Sicherheitslage für die Beschaffung eines Reservemagazins für die Pistole P 30 mit allen Mitteln einsetzen. Leider ist das „go“ noch nicht erfolgt.

  4. Darf die Bundespolizei diese Body Cams überhaupt einsetzen?
    In den besagten o.g. Länder gibt es entsprechende gesetzliche Grundlagen dafür.
    Im Bundespolizeigesetz finde ich nichts dazu!!!

  5. Mal den Bericht zu den Body Cams lesen

    Siehe Link

    http://www.polizeipraxis.de/nc/themen/waffen-und-geraetetechnik/detailansicht-waffen-und-geraetetechnik/artikel/body-cam-eine-erfolgsgeschichte-nimmt-ihren-lauf.html?tx_ttnews%5BsViewPointer%5D=1

  6. Das P 30 Reservemagazin wird nicht beschafft….soviel Kurzsichtigkeit habe ich noch nicht erlebt.
    Diese Meldung sickerte heute durch. Abgelehnt wegen keiner Notwendigkeit durch das Präsidium.

  7. @ Admin
    Bitte den Text von nr. 5 /Chris löschen! Das Konzept aus dem er zitiert ist VS-NfD!

    @Chris
    Hab mich inzwischen mal eingelesen. Gibt ja einen Kommentar zum BPolG (5.Auflage)

    Nicht gegen Dich persönlich, aber

    1.) § 26 zählt nur für Ansammlungen; bei einer normalen Streife mit einem „Kunden“ haben wir noch lange keine Ansammlung. Ist also nicht anwendbar!
    2.) § 27 ist absoluter Schwachsinn! § 27 erlaubt den Einsatz von SELBSTTÄTIGEN Aufzeichnungsgeräten. Die BodyCam fallen nicht darunter! Sie müssen von Hand ein und ausgeschaltet werden; also in keinsterweise selbsttätig.

    Selten soviel rechtlichen Müll gelesen, wie in den zitierten Zeilen von diesem Konzept.

  8. Zitat von oben:
    HEUTE von der GdP: „Die von der GdP bereits lange geforderte Einführung von Body Cams scheint in Gang zu kommen. Wie uns bekannt wurde, wurden nun die für eine Erprobung vorgesehenen Kameramodelle beschafft.“

    2013 von der GdP: „Die GdP erachtet den Einsatz aber eher in Brennpunktbereichen als notwendig und steht einer grundsätzlichen Ausrüstung der Beamtinnen und Beamten mit Bodycams skeptisch gegenüber.“

    Nur mal so zum Nachdenken.
    Fahnen im Wind, die sich richten, wie der Wind….

    Antwort

    Nur mal so zum Nachdenken, auch von uns: Wenn schon zitieren, dann vollständig.

    Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow äußerte sich am 8.10.2013 im NDR zu den in der Polizei Hessen beginnenden Probeläufen, die dem Sammeln erster Erfahrungen unter deutschen Rechtsbedingungen dienen sollten, so: „Eine sogenannte Bodycam könnte…zumindest eine weitere, jedoch aber eine offizielle Kameraperspektive [über einen Polizeieinsatz] hinzufügen… Angesichts der nachweisbar zunehmenden Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten nimmt das Thema Eigensicherung einen immer größeren Raum ein… Für die GdP und die örtlichen Personalräte ist es natürlich wichtig, dass die Körperkameras nicht zur Verhaltenskontrolle ihrer Kolleginnen und Kollegen herangezogen werden dürfen. Das heißt auch, dass die Aufzeichnungen nach entsprechender Frist gelöscht werden…Die Bilder sollen also in erster Linie zur unterstützenden Beweisführung, Abschreckung und somit erweiterten Eigensicherung dienen. Führt die Kamera in heiklen Situationen auch zu verbesserter Deeskalation, ist es nach unserer Auffassung ein geeignetes Einsatzmittel.“

    Redlich bleiben!

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  9. Ahh Herr Hüber wo sie gerade so nett schreiben…..das Reservemagazin ist auch ein geeignetes und benötigtes Einsatzmitel zur Lagebewältigung in der heutigen Zeit und vor allem bei der monentanen Scherheitslage, wie steht es damit nun offiziell?

    Antwort

    Ich setzte mal voraus, dass die Position der GdP bekannt ist. Und sich durch die TE-Lage und die Anforderungen an die Feuerkraft jedes Beamten und jeder Beamtin, die als erste an einen solchen Ereignisort käme, noch richtiger geworden ist. Leider ist das „dicke Brett“ noch nicht durchbohrt. Die Geschichte zeigt, wie sich leider auch polizeiintern an einer – im Rahmen des Gesamthaushalts – finanziellen Lappalie, die beim Zoll gar kein Thema ist, ein wahrlicher „Glaubenskrieg“ entfesseln kann. Wir bleiben dran. Steter Tropfen…

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

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