Ideenwettbewerb. Oder: Beförderungen trotz „Migrationslage“

Jör Radek: "Wir müssen die Neueinstellungen mit zusätzlichen Beförderungsmöglichkeiten verknüpfen!"

Jörg Radek fightet für uns auch in den Medien. Er meint: „Wir müssen die Neueinstellungen mit zusätzlichen Beförderungsmöglichkeiten für diejenigen verknüpfen, die heute den Kopf hinhalten!“

Bei aller politischen Debatte über Massenmigration, Überlastung und fehlendem Personal – wir müssen auch die alltäglichen Widrigkeiten lösen. Zum Beispiel die unzureichende Beförderungssituation.

 

Das will die GdP:

„Beförderungsdelta“ ist ein eigenartiges Wort. Tausende Polizeiobermeister/-innen zum Beispiel warten auf eine Chance zur Beförderung zum Polizeihauptmeister. Tausende Oberkommissare/-innen wollen zu Recht PHK werden, nachdem die GdP – nach jahrelangen Kämpfen – die ODP-Bewertungsverbesserung selbst gegen zähe Widerstände in der eigenen Behörde durchgeboxt hat. Und viele weitere warten auf den redlich erdienten Lohn für ihren beruflichen Einsatz.
Das sind auch in Zeiten der Massenmigration ernsthafte Probleme. Und zu Recht verlangen die Betroffenen Antwort von ihrer GdP, wie diese gelöst werden können. Wir haben einige Antworten gegeben.

 

Die schlechten Zeiten auch für Gutes nutzen:

Die Politik ermöglicht in den nächsten Jahren enorm viele zusätzliche Einstellungen. Gut so. Aber das reicht nicht. Es wäre eine Katastrophe, für Neueinstellungen nur A 7-Planstellen für Polizeimeister/-innen zu erhalten. Ziel der GdP: wir wollen nicht nur Neueinstellungen, sondern vor allem auch noch zusätzliche Beförderungsstellen im mittleren und gehobenen Dienst. Nur wenn wir die bekommen, können wir das unsägliche „Beförderungsdelta“ der heutigen Bundespolizistinnen und Bundespolizisten ausgleichen. Und das sind diejenigen, die heute die Einsatzbelastung abtragen müssen.

GdP: Beförderungssituation trotz Migrationslage verbessern!

GdP: Beförderungssituation trotz Migrationslage verbessern!

Die Politik überzeugen, unter Verhandlungsdruck setzen, Öffentlichkeit wie mit unseren „Tatü-Tata-Aktionen“ herstellen, unsere Mehrheit in den Personalvertretungen für überzeugende Stellungnahmen zu Haushaltsentwürfen der Bundesregierung nutzen, um auf Rechnung der Neueinstellungen auch noch viele zusätzliche Beförderungsmöglichkeiten zu erzielen, das ist unser GdP-Weg. Eine einmalige Gelegenheit „dank“ Flüchtlingskrise, aber trotzdem ein schwieriges Unterfangen. Denn es kostet Millionen.

 

GdP hat sich durchgesetzt:

Die Durchsetzungsfähigkeit der GdP für Zusatzbeförderungen kann man im Bundestagsprotokoll vom 24. November 2015 (Seite 13545) nachlesen. Der Finanzexperte Martin Gerster bekennt im Bundestag:
„Wie schon beim laufenden Hebungspaket, achten wir auch bei den neuen Stellen darauf, dass sie mit attraktiven Beförderungsoptionen für die Beamtinnen und Beamten der verschiedenen Laufbahnen verbunden sind. Das ist auch ein Anliegen der Gewerkschaft der Polizei gewesen, und wir haben das entsprechend verankert.“

 

Das ist der GdP-Ertrag für Zusatzbeförderungen:

 

GdP-Vize Martin Schilff: "Gerade wegen den Belastungen im Migrationseinsatz müssen weitere Beförderungsmöglichkeiten durchgesetzt werden!"

GdP-Vize Martin Schilff: „Gerade wegen den Belastungen im Migrationseinsatz müssen weitere Beförderungsmöglichkeiten durchgesetzt werden!“

Unser Einsatz „Tatütata – Nix mehr da!“ hat sich gelohnt. Dank GdP-Einfluss im Bundestag konnten selbst die vom Bundesinnenminister vorgehesehen Zusatzbeförderungen in 2016 noch mal erheblich ausgeweitet werden.
In Zahlen für den Vollzugsdienst: wir haben de Maiziéres geplante 337 Beförderungsmöglichkeiten zum PHM um noch mal 221 erhöhen können, auch zu den geplanten zusätzlichen 135 PHMmZ kommen noch einmal 53 hinzu. Die POK-Beförderungsmöglichkeiten konnten wir von geplanten 187 um 480 erhöhen, statt neuer 94 Beförderungsmöglichkeiten nach A 11 wird es noch einmal 249 mehr geben. Auch die vom Ministerium geplanten 52 Zusatzbeförderungen nach A 12 kletterten um 118 und statt nur 13 Zusatzbeförderungen nach A 13 wird es noch 44 oben auf geben. Hinzu kommen Beförderungsmöglichkeiten aus Pensionierungen.
Zudem: auch in der Verwaltung haben wir enorme Zusatzbeförderungen geschafft und auch 1.000 Höhergruppierungen für die am niedrigsten entlohnten Tarifbeschäftigten.
Kein Grund, sich auszuruhen. Wir wissen auch, dass das noch nicht für die Lösung aller Beförderungsprobleme reicht. Aber ein guter Grund, weiter auf die GdP zu setzen. Wir müssen als GdP jetzt die Weichen für weitere Beförderungsverbesserungen auch in den Folgejahren stellen, bevor sich das gegenwärtig dramatische, aber für die Bundespolizei politisch günstige und uns geneigte Fenster wieder schließt.

 

Das wollen andere:

Andere Berufsvertretungen meinen, andere Antworten zu haben. Kein Problem. Ideenwettbewerb ist immer gut. Argumete austauschen, auch.
Aber: Lösen die von anderen immer wieder geforderten 1.000 zusätzliche Registrierungs-Unterstützungs-Arbeitnehmer in Rosenheim und Passau (Kosten: ca. 35 Mio. Euro) die bundesweiten Überlastungsprobleme der Bundespolizei? Oder müssten nicht richtigerweise weitere Einstellungen in der Grenzregion zum BAMF erfolgen, um dort die Flüchtlingsregistrierung vorzunehmen?
Ist es wirklich gut, 1.000 Einstellungen letztlich für Unterstützungskräfte in der Entgeltgruppe E 3 (12,90 Euro Stundenlohn brutto) zu fordern?
Können Registraturkräfte wirklich die mehr als 3.000 Fehlstellen an echten Vollzugsbeamten, davon fast 1.000 allein in der Bundesbereitschaftspolizei, ausgleichen?
Und: Würden die 35 Mio. Extra-Kosten womöglich zu Lasten der Beförderungschancen der im „Beförderungsdelta“ wartenden Polizeibeamten gehen?
Zudem: Brauchen wir ausschließlich in den Ermittlungsdiensten (!) wirklich auch noch weitere 1.000 zusätzliche „Schreibkräfte“ (nochmals 35 Mio. Euro), wie ein weiterer Vorschlag einer anderen Berufsvereinigung lautet?

 

Das sind die Wahlkampf-Vorwürfe:

Natürlich ist ein Wettbewerb der Ideen immer willkommen. Wenn sich nicht – wohl aus durchsichtigen Gründen des Personalratswahlkampfes – eine konkurrierende Beamtenbundorganisation nun sogar dazu versteigen würde, mit Blick auf den Einsatz Massenmigration wegen bisher nichteingestellter 1.000 Hilfskräfte ausgerechnet der GdP „eine Mitverantwortung an der jetzigen miserablen Situation der Bundespolizei“ an der deutsch-österreichischen Grenze anzudichten.

Upps!

Ist das so?
Die Realitäten und die Fakten sind nämlich anders, als die wahlkämpfenden Verfasser den Beschäftigten – auch in vielen Personalversammlungen – Glauben machen wollen. Man darf annehmen: sie kennen selbst die Fakten nicht.
Aber Stimmungsmache wird in der Bundespolizei weder von den Mitarbeitern geschätzt noch reicht sie als Kompetenznachweis.

 

Das sind die Fakten:

Die Bundespolizei hat für Hilfskräfte an der deutsch-österreichischen Grenze von sich aus keinen Bedarf festgestellt. Aber nach dem Aufkommen erster Forderungen ging man auch diesem Vorschlag pflichtschuldig nach. Dienstlich festgestellt wurden dabei Beschäftigungsmöglichkeiten – wenn überhaupt – für maximal 200 zusätzliche Arbeitnehmer, die an der deutsch-österreichischen Grenze Aufgaben wahrnehmen könnten, die bei nüchterner Betrachtung wohl vielfach anderen Behörden wie dem BAMF oblägen. Womöglich könnte das eingesetzte Polizeivollzugsbeamte entlasten. Am Ende aber winkten die Bundespolizeiführung und auch das BMI ab, weil in dem Vorschlag keine ernsthafte Alternative gesehen wurde.
Und: Zwischen 200 und 1.000 besteht ein kleiner, aber bemerkbarer Unterschied.
Vor allem aber: wenn die Bundespolizei wollte und tatsächlich dienstlichen Bedarf an solchen Unterstützungskräften hätte, könnte sie sofort eingestellen. Und zwar weit mehr als die maximal beschäftigungsfähigen 200 Arbeitnehmer. Denn zum einen waren in der Bundespolizei schon am 1. Juni 2015 mindestens 38 Stellen in der Entgeltgruppe 3 und sogar 241 Stellen in der Entgeltgruppe 5 für Tarifbeschäftigte unbesetzt, wie man der Haushaltsabrechnung entnehmen kann. Zum anderen wurden in dem seit 1. Januar 2016 in Kraft befindlichen Bundeshaushalt durch den Einsatz der GdP (!) unter dem Rubrum „Neue Planstellen – Bewältigung der Flüchtlingslage – Verwaltungsdienst“ noch einmal 240 zusätzliche, neue Planstellen für die Verwaltung bewilligt, auf denen auch Arbeitnehmer beschäftigt werden könnten.
Noch einmal: freie und zusätzliche Haushaltstellen stünden für eine Einstellung bereits heute zur Verfügung, wenn man sie denn bräuchte. Für maximal 200 gäbe es eine Beschäftigungsmöglichkeit. Es gibt mithin sogar mehr Stellen als man überhaupt wollte.

Merke: Dank GdP-Einsatz gibt es bereits Zusatzeinstellungsmöglichkeiten für Verwaltungspersonal (selbst für jenes, was andere jetzt fordern), das in den Haushaltsforderungen des Bundesinnenministers noch gar nicht vorgesehen war.

 

Das ist das Fazit:

Ein paar eifrige Wahlkämpfer fordern in Unkenntnis oder Ignoranz der Fakten Zusatzeinstellungsmöglichkeiten für die deutsch-österreichische Grenze, die es – auch Dank GdP-Einsatz in den Haushaltsverhandlungen – längst gibt. Wenn die Bundespolizei Unterstützungskräfte in Passau und Rosenheim bräuchte, könnte sie sie einstellen. Ob sie gebraucht werden, muss man in München entscheiden.

Die anschwellende Stimmungsmache einiger früher Wahlkämpfer gegen die GdP ist daher so durchsichtig wie von Unkenntnis getragen. Liebe Kollegen von der anderen Feldpostnummer, das nimmt euch doch keiner ab!
Und das angezettelte Spiel ist nicht ungefährlich: Wer bereits freie Einstellungsmöglichkeiten für die Unterstützung der Flüchtlingsregistrierung hat, wenn dafür denn ein Bedarf gesehen wird, sollte nicht auch noch weitere 35 Mio. Euro, die womöglich dringend benötigten weiteren Zusatzbeförderungen entzogen werden könnten, einfordern.

Wettbewerb der Ideen gern. Aber bitte nicht so. Auch nicht im Vorfeld von Personalratswahlen.

 

GdP bleibt auf Kurs für die Beschäftigten:

Wir als GdP aber müssen weiter Druck machen, dass die Beförderungssituation unserer jetzt im Dienst befindlichen Beamtinnen und Beamten auch in den kommenden Jahren nicht unter die Räder kommt. Die Weichen dafür werden in diesen Tagen gestellt.

Und wir müssen auch Druck für weitere qualifizierte Traifbeschäftigten- und Verwaltungsbeamtenstellen machen, um z.B. die ungewisse und wacklige Situation in den Zentralen Bearbeitungsstellen für Fahrgelddelikte (ZBFD) endlich zu lösen. Die Stellen der dort beschäftigten Bundespolizeilichen Unterstützungskräfte (BUK), die heute noch als „künftig wegfallend“ (kw) gestellt sind, müssen endlich entfristet und zu echten, besserdotierten Stellen aufgewertet werden. Das ist wichtiger. Dafür treten wir genauso an wie für weitere Beförderungsmöglichkeiten.

 

pdf Artikel für den Aushang

FacebookGoogle+TwitterEmail...

Themenbereich: Aktuell | Drucken

38 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Bleibt noch zu ergänzen, daß der Bundeswehr mal so eben eins – zwei – fix 130 Mrd. zugesprochen worden, nur für Investitionen. Dagegen muß die BPOL mit einem Gesamthaushalt von 2,5 Mrd. jeden Cent drei Mal umdrehen.

  2. Das mit den Beförderungen ist gut und schön für die, die es betrifft. Setzt euch bei den nächsten Tarifverhandlungen im März endlich mal für einen Sockelbeitrag 150,- + ein, nicht wieder 2 % – 0,2. Dann haben auch die mal was davon, auf denen die ganze Arbeitsbelastung liegt.

  3. Hallo GDP,

    klasse Erfolg für die Beschäftigten der BPOL !!! Vielen Dank dafür.
    Ich lese im obigen Text das Wort „Zusatzbeförderungen“. Bedeutet dies etwa, dass diese oben genannten Beförderungen zu den „normalen“ alljährlichen Kassenanschlägen dazu kommen? Mich irritiert das Wort Zusatzbeförderng etwas.
    Viele Grüße

  4. Hallo GdP
    sorgt doch auch dafür, dass die PK der Direktion München im gleichen Maße befördert werden wie in den anderen Direktionen.
    Die letzten Jahre war dies nicht der Fall, wir waren immer stark benachteiligt. Pirna beförderte mit Note 6 und München mit Beurteilungsnote 8 und vielen Subsidiärpunkten.
    So kann es nicht weiter gehen.
    Zwangsversetzungen zur Direktion München und dann die schlechtesten Beförderungsmöglichkeiten bundesweit, was soll das?

    Grüße

    GdP-Mitglied

  5. Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Einstellung von 1000 Tarifbeschäftigten und/ oder 3000 PVB Stellen ?
    KEINER
    Beides ist zwingend erforderlich, es werden sogar noch mehr Einstellungen dringend benötigt.
    Und dies muss alles zeitnah geschehen.
    O.g. Argumentation mit dem Vergleich der 35 Millionen € für Tarifveschäftigte oder für das „Beförderungsdelta“ erinnert mich einwenig an Stimmungsmache mancher Parteien, um verschiedene Bevölkerungsschichten gegeneinander aufzuwiegen.

    Antwort

    Den Zusammenhang von 3.000 fehlenden PVB und 1.000 Tarifbeschäftigten haben nicht wir, sondern die Ideengeber hergestellt, weil nach deren Verkündungen die Beamtinnen und Beamten in der BAO „zu weit über 50 Prozent nur polizeivollzugsfremde Aufgaben wahrzunehmen“ hätten, die „zugesagten 3000 neuen Stellen für die Bundespolizei“ nicht weiterhelfen würden und deshalb nach deren Kalkulation 1.000 ortsnah in der bayrischen Grenzregion angeworbene Tarifbeschäftigte „an der Südgrenze…dagegen kurzfristig wirkliche Entlastung bringen“ würden.
    Wir haben lediglich dargestellt, dass man für solche Einstellungen – die nach unserer Auffassung besser beim BAMF erfolgen sollten – gegenwärtig gar nichts fordern, sondern einfach nur einstellen muss. Wenn es denn Bedarf gibt.
    Weitere Fragen sollten zweckmäßiger Weise an die Ideengeber gerichtet werden.

  6. Das ist doch mal ein seht gutes Ergebnis was ihr hier veröffentlicht habt.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr auch das Tätigkeitsfeld der PBL’S mal beleuchten würdet und hier der Dienstherr auch zu einer Verbesserung der Bediengungen bewegt wird.
    Dieser Bereich soll enorm aufwachsen, jedoch unter den jetzigen Gegebenheiten geben eher die Kollegen ihre Dienstausweise ab als sie zu verlängern.
    Auch hier muss/sollte ein größerer finanzieller Anreiz und eine positive Stundenabrechnung im Verhältnis zum Stress/Belastunggeschaffen geschaffen werden. Sonst macht doch bald keiner mehr diese Tätigkeit im Nebenamt.

    Was macht noch das Thema „Langzeitarbeitskonten“? Gibt es da schon neue Informationen zu?

  7. Zum Thema weitere Beförderungsmöglichkeiten:
    Es gibt bei der Bundespolizei noch einige Gruppenleiter, die auf Grund des vereinfachten Aufstiegsverfahren „nur“ bis A 11 befördert werden können, jetzt aber einen Dienstposten Gruppenleiter 10-12 innehaben.
    Der KSB im gD hat jetzt einen Dienstposten 9-11 und hat ebenfalls die Möglichkeit, bis A 11 befördert zu werden.
    Warum wird den Gruppenleitern 10-12 mit vereinfachtem Aufstiegsverfahren nicht auch die Möglichkeit gegeben, bei entsprechender Leistung auch nach A 12 befördert zu werden? Dann müsste Halt die begrenzte Ämterreichweite einfach bis A 12 ausgeweitet werden, wäre nur ein Federstrich und würde zusätzliche Beförderungsmöglichkeiten ergeben.
    Bei der Hebung der Dienstposten der DGLV nach A13 war das doch auch kein Problem, oder?
    Außerdem bin ich der Meinung, dass ein GL mehr Verantwortung trägt als ein KSB gD und somit auch die Möglichkeit haben sollte, nach A12 befördert zu werden, wenn der KSB gD jetzt die Möglichkeit hat, bis A 11 befördert zu werden.
    Bin mal gespannt, ob ich hierzu Antwort von einem Vertreter der GdP erhalte.

    Antwort

    Der Grund liegt in den Bildungsvoraussetzungen. Diese sind übrigens auch bei Arbeitnehmern so festgelegt (§ 8 TV EntgO Bund). Danach erfordern Ämter des gehobenen Dienstes wie auch Entgeltgruppen E 9-13 regelmäßig eine abgeschlosse Hochschulausbildung. Eine abgeschlossene Hochschulbildung liegt vor, wenn von einer Hochschule im Sinne des § 1 Hochschulrahmengesetz (HRG) ein Diplomgrad mit dem Zusatz „Fachhochschule“ („FH“), ein anderer nach § 18 HRG gleichwertiger Abschlussgrad oder ein Bachelorgrad verliehen wurde. Das ist der Regelfall der persönlichen Anforderungen für ein Amt des gehobenen Dienstes. Wegen der Eigenart des Polizeiberufes als Erfahrungsberuf in Einheitslaufbahn mit vielfältigen Überlappungsfunktionen zwischen mittlerem und gehobenen Dienst gibt es jedoch auch Aufstiege ohne Hochschulabschluss. Da es aber keine Überlappungsfunktionen zwischen mittlerem und gehobenen Dienst bis in die Ebene A 12 gibt und auch die persönlichen Bildungsvoraussetzungen nicht vorliegen, sind die Spitzenämter des gehobenen Dienstes ohne Diplom nicht erreichbar, sondern bei A 11 gedeckelt.
    Die GdP arbeitet jedoch immer noch an dem „dicken Brett“, durch eine Zusatzqualifikation einen „Treppenaufstieg“ zu ermöglichen.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  8. Das liest sich alles sehr fundiert und stimmig und dafür gebührt der GDP auch hier ein aufrichtiges Dankeschön.
    Allerdings geht auch der breiteste, jemals „getöpferte“ Beförderungskelch auch wieder an jenen Kolleginnen und Kollegen vorbei, welche mit Hilfe des Beurteilungswesens bereits zum „Abdienen ihrer Restdienstzeit auf dem Abstellgleis verurteilt wurden!“ Egal, ob sich jemand aus diesem Personenkreis Verwendungsbreite im Sinne des PEK aneignet und/oder freiwillig in die Schwerpunktbereiche des Einsatzes Massenmigration abordnen läßt.

  9. Ey wenn ich das schon wieder lese!????
    Ein gl hat mehr verantwortung als ein ksb. Mir wird schon wieder schlecht.
    Ohne den ksb hast du überhaupt keine entscheidungen zu treffen. Man man man
    Erklärt lieber mal den ksb, das ist der der mit dem Bürger, Menschen überhaupt als erstes in kontakt kommt und da vor ort entscheidet ob er überhaupt bis zum gl kommt um eine entscheidung zu treffen warum es bei ihm eine beurteilungsquote gibt die einfach mal sowas von ungerecht ist. Jetzt in dieser zeit sollte jeder sich dafür einsetzen das alle was vom grossen kuchen abbekommen sprich wesentlich mehr Beförderungen als dies jetzt hergibt. Der Beurteiler geht einfach nach quote und sagt dir arschfrech ins gesicht jeder hier hätte ne 9 verdient aber die quote sagt zu dir gerade nee. 7 setzen. Das ist ungerecht nicht ne scheiss a12 a11 geschichte. […]

    Anmerkung der Redaktion
    Zu […]: Bitte Nutzungsregeln der Kommentarfunktion beachten.

  10. @Norbert
    Ich kann dein Ansinnen durchaus verstehen. Der Vergleich mit einem KSB ist allerdings nur theoretisch tauglich.
    Jahrelang war eben beim KSB mit A9/10 Schluss. Da hat man uns immer gesagt, „ihr bekommt keine gute Beurteilung, Ihr seid ja aus befördert!“
    Nun, nach Jahren des vergeblichen Wartens könnte man zwar A11 werden, für viele kommt dies aber zu spät. Ich bin mit 49 POK geworden, auch weil ich vorher schon das „Z“ hatte. Nun bin ich 56 und es passiert nichts mehr. Selbst bei einer sofortigen Hebung um drei Noten würde die Zeit wohl nicht mehr reichen.
    In meiner Zeit im mittleren Dienst ist alles eigentlich ganz gut gelaufen. Dann kam dass Attraktivitätsprogramm und damit war`s das dann auch. Insbesondere wenn ich an die Zeiten vor dem 16a denke, wo man oft genug Hanni und Nanni prüfungsfrei bis A11 durch befördert hat. Hätte ich mich bei freier Auswahl seinerzeit für die LaPo Bayern entschieden, würden wir diese Diskussion nicht führen.

  11. Beförderungen sind immer gut. Kommt dann meine Beförderung zum PHM noch vor der Rente? Wird zeitlich ein bisschen knapp. Habe vor in dreizehn Jahren in Pension zu gehen. Pensionsalter ist dann erreicht.

  12. @ Norbert
    In deinem Fall kann man nicht oft genug auf §16 (4) BPolLV hinweisen. Bevor du deinen verkürzten „Aufstieg“ gemacht hast muss dir doch bewsst gewesen sein, dass bei A11 Feierabend ist?! Oder? Ansonsten geh nochmal 2 Jahre und 2 Monate nach Lübeck und hole dir die volle Ämterreichweite! Ich kann das einfach icht mehr hören, dieses Gejammer, das man mit dem verkürzten Aufstieg nicht A12 werden kann. Leuchtet euch das einfach nicht ein, dass es ungerecht gegenüber den „voll“ Lafbahnbefähigten ist, euch jetzt auch noch das A12 zu schenken? Der 6 monatige „Aufstieg“ war schon ein Geschenk des Dienstherrn an euch, aber ihr bekommt den Hals wohl einfach nicht voll (?) sowas ernsthaft zu fordern? Ich habe 3 Jahre in Lübeck verbracht…. Ist nur meine Meinung zu dieser Problematik die eigentlich keine ist da die BPolLV da eindetig ist und das zurecht!

  13. @Stefanus
    dem ist nichts, aber auch gar nichts, hinzuzufügen!!
    Der Dank gehört der GdP

  14. Moinsens!!

    @Stefanus:
    Deine Sichtweise.
    Ich gebe Dir dahingehend Recht, als dass die Laufbahnverordnung die Beförderung von VAV-Absolventen nach A 12 nicht zulässt. So ist das wohl.
    Von Geschenken kann aber mal gar nicht die Rede gewesen sein.
    Es sollte hinlänglich bekannt sein, dass dem politischen Willen der Erhöhung des gD-Anteils auf 40 % absehbar nur durch das von Dir kritisierte Aufstiegsverfahren entsprochen werden konnte.
    Mach also bitte die Politik dafür verantwortlich und nicht dn Kollegen, der diese vermeintliche Chance genutzt hat.

    Gewöhn Dich einfach mal daran, dass es beim BGS/der Bundespolizei schon immer darum ging zur richtigen Zeit am richtigen Fleck zu sein. Du scheinst es aufgrund des offen zur Schau getragenen Neids augenscheinlich nicht zu sein.
    Ich kann mich gut damit arrangieren, nicht mehr auf einen Gruppenleiterdienstposten kommen zu können.
    Da sich aber unsere „Vollbefähigten“ auf der Suche nach dem nächsten Stern und dem damit verbundenen PEK vorwiegend sonstwo befinden und eben nicht auf „ihrem“ Posten, dürfen/müssen dann wieder die VAV`ler funktional ran.
    Geht bei uns bis zur funktionalen Aufgabenwahrnehmung als stellvDGL.
    Warum?? Weil schlicht sonst keiner mehr da ist, der es machen könnte.
    Klingt komisch, ist aber so!!
    Weiterhin viel Berufsn..d!!

    Gesund bleiben!!

    AB

  15. Stefanus:

    Lieber Kollege, wäre der vereinfachte Aufstieg nicht gekommen, gäbe es heute nur wenige in A12 und nur wenige oder keiner in A13 gD.
    Dienst- und Lebenserfahrung ist auch viel Wert. Die hat ein junger PK, nur weil er in den gD normal aufgestiegen ist, nich lange nicht.
    Also kann doch zumindest darüber diskutieren und vielleicht öffnet das für die „normalen“ Aufsteiger in den gD weitere
    Möglichkeiten.

  16. Hallo GdP,
    hört sich zunächst auf dem Papier Klasse an und wäre ein wirklich toller Erfolg wenns denn so eintrifft.
    Ich muss hier absolut Nr. 4 beipflichten. Wann wird in diesem „Laden“ endlich bundeseinheitlich gerecht prozentual nach Personalanzahl der Dienststellen befördert?? Wenns weiter so läuft wie bisher dann befördert Pirna dieses Jahr wohl mit 5 Punkten oder ? Bitte setzt euch endlich für eine gerechte Beförderung für „alle“ im Bundesgebiet ein !!!

  17. Langsam habe ich das Gefühl, dass das mit VAV falsch war.
    Kann man nicht einfach mal akzeptieren, dass es im Leben für bestimmte Positionen bestimmte Voraussetzungen gibt. Wer Medizin studieren will, kommt mit einem Abi mit 1,7 nicht weit; wer ein vollabgeschlossenes Studium hat kann in den hD direkt einsteigen. Wenn man eine gewissen Funktion erreichen will, muss man Qualifikationen nachweisen. Mit Realschule oder erweiterten Hauptschule nach A 11 ist schon ein ‚dickes Ding‘. Geh mal 15 Jahre zurück und überleg als was du in Rente gehen wolltest?!
    Und jetzt ist es so, dass der Gruppenleiter keine einfache Führung (mD) mehr ist, keine Bündelung A9-11 sondern auf 10-12 aufgewertet wurde. Gut, ich finde KsB 9-11 zu viel und in der Konsequenz den GL mit 10-12 auch zu viel – aber so ist das nun mal. Und damit ist der Weg zum GL mit voller Ämterreichweite verbunden oder, wenn die Gewerkschaft sich durchsetzt, dann kann ein VAVler aufgrund seiner Erfahrung auch GL werden (gedeckelt auf 10/11). Vielleicht werden die VAVler auch noch DGL (gedeckelt auf 11 mit der Forderung auf 13)?

  18. Hallo,
    ich bin fast 54 und PK……ich habe den 2 -jährigen Praxisaufstieg durchlaufen……wieviel PK können,bzw werden zum POK befördert??? Welche Note???

    Grüße

  19. Bäämmm – genau richtig und genau zu richtigen Zeit ! Keine Polemik oder Effekthascherei (wie der „Ideengeber“) dank fundierter Überlegung und Abwägung. Danke GdP und dank allen in den entscheidenen Gremien, um tagaustagein in Babyschritten für uns voran zu kommen !

  20. Warum lassen wir nicht alle eigentlich bis A16 durchbefördern, unabhängig vom Abschluss und Leistung????? Leute – gehts eigentlich noch?? Ich hab mich nach 12 Dienstjahren entschlossen meine Familie nur noch am We zu sehen für 3 Jahre um dann mir sowas anzuhören, wie Norbert es hier fordert?? Jetzt bin ich normaler KSB mit Diplom…. Wisst ihr warum??? Weil genau so jemand wie Norbert meinen GL-Posten genommen hat indem er 2Jahre später mit „Aufstieg“ begonnen hat und nen halbes Jahr eher fertig geworden ist!!! Im nachhinein betrachtet wünsch ich mir echt, dass ich noch bis 45 gewartet hätte mit Aufstieg… Leistung/höhere Bildung lohnt sich einfach nicht mehr bei dieser Behörde…

  21. @ Schottenscheriff
    @pk perspektivlos
    Ich gebe euch natürlich vollkommen recht, eine gerechte Verteilung der Beförderungsmöglichkeiten unter den Direktion sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ich kann euch aber ein wenig trösten… Die Direktion Bereitschaftspolizei kommt noch schlechter weg.
    Die A9er dort wären froh mit 8 Punkten befördert zu werden. da reicht meist eine 9 nicht aus…
    Dabei sollte man bedenken, dass die meisten A9er in den Verbänden als GF oder stellv. GF mit einer Führungsfunktion betraut sind. In den Flächendirektionen ist das selten der Fall.

  22. Zu Norberts Beitrag Ziffer 7:
    Ich bin selbst GL mit § 30 5-11 Lehrgang. Ich finde es ist ausreichend, dass die Kollegen mit der verkürzten Aufstiegsausbildung „nur“ A 11 werden können. Man(n) / Frau sollte schon die Kirche im Dorf lassen. Gegenüber den Kollegen die ihre Ausbildung in Lübeck absolviert haben wäre es nicht fair, wenn nun auch die § 30 5-11`ler A 12 werden könnten..
    Zudem finde ich die Aufwertung des KSB auf A 11 richtig. Der Kollege hat die gleiche Ausbildung durchlaufen, wie ein Kollege der den Dienstposten eines GL inne hat. Zudem ist der A11 KSB in der Regel die GL Vertretung in der Dienstgruppe.

  23. zu Bajuwaren
    Ich schließe mich dem voll umfänglich an!

  24. Hallo,

    zum Thema GL mit eingeschränkter Ämterreichweite bis A 12.
    Grundsätzlich sollte man sich endlich einmal davon lösen, dass es nur den einen „richtigen“ Aufstieg nach A 12 gibt. Warum soll ich einen Kollegen die Beförderung nach A 12 verweigern, wenn er diese Tätigkeit schon jahrelang ausübt, die Planstelle inne hat und täglich die Verantwortung für die Mitarbeiter mit trägt und seinen Kopf bei Entscheidungen jeglicher Art hinhalten muß ?
    Ich bin der Meinung, dass diese Kollegen bei sehr guten Beurteilungen als GL auch die Chance nach A 12 verdient hätten.
    Weiterhin muß man berücksichtigen, dass der verkürzte Aufstieg nach A 11 schon rund 20 Jahre alt ist und das eine Änderung nach A 12 eine ernsthafte Überlegung wert sein sollte.
    Überhaupt ist Musik im Kasten wenn man weiß, dass z.B. das Einstiegsamt in SH ab 01.01.2016 der POM ist. Falls es bei der BPOL ebenso kommen sollte, sehe ich hier noch einen stärkeren Grund für eine Änderung nach A 12.
    Aber zurück zum Thema…zur Zeit besteht die Möglichkeit auf A 12 für Kollegen mit verkürzter Ämterreichweite nicht und ob die Gewerkschaften sich für eine Änderung stark machen bezweifle ich…leider.

    MfG

    Sindbad

  25. Ich bin A 10 und Zugführer.

  26. Ich finde Ihr solltet alle eure Euch zugewiesene Funktion ausfüllen, Arbeit machen und nicht auf dieser Forumsseite vom Thema abweichen.
    Wenn ich schon lese PK mit Diplom, PK perspektivlos, PK ich kann nicht mehr oder PK ich komm nicht weiter.
    Ich bin PHM mZ. Polizeitrainer, Anti-Amok Trainer, Schießlehrer, Anlage 5 Multi, EMS- Ausbilder und Gruppenführer im Einsatzzug, bin seit 25 Jahren Woche für Woche von zu Hause weg ( mehr als 2 Jahre und 2 Monate !!!) und bilde mir ein das weder ein PK mit Diplom noch ein POK mit VaV, wenn er nicht gerade annähernd gleiche Qualifikation und Berufserfahrung hat wie ich, die bessere Führungskraft, bzw. der Polizist ist.
    Das ist kein Gejammer, das ist halt so und ich find mich damit ab. Ich warte auf das neue VaV, werde hoffentlich POK und bin zufrieden. Hauptsache Spass im Job und vor allem gesund. In der freien Wirtschaft wird ersteinmal der bevorzugt gefördert der Qualität abliefert ( Qualifikationen vorweist) Berufserfahrung hat, loyal ist und als Führungskraft geeignet und befähigt ist.
    In unserer Behörde ist das objektiv betrachtet scheinbar nicht ganz so……egal ich mach mein Ding, siehe meine Vita und gönne jedem das was er bekommt. Neid und Mißgunst gehören icht dazu.
    Danke GDP…..weiter so…..
    Ps..Vielleicht hole ich mir ja noch ein Diplom in 2 Jahren und 2 Monaten und werde der König der Welt…..Sarkassmus !!!

  27. Sorry ich vergaß das ich sogar erst 40 Jahre alt bin……..von nichts kommt auch nichts!!!!

  28. Nächsten Monat werde ich 41 und habe im April mein 25 jähriges Dienstjubiläum…..ein guter Zeitpunkt zufrieden zurück zu blicken

  29. @BePo

    Für solche Beispiele, wie deins, hoffe ich ein VAV II. Du sollst POK sein, um deine Fortbildung und GF Tätigkeit weiter zu machen; und die Chance auf A11.

    Alles gut.

    Schade jedoch, wenn du drei Jahre später Zugführer, stell Hundertschaftsführer werden willst. Dann musst du dich jetzt für einen anderen Aufstieg entscheiden.

    Auch wenn es ungerecht ist, der GF steht im Abgleich mit dem Einzeldienst auf der Ebene des KSB. Also mit VAV wirst du, wenn du mal in den Einzeldienst gehst KSB und nicht GL – dann wie gesagt müsstest du einen andere Aufstieg wählen.

    Ist einem das bewusst, dann ist alles gut.

    Dir gönne ich ein VAV, dein A 10 und die echte Chance auf A11.

  30. Dieses ewige rumgeeriere mit A11 /A12 ja oder nein!! Jeder der den VAV machte wusste was los ist. Punkt!! Das früher Hanni & Nanni per Handauflegen befördert wurden ist schön aber diese Zeit ist schon gefühlte 50 Jahre her. Freut euch doch auf die zusätzlichen Beförderungsmöglichkeiten. Außerdem finde ich es fantastisch das jetzt der gD auch mal 10 Jahre auf eine Beförderung warten darf. Viele haben wohl schon vergessen, dass es immer noch Kollegen gibt die seit 25 oder mehr Dienstjahren auf A9 warten. Wenn ich dann sehe das junge PK´s sich für alles was es beim Buscho gibt melden, damit sie Verwendungsbreite bekommen, um so schnell wie möglich A10 zu werden aber nicht mal gerade aus laufen können? Ne Kollegen, kommt mal wieder runter …

  31. Ich habe mir erlaubt, mich in meinem Kommentar 7.) an einen Vertreter der GdP zu wenden.
    Meine Frage wurde vom Kollegen Hüber auch sachlich und verständlich erklärt, hierzu auch für die schnelle Antwort vielen Dank meinerseits.
    Zu bestimmten Ausdrücken anderer Kollegen mit sicherlich weit höherem Bildungsstand als meine Wenigkeit zu meinem Kommentar (von Gejammer ist die Rede, kriegen den Hals nicht voll, VAV war falsch, hat mir meinen GL-Posten weggenommen u.s.w.) soll sich meiner Meinung nach jeder selbst sein Bild machen.

  32. Ich habe selten soviel Mist gelesen wie zu diesem Thema, weil es nichts anderes ist als eine Neiddebatte. Selbstverständlich war der begrenzte Praxisaufstieg eine tolle Sache, aber es war eine gelungene Lösung im Rahmen einer Übergangsphase. Nach der Anhebung der Stellenobergrenze gD, gab es für den betroffenen Personenkreis die Möglichkeit mit begrenzter Ämterreichweite noch A 11 zu werden. Das war mehr als viele je zu hoffen gewagt hatten, auch wenn es bedauerlicherweise nicht alle werden konnten, ich denke aber die Frage der Anhebung nach A 12 stellt sich für diesen Personenkreis gar nicht und er wird sich auch nicht an dieser Debatte nicht beteiligen. Das Problem unserer BPOL besteht darin, dass es leider zu viele Häuptlinge und zu wenig Indianer gibt. Seht euch doch die Führungsstrukturen mal genauer an; DGL / sDGL, RGL temporär, ggf mit Vertreter, GL und auch die noch mit beauftragten Stellvertretern. Wer bitte soll denn da noch die Arbeit auf der Straße erledigen? In der Führungslehre wird unterschieden zwischen Führungsneigung und Führungseignung. Die Führungsneigung spreche ich niemanden ab, die Führungseignung aber sehr wohl. Am Ende des Tages werden viele junge Kollegen des gD frustriert auf der Strecke bleiben.
    Sie werden mit A 11 in Pension gehen, weil es trotz Vollausbildung nicht für mehr reicht als für KSB und seien wir mal ehrlich, nach oben wird halt die Luft immer dünner und die Zeiten in denen man im gD mit der Beurteilungsnote 6 im Alter von 30 Jahren A 12 war sind ein für allemal vorbei und das ist gut so. Es gibt auch im mD eine Generation der „Verlierer“, oder als was würdet ihr einen 55 jährigen POM denn sonst bezeichnen? Aber dieser POM ist lediglich das Opfer des gleichen Systems, wie die jetzige Generation frustrierter PKInnen, nur eben schon viel länger. Schaut euch doch um bei den Länderpolizeien mit zweigeteilter Laufbahn. Glaubt ihr denn wirklich, dass jeder dieser KollegInnen mit A 12 oder A 13 in Pension gehen wird? Im Gegensatz zu BPOL hat man sich aber dort arrangiert. Deshalb Augen auf bei der Berufswahl und bitte keine Neiddebatten mehr auf diesem Niveau.

  33. Auch ich habe vor Jahren den begrenzten Praxisaufstieg absolviert. Diese 6 Monate waren kein Geschenk, so wie es immer behauptet wird. Man muß sehen, dass diese Lehrgangsteilnehmer nicht mehr die jüngsten waren und der dabei entstandene Stress sich anders auswirkt als bei jüngeren Kollegen, nur mal so erwähnt. Ich finde es auch vollkommen richtig, dass nach Anhebung der GL Posten nur noch Beamte mit voller Laufbahnbefähigung sich darauf bewerben sollten, da sie viel mehr investieren müssen als ein VAV`ler. Auch sollte man nicht vergessen, dass es vor etlichen Jahren gar nicht möglich war, als KSB mit eventuell A11 in Pension zugehen. Dort war meist bei A9 ggf. A9 Z Schluss. Ich hoffe für die Kollegen des mittleren Dienstes, dass das VAV schnellstmöglich wieder ins Leben gerufen wird und dadurch jedes Jahre viele Kollegen die Möglichkeit haben, in den gehobenen Dienst zu kommen, da schon die Beförderung zum POK einiges mehr bringt als das Z.

  34. Sorry, ich versteh hier sämtliche Beiträge zu dem Ursprungsthema nicht. Hier wird uns seitens der GdP aufgezeigt, wie jämmerlich uns unser IM abspeisen wollte und das Thema gleitet völlig absurd in eine Sackgasse. Leute mal ehrlich, Deutschland versinkt derzeit im Chaos (vor allem unser Verein) und hier wird über ein Thema diskutiert über das es nichts zu diskutieren gibt. A12 oder mehr kann der werden der die Voraussetzungen hat und basta. Das wichtigste bzgl. des Ursprungsthema ist eine bundesweit gerechte Verteilung dieses Beförderungskontingents!!!!!

  35. Wenn der oberste Dienstherr in Form des BMI und die nachgeordnete Behörde entscheiden, bzw. bereits entschieden haben, die Laufbahnen in ihrer Organisation durchgängiger zu machen, muss ihnen auch gleichzeitig bewusst gewesen sein, welche Erwartungen sie bei den Bewerbern für die unterschiedlichen Aufstiegsverfahren geweckt haben. Entweder man wertet Tätigkeiten und Dienstposten auf und gibt den Betreffenden bzw. den Inhabern auch eine Perspektive auf erreichen des möglichen Endamtes. Und zwar in einem Zeitraum, daß es auch Ruhegehaltsfähig wird, oder man läßt es ganz. Es kann und darf nicht sein, daß wir sowohl im mD als auch im gD eine große Anzahl von guten Kolleginnen und Kollegen haben, welche der „Generation der Verlorenen“ angehören und von den ganzen „Hanni’s & Nanni’s“ überheblich belächelt werden. Wozu dann der Aufwand mit Leitbild, Kooperativen Führungsstil, Beruf und Familie, TASK-Lehrgänge und was da sonst noch alles entweder auf Hochglanzpapier oder im Intranet nachzulesen ist. Hätte ich die Wahl, würde ich lieber wie die ganzen Berufssoldaten mit Mitte fünfzig die Dienstmütze in den Ring werfen, als noch ein ganzes Jahrzehnt meines Lebens mit den Klassikern „Beurteilungswesen & Quote“ hingehalten zu werden.

  36. „Vielleicht werden die VAVler auch noch DGL (gedeckelt auf 11 mit der Forderung auf 13)?“

    War ich vor 15 Jahren schon und bin immer noch sDGL auf einer 11-13 – Stelle, mache die aber bald frei.

    Wie schrieb hier noch jemand, für das Studium in Medizin kommt man mit der Abiturnote 1,7 nicht weit, dazu muss ich aber anmerken, dass mir immer noch der Beweis fehlt, dass der Student mit 1,0 – Abitur später auch der bessere Arzt wird. Vielleicht konnte er nur besser auswendig lernen, ohne zu verstehen, was er liest oder hört.

  37. Die Bildungsdebatte ist sehr interessant, welche hier geführt wird. Wo doch in einigen Bundesländern das Abitur gerade mal den Stellenwert einer bayrischen Realschule hat. Des Wegen gebe ich darauf gar nichts. Wir haben genug Meister oder Obermeister die mehr drauf haben als mancher gD ler aber auch genug gD ler die höher hinaus könnten. Jedoch gibt es eben überall gewisse Grenzen und die sind halt bei einem VAVler der A11. Ich selbst – ich schreibe das zum ersten mal mal war 25 Jahre auf der Strasse. Erst als GF im Verband, dann operativ in Führungsfunktion mit Beauftragung. Habe sogar Abitur (Bayrisches :-)) Machte 2009 das VAV und wurde gleich POK. Ich verrichte meine Arbeit gerne und freue mich auf den Dienst. Im Moment als SB. Das ich mit 51 keine Chance mehr haben werde in meiner Dienststelle auf A11 juckt mich nicht die Bohne. Es gibt Schlimmeres. Durch das neue Beurteilungssystem werde ich es nicht mehr schaffen da ja auch der Beförderungskorridor beschnitten wurde. Bei uns haben die uneingeschränkten jüngeren klare Vorteile – ob zu recht oder Unrecht muessen andere beurteilen. Was mich stört ist die Tendenz das wir zuviele Stabsfunktionen haben und zuviele administrative Tätigkeiten durch Polizeivollzugsbeamte ausführen lassen (noch dazu junge PVB`S). In jeder Direktion könnnte man 40 gD ler einsparen und durch VB ersetzen. Es wird immer Härtefälle geben in Laufbahnen aber irgendwo ist halt Schluss. Der Dienstherr hat ja auch die Möglichkeit Beamte die 11 sind und viel Leisten mit einer Zulage zu belohnen oder durch ein + auf dem Gehaltszettel. Das Beamtenrechtsrahmengesetzt hat ja Möglichkeiten. Seid zufrieden in eurer Laufbahn und lasst diese Neiddebatten.

  38. Das System des deutschen Beamtentums ist veraltet und überholt. Ein moderner öffentlicher (Polizei-)Dienst braucht engagiertes und qualifiziertes Personal, dem sich im Laufe seines Berufslebens nicht nur ausreichende, sondern entsprechende Perspektiven bieten.

    Ich war schon immer ein Verfechter von einer zweigeteilten Laufbahn (gD/hD), in der es keine Verteilung von Planstellen bzw. Quoten (Beurteilung/Beförderung) mehr gibt, sondern einfache Regelbeförderungen.

    Das derzeitige Leistungsprinzip ist m.E. nur ein Alibi, das das Abhängigkeitsgefühl bzw. das Ausgeliefertsein des Beamten/-in an seine Behörde verstärkt und sich auf gewisse „Verhaltensmuster“ auswirkt. Es dient lediglich einer Art von „Erziehung“ eigentlich Erwachsener, gestandener Polizeibeamten.

    Ein vorgegebener Zeitrahmen wie man vom Einstiegsamt zum Endamt gelangt, sorgt hingegen für mehr Motivation, Engagement und Perspektiven für jeden. Denn dann braucht kein älterer Kollege mehr die Angst haben, sein nächsthöheres Amt nicht mehr zu erreichen, weil man es mit jüngeren Kollegen evtl. zuvor besetzt hat. Keiner würde mehr zu kurz kommen.

    Wir sind Polizei – Piloten für die Sicherheit unseres Landes

Eure Meinung ist uns wichtig,
kommentiert diesen Artikel!

Jedoch, auch hier gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.