Betriebs- und Personalrätekonferenz: Politik unterstützt GdP-Forderung

IMG_1555

Rechts im Bild: Martina Braum, Mitglied im GdP-Bezirksfrauenvorstand.

Am 24.02.2016 fand im deutschen Bundestag die Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion statt. Von der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, nahmen Waltraud March, Martina Braum, Lars Wendland und Martin Schilff an der Veranstaltung teil. Nach der Eröffnung hielt die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eine engagierte und begeisternde Rede zum Mindestlohn und der Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, ging in seinen Ausführungen auf die Massenmigration und ihre Folgen ein. Nach seiner Ansicht müssen die Fluchtgründe vor Ort bekämpft werden und dafür Sorge getragen werden, dass durch menschenwürdige Rahmenbedingungen die von Tod und Elend bedrohten Menschen in der Region verbleiben. Um einen unkontrollierten Zuzug nach Europa zu verhindern, ist eine qualifizierte Kontrolle an den europäischen Außengrenzen erforderlich.

Am Rande der Veranstaltung bestand die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Ablehnung der von der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, vorgeschlagenen Einführung von Langzeitarbeitszeitkonten auf völliges Unverständnis bei den Parlamentarieren trifft. MdB Dr. Carola Reimann, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, sagte zu, sich im parlamentarischen Bereich für den GdP-Vorschlag einzusetzen, zumal in Anbetracht von annähernd 3 Mio. duch die BundespolizistInnen geleisteten Überstunden seit September 2015 kreative Lösungen gefragt sind. Eine weitere Vertiefung der Thematik wurde vereinbart, zumal auch im Workshop „Arbeits- und Lebensmodelle im Wandel“ darauf eingegangen wurde.

Die Bundestagsfraktion der SPD beschäftigt sich unter anderem mit „Arbeits- und Lebensmodellen im Wandel“. Hierfür forderte sie die Teilnehmer der Betriebs- und Personalrätekonferenz zum offenen Dialog auf. Dieser Dialog ist mit Konferenz jedoch noch nicht beendet, sondern wir bleiben dran und geben unsere Anregungen und Ideen an die Ansprechpartner bei der SPD-Fraktion weiter.

Studien ergaben, dass die Mehrheit der Frauen und Männer eine Wunscharbeitszeit von 28 bis 34 Stunden zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf anstreben. Dieser Arbeitszeitrahmen kommt einer Vollzeitbeschäftigung sehr nahe und würde zu erheblichen Verbesserungen bei der Einkommensstruktur der betroffenen Beschäftigten führen.

Angesprochen auf die Problematik des Fehlens eines Rechtsanspruches, um von Teilzeit- auf Vollzeitbeschäftigung zurück zu wechseln, gaben die Vertreter der Fraktion ein klares Signal. Die Behebung dieses Defizits wird nach Aussage von Dr. Martin Rosemann, wie im Koalitionsvertrag festgehalten noch in dieser Legislaturperiode mittels Gesetz verabschiedet. Ebenso soll noch in dieser Legislaturperiode das Entgeltgleichstellungsgesetz verabschiedet werden.

FacebookGoogle+TwitterEmail...

Themenbereich: Frauengruppe | Drucken

Eure Meinung ist uns wichtig,
kommentiert diesen Artikel!

Jedoch, auch hier gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.