Gründung der Frauengruppe bei der Direktionsgruppe Hannover

Gruppenbild mit GästenZahlreiche weiblichen Mitglieder der GdP Direktionsgruppe Hannover nahmen den 106. Weltfrauentag zum Anlass, die Frauengruppe in ihrer Direktionsgruppe zu gründen. Aus diesem Anlass lud die Direktionsgruppe ihre weiblichen Mitglieder zur einer Arbeitstagung mit dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ein. Alle Frauen, die der Einladung folgten, trafen sich im Behördenpark Hannover.
Zeitgleich traf sich der Vorstand der Direktionsgruppe und die Arbeitstagung wurde gemeinsam begonnen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der DG Hannover, Martin Schilff, übergab dieser das Wort an Frau Dr. Thela Wernstedt, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion im niedersächsischen Landtag. Frau Wernstedt hielt ein Impulsreferat zur Geschichte und der Entwicklung des Frauentags sowie dem Equal Pay Day. Der Equal Pay Day ist der internationale Aktionstag für Entgleichheit zwischen Männern und Frauen, der in diesem Jahr am 19. März stattfindet.
Die Wurzeln des Frauentags liegen in den Forderungen der Sozialistinnen des frühen 20. Jahrhunderts. Clara Zetkin forderte einen Gedenk- und zugleich Aktionstag für die Frauen, die um allgemeine Frauenrechte und insbesondere um Chancengleicheit im Arbeitsleben, Gleichberechtigung sowie flächendeckenden Stimm- und Wahlrechte kämpften und kämpfen.

Wie sah die geschichtliche Entwicklung aus? Das Wahlrecht erhielten die Frauen in Deutschland 1918 – im europäischen Vergleich sehr spät. Die Forderungen einer politischen Partizipation von Frauen wurden bereits während der Französischen Revolution laut und durch Olympe de Gouges vertreten, welche dafür hingerichtet wurde.

Der Weg zu den heue für uns selbstverständlichen Rechten war lang und steinig. Dass der Weg noch nicht zu Ende ist, dokumentierte durch ihre Grußworte Erika Krause-Schöne als Vertreterin des HPR zgl. Vorsitzende der Frauengruppe des Bezirk Bundespolizei und stellvertretende Vorsitzende der Frauengruppe Bund. Sie orientierte sich in ihrer Rede an den aktuellen Entwicklungen und Forderungen der GdP. Diese Forderungen sind im Einzelnen:
. familienfreundliche Arbeitszeiten durch flexible Arbeitszeitgestaltung,
. mehr Telearbeit und mobiles Arbeiten,
. Arbeitszeiten, die auf die verschiedenen Lebensphasen abgestimmt werden können, insbesondere der Neuigkeiten um das flexible Arbeitszeitkonto
. ein Ende der Benachteiligung von Frauen und Männern in Teilzeit und
. eine faire Anrechnung von Ruhepausen und Bereitschaftszeiten, insbesondere unter dem Aspekt der derzeitigen Einsatzbelastung
Sie endete mit dem Motto und zeitglich der Forderung zum diesjährigen Frauentags der Grauengruppe Bezirk Bundespolizei: Wer viel leistet, braucht auch „Zeit zum Durchatmen“ – nicht nur am 8.März!

Im Anschluss daran erfolgte eine ausgiebige Diskussionsrunde der interessierten Teilnehmerinnen. Alle waren sich einig, dass dieser Weg nur gemeinsame erfolgreich beschritten werden kann. Diesen Auftrag hat der neu gegründete Vorstand der Frauengruppe mitgenommen.

Die Wahl der einzelnen Mitglieder des Vorstandes der Frauengruppe der GdP Direktionsgruppe Hannover erfolgte einstimmig: Als neue Vorsitzende wurde Karin Dullnig aus der KG Hannover gewählt. Ihr zur Seite stehen zukünftig als Stellvertreterinnen Nadine Rappe (KG Hamburg), Gabriele Falz (KG Bremen) sowie Melanie Mudder (KG Weser Ems). Mit dem gewählten Vorstand ist es gelungen, dass Frauen aller Kreisgruppen im Vorstand vertreten sind. Nach einem letzten Beschluss zur vorläufigen Anwendung der Richtlinie der Frauengruppe, Bezirk Bundespolizei, traten alle Teilnehmerinnen den zum Teil langen Heimweg an.

Die Frauengruppe des Bezirks Bundespolizei freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Frauengruppe der DG Hannover!

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Themenbereich: Frauengruppe | Drucken