Arbeitgeber müssen sich bewegen

imagePotsdam. Mit einem eindringlichen Hup- und Pfeifkonzert haben Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Verhandlungsführer des Bundes und der Kommunen, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Thomas Böhle, Präsident der kommunalen Arbeitgebervereinigung (VkA), zur zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes empfangen.

Bei der ersten Verhandlungsrunde Mitte März hatten die Arbeitgegeber kein Angebot vorgelegt. Die Positionen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften lägen zu weit auseinander, hatten de Maizière und Böhle betont. Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow und Kerstin Philipp, für Tarifpolitik zuständige stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende, forderten Bund und Kommunen auf, sich auf die Gewerkschaften zu zu bewegen. Den öffentlichen Arbeitgebern sei kein Argument zu schwach, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes von der Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung fern zu halten, bekräftigte Philipp vor der Fortsetzung der Verhandlungen.

GdP-Chef Malchow sagte: „Unsere Kolleginnen und Kollegen erwarten eine Steigerung der Realeinkommen um sechs Prozent. Den Herausforderungen an die innere Sicherheit durch Terrorismus, Fußballeinsätze, politische Demonstrationen und den Zustrom von Flüchtlingen hat sich die Polizei mit beispielloser Einsatzbereitschaft gestellt. Das muss auch im wahrsten Sinne des Wortes belohnt werden.“

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Themenbereich: Tarif | Drucken

4 Kommentare
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  1. …wir hoffen das Beste,
    aber um ehrlich zu sein;
    2,4 % in diesem Jahr, 300 Euro Einmalzahlung,
    2,2% ab 01.2017 jede Wette!
    Dabei müssen unsere Verhandlungsführer gebetsmühlenartig ins Feld führen,
    dass allein die Dienstzeiterhöhung auf 41 Wochenstunden (…wer es nicht mehr weiß von 38,5 h)
    -ohne Lohnausgleich- seinerzeit eine reale Minusrunde war.
    Die Tatsache, dass es Deutschland derzeit finanziell so gut geht, ist auch im großem Umfang den maßvollen Tarifabschlüssen
    der vergangenen Jahre geschuldet, wenn auch mit beispiellosen Kürzungen im Öffentlichen Dienst.
    Ich wünsche mir Mut und Durchhaltewillen seitens der Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite.

    Schöne Woche,
    Grüße aus der Heide

  2. Faires Angebot:-) von unserem IM – eben Tagesschau 24

    3 % für 2 Jahre….gut verkauft, denn

    1 % für dieses Jahr
    2 % für nächstes Jahr

    Genialer Taschenspielertrick!!! Wieviel haben die Herren Politiker dieses Jahr per GESETZ eingesackt???

  3. Ich……..bewege mich garnicht mehr. Nach diesem Angebot ist bei mir der Ofen aus. Nicht nur das das Angebot über 1% für 2016 und 2% für 2017 lächerlich und frech ist, es lässt sogar sämtliche Wertschätzung und Rückhalt vermissen. Blinde dumme Politik sag ich nur ….

  4. Auf Grund des vorgelegten Angebots unseres Herrn TDM kann jetzt jeder erkennen, was er unter Wertschätzung unserer Arbeit versteht….