Einkommensrunde: Warnstreiks erzwingen annehmbares Ergebnis!

imagePotsdam/Berlin. „Das im Gegensatz zum Arbeitgeberangebot heute erzielte Ergebnis der Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen haben wir den über 100.000 an den Warnstreiks der vergangenen Wochen im öffentlichen Dienst beteiligten Beschäftigten zu verdanken“, kommentiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, den Abschluss der Verhandlungen am späten Freitagabend in Potsdam. „Ich bin mir sicher, diese hohe Mobilisierung hat die Arbeitgeber beeindruckt.“

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes im Deutschen Gewerkschaftsbund einigten sich in der 3. Tarifrunde mit den Arbeitgebern auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 1. März 2016 um 2,4 Prozent und ab dem 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent.

Hier haben wir die wichtigsten Ergebnisse für Euch zusammengestellt.

Malchow: „Mit 4,75 Prozent Lohnsteigerung am Ende der Laufzeit haben wir viel erreicht, auch im Verhältnis zu anderen Tarifabschlüssen in anderen Branchen“. Gefordert hatten die Gewerkschaften 6 Prozent, dem stand in der 2. Runde der Tarifverhandlungen ein Arbeitgeberangebot gegenüber, das lediglich eine Erhöhung zum 1. Juni 2016 von 1 Prozent und ab dem 1. Juni 2017 von 2 Prozent vorsah.

Kerstin Philipp, stellvertretende Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik zuständig: „Bei einer Inflationsrate von aktuell null Prozent bedeutet das einen Reallohnzuwachs von 2,4 Prozent. Ein Zuwachs, der aufgrund der Inflation bei null Prozent lange nicht erreicht wurde, auch wenn höhere Prozentsätze abgeschlossen wurden. Das Ergebnis ist nicht zum Jubeln, aber es ist fair und honoriert die Leistungen, die die Kolleginnen und Kollegen gerade in den Herausforderungen in der letzten Zeit erbracht haben.“

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. GdP-Vorsitzender Malchow: „Wir begrüßen, dass sich der Bundesinnenminister nach Rücksprache mit dem Bundesfinanzminister für eine zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Ergebnisses auf den Beamtenbereich einsetzen wird.“

Die Ausbildungsentgelte sollen sich nach dem erzielten Ergebnis ab dem 1. März 2016 um einen Festbetrag in Höhe von 35,00 Euro und ab dem 1. Februar 2017 um einen Festbetrag in Höhe von 30,00 Euro erhöht werden. Praktikantenentgelte erhöhen sich entsprechend der linearen Entgelterhöhung.

In der Zusatzversorgung von Bund und Kommunen konnte eine Leistungseinschränkung verhindert werden.
pdf Tarifergebnis für den Aushang

Share

Themenbereich: Besoldung, Tarif | Drucken

42 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. In Anbetracht das dieses Ergebnis auf die Beamten übertragen wird und nicht seperat verhandelt werden kann oder darf ist dieses Ergebnis ok, nicht mehr und nicht weniger! Es wird mit diesem Ergebnis garnichts honoriert. Hier wird ja schon wieder davon gesprochen als ob die Beamten, auch die Angestellten, erst mit mit der Zunahme des Flüchtlingsstroms mal so richtig angefangen haben zu arbeiten. Hier bei der Bundespolizei kraucht man nicht erst seit diesem Zeitpunkt auf dem Zahnfleisch. Und so lange es bei der Bundespolizei auch bei den Landespolizeien, Polizeimeister und Obermeister gibt honoriert man garnichts, sondern hält sich einfach eine der billigsten Polizei der Welt. Obeohle es Gutachten gibt die aussagen das der Polizeiberuf generell im gehobenen Dienst anzusiedeln wäre, und das schon seit den 1990er Jahren!

  2. Also unter annehmbar verstehe ich etwas anderes! Gefordert waren 6% mehr für 12 Monate!! Und wenn ich jetzt noch die 0,2% bei uns abziehe sieht das Ergebnis so aus: 2,2% für 2016 u 2,15% für 2017! Meiner Meinung nach wäre da mehr drin gewesen!!!!

  3. Nüchtern betrachtet sind es also für dieses Jahr 2,4% Lohnsteigerung von geforderten 6%. Ein wirklich sehr annehmbares Ergebnis. Aber nächstes Jahr gibt es dann ja noch einmal 2,35% so dass es am Ende doch noch 4,75 % werden. Ich möchte einmal erleben, dass die Erhöhung in vollem Umfang ab dem ersten Tag gezahlt wird. Aber da kann ich wohl warten bis Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

  4. Danke den Bemühungen,
    Jetzt werden es wohl für uns 2,15 Prozent, a start der geforderten
    6!
    Wenn man bedenkt was in den letzten Jahren
    Alles zum Nachteil der Bundespolizei geändert wurde:
    Urlaubsgeld gestrichen
    Weihnachtsgeld gekürzt
    Verlängerung der Arbeitszeit von 38,5 auf 41
    Verschlechterungen bei der Freien Heilfürsorge
    Verlängerung der Lebenssrbeitszeit
    Und die enorme Arbeitsbelastung der letzten Jahre, nicht erst
    seit dem Ansturm auf die Grenze !
    …und kein Ende abzusehen, dass wir operativ immer gefühlt
    zu wenig Personal auf die Straße bekommen!
    Von dem her , finde ich den Abschluss eben nicht beachtlich,
    sondern ein Schlag ins Gesicht , speziell
    auch für die unteren Einkommensgruppen.

    angemessen und tt
    Es kommen vielmehr immer mehr Aufgaben
    hinzu, ohne die Menschen , die die Arbeit erledigen.
    Und gibt es vereinzelnd Politiker, die
    bereits über ein höheres Renteneintrittsslter philosophieren…
    Ich sehe mich schon mit über 60 Jahren , Fußballfans begleiten und kontrollieren:
    „Geben Sie mir bitte ihren Ausweis, oder
    entfernen Sie sich durch schnelles Weggehen!“

    Aber, wir schaffen auch das, irgendwie ,
    Allen Kollegen ein ruhiges vor allem aber gesundes
    „Einsatzwochenende“!

  5. Das Ergebnis sollte nicht schön geredet werden. Wieder 2 Jahre. Und selbst zusammengerechnet keine 6%.
    Wann wird endlich mal nicht eingeknickt und vor allem mal richtig was gefordert?

  6. Gut das ich nicht rechnen kann, in der Summe komme ich nach Rücksprache mit anderen die es können
    auf ein Ergebnis von unter 50 % der Forderung für ein Jahr, jetzt auf zwei Jahre.
    Ich will also sagen, dass Ergebnis ist also kein Erfolg und man hat es erneut geschafft im Wahljahr keine
    Tarifverhandlungen zu haben. Was mich wundert, es haben viele vorhergesagt.

  7. Also es kommt mir immer öfter so vor, als ob das alles schon von vorn herein so geplant ist. Immer diese Forderung für 12 Monate, dann ein unverschämt lächerliches Angebot der Arbeitgeber, danach die totale Entrüstung darüber. Aber urplötzlich nach so unheimlich zähem Ringen wieder annähernd das gleiche Ergebnis wie bei der letzten Tarifverhandlung mit der Aussage mehr wäre nicht drin gewesen und alle bekommen einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Richtiger Erfolg sieht aber doch anders aus. 2,2% für die Beamten für das erste Jahr statt der geforderten 6% ist doch geradezu ein lächerliches Ergebnis. Trotzdem bin ich froh, das wir die Gewerkschaften haben, sonst gäbe es wahrscheinlich überhaupt keine Erhöhungen. In den öffentlichen Medien wird dann allerdings wieder behauptet die faulen Beamten bekommen mal wieder 4,75% mehr Gehalt.

  8. Wo sind die 6 % für ein Jahr? Es sind ja mal gerade 2,2 % pro Jahr. Das war überhaupt nichts, zum Glück habe ich nicht mehr erwartet. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht.

  9. Die Forderung war 6 Prozent auf 12 Monate von den Gewerkschaften. Das Ergebnis liegt nun bei effektiv 2,2 und 2,15 Prozent auf 2 Jahre ( wieder einmal ). Ich persönlich finde dieses Ergebnis äußerst schwach und bin enttäuscht. Die Haushaltslage ist sehr gut, die Politiker selber erhalten 2,8 Prozent und die Rentner in Deutschland noch deutlich mehr ( wenn ich mich nicht täusche ).

    Leider müssen wir damit zufrieden sein, da uns die notwendigen Möglichkeiten fehlen. Ich finde…die von den Politiker genannte….sehr gute Arbeit der Bundespolizei hier nicht wieder.

    Sorry….

  10. Schließe ich mich an. Honorieren ist was anderes… 6% für ein Jahr und dann das Ergebnis… nee sorry, eigentlich ist enttäuschend.

    Ja sorry, mehr fällt mir dazu gerade einfach nicht ein.

  11. Ich sehe es wie Robin,
    das Ergebnis ist mehr als schwach. Ich denke, wir wurden wieder einmal mehr über den Tisch gezogen. Ich frage mich immer wieder, warum so ein Angebot nicht abgelehnt und zur Urabstimmung aufgerufen wird. Erst dann käme Druck in die Reihen der Öffentlichen Arbeitgeber. Dann würden auch die Angebote schlagartig ganz anders aussehen. Die IG Metall wird es uns wieder einmal zeigen, wie das geht. Hilft uns aber leider nicht mehr. Ich bin jedenfalls mehr als enttäuscht.

  12. An diesem Ergebnis ist nicht aber auch gar nichts gut. auf 2 Jahre nicht mal 50% der Forderung die für 1 Jahr gestellt wurden. Meiner Meinung nach völlig unter Wert verkauft.

  13. Der BMI könnte immer noch zeigen, dass er die geleistete Arbeit der BuPo anerkennt, in dem er den Abschloss OHNE ABZÜGE übernimmt.
    Das wäre ein Zeichen, dass nicht teuer wäre, aber einen hohen symbolischen Wert hätte.

  14. Gegen die Annahme des Tarifabschlusses gibt es bis Ende Mai 2016 noch einen Annahmevorbehalt durch ver.di, da der Dachverband noch seine Mitglieder befragen möchte.

    Also wenn die Mitglieder tatsächlich befragt werden, dann kann es eigentlich nur eine Ablehnung geben.

    Bin mal gespannt ….

  15. Leute, Leute, immer nur am MECKERN. Guckt euch doch mal die Gehaltstabellen beim Land Bremen, Niedersachsen etc. an. Ein Hauptmeister mit Steuerklasse I (Stufe 8) und im Schichtdienst verdient mind. soviel wie ein PHK Stufe 6 beim Land Bremen.

    Gerne verzichte ich auf die jährliche Zahlung vom Weihnachtsgeld und nehme lieber die 60 % ins Grundgehalt. Pensionsfähig das Weihnachtsgeld am Ende des Jahres nicht. Also manche Kollegen sollten mal erst den Kopf einschalten bevor man NÖRGELT.

    Das mit dem POM ist natürlich noch nicht so wie es sein sollte. Aber ein POM verdient fast soviel wie ein POK Land.

    Liebe Gewerkschaft DANKE

  16. Gefordert wurden 6 % für 12 Monate.

    Bekommen haben wir 2,4 Prozent für 12 Monate.

    Ein Erfolg wäre eine Erhöhung über 3 Prozent für 12 Monate gewesen.
    Entweder es wurde zu viel gefordert, oder es wurde schlecht verhandelt.

  17. @Blaulicht18
    „Also manche Kollegen sollten mal erst den Kopf einschalten bevor man NÖRGELT.“

    Den Satz gebe ich gerne an Dich zurück.
    Klar kann ich immer danach schauen, wo es noch schlechter ist. Aber das ist nur die halbe Wahrheit; schau mal nach NRW oder Bayern, wo man wieder die Polizeizulage ruhegehaltsfähig gemacht hat. Das war zwar nicht Bestandteil der Tarifverhandlungen ist aber trotzdem beachtenswert.
    Auch wenn Du es anders siehst: dem Dienstherren sind wir sch…egal. Im übrigen gehen ja noch die vielumjubelten 0,2 % weg, und wenn man es glauben kann auch über 2017 hinaus. Also, nichts Neues und ein höchst ernüchternder Tarifabschluss.

  18. @ Blaulicht

    Dein Vergleich ist in der Sache an sich fehlerhaft. Man kann nicht den z.B. Bundespolizisten A9 Stufe 8 ( höchste Stufe ) mit dem Beamten z.B. des Landes Bremen in A 11 Stufe 6 ( mittlere Stufe ) vergleichen. Dazu müßte man bei dem Kollegen vom Land ebenfalls die höchste Altersstufe nehmen und dann stimmt dein Vergleich nicht. Das Gehaltsgefüge ist unterschiedlich siehe z.B. auch zwischen Bayern und Berlin. Das ist aber nicht das Thema….und ist hier auch nicht das Thema. Ansonsten ziehe einen Vergleich mit dem Beamten aus Bayern. Dort erhalten Pensionäre z.B. Weihnachtsgeld und die Polizeizulage ist ebenso ruhegehaltsfähig.

    Dieses Tarifergebnis ist für die Angestellten und Beamten im Bezug auf die Forderung der Gewerkschaften ein Witz und da gibt es auch nichts schön zu reden.

  19. Leute, Blaulicht 18 hat Recht. Als ich vom Land Hessen zur Bundespolizei gewechselt bin hab ich bei gleichem Dienstgrad und gleicher Erfahrungsstufe 400,- Euro mehr in der Tasche. Schaut euch die Gehaltstabellen an und denkt an die freie Heilfürsorge. Beim Land musste ich mich privat versichern. Da ging je nach Alter, bei mir locker 200,- Euro drauf jeden Monat.

  20. Leute:
    Der Abschluss ist grundsätzlich für die Tarifangestellten.
    Und für die ist der Abschluss einfach nicht gut. Von den „hart erkämpften“ Prozentchen, dürfen sie gleich wieder was für die bertriebliche Altersversorgung abdrücken. Dabei werden und wurden die Kollegen Ost mehr zur Kasse gebeten als die Kollegen West.
    Beispiel gefällig?
    Kollege Ost zahlt bisher einen Eigenanteil von 2,0% und West nur 1,41%. 2018 sind es dann nach 3 Erhöhungsschritten für Kollegen Ost 4,25% und Kollegen West 1,81%.

    Ich will hier keinen Zwist zwischen Ost und West aufkommen lassen. Aber die Fakten sind nun einmal so.

    Hinzu kommt, dass die Angleichung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in 5 Schritten (jeder Schritt steht für 1 Jahr) für den Kollegen Ost an das Westniveau erfolgen wird.

    An die Beamten:
    Habt Ihr Euch mal die Lohntabellen unserer Tarifbeschäftigten angesehen? Die meisten sind in E3 bis E5.

  21. Für alle Nörgler und Mäkler am Tarifergebnis, für die offenbar neben regelmäßigen Grundgehaltsanhebungen auch einige Tausend Zusatzbeförderungen, DuZ-Erhöhung und Zulagenerhöhung für wechselnde Zeiten so sehr zur puren Selbstverständlichkeit geworden sind, dass sie auch nicht einmal nur für eine Demoteilnahme DA genommen hätten: die Grün-Schwarze Koalition in BW hat gerade für die Beamten beschlossen „Die Besoldungserhöhung der Landesbeamten soll bei einem Prozent jährlich gedeckelt werden“. So kann es auch gehen, liebe Meckerfraktion. Mal eben zum Überprüfen des Anspruchsdenkens und der Bereitschaft, für die eigenen Ansprüche auch was zu geben. Wenigstens Zeit und Teilnahme. Wer Forderungen und Ergebnis vergleicht sollte sich mal in Erinnerung rufen, dass nicht nur die Gewerkschaftsseite Forderungen hatte, sondern auch die andere Seite. Wer nicht schnallt, dass Verhandlungen die Suche nach Kompromissen bedeutet und nicht die Durchsetzung eines Diktats, für keine Seite, der sollte noch mal eine gewerkschaftliche Grundschulung besuchen.
    Ich jedenfalls finde das Tarifergebnis völlig in Ordnung. Zur Erinnerung: Inflationsrate 2014 = 0,9%, 2015= 0,25%, April 2016 = -0,10%. Wer da behauptet, wir hätten keinen spürbaren Einkommenszuwachs rausgeholt, ist wohl nicht auf der Höhe der Zeit. Der möge mal (bei gleichem Amt/Entgeltgruppe) zur nächsten Einkommensteuererklärung sein Jahreseinkommen 2012 und 2016 nebeneinanderlegen.
    Danke an alle, die sich engagiert haben!

  22. @Steve: In BW war immerhin die zwei geteilte Laufbahn geplant.

    Der Abschluss ist trotzdem ein Witz! Nur vertretbar mit einer Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden (vielleicht kommt dann eine 40 Std/Woche raus)!

  23. Jetzt noch die Wochenarbeitszeit (für mich der wichtigste Punkt) senken und dann ist das Ergebnis in Ordnung. Danke GdP!

  24. Ich lese hier die Zeilen und Beiträge einzelner mit großer Verwunderung.
    Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Forderung war sehr hoch und wir sahen sie natürlich aus Sicht der Bundespolizei gerechtfertigt. Man muss aber das Ganze sehen und dafür ist es ein sehr guter Abschluss.
    Was mich aber beim lesen der Zeilen hier im Forum stört und das nicht nur in diesem Beitrag, sind diese Meckerer und Nörgler, die mit nichts zufriedenen sind. Die nur das Negative suchen und dabei vergessen, welche Arbeit oft dahinter steckt, alleine diese Ziele zu erreichen. Ich habe genau diesen Personenkreis bei der Demo in Berlin im vergangenen November vermisst.
    In diesem Sinne, danke für den Abschluss und den Personenkreis der sich die Mühe für uns gemacht hat.

  25. @Nordhesse
    Hallo Kollege, das hat nichts mit meckern zu tun. Es geht um die Realität und Gerechtigkeit. Zurecht gefordert wurden 6%. Bekommen haben wir deutlich weniger. Rechnet man die erhöhte Lohnsteuersteuer, Inflation, Krankenkasse etc. dazu, bleibt nichts übrig.
    Unter Kanzler Wílly Brandt haben wie mal 12% bekommen.
    Aufgrund der hohen Belastung wären mindestens 5% angemessen gewesen.
    Die Einkommen sind nicht gerecht verteilt, die Abgeordneten erhalten 2,8%, die Manager schaufeln sich trotz Skandalen die Taschen mit Millionen voll.
    Wie sagte Minister Altmaier: Wir haben unserer Polizei noch nie so viel zugemutet. Na dann !
    Deshalb, das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend.

  26. Lieber Reiner, kann Deinem Beitrag nur zustimmen.
    Für alles ist Geld da. Für die Polizei nur ein Betrag der die schwarze Null nicht gefährdet.

    Abgasskandal? Zur Belohnung gibt es ne 4000 EUR Prämie.
    Die Banken haben fast die Weltwirtschaft ruiniert. Bis heute keine schärferen Vorschriften!
    Überall nur Lug und Betrug. Aber kein Politiker wird mal zur Rechenschaft gezogen. Lieber klagt man die Whistleblower an.
    Und wir sind nicht überlaste sondern höchstens belastet. Tsss.

    Ich bin übrigens ganz gerne ein Nörgler und Meckerer.
    Ab-Nicker und Ja-Sager haben wir schon genug.

  27. @ steve
    Immer dieses Gefasele von der Inflationsrate, natürlich ist die vergleichbar niedriger als der Tarifabschluss, aber aus was setzt die sich zusammen? Kaufst Du Dir jedes Jahr einen neuen Fernseher oder eine Waschmaschine, Computer? Für diese Artikel sind die Preise gesunken, wie auch im Moment noch für Kraftstoffe. Aber wie sieht es bei den Sachen für den täglichen Bedarf aus? Ich gehe öfter mal mit einkaufen und muss Dir sagen, dass ich als PHM vor 20 Jahren mit 100 DM mit einem vollen Einkaufswagen aus dem Supermarkt gerauscht bin, vergleichbar mit heute, da ist der Einkaufswagen bei 100 Euro nur halbvoll. Damals musste ich für meine Beihilfezusatzversicherung 280 DM bezahlen, heute sind es 370 Euro, also rechnerisch das 2,5 fache des damaligen Beitrags, haben wir in dieser Zeit das 2,5 fache mehr verdient? Nein. Und das geht beim Besuch von Veranstaltungen oder mal ins Restaurant so weiter. Wenn ich nachrechne sind das von 2000 bis heute ca. 40 % mehr, da sind aber noch ein paar Alterszulagen und zwei Beförderungen eingerechnet. Denn nach der Tariferhöhung kommen dann alle aus den Startlöchern und erhöhen ihre Beiträge, die Gewerkschaft nicht ausgenommen, denn jeder gibt ja dann an, dass bei ihm die Mittel sonst nicht ausreichen.

  28. Werte Kollegen und Kolleginnen,

    wir alle leisten großartiges – und hatten gehofft, dass es uns (seitens der Politik bzw. Arbeitgeber) honoriert wird. Dass das Ergebnis jetzt niedriger ausgefallen ist, als wir alle es uns erhofften, mag zwar für manche bitter sein, doch glaube ich können wir vorerst zufrieden sein.

    Fordern und bekommen – das sind zwei Paar Stiefel. Wir hätten auch 20% fordern und nichts (oder noch weniger) bekommen können.

    Wir alle wissen, dass es mehr vom Kuchen hätte geben können – und dass man unsere Verantwortung und Beitrag zur inneren Sicherheit sicher mit dem eines Mangers/Vorstand eines großen Konzerns, oder Piloten vergleichen könnte – und genau deshalb lassen wir nicht aus und bleiben am Ball.

    Die GdP hat noch vieles – gemeinsam mit uns – vor. Und wir werden diese Schritte gemeinsam gehen. Mit Verhandlungsgeschick, etwas Glück und natürlich auch Selbstvertrauen, werden wir unser Haus weiter ausbauen und gestalten.

    Also Kopf hoch – denn auch beim nächsten mal wird es keine 100%ige Gehaltserhöhung geben – aber wir kommen immer einen oder mehrere Schritte voran..

    GdP- Die Nr.1

  29. Ich bekomme ca.3100 Euro Netto!
    + 2,4 % (74,40 Euro) x 12 = 892,80 Euro
    + 2,35 % (72,85 Euro) x 12 = 874,20 Euro
    macht ein monatliches + von 147,25 Euro ab Februar 2017; oder 1767,- Euro.

    Klingt eigentlich ganz vernünftig, jeden Monat ca. 70 Euro mehr.
    Einmal mehr Essen gehen,
    Eintritt in Freizeitpark,
    50,- Euro mehr für die Altersvorsorge,
    Ratenerhöhung bei Kredit, oder oder oder ….

  30. @Frage5:
    Lieber Kollege, Deine Berechnung ist falsch. Erstens werden 0,2% abgezogen. Zweitens handelt es sich um Bruttobeträge.
    Das heißt, die Lohn-oder Einkommensteuer wird sich erhöhen, ebenso der Solidaritätsbeitrag.
    Rechnt man die Inflation und die Preissteigerungen, sowie höherere Krankenkassenbeiträge dazu, bleibt nicht mehr viel übrig.
    Schäuble hat gestern höhere Steuereinnahmen lt. Schätzung angekündigt.
    Das Fußvolk hat jedoch aus den o.a. Gründen nur wenig davon.
    Nochmals, es geht nicht um immer nur meckern, sondern um eine gerechtere Verteilung der Einkommen.
    Bei uns werden die Reichen immer reicher und die Armen und der Mittelstann immer ärmer.
    Dazu trägt auch die jetzige Regierung bei, weil sie nicht in der Lage ist, die Progression in den Steuertarifen adäquat zu regeln.

  31. @ Reiner Mischer
    Vielen Dank, Reiner, genau so ist es. Ich weiß schon gar nicht mehr wieviele Koalitionen uns eine Steuerreform versprochen hatten und etwas gegen die kalte Progression tuen wollten. Im Resultat blieben es dann immer nur Absichtserklärungen. Und deshalb verbleibt nur die Möglichkeit der sachlichen und deutlichen Kritik an den Verantwortlichen. Diese betrifft nicht unsere Berufsvertretungen.

  32. Schön dass Kollege „Frage“ auf 70 Euro mehr Lohn kommt. Ich komme bei mir weder auf 3100 Euro netto und nicht einmal annähernd auf 3100 Euro brutto.
    Vielleicht sollte auch mal der Moderator hier die Fahrlässigkeit der 3100 Euro sehen. Weil der Bürger gleich wieder denkt, dass alle Polizisten 3100 Euro in der Tasche haben.
    Von einem A7er bis DZE.

  33. @ Frage

    Die kalte Progression hast da auch noch nicht mit eingerechnet, hatte vor ein paar Jahren bei einer Gehaltserhöhung von 1,4 % durch diesen Steuertrick auf der Abrechnung 2 Euro weniger Netto als vor der Gehaltserhöhung und da waren die durch die Gehaltserhöhung bei den anderen Dienstleistern bewirkten Mehrausgaben noch gar nicht berücksichtigt.

    Komischerweise war auf meiner Januarabrechnung 2016 auch schon 30 Euro weniger Netto drauf als auf der Dezemberabrechnung 2015.

  34. @ loddel

    Du kannst dir gern deine persönliche Inflationsrate ausrechnen, dank Statistischem Bundesamt, und feststellen, ob wirklich nichts mehr übrig bleibt. Und das geht hier:
    https://www.destatis.de/DE/Service/InteraktiveAnwendungen/InflationsrechnerSVG.svg;jsessionid=8E46263C7C8030725A40191EC5FF6D18.cae2?view=svg
    Danach einfach noch mal melden.

    @ Reiner Mirscher

    Ich plädiere nach wie vor dafür, eine Gesamtbetrachtung der Einkommenssituation der Bundespolizeibeamten nicht aus dem Auge zu verlieren. Dabei darf man nämlich die strukturellen Verbesserungen, die besseren Erschwernisausgleiche und die Vorsorge,eistu gen nicht ausblenden. Die Personalkostenaufwendungen sind in den letzten Jahren immer höher gestiegen als die reinen Tarifabschlüsse. Heute werden über 2/3 der Beamten inzwischen mindestens nach A 9 besoldet (40% aller Stellen im gD, mehr als 50% der Stellen des mD in A 9 oder A 9mZ). Auf die Besoldungserhöhungen fallen keine erhöhten Krankenversicherungsbeiträge an, weil Heilfürsorge gewährt wird – und zwar ohne Zusatzbeitrag durch Gehaltsabzug. Die DuZ- und DwZ-Zulagen wurden spürbar erhöht und sorgen ebenfalls für ein Plus. Und dass unsere Erhöhungen von deutlich höheren Grundgehaltssätzen als bei den meisten Länderpolizeien ausgehen und deshalb auch absolut zu höheren Zuwächsen führen, sollte man auch nicht vergessen.

  35. Hallo Kollegen,
    eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben aber die vielen NÖRGLER und MECKKERER verleiten einen dazu. Macht euch doch einfach mal die Mühe und guckt euch die Besoldungstabellen der Länder an. Ihr werdet feststellen, dass wir mit Abstand ganz oben in der Nahrungskette stehen. Die Kollegen von den Ländern leisten täglich genauso viel wie Bundespolizisten. Müssen aber mit weniger Gehalt bei gleicher Besoldungsstufe als ein Bundespolizist klar kommen. Die Kollegen vom Land erhalten weniger DuZ , Schichtzulage und müssen ein Teilbetrag in ihre Krankenversicherung zahlen. Und zum Schluss einige Länder wie zb. Bremen haben schon langen keine Gehaltserhöhung bekommen. Nicht immer nach mehr, mehr und mehr schreien. Nur zum Verständnis ich bin PHM, ledig, und Stufe 8 dafür bekomme ich im Monat mit allen Zulangen 3100 Netto. PHK Land Bremen, ledig ca. 3150 € Netto. Und in der freien Wirtschaft müsste man ca. 5500 bis 6000 € Brutto verdienen. Wer verdient das schon ???. Liebe Gewerkschaft nochmals Danke.

    Ach ja, ich habe noch was vergessen in meinem Vergleich PHM Bund Stufe 8 und PHK Land Bremen Stufe 6 (7) Die Stufen Land und Bund sind etwas anders gestaffelt. Somit kommt es in etwa hin mit den Stufenvergleich den ich aufgestellt habe. Ansonsten bitte die selbst Gehaltstabellen vergleichen.

  36. Bei der Besoldung nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Die Kollegen vom Land bekommen noch zusätzlich Weihnachtsgeld, was bei uns schon im monatlichen Bezug eingerechnet ist. Zudem wird noch Urlaubsgeld bezahlt, und schon sieht die Rechnung etwas anders aus.
    Weiterhin möchte ich noch anführen, dass ich alter Blauer auch privtversichert bin und dafür ebenfalls noch 350 € monatlich zahle.

  37. Ich habe keine Heilfürsorge und muß eine PKV bezahlen, die wird immer teurer.
    Darum bleibe ich dabei, der Abschluß ist zu niedrig.
    Im Übrigen sollten schlechter bezahlte Kollegen nicht als Maßstab gelten, sondern es muß eine Orientierung an den überbezahlten Managern und Bankern erfolgen.
    Das die Kollegen in den Ländern weniger bekommen haben wir dem sog. Förderalismus zu verdanken (jeder macht was er will), Kleinstaaterei.
    Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass ich in einer Bananenrepublik lebe ??????????????
    Wo sind die Politker mit Visionen ??

  38. Habs mal eingestellt @steve, aber alles wird ja da auch nicht berücksichtigt, am Ende bleiben in der Rechnung noch 2,8 % übrig bei einer persönlichen Inflationsrate von 0,9 % und der Gewerkschaftsbeitrag vermutlich von diesen 2,8 % bezahlt werden muss. Rücklagen zu bilden geht damit nicht mehr.

  39. @norbert. Das mit dem Weihnachtsgeld stimmt ja. In Hessen hatte ich jeden Monat 100,- im Grundgehalt dadurch Brutto mehr aber jetzt kommts. Ich hatte trotzdem immer noch 200,- Brutto weniger Grundgehalt als bei der Bundespolizei. Und Urlaubsgeld? Bei welchem Bundesland gibts das denn noch? Übrigens wer bei der Bundespolizei sich hat privat versichern lassen obwohl man kostenlos die Heilfürsorge bekommen kann…hat irgendwas falsch gemacht.

  40. @the Observer

    Für ehemalige Angehörige des damaligen GS-Einzeldienstes gab es keine freie Heilfürsorge, man mußte sich privat versichern. Dafür gib es dann Beihilfe. Die PKV muß man selbst bezahlen.
    Von wegen was falsch gemacht.
    Man sollte die Fakten kennen und sich informieren, bevor man irgendwas rausschwätzt.

  41. Das mag ja sein. Aber man kann doch jetzt oder seitdem es die Heilfürsorge bei der Bpol gibt, auch von der PKV auf die Heilfürsorge wechseln. Oder etwa nicht?

  42. @ the observer

    Man konnte sich damals in den 90-ern des vergangenen Jahrhunderts, als die Bahnpolizei in den Einzeldienst übernommen worden ist, entscheiden, ob man weiter Beihilfe haben möchte mit privater Restkostenversicherung oder in die Heilfürsorge wechselt. Weil man seine Familie aber sowieso über die Beihilfe mit RKV absichern musste, sind viele in der Beihilfe geblieben, weil zum damaligen Zeitpunkt auch nicht alle bei der Beihilfe gewährten Leistungen auch von der Heilfürsorge getragen wurden, wie z.B. Zweibett-Zimmer oder Wahlarztleistungen sowie die Regelung mit den Karenztagen, Als Beihilfe-Beamter musst Dich zwar krank melden, geht aber 3 Tage ohne ärztliche Bescheinigung, Heilfürsorge musst gleich am ersten Tag zum Arzt. hat also schon einige Vorteile gehabt, die Beihilfe.