Besoldungsrunde 2016: Jetzt nachziehen!

DGB_BesoldungsrundeNach streikträchtigen Wochen haben sich die Tarifvertragsparteien Bund und VKA mit ver.di, GdP, GEW und IG BAU auf ein Tarifergebnis für die rund 2,14 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen geeinigt. Diese bekommen – vorbehaltlich der Mitgliederbefragungen – damit rückwirkend 2,4 Prozent mehr zum 1. März 2016 und 2,35 Prozent zum 1. Februar 2017.

Die Ausbildungsvergütungen werden in zwei Schritten um insgesamt 65 Euro erhöht.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften vertreten die Interessen der BeamtInnen schon während der Tarifverhandlungen. Und der Bundesminister des Innern hat beim Abschluss der Tarifverhandlungen ver.di, GdP, GEW und IG BAU zugesagt, sich für die Übertragung der Tarifergebnisses auf die Beamtenschaft des Bundes einsetzen zu wollen.

Daran werden wir ihn erinnern!

DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern den Bundesminister des Innern nun zu Gesprächen auf, um über die Besoldungs- und Versorgungsanpassung zu verhandeln.

Wir fordern:

1.) Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die BeamtInnen, AnwärterInnen, VersorgungsempfängerInnen, RichterInnen und SoldatInnen

Die Tarifentwicklung ist für die Besoldung und Versorgung ein wesentlicher Faktor. Wir fordern von der Bundesregierung, dem Bundestag einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Übertragung des Tarifergebnisses vorsieht.

2.) Beschäftigtenfreundliche Gestaltung der Arbeitszeit

Arbeitsdruck und Arbeitshetze nehmen stetig zu. Wir fordern hier für Entlastung zu sorgen. Der Bund muss endlich die Arbeitszeitgestaltung in den Blick nehmen und für Arbeitsbedingungen sorgen, die nicht krank machen.
pdf Artikel für den Aushang

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Themenbereich: Besoldung | Drucken

6 Kommentare
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  1. Runter mit der Wochenarbeitszeit!!!
    Zwei Stunden weniger wiegen für mich mehr, als ein paar Euro……
    Setzt euch ein!
    DANKE

  2. Wenn man clever gewesen wäre, dann hätte man mit dem Abschluss so lange warten sollen bis das Ergebnis der IG Metall fest steht. Seien wir ehrlich, die bekommen bestimmt eine dicke 3 vor dem Komma. Dann hätte man ein wenig mehr Futter für eine besseres Ergebnis im Köcher gehabt.

  3. Ein Zeichen der soviel besungenen Anerkennung der polizeilichen Arbeit wäre der Verzicht auf den Abschlag für die Versorgungsrücklage. Bei dem zu erwartenden Steueraufkommen bis 2020…
    Dieses Jahr kam die Einigung doch recht schnell zustande… ich hatte mit ein wenig mehr Widerstand der Gewerkschaften in den Verhandlungen gerechnet. IG Metall hätte ich schon abgewartet, zumal in den Verhandlungen seitens der Gewerkschaft diese als Vergleichsgröße herangezogen wurde. Schade, das man sich, wie ich persönlich finde, ein bischen vorschnell geeinigt hat.
    Drei Tage nach der Verkündung kam die Steuerschätzung… Zufall ???
    Naja, wir wollen nicht jammern, aber die 2 x 0,2 % zu behalten wäre schon ganz ok.

  4. Wie ist denn jetzt der Stand? Ist die oben genannte Mitgliederbefragung durchgeführt worden? Wie ist den da entschieden worden?
    Habe bei Bundestag.de nix über ein eingebrachtes Gesetz gefunden.

    Habe das Gefühl, dass hier alles unter den Tisch gekehrt werden soll. Wo gibt es denn Informationen über den derzeitigen Stand?

    Anm. der Redaktion: Liebe/r Kollegin/e, es gilt eine Erklärungsfrist bis zum 31.05.2016, bis dahin hat jede der Tarifparteien die Möglichkeit das Ergebnis anzunehmen oder abzulehnen. Die Einzelheiten können hier nachgelesen werden: https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++2749e116-0e4c-11e6-9c0e-52540059119e

  5. Danke für die Information, hatte diese leider nirgendwo gefunden.

  6. Jetzt ist ja die Erklärungsfrist seit einer Woche abgelaufen. Gibt es denn nun etwas Neues? Kann im Netz keine Aktualisierung finden…

    Anm. der Redaktion: Hier ist alles weitere zum Tarifabschluss: Tarifergebnis im Öffentlichen Dienst mit deutlicher Mehrheit angenommen

    Zur Besoldungsrunde für die Beamtinnen und Beamten gibt es folgendes: ver.di erzielt deutliche Tariferhöhung und deren Übertragung auf Beamtinnen und Beamte soll Gesetz werden