TV-Tipp: Phoenix-Runde am 24.5. mit Jörg Radek

Am Dienstag, 24. Mai, diskutiert ab 22:15 Uhr Jörg Radek mit weiteren Experten bei der Phoenix-Runde das Thema Kriminalität in Deutschland. Aktueller Anlass ist die jüngst veröffentlichte Polizeiliche Kriminalitätsstatistik. Wie steht es um die objektive und subjektive Sicherheit in Deutschland?


Themenbereich: Kriminalitätsbekämpfung | Drucken

2 Kommentare
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  1. Vor einem halben Jahr hatte ich einen Aufbruch-Tatort im privaten Bereich. Da ich mich u.a. in meiner aktiven Zeit mit Einbrüchen beschäftigt hatte, zeigte ich die Tat bei der örtlichen Polizei an und sicherte vor Eintreffen des spezialisierten Kollegen eine mögliche verwertbare Spur (DNA). Der Kollege meinte, die DNA-Analyse helfe in letzter Zeit vor Gericht kaum mehr etwas und fasste den Gegenstand sofort mit bloßen Händen an und vernichtete somit die Spur. Zuvor wurden im Umkreis wahrscheinlich von denselben Tätern Einbrüche und Einbruchsversuche begangen. Wir unterhielten uns noch eine halbe Stunde, bevor er zum nächsten Tatort fuhr. Ich schreibe diesen Kommentar, weil das Beschriebene keinen Einzelfall darstellt. Es handelt sich hier nicht um fehlende Zeit, fehlendes Arbeitsmittel oder Personal, sondern um fehlende Motivation. Wenn die Justiz in vielen Fällen gegen das polizeiliche Engagement entscheidet / entscheiden muss, so landet man doch hin und wieder einen Treffer. Und der muss für die Motivation genügen.

    Meiner Meinung nach sind die Motivationsprobleme, möglicherweise bedingt durch Enttäuschungen, mangelhafte Ausbildungen, sicherer Arbeitsplatz, vernachlässigung der Sparten durch die Vorgesetzten etc. in vergleichbaren Sendungen nicht genug angesprochen worden.

  2. @jbj !
    Mach Dich frei von Ermittlungsmethoden, die den Menschen über die Medien (und am Besten noch über die US-Serien) eingeredet werden. Das hat rein gar nichts mit der Realität zu schaffen. Die Medien sind ein Instrument der Macht, mit dem den Menschen die heile Ermittlungswelt vorgespielt wird.
    In der Realität rücken die Kollegen oftmals aus Zeitmangel bei kleinen Einbrüchen nicht einmal aus.
    Bei Verkehrsdelikten ohne Körperverletzung wird penetrant das Entsenden einer Streife verweigert.
    Ruhestörungen werden oft auch nicht „abgearbeitet“.
    Hier war ja der Vorschlag der Ruhrgebiets Polizeipräsidenten hervorgekommen bei nächtlicher Ruhestörung und häuslicher Gewalt gar nicht mehr auszurücken. Doch ist dies glücklicherweise offiziell vom Innenministerium blockiert worden. (http://www.derwesten.de/politik/innenminister-stellt-klar-bei-gewalt-rueckt-polizei-aus-id8320678.html)

    Die Polizei zieht sich immer mehr aus dem Alltag des Bürgers zurück. Nur in den Meiden wird das Bild hochgehalten, dass die Polizei alle Fälle komplett durch ermittelt. Hier auch mit einer ganz bewussten Vermischung der Fiktion und Realität. – Nachgespielt von echten Polizeibeamten – oder mit mit Kommentaren echter Polizeibeamter – usw..

    Ich möchte auch gerne einmal an dieser Stelle wissen, wer derartige Berichte überhaupt seitens der Innenministerien (bzw. der nachgeordneten Dienststellen) zulässt. Also, dass die Kollegen sich auf derartige Art und Weise dafür hergeben.

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