Einsatz Massenmigration bei der BPolD München

Wie steht es eigentlich um den Einsatz Massenmigration gut ein Monat nach Verlängerung der Grenzkontrollen? Unsere GdP-Kollegen Heinz Selzner, Michael Arndt (beide BePo) und Andreas Scholin (München) haben sich in Begleitung von Matthias Lauk von der Direktion München die aktuelle Situation im Einsatz Massenmigration vor Ort angesehen. Insbesondere haben sie dabei den Ausbaustand der Bearbeitungsstraßen und der Autobahnkontrollstellen unter die Lupe genommen.

Übereinstimmend mit den Einsatzkräften ist festzustellen, dass zwischenzeitlich mit enormem Aufwand und Engagement ein Stand erreicht worden ist, der sowohl der Aufgabenerfüllung als auch den Erfordernissen an sachgerecht ausgestattete Arbeitsplätze entspricht. Auch die Unterkunft und Verpflegung wurden durchweg positiv bewertet.

Hinterfragt wurde allerdings die Stärke der eingesetzten Kräfte bei der aktuell weitgehend ruhigen Lage. Vielen erscheint der Kräfteansatz zu hoch. Diese Frage wird über die Personalvertretungen mit den verantwortlichen Dienststellen kritisch erörtert werden. Auch die Einstellung der Zeitzuschläge findet wenig Gegenliebe. Unterm Strich war aber festzustellen, dass die Einsatzkräfte motiviert sind und die Stimmung gut ist.

Allerdings ist bereits absehbar, dass die aktuelle Diskussion über mögliche Verschlechterungen bei der Berechnung der Arbeitszeit zu Motivationsverlusten und zur Reduzierung der Zahl von Freiwilligen für Abordnungen führen.

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Themenbereich: Luftsicherheit & grenzpolizeiliche Aufgaben | Drucken

4 Kommentare
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  1. Hallo,

    also die Massenmigration ist derzeit nicht da!

    Es sind noch zig zehntausende Flüchlinge in Italien und Griechenland. So dass die Massenmigartion wieder steigen könnte.

    Da aktuell keine Einsatzlage ist, müssen die Kräfte sofort reduziert werden. Das ist eine Regeldienstlage.

    Jedoch müssen die technischen Kontrollstellen und Möglichkeiten erhalten bleiben, um bei einer erneuten Massenmigration die Grenzen zu sichern.

    Vereinzelte unerlaubte Einreisen gab es schon immer. Dann muss die Fahndung eben insgesamt hochgefahren werden. Täglich kommen vielleicht 10 neue unerlaubt nach Deutschland und im Winter sind 100.000de über die Grenze gestürmt, von denen ein Teil „im Untergrund“ verschwunden ist.

    Die Lage an der Grenze ist vorbei.

    Bleibt die Frage, ob die Menschen aus dem Untergrund gefunden werden sollen und ob die Regierung möchte, dass die Polizei Menschen mit dunkler Haut kontrolliert; denn einen anderen Fahndungsansatz sehe ich nicht

  2. [quote]Vereinzelte unerlaubte Einreisen gab es schon immer. Dann muss die Fahndung eben insgesamt hochgefahren werden. Täglich kommen vielleicht 10 neue unerlaubt nach Deutschland und im Winter sind 100.000de über die Grenze gestürmt, von denen ein Teil „im Untergrund“ verschwunden ist. [/quote]

    Ohne genaue Zahlen vorlegen zu können…..mehr als 10 unerlaubte Einreisen pro Tag sind es wohl schon noch ;)

    “ Heimliche Einwanderung über die deutsche Ostgrenze

    Seit der Schließung der Balkanroute wächst die illegale Migration über die deutsche Ostgrenze und die Schweiz. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann fordert nun die Schleierfahndung.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article156148719/Heimliche-Einwanderung-ueber-die-deutsche-Ostgrenze.html

  3. Kollegen müssen ja nicht mehr in der Masse abgeordnet werden, wenn die Migrationszahlen es nicht erfordern.

    Klar geht die Motivation flöten wenn die Stunden nicht mehr stimmen. Ein Kollege meiner Dienststelle ist zurzeit abgeordnet nach Passau und macht quasi mit dem vorgegebenen Dienstplan minus in seinem 5-Wochen-Abordnungszeitraum. Das kann ja es auch nicht sein. Mich trifft es wohl im September/Oktober mit einer Abordnung, da bin ich mal gespannt ob das dann immer noch so ist.

  4. Eigene Erfahrungen aus Passau UA Bearbeitungsstraße
    Die Kollegen der Bearbeitungsstraße werden seit einiger Zeit „spitz“ abgerechnet, die Kollegen des UA Grenze jedoch nach § 11. Aktuell ist es jedoch so, dass regelmäßig bis zu 10 Kollegen der UA Bearbeitungsstraße den UA Grenze unterstützen. Die Kollegen der Bearbeitungsstraße werden jedoch trotzdem „spitz“ abgerechnet, da sie ja eigentlich zur Bearbeitungsstraße gehören. Eine absolute Ungerechtigkeit.
    Auch werden die täglichen Pendelfahrten ( pro Tour mind. 30 Minuten) in Uniform mit Dienstwagen zwischen Unterkunft und Bearbeitungsstraße nicht als Dienstvor/- u. Nachbereitung anerkannt.
    UA Grenze und UA Bearbeitungsstraße laufen beide noch unter dem Gesamteinsatz „Massenmigration“ und es somit eine absolute Ungleichbehandlung zum Nachteil des UA Bearbeitungsstraße.
    Hier ist schnellstmöglich die Gewerkschaft gefordert, um diese Ungleichbehandlung aus dem Weg zu räumen. Also Paragraph 11 für ALLE, auch für die, die schon da gewesen sind. Es kann nicht sein, dass man sogar, wie bereits geschrieben, „Miese“ macht.