Es besteht Verdunklungsgefahr!

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Das Bundeskabinett hat seine Vorstellung für eine Politik für die Bundespolizei vorgelegt. Gelobt wird der Bundesinnenminister dafür nur von seinen eigenen Parteifreunden. Der personelle Mehrbedarf der seitens des Bundespolizeipräsidiums angemeldet wurde, fand keine Berücksichtigung.

Richtig ist, dass mit dem den Beschlüssen des letzten Jahres die Personallücken des Jahres 2008 in den nächsten drei Jahren geschlossen werden können. In der Zwischenzeit wächst das Personalloch jedoch weiter an. Durch Ruhestandsdaten und weitere Aufgabenverdichtung wird sich das Personalfehl auf annähernd 5.000 erhöhen. Obwohl die heutigen Ruhestandsdaten, bezogen auf die jeweiligen Dienststellen, seit spätestens 2007 bekannt sind, blieb das bis vor wenigen Jahren ohne Folgen.

Das ist kein politisches Versäumnis, sondern gehört zu den folgenreichen Fehlern der „Gründerjahre des Präsidiums“. Damit begann die schuldhafte Verstrickung von ungenügenden Einstellungen, die die Überlastung der Menschen in der Bundespolizei mitverursacht haben. Ausweislich der Personalstatistik werden innerhalb der Bundespolizei ca. 1.700 und außerhalb weitere 1.000 Abordnungen monatlich verfügt. Die Abordnungen innerhalb der einzelnen Bundespolizeidirektionen, beispielsweise von Aachen nach St. Augustin oder Angermünde nach Berlin-Tegel, sind in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Für die Beschreibung der Belastung der Menschen in der Bundespolizei ist es aber von wesentlicher Bedeutung. Die Gesamtzahl an Abordnungen zeigt das Ausmaß an unzureichender Fürsorge.

Der Regierungsentwurf verspricht da keine Abhilfe. Vielmehr wird dem Parlament als Haushaltsgesetzgeber die Verantwortung überlassen. Diese Rollenverteilung wäre nicht zu kritisieren, wenn bei Anfragen oder Besuchen gegenüber den Abgeordneten nicht Schönfärberei betrieben würde. Es wird von Auffüllungsgraden fabuliert, die nicht die Realität widergeben. Der Unterschied zwischen Auffüllungsgrad und Tagesstärke macht die real existierende Bundespolizei aus! Warnt die Gewerkschaft der Polizei vor mangelhaftem Schutz der Grenze oder „Angsträumen“ auf den Bahnhöfen, wird es als Rhetorik zur Durchsetzung von gewerkschaftlichen Forderungen abgetan. Mit solchen Reflexen wird jedoch nicht die Glaubwürdigkeit der Gewerkschaft in Frage gestellt, sondern die eigenen Mehrforderungen!

Es entwickelt sich für die Menschen in der Bundespolizei ein unheilvoller Teufelskreis: Ein Minister, der die behördlichen Mehrforderungen nicht anerkennt und dem Parlament die Gestaltung der Bundespolizei überlässt, nimmt seine eigene Verantwortung nicht wahr. Eine Behörde, die in der Öffentlichkeit und gegenüber dem Parlament kein reales Bild der Personalsituation zeichnet, wie es zur Lösung der Überlastung nötig wäre, nimmt ihre Verantwortung ebenfalls nicht wahr. Stattdessen sind Angaben über die Grenzlage zu Polen kaum möglich, weil kein Personal da ist, den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Der Einsatz „Massenmigration“ unterliegt dem Diktat der bayrischen Staatskanzlei, ohne deren Zustimmung kein Personal abgezogen werden darf. Es besteht Verdunkelungsgefahr durch Verschleierung der tatsächlichen Personallage der Bundespolizei. Dieses Verhalten geht zu Lasten des gesetzlichen Auftrags der Bundespolizei und auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen und ihrer Familien.

Jörg Radek
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23 Kommentare
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  1. Dann hätten sich die MdB´s die ganzen Besuche bei der BPOL auch sparen können. Es ist auch eine Schande das der IM TdM sich nicht um die BPOL mit kümmert. Aber das hat er bei der BW ja auch schon nicht gemacht.

    Dann sollte es vielleicht mal soweit kommen, das beim Fußballwochenende keiner von der BPOL mehr da ist, es sind alle krank zu Hause. Denn die BPOL ist vollkommen Überlastet. Denken die Politike auch mal an die, die seit Wochen nicht mehr aus den Stiefeln kommen?

    Ich denke die Rechnung kommt im nächsten Jahr zu BT Wahl.

  2. Ein ganz einfache Frage an die Politik, wollt ihr eine funktionierende Bundesbereitschaftspolizei? Wenn ja dann fehlt uns dringend Personal, derzeit ist die Bundesbereitschaftspolizei nicht funktionsfähig. Die teilweise Aufgabenwahrnehmung ist in Wahrheit nur ein Flickenteppich des Personals

  3. Moin,
    dass wir ( Bund und Land ) seit zig Jahren kaputtgespart werden, ist ja hinlänglich bekannt. Es scheint die politischen Entscheidungsträger ( und bis dato den „normalen Bürger“ ) aber nicht so wirklich interessiert zu haben. Aber die Stimmung kippt.
    Lt. einer aktuellen Umfrage haben 73 % der Bürger Angst vor Terrorismus, zum ersten Mal seit 25 Jahren auf Platz 1 der Sorgen. Dicht gefolgt von gewaltbereitem Extremismus und die Folgen der Zuwanderungspolitik.
    Persönliche Sorgen ( Arbeitslosigkeit, Krankheit etc ) verblassen dagegen. Zitat: „Noch nie zuvor sind die Ängste innerhalb eines Jahres so drastisch in die Höhe geschnellt!“
    Einer anderen Umfrage zufolge wollen 74 % der Deutschen mehr Polizei, 66 % sind für mehr Streifen und Kontrollen. 58 % halten die Befugnisse der Polizei für zu gering.
    Und was wir von der Politik und der Justiz erwarten können, wissen wir auch. Man nehme nur den seit Jahren geforderten § 115 StGB, welcher immer wieder „abgebügelt“ wird oder die Entscheidung des BVerfG zu „ACAB“!
    Wir haben da oben eben keine Lobby. Hierzu, finde ich, ein ganz interessanter Beitrag:
    h.ttp://www.focus.de/politik/deutschland/kisslers-konter/kisslers-konter-linke-gewalt-straftaten-gegen-polizisten-werden-fuer-eine-ideologie-verherrlicht_id_5527047.html
    Ein anderes Beispiel betrifft die Vorfälle in der Silvesternacht 2015. Auch hier fühlte sich keiner politisch verantwortlich. Der „Schwarze Peter“ wurde mal wieder der Polizei zugeschustert.
    Ich denke mal, dass jeder von uns mitbekommen hat, dass sehr wenig Tatverdächtige ermittelt werden konnten. Ist ja eigentlich auch „egal“. Selbst wenn, durch welche glücklichen Umstände auch immer, alle Tatverdächtigen hätten ermittelt werden können, würde unsere Justiz die überwältigende Mehrheit von diesen ja sowieso wieder auf die Menschheit loslassen ( Freispruch oder Bewährung ).
    Siehe dazu das Urteil des AG Köln aus der letzten Woche ( 1 Iraker, 21 und 1 Algerier, 26; beide zwar schuldig gesprochen aber wieder frei auf Bewährung ). Wo bleibt da die Abschreckung?
    In einer anderen Umfrage hielten 42 % die aktuelle Migration für eine „Kulturelle Bereicherung“. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch, dass 58 % dieses nicht so sehen oder sich dazu nicht äußern wollten.
    Bedenklich daran finde ich, dass die Zahl der Bürger, welche ihre Meinung nicht sagen möchten, stetig zunimmt ( könnte ja politisch nicht korrekt sein ).
    Dieses Phänomen ist eigentlich typisch in einer Diktatur, wo man mit Repressalien rechnen muss und nicht in einer Demokratie!
    Ein Umdenken ist dringend erforderlich und findet teilweise auch statt. Vielleicht erreicht es ja irgendwann auch die „Oberen“!?

  4. Zu Nr.3: Ja der Bürger hat Angst!
    Und wer nun denkt daß sich irgendwas ändert irrt!
    Die Lösung, heute morgen im Radio gehört, das sogenannte Weißbuch der Bundesregierung!
    Darin steht nun wirklich, dass die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden soll bei Terroristischen Anschlägen. Ein Schelm wer böses denkt dabei.
    Wie soll die Bedrohung definiert werden. Reicht es schon wie gerade passiert was in Berlin passiert(Rigaerstrasse). Wer entscheidet sowas? Also die Polizei hat keine Lobby wie man sieht. Statt mehr Personal ausbilden, wird die extrem billige Variante Bundeswehr genommen. Der Innenminister verwaltet nur die Innenpolitik statt zu handeln. Von allen IM den Deutschland gesehen der …..! Wahnsinn was in Deutschland gerade passiert. Alles was die Bundesrepublick in den letzten Jahrzehnten ausgemacht hat wird in einem enormen Tempo über Bord geworfen.

  5. Durch Schönfärbereien und Verschleiern der tatsächlichen Personallage machen sich auch die Polizeiführer unglaubwürdig.
    Trotz besseren Wissen wird an Unwahrheiten festgehalten und diese nach außen und innen kommuniziert. Mittlerweile hat dieses Gebaren auch die untere Führungsebene erreicht. Wer einmal lügt dem glaubt man nicht. Wer zweimal lügt… Immer häufiger werden hier einige Kleinigkeiten verdreht, unterdrückt oder bewusst falsch dargestellt. Es ist einfach nur noch ein Trauerspiel.

  6. Man kann froh sein, dass die GDP andauernd die Missstände offenlegt. Aber:
    Hier muss viel viel mehr mediale Präsenz stattfinden!! Die Öffentlichkeit muss mit den Fakten bombardiert werden. Nur so können wir Druck aufbauen. Die nutzlosen Gespräche mit „interessierten“ Bundestagsabgeordneten bringen nicht viel. Das hat man ja jetzt schwarz auf weiß!!!
    Nur wenn Nachrichten andauernd aufzeigen wie schlecht unser BMI ist, könnte sich was ändern

  7. Das ist ja alles ganz interessant, aber eigentlich sollte doch heute das Bundeskabinett mit der Beschlussfassung zum Entwurf des Besoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetzes das Gesetzgebungsverfahren einleiten. Was ist denn nun daraus geworden? Wundert mich, dass das hier gar nicht thematisiert wird, denn da wartet man ja nun seit Wochen drauf…

  8. Die CDU hat das BMI wohl politisch abgeschrieben?
    Dafür sprechen derzeit vielen Anzeichen: Dr. Ole Schröder hört auf, die Investitionen und die Personalerhöhungen beschränken sich maßgeblich auf die Bundeswehr, die „Cyberabwehr“ für Deutschland geht zur Bundeswehr (obwohl kaum IT-Experten zum Militär wollen, sich aber eine Tätigkeit beim BMI vorstellen könnten), den Grünen wird vermehrt Zugang und Präsentation im Aufgabenbereich des BMI als möglicher Koalitionspartner gewährt und letztendlich konnte auch niemand als Minister dort wirklich punkten.
    Man denkt im neuen CDU-Programm an eine europäische Sicherheitsarchitektur und meint damit Militärbündnisse für Europa!
    Dann wird Herr Schäuble wieder den Einsatz der Bundeswehr im Inland fordern, den die hat das Personal, die Ausstattung und die Möglichkeiten!
    Wer hat noch mal die letzte Reform, die Werthebach-Studie und die Sparpolitik bei der Bundespolizei eingebracht? Welch ein Stratege!

  9. Und da wundern sich noch die Altparteien, dass so viele Bürger nun
    Alternativ wählen?
    Egal ob unter Rot/Grün , Schwarz/Gelb oder aktuell Schwarz/Rot:
    Manchmal fragt man sich ob solche Entscheidungen gewollt oder einfach nur gefährlich naiv sind.
    Vielleicht sollten Polizeiführer zukünftig dann etwas gelassener sein und
    z.B. an Flughäfen dann ein Terminal nicht besetzen wegen Personalnotstand.
    Dann steht der Reisende zwar etwas länger, aber na ja…was will man machen.
    Andere Aufgabenbereiche sind dann ähnlich gelassen zu handhaben.
    Bei den Landespolizeien z.B Land Brandenburg, muss man mitunter als Bürger auch mal 2 Stunden warten bis jemand kommen kann.
    Vielleicht ist genau das gewollt und sollte als Vorbild dienen.
    Was anderes fällt mir nicht mehr ein, denn Gespräche bringen ja offensichtlich nichts.

    Einen gesetzlichen Auftrag kann man nur mit 100% Personal zu 100% erfüllen!

  10. AHA
    Vor einigen Tagen habe ich zu einem anderen Beitrag einen Kommentar geschrieben, der leider „weil veileicht zu kritisch“ nicht veröffentlich wurde.

    1. Es ging dabei u.a. um Personalstärken die schon in den Dienststellen, hier E-Abteilung, nicht richtig dargestellt werden. Beamte des gd und hd die glücklich über die tolle Stärke sind. Woher die Jungs diese Erkenntnis haben. Und dieses Gehabe setzt sich immer weiter nach oben fort.

    2. Es ging um zusätzliche Auszubildende die in der Abteilung ausgebildet werden sollen. Ab 01.09 7 LG und zusätzlich sollen irgendwann noch 200 Auszubildende dazu kommen.
    Frage der Basis: Wer soll diese PVB ausbilden? Es sind jetzt schon so gut fast keine und schon gar keine vollgeeigneten GF und ZF in den Hus. Nur noch die ungeliebten, wenig begabten nicht voll laufbahnbefähigten GF. Weil…brauchen keine Verwendungsbreite….
    Antwort: Keine Aufgabe der Struktur, Ausbildung durch Akademie!!!!!
    Basis: Ja, verdammt, woher bekommt die Akademie ihre Ausbilder?????

    3. Es ging darin um eine mögliche Umschichtung, nein nicht Reform:-) Für mich ist das längst beschlossene Sache, wird nur noch nicht veröffentlicht.

    Und abschließend, wenns auch nicht gefällt:
    Ich war schon die ganze Zeit skeptisch weil die GdP von Seiten des BMI oder des Präsidiums im Vorfeld der Wahlen als einzige wirkliche, mitarbeitende Personalvertretung gefeiert und gepowert wurde.
    Diese Politiker machen nichts ohne Hintergrund. Deshalb dürft ihr das beklagen und anprangern. Aber wundern dürft ihr euch nicht.

  11. @BBP,

    es ist doch alles nicht gewollt. Siehe doch Urteil Rigaer Str. Ihr geht dorthin, haltet den Kopf hin und riskiert bleibende Schäden und dann so ein niederschmetterndes Urtei.

    Noch Fragen?

  12. @seba.heinz

    Dazu kommt dass die Hundertschafte leer sind. volle Einsatz-Züge gibt es nicht. Nicht mal volle Hundertschaften. Die Einsatz Leistungen die erbracht werden sind ein Tropfen auf den heißen Stein was erbracht werden müsste es ist nur noch Flickschusterei, aufgefangen dadurch das Kräfte des Einzeldienstes unsere Aufgaben wahrnehmen müssen und ihre eigenen Aufgaben nicht ableisten

  13. Ach was wird das wieder chaotisch beim OSZE Gipfel in Hamburg.Zu wenig Bereitschaftspolizei, schwachsinnige Strategien, unschlüssig Polizeiführer und politische Möchtegernpolizisten die sich überall einmischen. Ohne mich…war jetzt 12 mal in Bayern…habe noch 600 Überstunden und fühle mich seit langem als Bereits.Polizist verarscht und verkauft. Macht Eure Grosslagen in Zukunft alleine.

  14. Ganz schön naiv Herr Radek von Gefahr zu schreiben…..Gefahr bedeutet noch nicht eingetreten. Wir sind doch schon seit Jahr und Tag mittendrin. Und jeden Tag kommt von irgendeinen Zugführer, Hundertschaftsführer, Abteilungsführer, DGL,Gl,Il, Dir. Präs., Präsident, ABt.L., Rever.L., Staatssekretär und BMI eine kleine weitere Verschleierungsgeschichte und Schönfärberei dazu.
    Es glaubt weder draussen noch hier im Forum jemand, dass sich was ändern wird. Das einzige was sich ändern wird und da sind wir auch schon mittendrin , ist die Einstellung zum Dienst und zum Dienstherrn.
    Der Abwärtsstrudel in dieser Behörde ist nicht mehr aufzuhalten…..von wem auch!!

  15. NIZZA…….Strassensperre durchbrochen…..87 Einschusslöcher im Führerhaus des LKW……die ersten 2 Beamten haben geschossen, bis es nichts mehr zu verschiessen gab….Pistolen gegen LKW….und das war in Frankreich während eines Ausnahmezustandes, muss man noch mehr sagen.
    Vergleiche zu deutschen Scherheitsbehörden und deren personeller und materieller Ausstattung spare ich mir, die werden eh schön geredet, verschleiert und meinetwegen auch verdunkelt.
    Und für die Zukunft, siehe Kommentar Jörg Radek, sieht es genauso aus.
    Mein Beileid an alle Angehörigen der Opfer…..

  16. Moinsens!

    Das wir sicherheitspolitisch am Ende sind, dass hat sich in der Bevölkerung durchaus schon rumgesprochen.
    Exemplarisch dafür die Kommentare des verlinkten FOCUS-Beitrages:

    http://www.focus.de/reisen/service/bundespolizei-warnt-taschendiebstaehle-an-bahnhoefen-so-koennen-sie-sich-schuetzen_id_5730725.html

    Meiner Meinung nach klingt in der Masse der Kommentare durch, dass man sich mehr Engagement bei der Bekämpfung dieser Täter wünscht und sich nicht nur auf (bestimmt) gut gemeinte Ratschläge beschränkt.
    Eine mehr als berechtigte Forderung!!!
    Sicherlich gehört zur Polizeiarbeit auch Prävention durch Aufklärung der Bürger dazu aber sich fast ausschließlich nur darauf zu konzentrieren reicht schlicht und einfach nicht aus, um sich als ernst zu nehmender Ansprechpartner in puncto Innere Sicheriet zu präsentieren.
    Ähnlich haarsträubend empfinde ich Empfehlungen, sich bei Eindringlingen im Haus ruhig zu verhalten, die Polizei zu rufen (die dann vielleicht 30 Minuten später mit einem Wagen da ist) und um Gottes Willen den Einbrecher nicht zu verletzen, da man sonst selbst vorm Kadi landen könnte.
    Schilda könnts nicht besser!!

    Wenn unsere Herrschaften in der Regierungsverantwortung der Bundesrepublik Deutschland den „Gewaltanspruch“ einzig und allein beim Staat angesiedelt wissen wollen, dann darf man den daraus entstehenden „Sicherheitsanspruch“ des Bürgers aber auch nicht durch Kaputtsparen bei den Sicherheitsbehörden negieren.
    Schon gar nicht darf man sich dann darüber echauffieren, dass sogenannte „Bürgerwehren (welcher Couleur auch immer) wie Pilze aus dem Boden sprießen.
    Macht erst Eure Hausaufgaben und dann dürft Ihr vielleicht Kritik üben/“schlaue“ Vorschläge machen, verehrte Innenminister und Herr Bundesjustizminister!!!

    Ich träum` jetzt mal weiter …..
    Gruß

    AB

  17. ZF Du hast es auf den Punkt gebracht!

    Kollege Radek schreibt immer gut, nur ist das wie Holz in den Wald reinzutragen, es interessiert doch außerhalb
    dieses Forums niemanden und wir hier wissen doch alle wie es um uns steht…Es ist traurig jeden Tag die ^ ausgelutschten “
    Kollegen zu sehen…Die Durchhalteparolen der DGLs kann niemand mehr hören, von den Etagen darüber mal ganz zu schweigen…

    Was ist nur aus dieser einst so stolzen Truppe geworden?!

  18. Das was die Politik vorgelegt hat, ist ein Papier, dass auf eine Politik Rücksicht nimmt, die vor entscheidenden Wahlkäpfen steht.

    Der Inhalt dieses „Statements“ ist weder zielgerichtet noch orientiert er sich an den (europäischen) ERfordernissen einer Sicherheitspolitik, zu deren Aufgaben – im Wahrsten Sinne – „alles“ gehört.

    Während wir uns über ungenügend Einstellungen unterhalten – ist in Frankreich – so ein Medienbericht – eine ganze Abteilung einer Sondereinheit „erkrankt“.

    Wir müssen uns doch erst einmal fundamentale Gedanken darüber machen, wie es überhautpt weiter gehen soll: Wir reden ständig von 3 Polizeien, Bundespolizei, Bundesfinanzpolizei und Güterverkehrspolizei des Bundes. Fakt ist, dass es tatsächlich nur die Bundespolizei gibt, die beiden anderen sind bisher mehr Wunschgedanken und stehen auf dem Papier.

    Das sollte doch einmal angestossen werden – hier wäre Personal und Potential – zumindest für eine gewisse Zeit vorhanden und es gibt gewisse Überscheidungen. Mitunter benötigen wir ein neues „Dach“.

    Warum wird „Schönfärberei“ betrieben? – weil man nicht Manns genug ist, gewisse Dingen anzusprechen und Notwendigkeiten aufzuzeigen – wir haben ja das sog. Leeistungsprinzip – alle Ampeln sind grün….

    bezogen auf den Beitrag Nr. 15 v. „Aufgewacht“: WEr von den 3 Polizeien kann und würde als erster zum Schuss kommen? DEr BMF (Chefminister der BuFiPol) würde sagen: Ein Partner der Wirtschaft transportiert Waren von A nach B so schnell es geht – Kollateralschaden. Die Güterverkehspolizei ist nicht bewaffnet – verbleiben noch die Kollegen des 1 Magazin-Bataillons – sprich der Lkw würde noch fahren bis der Tank leer ist.

    Richtig gedacht – hätte sich Ursula mit ihrer Truppe ihm in den Weg gestellt – dann würde er wahrscheinlich nicht mehr fahren – oder doch noch?

  19. Es gab gestern einen sehr guten Bericht über Israel.
    Kernaussage der Experten an Europa:
    Wenn ihr den Preis der Sicherheit für eure Freiheit nicht zahlen wollt, dann werdet ihr dafür teuer bezahlen.

    Soll heißen, wer Sicherheit fordert, muss endlich kritisch über die Weite des Datenschutzes und individuelle Freiheiten nachdenken.
    Die Freizügigkeit der EU ist eine tolle Erungenschaft, aber können wir sie uns leisten?

  20. Um einen LKW zu stoppen, muss ich die physikalischen Gestze (Masse x Geschwindigkeit) sowie die Technik des LKW beachten.

    Ein Schuss in den Druckluftbehälter der Bremse und der LKW legt eine Vollbremsung hin!!! < Aber diesen zu Treffen halte ich für ein Problem.

    Wie stoppt man einen Traktor/Schlepper? Hatten wir diese Fragen nicht schon einmal???

  21. http://m.focus.de/politik/experten/kelle/gastbeitrag-von-klaus-kelle-ich-will-heute-nicht-schreiben-was-man-immer-so-schreibt_id_5734226.html

    Das sagt doch alles aus….endlich ein Schreiberling nach meinen Geschmack

  22. @Nachgefragt, diese Frage stellt sich niemand, der in die USA oder Israel fliegt. Da darf jeder alles wissen. Aber wehe in Deutschland kommt nur ein Härchen mehr unter die Lupe, ein Bild mehr gemacht oder irgendwo eine Cam zu viel aufgestellt…. Mimimi. Wie bereits hier mehrfach erwähnt, ich jetzt auch, Sicherheit und Ordnung hat seinen Preis.
    Einen Preis, den momentan der unbescholtene Bürger sehr hoch bezahlt.

  23. Eines vorweg: Von irgendwelchen Attentätern, Terroristen oder ähnlichem Ge­socks möchte ich mir meine Freiheit nicht diktieren und weiter einschränken lassen, nur das für alle, die immer nach „mehr“ schreien. Dann haben sie ihr Ziel nämlich endlich erreicht….

    Zum Umgang mit wenig Personal möchte ich in unserem Laden den armen DGL an einem Airport sehen, der entscheidet, ein Terminal zu schließen und nach den Beschwerden der Fluggesellschaften sich die Finger an der Stellungnahme wundschreibt – Rückendeckung von der Führung würde der wohl kaum erwarten dürfen….

    Und zu Nizza, vorab, meine Gedanken gelten den Opfern und deren Familien, würde bei uns vermutlich der Schießausbilder antreten müssen, wieso es denn sein kann, dass man 87 Schüsse benötigen würde, um einen Täter zu stoppen…. ach, Moment, geht ja gar nicht, denn nach 15 Schuß kann ich meine Waffe ja nur noch zum Werfen gebrauchen….

    Danke – habe fertig….

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