Fußballgewalt: GdP fordert Ende des Gewalttourismus

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Gewalt und Vandalismus im Fußball-Fanreiseverkehr verursachen bei der Bahn jährliche Schäden in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hervor.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich dafür aus, noch entschiedener gegen Fußballgewalttäter vorzugehen. „Damit die überwiegend friedlichen Fußballfans auch weiterhin in Sicherheit ihr Spiel genießen können, ist es wichtig, konsequent gegen Straftäter vorzugehen“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei.

Die Bundesregierung räumt in ihrer Antwort ein, dass es zwar gelungen sei, dass die Straftaten und Gewaltdelikte insgesamt zurückgegangen seien, im gleichen Zeitraum sei jedoch die Anzahl der verletzten Personen angestiegen. Die Gewerkschaft will daher Maßnahmen intensivieren, um Straftäter von vornherein vom Fußballgeschehen fernzuhalten. „Beförderungsausschlüsse, Meldeauflagen für verurteilte Gewalttäter und Betretungsverbote für Stadien wären, konsequent eingesetzt, das richtige Mittel um dem Gewalttourismus ein Ende zu setzen“, so Radek.

Während in früheren Jahren gewalttätige Auseinandersetzungen im Fußball auf einige wenige Vereine konzentriert waren, zieht sich heute die Gewalt im Fußball von der ersten bis zur fünften Fußballliga durch und hat nahezu jeden Verein erfasst.

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Themenbereich: Fussballeinsätze und Gewalt | Drucken

3 Kommentare
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  1. Ja so ganz ohe Bereitschaftspolizei und motivierten robusten Einheiten geht da halt nichts…..egal freies Wochenende

  2. Entschuldigt mal bitte ! Ganz allgemein fallen mir nicht nur Fussballanhänger auf, die die Züge den Bahn (oder besser Bahnen beschädigen). Diverse Gruppierungen unter Alkoholeinfluss „verschönern“ auch die Züge..
    1,5 Millionen Euro Schaden durch s.g. Fussballanhänger. Das ist bei ca. 13 Millionen Zugfahrten 11 Cent pro Zugfahrt. So mal in das richtige Licht gerückt. Doch egal welchen Bahnhof ich betrete, überall sehe ich zerstörte Fahrräder. Weiter werden massenhaft Räder gestohlen. Nur ganz wenige tauchen in der Kriminalstatistik auf. Weil grob geschätzt unter 10 Prozent hier überhaupt eine Anzeige erstatten.
    Die Anzahl der Bahnhöfe der Deutschen Bahn beträgt 4222. Es gibt aber noch mehr Bahnhöfe. Also müssen an jedem Bahnhof Schäden an Fahrrädern in Höhe von 355 Euro entstehen, um auf die Summe der Schäden durch Fussballfans in den Zügen zu kommen.
    355 Euro pro Bahnhof und Jahr. Alleine beim Vorbeigehen in Dortmund sehe ich ein vielfaches an Schäden. Auch bei Bahnhöfen kleinerer Städte (unter 100.000 Einwohner) komme ich beim Betrachten der Fahrradunterstände locker aufs Jahr gerechnet über 355 Euro an Schäden nur an Fahrrädern. Dort laufen „normale“ Menschen einfach durch und zerstören Fahrräder oder stehlen sie, bzw. klauen Ersatzteile.
    Besonders ärgerlich für die vielen Menschen, die auf das Fahrrad angewiesen sind.

    Also bitte nicht nur Populismus gegen Fussballfans seitens der Fussballhasser der Grünen.

    Nichtsdestotrotz benötigen wir ganz einfach mehr Personal auf den Bahnhöfen und in den Zügen.

    Und das ständige Palaver (Entschuldigung) um die wenigen Täter, die den Fussball als Deckmantel für ihre Taten missbrauchen. Denn es sind keine Fussballfans, sondern Chaoten, die einfach nur einen Grund suchen. Wie auf der Kirmes sich die üblichen Verdächtigen prügeln und auch auf dem kleinsten Dorffest.
    Auf Betretungsverbote pellen die sich ein Ei. Ebenso auf Beförderungsverbote.
    Meldeauflagen wären schon mal der Anfang. Aber wenn eine Person bereits verurteilt wurde und eine erheblich Gefahr von ihr ausgeht, hilft nur der Freiheitsentzug zu den Spieltagen. Ganz einfach !

    Es kann doch nicht sein, dass eine verschwindend geringe Minderheit Millionen von Menschen den Spass am Volkssport Nummer eins ständig versaut.

  3. Entweder wir stehen den bayerischen Innenminister für seine Fantasien der Grenzsicherung zur Verfügung oder wir machen Fußball

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