GdP-Bundesvorsitzender im ARD-Morgenmagazin: Malchow: Kein Rassismus in deutscher Polizei feststellbar

Berlin.“Polizeigewalt, getötete Schwarze – in den USA ist das ein Thema, ein Problem: Und in Deutschland?“ Der Antirassismus-Ausschuss der UN sehe auch hier Handlungsbedarf. Das ARD-Politmagazin „Monitor“ zeige Beispiele, die Gewerkschaft der Polizei halte die Situation für nicht vergleichbar“, schreibt die ARD-Tagesschau am Donnerstag auf ihrer Internetseite. Monitor werde am Abend über vermeintliche Fälle von Polizeigewalt in Deutschland berichten. Stunden zuvor war der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow live aus Berlin in das ARD-Morgenmagazin geschaltet geworden und legte die Positionen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) dazu dar. Von unhabhängigen Kontrollgremien halte er nicht so viel, sagte er dem MoMa-Moderator Sven Lorig. Es gebe hierzulande die Gewaltenteilung, Parlamente und Justiz hätten die Polizei zu kontrollieren. In den Fällen, wo Polizeibeamte sich außerhalb des Rechtsrahmens bewegten, würden Maßnahmen ergriffen, die zu Disziplinar- und Strafverfahren führen.

Video-Abruf in der Tagesschau-Mediathek


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2 Kommentare
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  1. So, so, der Antirassismus-Ausschuss der UN sieht bei UNS Handlungsbedarf??? Genau! Bei UNS gibt es unabhängige Gerichte, die JEDER anrufen kann! Ganz einfach! Die sollten lieber mal in die Türkei fahren! Unglaublich, dass WIR so einen Schwachsinn auch noch bezahlen müssen!

  2. @sergant Ich schaue mir diesen Scheibenkleister erst gar nicht an. Bei uns die Sache umgekehrt. Respektlosigkeit, Rassismus und religiöser Hass treffen die deutsche Bevölkerung und auch uns als Polizeibeamte.
    Und wer meint, dass Kollegen mit ausländischen Wurzeln es bei ihren „Landsleuten“ leichter haben, der irrt. Hier gehen gewisse „Landsleute“ noch aggressiver vor, wenn sie erfahren, dass ihr Gegenüber einer von ihnen ist.

    Es muss endlich von der Politkern erkannt werden, dass es auch Rassismus und religiösen Hass durch Menschen mit ausländischen Wurzel gegen Deutsche gibt. Und zwar deutlich mehr als offener rechter Hass durch Deutsche gegen Menschen mit ausländischen Wurzeln.

    Anzumerken ist noch, dass das mit der Respektlosigkeit auch viele unserer Landsleute gut drauf haben. Die grundsätzliche Infragestellung einer Kontrolle gehört schon zum Alltag. Aber auch weitere verbale Attacken bis hin zu Übergriffen sind leider auch keine Ausnahme. Das ist auch ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es mag manchem hier albern erscheinen, aber das Verhalten im Strassenverkehr wird immer rabiater und spiegelt den Charakter der Leute wieder. Wer das dickes Auto hat, darf am meisten schocken.

    Vor zehn Jahren sagt mal ein Kollege ob der zunehmenden Skrupellosigkeit im Strassenverkehr und auch anderorts, dass wir irgendwann wieder ganz von vorne anfangen müssen. Also die Polizei dem, der nicht blinkt ein Verwarnungsgeld auferlegen muss .
    Vor allem ist die moderne Technik die Geißel der Neuzeit. Ihr müsst mal als Fussgänger drauf achten, wieviele PKW Fahrer mit ihrem Smart Phone beschäftigt sind. Und es ist egal ob Pflegedienst, Handwerker, Mütter mit Kindern, Familienväter usw.. Es herrscht auch kein Unrechtsbewusstsein mehr, da so gut wie keine Polizeistreifen mehr das machen, was sie eigentlich sollen ! Streife fahren.
    Und viele Menschen leben nur noch in der virtuellen Welt.
    Naja, wenn die selbstfahrenden Autos kommen, können diese Personen endlich Whatsapp Nachrichten aller Art senden, den neusten Kinofilm sehen und noch das Spiel auf dem Smart Phone spielen. Auch hier ist ein gewisses neues Spiel, welches das Betreten verschiedener Orte verlangt, so wichtig, dass die Lokalzeitungen darüber berichten. Vielleicht bin ich auch zu konservativ und sollte während der Fahrt Videos schauen, Whatsapp bearbeiten und darauf hoffen, dass bei City Bremsassistent alles weitere regelt. Wenn ich dann noch aus dem Auto hechte und auf Befehl meines Spieles in die nächste Polizeiwache (wahlweise auch ein anderes Gebäude) hereinstürme, um das gewisse virtuelle Wesen zu fangen, gehöre ich auch zu den Guten und zu dieser Gesellschaft. Ne, tut mir leid, meine Welt ist das nicht.

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